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Dienstag, 26.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 16. September 2021

LiBeraturpreis 2021 geht an Pilar Quintana

Die kolumbianische Autorin Pilar Quintana erhält für ihren Roman "Hündin" den LiBeraturpreis 2021. Dies gab der Verein Litprom in Frankfurt am Main bekannt. "Hündin" sei eine urmenschliche Tragödie, von Pilar Quintana abgründig, vielschichtig und in einer kunstvoll schlichten Sprache dicht und präzise erzählt, erklärte die Jury zur Begründung. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird jährlich während der Frankfurter Buchmesse an Autorinnen aus Entwicklungsländern für ein neues auf Deutsch erschienenes Buch verliehen. Pilar Quintana, Jahrgang 1972, ist nach Angaben von Litprom eine der bekanntesten und meistgelesenen Autorinnen Lateinamerikas.

Zypern erhält geraubte antike Kirchentüren zurück

Die orthodoxe Kirche Zyperns hat zwei aus einem Gotteshaus gestohlene Holztüren aus dem 18. Jahrhundert nach einer juristischen Auseinandersetzung von einer japanischen Kunsthochschule zurückerhalten. Kommunikations- und Arbeitsminister Yiannis Karousos sagte, die mit religiösen Szenen bemalten und mit Schnitzwerk und Vergoldung versehenen Türen seien vor mehr als 20 Jahren in der Hochschule Kanazawa entdeckt worden. Wie die Hochschule zu den Türen kam, wurde nicht mitgeteilt. Die Türen wurden nach der türkischen Invasion auf Zypern 1974 gestohlen.

Prominente fordern mehr Klimaschutz

In einer gemeinsamen Video-Botschaft rufen 42 Prominente aus Kultur und Gesellschaft zu einer ambitionierteren Klimapolitik auf. Zu sehen sind in dem dreieinhalbminütigen Film bekannte Persönlichkeiten wie Schauspielerin Iris Berben, Comedian Carolin Kebekus, Autor Frank Schätzing oder der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Initiiert haben die Aktion, die auf der Video-Plattform Youtube abrufbar ist, die Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer und die Filmregisseurin Laura Fischer. Die Beteiligten kritisieren, dass der Klimaschutz im politischen Handeln nicht den Raum einnehme, der ihm angesichts der Dringlichkeit zustehen würde. Sie fordern mit Blick auf die kommende Bundesregierung ein sofortiges Umsteuern.

Spürhunde sollen bei Konzertreihe Corona riechen

Erstmals in Deutschland sollen Corona-Spürhunde im Praxiseinsatz eine Konzertreihe für ein Forschungsprojekt in Hannover sicherer machen. Ziel sei, "Gefährdungspotenziale herunterzudampfen"- und herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler am Donnerstag. Die vierteilige Konzertreihe startet am Sonntag mit Fury in the Slaughterhouse auf der Gilde-Parkbühne in Hannover - gesichert von Corona-Spürhunden. Sie wird fortgesetzt mit Bosse, Alle Farben und Sido und ist Teil des Projekts "Back to Culture" von Tierärztlicher Hochschule Hannover, Hannover Concerts und ProEvent Hannover, das vom Ministerium mit 1,3 Millionen Euro gefördert wird. Jeder Besucher gebe eine Schweißprobe aus der Armbeuge für die Hunde ab, parallel würden Antigen-Schnelltests und PCR-Tests für jeden Besucher gemacht.

Neue Vorsitzende für Preis der Leipziger Buchmesse

Die Literaturkritikerin Insa Wilke wird neue Juryvorsitzende des Preises der Leipziger Buchmesse. Sie löst damit turnusmäßig Jens Bisky ab, wie die Messe am Donnerstag mitteilte. Als weitere neue Mitglieder der siebenköpfigen Jury wurden der Münsteraner Literaturprofessor Moritz Baßler, die Wissenschaftslektorin Miryam Schellbach und die Literaturjournalistin Shirin Sojitrawalla benannt. Der mit insgesamt 60 000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 an deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben. Für den kommenden Preis können ausstellende Verlage bis zum 1. November jeweils zwei Titel pro Kategorie einreichen.

Staatsanwalt fordert Freispruch für Mesale Tolu

Im Prozess gegen die deutsche Journalistin Mesale Tolu hat die türkische Staatsanwaltschaft Freispruch in allen Anklagepunkten aufgrund des Mangels an Beweisen gefordert. Sie habe jedoch Strafen gegen einige der Mit-Angeklagten wegen Terror-Propaganda gefordert - unter anderem für Tolus Ehemann, sagte einer der Anwälte Tolus. Die nächste Verhandlung soll am 24. Dezember stattfinden. Die Staatsanwaltschaft hatte Tolu "Terrorpropaganda" und "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" vorgeworfen. Sie war im April 2017 in Istanbul festgenommen worden und anschließend mehr als sieben Monate in Haft. Im August 2018 durfte sie nach Aufhebung der Ausreisesperre nach Deutschland zurückkehren.

