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Kulturnachrichten

Montag, 12. Juli 2021

Kulturforum Görlitzer Synagoge feierlich eröffnet

Nach jahrzehntelangem Verfall und jahrelanger Sanierung ist die ehemalige Görlitzer Synagoge als Kulturzentrum wiedereröffnet worden. Kulturstaatsministerin Grütters rief dabei dazu auf, gegen Judenhass aufzustehen. Antisemitismus sei ein Angriff auf Menschlichkeit, Demokratie und damit auf uns alle. Die Görlitzer Synagoge hatte als einzige auf dem Gebiet des heutigen Freistaats Sachsen die NS-Pogromnacht vom 9. November 1938 überstanden. Der Jugendstilbau war seit 1991 in mehreren Etappen saniert worden.

Bund unterstützt Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau soll für weitere vier Jahre gemeinsam vom Bund und von Sachsen gefördert werden. Kulturstaatsministerin Grütters und Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (beide CDU) unterzeichneten dazu ein Abkommen. Es gilt bis Ende 2024. Der Bund und der Freistaat Sachsen beteiligen sich damit jeweils zur Hälfte an den laufenden und investiven Kosten der Stiftung in Höhe von mehr als vier Millionen Euro pro Jahr. Die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau gehöre zu den kulturellen Leuchttürmen, die für die Vielfalt der deutschen, aber auch der europäischen Kultur stünden, sagte Grütters. Sie freue sich, dass die Stiftung nun von Bundesmitteln profitiere, mit denen Kohleregionen gezielt gestärkt werden sollen.

Thielemann: Muss nicht mehr Orchesterchef sein

Dirigent Christian Thielemann sieht seinen bevorstehenden Abschied als Chef der Sächsischen Staatskapelle Dresden auch als Chance. Das sei jetzt eine neu gewonnene Freiheit, die man zur Qualitätssicherung nutzen könne, sagte er der "Passauer Neuen Presse". Dass sein Vertrag nicht verlängert wurde, sei in Ordnung, sagte Thielemann. Er habe während seiner Jahre in Leitungspositionen viele andere Anfragen renommierter Häuser und Orchester aus Zeitgründen absagen müssen. Orchesterchef zu sein sei für ihn kein Muss. "Wenn ich mir überlege, um wie viele Dinge ich mich als Chef kümmern muss, die mit Musik gar nichts zu tun haben, ist es auch schön, zu ausgewählten Orchestern zu reisen." Die sächsische Staatsregierung hatte die Entscheidung zu Thielemann im Mai bekanntgegeben.

Georgien: Protest nach Tod eines Kameramannes

Im georgischen Parlament ist es nach dem Tod eines Kameramannes, der bei Protesten von schwulenfeindlichen Demonstranten schwer verletzt worden war, zu Tumulten gekommen. Abgeordnete der Opposition forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Garibaschwili. Dabei kam es zu tumultartigen Szenen. Die Opposition macht die Regierungspartei Georgischer Traum für die Attacke auf den Kameramann und weitere Journalisten verantwortlich. Der 37-jährige Alexander Laschkarawa hatte für einen unabhängigen Sender TV gearbeitet und war- wie mehr als 50 andere Journalisten- am vergangenen Montag von Demonstranten angegriffen worden. Gestern war Laschkarawa tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Daraufhin hatten rund 8000 Menschen vor dem Parlament in Tiflis demonstriert. Ministerpräsident Garibaschwili bezeichnete die Protestbewegung als eine gegen die Kirche gerichtete Verschwörung, die von dem im Exil lebenden Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili angeführt werde.

Bund will mit 90 Millionen Euro Kreative unterstützen

Die Bundesregierung will mit einem Stipendienprogramm in Höhe von 90 Millionen Euro Kreative in der Corona-Zeit unterstützen. Das Geld soll aus dem "Rettungs- und Zukunftsprogramm Neustart Kultur" zur Verfügung gestellt werden, teilte die Regierung in Berlin mit. Damit könnten über Verwertungsgesellschaften mehr als 16.000 solo-selbständige Künstler und Journalisten sowie weitere Kreative Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro zur beruflichen Weiterentwicklung erhalten. Man wolle Kreative darin bestärken, ihr künstlerisches Wirken trotz der Einschränkungen durch die Pandemie fortzusetzen, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Über die Vergabe der Stipendien sollen unabhängige Jurys entscheiden.

Übersetzerpreis für Bernd Schuh und Monika Niehaus

Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2021 geht an Bernd Schuh und Monika Niehaus. Sie erhalten die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Übersetzung von Philip Ordings "99 Variations on a Proof", wie der Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke in Düsseldorf mitteilte. Das Werk erschien auf Deutsch im Carl Hanser Verlag unter dem Titel "99 Variationen eines Beweises. Spielarten der Mathematik". Das Werk des US-amerikanischen Mathematikprofessors sei kein klassisches Sachbuch, sondern eine Grenzüberschreitung in mehrfacher Hinsicht, betonen die fünf Juroren in ihrer Begründung. Die Preisverleihung findet am 29. September in Biberach an der Riß statt, der Heimatstadt des Namensgebers.

