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Kulturnachrichten

Samstag, 11. September 2021

Abtreibungsdrama gewinnt Goldenen Löwen

Die 78. Internationalen Filmfestspiele Venedig sind am Samstagabend mit der Preisverleihung zu Ende gegangen. Der Goldene Löwe geht an das Abtreibungsdrama "L'évènement" der französischen Regisseurin Audrey Diwan. Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging an "È stata la mano di Dio" (Die Hand Gottes). Die Neuseeländerin Jane Campion, nahm für das Brüderdrama "The Power of the Dog" die Auszeichnung für die beste Regie entgegen. Als beste Schauspielerin ehrte die Jury die Spanierin Penélope Cruz für "Madres paralelas. Die Auszeichnung für den besten Schauspieler ging an John Arcilla für das philippinische Korruptionsdrama "On the Job: The Missing 8". Die US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal gewann für "The Lost Daughter" die Auszeichnung für das beste Drehbuch. Der italienische Höhlenforscherfilm "Il buco" von Michelangelo Frammartino wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Konzert mit 50 000 Zuschauern

Nach der Aufhebung der letzten verbliebenen Corona-Beschränkungen in Dänemark hat die Rockband "The Minds of 99" für den Samstagabend zu einem ausverkauften Konzert ins Stadion Parken geladen. 50 000 Fans sollten bei dem Auftritt in der dänischen Hauptstadt dabei sein. Nach Angaben des Veranstalters ist die Band damit die erste, die seit Pandemiebeginn in Europa eine Stadion-Show mit voller Zuschauerauslastung spielt. In den Stunden vor dem Konzert konnte man sich nahe dem Stadion auch gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie das dänische Kulturministerium am Samstag mitteilte, sollen solche Pop-up-Impfstationen in der kommenden Zeit auch vor anderen größeren Konzerten und Veranstaltungen aufgebaut werden. Ziel ist es, bei der Impfkampagne vor allem Jüngere zu erreichen.

Klaus Theweleit hat den Adorno-Preis 2021 erhalten

Der Schriftsteller und Kulturtheoretiker Klaus Theweleit hat den mit 50.000 Euro dotierten Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt erhalten. Der Autor gehöre zu den "einflussreichsten und zugleich originellsten deutschsprachigen Kultur- und Literaturtheoretikern", teilte die Stadt mit. Sein Werk "Männerphantasien" über die Körperpolitik des Faschismus gelte als Standardwerk kritischer Gesellschaftstheorie. Theweleit arbeite seit den 1970er Jahren konsequent an Themen, die bis in die unmittelbare Gegenwart hineinwirkten, lobte das Kuratorium des Preises. Der Theodor-W.-Adorno-Preis wird seit 1977 alle drei Jahre von der Stadt Frankfurt zum Gedenken an den Frankfurter Philosophen und Hauptvertreter der sogenannten Kritischen Theorie vergeben. Die Auszeichnung dient der Förderung und Anerkennung hervorragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film.

500 Francis Bacon-Fälschungen beschlagnahmt

In Italien hat die Polizei 500 Werke des britischen Malers Francis Bacon unter dem Verdacht der Fälschung beschlagnahmt. Außerdem wurden Bargeld und andere Wertgegenstände im Wert von rund 3 Millionen Euro sichergestellt. Dies berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Demnach wird einer fünfköpfigen Gruppe Betrug und Geldwäsche vorgeworfen sowie gefälschte Kunstwerke beglaubigt und in Umlauf gebracht zu haben. Hauptverdächtiger sei ein Sammler aus Bologna, der bereits in zwei anderen Ermittlungen seit 2018 als verdächtig galt. Francis Bacon ist für seine Triptychen bekannt, von denen eines, "Three Studies of Lucian Freud", 2013 bei Christie's in New York für umgerechnet circa 120,5 Millionen Euro versteigert wurde. Es ist damit eines der zehn teuersten Gemälde, die jemals bei einer Auktion verkauft wurden.

Disney will neue Filme zuerst im Kino zeigen

US-Filmriese Disney hat angekündigt, alle neuen Filme, die bis Ende des Jahres Premiere haben, zuerst im Kino zeigen zu wollen. So sollen der Animationsfilm "Encanto" aber auch "The Last Duel" von Ridley Scott, "Eternals" von Marvel Studios und "West Side Story" von Steven Spielberg mindestens 45 Tage lang in den Kinos gezeigt werden, bevor sie anderswo veröffentlicht werden. Die Entscheidung Disneys ist von den Kino-Betreibern mit Spannung erwartet worden, da viele US-Filmkonzerne ihre Produktionen während der Corona-Pandemie entweder zuerst auf ihren eigenen Streaming-Plattformen veröffentlicht hatten, oder die Filme gleichzeitig im Kino und im Netz an den Start gingen. So gingen den Kinos beträchtliche Einnahmen verloren - aber nicht nur ihnen. Hollywood-Star Scarlett Johansson hatte Disney verklagt, weil der Konzern den Superhelden-Film "Black Widow" parallel zum Kinostart auch auf seiner Streamingplattform anbot. Johansson entgingen dadurch Millionen von Dollar, weil ihr vertraglich ein Anteil der Kinoeinnahmen zustanden.

