Kulturrat kritisiert gestrichene Nominierungen für Buchhandlungspreis

    Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates Olaf Zimmermann
    Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Zimmermann, kritisiert gestrichene Nominierungen für den Buchhandlungspreis © picture alliance/dpa
    Auf der Leipziger Buchmesse wird in zwei Wochen wieder der Deutsche Buchhandlungspreis überreicht – ein Gütesiegel im Namen von Kulturstaatsminister Weimer, denn dessen Behörde richtet den Preis aus. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wirft Weimer nun Intransparenz und ein fragwürdiges Vorgehen bei der Nominierung vor. Der Anlass:Kulturstaatsminister Weimer hat drei Geschäfte aus Berlin, Bremen und Göttingen, die dem linken politischen Spektrum angehören, von der Nominierungsliste gestrichen. Sie seien wegen verfassungsschutz-relevanter Erkenntnisse entfernt worden, begründete seine Behörde den Schritt. Konkrete Angaben zu den Vorwürfen wurden nicht gemacht. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Zimmermann, sprach hier im Deutschlandfunk Kultur von einem unsäglichen Vorgang. Es könne nicht sein, dass eine Art von Regelanfrage beim Verfassungsschutz gibt, bei der Vergabe von Preisen an Kulturschaffende. Das widerspriche auch dem Grundgesetz. Weimer habe sich "vergaloppiert", so Zimmermann