Deutsche Schulen in Pandemie im Vergleich weniger zu

Schulen in Deutschland waren in der Corona-Pandemie bislang weniger geschlossen als Schulen in anderen Industrieländern. Das ist ein Ergebnis der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2021". Betrachtet wurde der Zeitraum von Beginn der Pandemie bis Mitte Mai 2021. Demnach waren sowohl im Grundschul- als auch im weiterführenden Bereich die Schulen weniger komplett geschlossen als in den anderen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Allerdings schneidet die Bundesrepublik schlechter ab, wenn man auf die Tage schaut, an denen die Schulen nur mit begrenzter Kapazität geöffnet waren. Auch Kindertagesstätten waren häufiger komplett geschlossen als im Schnitt der untersuchten OECD-Länder. Die jährlichen Bildungsausgaben pro Schülerin und Schüler seien zudem höher als im OECD-Durchschnitt, heißt es. Allerdings gibt Deutschland bezogen auf sein Bruttoinlandsprodukt (BIP) weniger Geld für Bildungseinrichtungen aus als die OECD-Länder im Schnitt.

Theater-Schauspieler Joachim Bliese tot

Er stand auf zahlreichen Hamburger Bühnen wie dem Ernst-Deutsch-Theater, dem Thalia-Theater und dem Ohnsorg-Theater: Der Schauspieler Joachim Bliese ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Agentin am Donnerstag in Hamburg. Bliese sei bereits am Donnerstag vor einer Woche gestorben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Ausgebildet an der Hochschule für Musik und Theater übernahm er bald Rollen am Deutschen Schauspielhaus, am Schauspielhaus Wien, dem Thalia-Theater in Hamburg und dem Schillertheater in Berlin. Seine erste Rolle an der niederdeutschen Bühne des Ohnsorg-Theaters hatte Bliese den Angaben zufolge 2005. Auch als Hörspielsprecher und Fernsehschauspieler war er aktiv.

Tanja Stelzer wird Mitglied der "Zeit"-Chefredaktion

Die bisherige Leiterin des Ressorts Dossier der "Zeit", Tanja Stelzer, wird zum 1. Januar 2022 Mitglied der Chefredaktion. In ihrer neuen Rolle werde sie sich im Wechsel mit Sabine Rückert insbesondere um die Betreuung der Titelgeschichten kümmern, teilte der Verlag am Donnerstag in Hamburg mit. Die 50-Jährige ist seit 2006 bei der "Zeit" und war an der Neuentwicklung des "Zeit-Magazins" beteiligt, wie es weiter hieß. Seit 2013 ist Stelzer Co-Ressortleiterin des "Zeit"-Dossiers. Sie wurde unter anderem mit dem Reporterpreis und dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet.

Aufklärungsgespräch über Vakzine für Rapperin Minaj?

Nach einer viel diskutierten Twitter-Botschaft der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung hat das Weiße Haus ihr ein Telefongespräch mit einem Experten angeboten. Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf einen Regierungsbeamten berichteten, wurde Minaj ein Gespräch zur Aufklärung über die Sicherheit und Wirksamkeit der Vakzine vorgeschlagen. Die Musikerin hatte am Montag bei Twitter geschrieben, ein Bekannter in ihrer Heimat Trinidad und Tobago sei nach der Impfung impotent geworden.

Französischer Dramatiker Philippe Adrien gestorben

Der französische Dramatiker, Schauspieler und Theaterdirektor Philippe Adrien ist gestern im Alter von 81 Jahren gestorben. Das gab das Théâtre de la Tempête bekannt, das Adrien bis 2016 leitete. In den späten 1960er-Jahren schrieb Adrienne erste Theaterstücke, später konzentrierte er sich aufs Inszenieren, oft von Stücken von Molière. Seine Direktorenkarriere begann 1981 am Théâtre des Quartiers d’Ivry, später leitete er 20 Jahre das Théâtre de la Tempête. Adrien wurde mit dem renommierten französischen Theaterpreis Molière ausgezeichnet.

"Bodyguard"-Remake geplant

Das Filmstudio Warner Bros. Entertainment hat bekannt gegeben, dass ein Remake von "Bodyguard" aus dem Jahr 1992 in Arbeit ist. Das Drehbuch wird der US-amerikanische Schriftsteller Matthew Lopez verfassen. Wer mitspielen wird, ist noch nicht bekannt. Mit "Bodyguard" begann die Schauspielkarriere der Sängerin Whitney Houston, die in dem Film ihren berühmtesten Song "I Will Always Love You" performt.

"Ich bin dein Mensch" im Oscar-Rennen

Der Spielfilm "Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Das teilte German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in München mit. Die Produktion wurde unter zehn Bewerbern als Kandidat für die Kategorie des besten internationalen Spielfilms ausgewählt. Die Jury sprach von einem "futuristischen Film, der den Nerv der Zeit" treffe. Das Werk zeige, dass auch aus Deutschland starkes Genrekino kommen könne. Die Wahl des deutschen Beitrags ist eine Vorstufe im Rennen um den Auslands-Oscar. Am Ende werden fünf Filme nominiert. Verliehen werden die bekanntesten Filmspreise der Branche Ende März.

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