Erster Fund von Flugsaurier in Chile bestätigt

Forscher in Chile haben erstmals den Fund eines Flugsauriers der Gattung Rhamphorhynchus auf der Südhalbkugel bestätigt. Der Fund zeige, dass die Verbreitung dieser Gruppe größer gewesen sei als bisher bekannt, sagte ein Sprecher von der Universität von Chile. Die Kreatur hätte eine Flügelspannweite von bis zu zwei Metern, einen langen Schwanz und eine spitze Schnauze mit scharfen, nach vorne gerichteten Zähnen gehabt. Der Rhamphorhynchus lebte vor rund 160 Millionen Jahren. Die versteinerten Überreste des Flugsauriers waren bereits 2009 in der Atacama-Wüste gefunden worden. Es ist das erste Exemplar, das auf dem prähistorischen Superkontinent Gondwana entdeckt wurde, der heute unter anderem die Landmasse von Lateinamerika bildet. Alarcón zufolge stammen alle bislang bekannten Funde des Flugsauriers von der Nordhalbkugel, vor allem aus Europa.

Digitales Smiley wird zum ersten Mal versteigert

Das erste digitale Smiley wird in den USA versteigert. Bis zum 23. September werde das Emoji online versteigert, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas mit. Die Zeichenkombination :-) hatte der Computerwissenschaftler Scott Fahlman von der Universität Pittsburgh am 19. September 1982 erstmals für die Benutzung in diesem Kontext vorgeschlagen. Er gilt nun vielen als Urvater des digitalen Smileys. Das Anfangsgebot für das sogenannte NFT, das die Original-Mitteilung von Fahlman auf einem Online-Universitäts-Mitteilungsbord enthält, liegt laut Heritage Auctions bei 1000 Dollar (etwa 850 Euro). Ein NFT (non-fungible token) ist eine Art digitales Echtheitszertifikat: Es kann zwar beliebig viele identische Kopien des Gegenstands geben, aber nur diese eine kann als das Original gelten.

30 Millionen Euro Fluthilfe für Kultur

Aus dem Fluthilfepaket der Bundesregierung stehen laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters allein in diesem Jahr bereits 30 Millionen Euro für Aufbaumaßnahmen speziell im Kulturbereich zur Verfügung. Die Mittel sollten insbesondere zur Beseitigung von Schäden an Kultureinrichtungen und Denkmälern in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft sowie an Archivgut privater Vereine, Stiftungen und gemeinnütziger Einrichtungen beitragen, so Grütters. Kurzfristig sollen den Angaben zufolge zehn spezielle Notfallcontainer mit Ausrüstung und Materialien für den Kulturgutschutz angeschafft werden, die später auch bundesweit für die Katastrophenbewältigung genutzt werden können.

Statuenteile des römischen Kaisers Hadrian entdeckt

Forschende haben in der Türkei den Kopf und andere Teile einer Statue des römischen Kaisers Hadrian gefunden. Sie schätzen das Alter der Figur auf rund 1900 Jahre und gehen davon aus, dass das Bildnis zu Ehren des Besuches des Kaisers in der antiken Stadt Alabanda 120 nach Christus geschaffen wurde. Christen hätten die Statue wahrscheinlich in den folgenden Jahren zerstört, sagte ein Sprecher der Atatürk Universität der Zeitung "Gazete Duvar". Alabanda liegt in der heutigen türkischen Ägäis-Provinz Aydin. Während der römischen Kaiserzeit erwähnten Geschichtsschreiber den hohen Lebensstandard dort. Später kamen durch Ausgrabungen ein Theater, ein Tempel, ein Versammlungsraum für den Rat der Stadt und weitere Gebäude zu Tage.

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Fazit

Fall Julian AssangeBedrohung der Meinungsfreiheit
Ein Plakat auf einem Fahrzeug in London mit der Forderung Julian Assange freizulassen. (imago images / Loredana Sangiuliano)

Die Berliner Akademie der Künste fordert die Freilassung des Wikileaks-Gründer Julian Assange. Sein Fall sei ein Versuch, Journalisten weltweit einzuschüchtern, glaubt Akademie-Präsidentin Juliane Meerapfel. Die Freiheit des Wortes sei bedroht.Mehr

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