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Kulturnachrichten

Samstag, 25. September 2021

Newcomer-Preis des Reeperbahn-Festivals für Yard Act

Das britische Post-Punk Quartett Yard Act hat den begehrten Preis für talentierte Newcomer des Hamburger Reeperbahn-Festivals gewonnen. "Unbestreitbar authentisch", sagte der britische Musiker und Juror Tom Odell über die Sieger bei der Verleihung des Anchor-Awards im St. Pauli Theater. Nachdem die Veranstaltung vergangenes Jahr im Hybrid-Format stattfand, waren dieses Jahr wieder alle Juroren und Acts vor Ort. Auch Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) betonte in seiner Rede: "Ich freue mich, dass wir in Hamburg wieder die Welt zusammen bringen können, um Musik und Kunst zu feiern."

Elton John eröffnet Global Citizen Live in Paris

Vor der Kulisse des Pariser Eiffelturms hat Elton John zu globalem Zusammenhalt in der Corona-Krise aufgerufen. "Wir dürfen niemanden zurücklassen", sagte er am Abend mit Blick auf Covid-19-Impfungen in Paris beim Auftakt zum Global Citizen Live. Mit Solidarität und Liebe könne man eine bessere Zukunft gestalten. Bei dem 24-stündige Großevent mit Konzerten in New York, Los Angeles, Rio de Janeiro und Mumbai, treten unter anderen auch Coldplay, Jennifer Lopez und Billie Eilisch auf.

Humperdinck-Tagebücher an Siegburg übergeben

Der frühere "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann überlässt der Stadt Siegburg 48 Tagebücher von Wolfram Humperdinck, dem Sohn des Komponisten Engelbert Humperdinck. Diekmann hat das Konvolut aufgekauft und stellt es dem Siegburger Stadtarchiv als Dauerleihgabe zur Verfügung. Siegburg ist der Geburtsort von Engelbert Humperdinck (1854-1921). Sein Sohn Wolfram (1893-1985) war Regisseur und Intendant. Die Tagebücher stammen aus den Jahren 1933 bis 1983. Sie seien eine wichtige Fundgrube nicht nur für die Humperdinck-Rezeption während der Nazi-Zeit und in der Nachkriegszeit, sondern auch für das Musikleben dieser Zeit ganz allgemein, teilte die Stadt Siegburg mit.

Wertvoller Brief für 145.000 Euro versteigert

Ein einmaliger Brief aus Hannover ist bei der Versteigerung der Briefmarkensammlung des früheren Tengelmann-Chefs Erivan Haub für 145.000 Euro unter den Hammer gekommen. Es handelt sich um einen Auslandsbrief, der 1861 von Hannover aus nach Chile geschickt wurde - das Startgebot bei der Auktion am Samstag lag bei 50.000 Euro. Sein Wert ergebe sich aus seiner Einzigartigkeit, teilte das Briefmarkenauktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden mit. Der sogenannte Ersttagsbrief, den der Versender am ersten Gültigkeitstag der verwendeten hannoverschen Briefmarken aufgab, gelangte den Angaben zufolge auf einer abenteuerlichen Reise bis nach Chile: Er fuhr unter anderem mit der Panama Railway von der Atlantikküste zur Pazifikküste Südamerikas und von dort weiter mit dem Schiff.

Katholische Kirche in Kanada entschuldigt sich

Die katholischen Bischöfe in Kanada haben sich für das Leid entschuldigt, das durch die Beteiligung der Kirche am früheren Internatssystem für indigene Kinder verursacht wurde. "Wir erkennen den schweren Missbrauch an, der von einigen Mitgliedern unserer katholischen Gemeinschaft begangen wurde: physisch, psychologisch, emotional, spirituell, kulturell und sexuell", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Es ist die bislang umfassendste Äußerung der katholischen Kirche zu dem seit Monaten schwelenden Thema. Die Bischöfe kündigen darin zudem an, im ganzen Land Spendenkampagnen zu starten, um Initiativen zu unterstützen, die von indigenen Gemeinschaften ins Leben gerufen wurden. Zudem werde man mit dem Vatikan und indigenen Partnern zusammenarbeiten, um die Möglichkeit eines Pastoralbesuchs des Papstes in Kanada zu prüfen.

Heidenreich hält Gendersprache für vorübergehend

Die Schriftstellerin Elke Heidenreich hält gegenderte Sprache für ein vorübergehendes Phänomen. "Ich glaube, dass sich diese Genderei wieder beruhigt", sagte Heidenreich der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Sie halte auch nichts davon, dass man nachträglich alte Bücher auf das heutige angepasste Reden und Denken frisierte. "Das ist Schwachsinn, und das wird hoffentlich wieder aufhören", fügte sie hinzu. Wichtiger sei für Heidenreich laut Zeitung, dass Frauen im Literaturbetrieb eine immer größere Rolle spielten. "Autorinnen sind sehr auf dem Vormarsch", betonte sie. Die Dichterin Amanda Gorman etwa, die bei der Amtseinführung von US-Präsident Biden aufgetreten ist, sei das weltweit größte deutliche Zeichen dafür.

Friedensverband fordert Strategien gegen Rechts

Angesichts eines wachsenden Rechtspopulismus hat sich die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) für Gegenstrategien ausgesprochen. Rechtspopulisten und Rechtsextreme seien eine Gefahr für die Demokratie, sagte die Geschäftsführerin der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Jutta Weduwen, bei der AGDF-Mitgliederversammlung in Wetzlar. Es sei wichtig, diese Tendenzen wahrzunehmen. Auch in den Kirchen fänden sich Anhänger rechtspopulistischen Gedankenguts, mahnte Weduwen. Auch komme es bisweilen zu Bündnissen von Teilen der Friedensbewegung mit Rechtspopulisten. Es brauche eine verstärkte Bildungsarbeit zu diesem Thema, forderte Christine Schweitzer vom Bund für soziale Verteidigung. AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister betonte, dass eine Weiterarbeit an dem Thema notwendig sei.

Zahlreiche Musiker singen gegen Klimawandel

Bei einer weltweiten Konzertreihe der Nichtregierungsorganisation "Global Citizen" treten an diesem Wochenende zahlreiche Musikstars auf, darunter Elton John, Coldplay, Jennifer Lopez und Billie Eilish. Ziel sei es, für mehr Klimabewusstein, für eine faire Verteilung von Impfstoffen und gegen Hunger und Armut zu kämpfen, sagte Friederike Meister, Deutschland-Direktorin von "Global Citizen", im Deutschlandfunk Kultur. Die Konzerte beginnen um 19 Uhr deutscher Zeit und finden weltweit in verschiedenen Städten statt, wie zum Beispiel New York, Paris, London und Mumbai. Sie werden von verschiedenen Fernsehsendern und im Internet über 24 Stunden hinweg live übertragen und setzen den Schlusspunkt einer Woche, die unter anderem im Zeichen der UN-Generaldebatte und der "Fridays for Future"-Demonstrationen stand.

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