Regisseur Serebrennikow mit neuem Film in Cannes

Der international bekannte Theater-, Opern- und Filmregisseur Kirill Serebrennikow ist mit "Petrov's Flu", einer deutschen Ko-Produktion, zurück im Wettbewerb des Festivals. Im Mittelpunkt des knapp zweieinhalbstündigen Films steht eine Familie, die von der Grippe geplagt wird. "Petrov's Flu" ist einer von 24 Beiträgen, die bei den Festspielen in Südfrankreich um die Goldene Palme konkurrieren. Sebrennikow, der auch in Stuttgart, Hamburg und Berlin inszeniert hat, wurde in Russland vorgeworfen, staatliche Fördergelder veruntreut zu haben. Nach einem jahrelangen Verfahren wurde er 2020 schuldig gesprochen. Der Prozess hatte international hohe Wellen geschlagen. Künstler und Politiker hatten sich weltweit für ein faires Verfahren eingesetzt.

Jens-Daniel Herzog bleibt Staatsintendant in Nürnberg

Jens-Daniel Herzog bleibt bis 2031 Intendant am Staatstheater Nürnberg. Die Verlängerung seines Vertrags für das Mehrspartenhaus um acht Jahre gab Kunstminister Bernd Sibler (CSU) in München bekannt. Eine der zentralen Aufgaben des Intendanten in der kommenden Zeit werde der Umzug der Oper in eine Ausweichspielstätte sein. Grund dafür ist ein Bauvorhaben. Die Verlängerung von Jens-Daniel Herzog sei außerdem als ein starkes Bekenntnis zu Nürnberg als Kulturstadt zu verstehen. Mit Herzog habe das Staatstheater nicht nur eine renommierte Künstlerpersönlichkeit an der Spitze, sondern auch einen versierten Teamplayer, der es schaffe, weitere Talente an Bord zu holen und ein starkes Team um sich zu versammeln, sagte Sibler. Herzog leitet das Haus bereits seit der Spielzeit 2018/19.

"Super Mario 64" für 1,6 Millionen Dollar versteigert

Eine Videospielkassette des Nintendo-Klassikers "Super Mario 64" ist für eine Rekordsumme von rund 1,6 Millionen Dollar versteigert worden. Erst vor zwei Tagen hatte das Videospiel "The Legend of Zelda" aus dem Jahr 1987 den bisherigen Spitzenwert von 870.000 Dollar erzielt. Zu den Käufern der beiden Videospielkassetten machte das Auktionshaus im US-Bundesstaat Texas keine Angaben. Retro-Videospiele sind in den vergangenen Jahren bei Sammlern immer beliebter geworden, was die Preise für alte Konsolen und Videospielkassetten in die Höhe treibt. Auch Pokémon-Sammelkarten erzielen bei Auktionen immer wieder Rekordpreise.

Historischer Spirituosen-Fund im Königspalast bei Athen

Bei der Renovierung des ehemaligen Sommerpalastes der griechischen Königsfamilie in Tatoi nördlich von Athen haben Restauratoren Hunderte wertvolle Weinflaschen und Spirituosen gefunden. Wie die griechische Kulturministerin Mendoni am Sonntag mitteilte, seien es Funde von großer historischer Bedeutung. Mehr als 4000 Flaschen aus dem In- und Ausland seien bislang entdeckt worden. Es handele sich unter anderem um eine Flasche Whisky aus der Zeit der Inthronisierung der britischen Königin Elisabeth II. am 6. Februar 1952. Auch aus dem 19. Jahrhundert stammende Weine der Herkunft Château Margaux, Château de Vincennes und Château Rothschild gehörten zu dem Fund. Der Sommerpalast von Tatoi und ein großer Wald, der ihn umgibt, werden zurzeit erschlossen, um zu einem Museum und Ausflugsziel zu werden. Die Monarchie wurde in Griechenland nach der Wiederherstellung der Demokratie im Dezember 1974 abgeschafft.

White Ravens Jugendliteratur-Festival eröffnet

Die Internationale Jugendbibliothek hat am Sonntag in München das 6. White Ravens Festival für internationale Kinder- und Jugendliteratur eröffnet. Sechs Tage lang lesen Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland, leiten Schreib-Workshops und sprechen über ihre Arbeit. Das Festival bietet Raum für renommierte literarische Persönlichkeiten - aber auch für Neuentdeckungen - und schafft mit deutschen und internationalen Programmpunkten einen Brückenschlag zwischen den Kulturen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begegnungen zwischen den Autoren und ihrem jungen und erwachsenen Publikum. Pandemiebedingt wird das Festival in diesem Jahr rein europäisch, etwas kleiner und vorwiegend unter freiem Himmel stattfinden.

Präsenzlehre an Unis lässt auf sich warten

Die meisten Hochschulen in Deutschland gehen davon aus, im kommenden Wintersemester noch nicht vollständig zur Präsenzlehre zurückkehren zu können.
Das ergab eine Umfrage der "Welt am Sonntag". Demnach planen 104 der 116 Universitäten für das kommende Semester einen Mix aus Präsenz- und Digitalformaten. Begründet wurde die Zurückhaltung vor allem mit den Corona-Verordnungen der Bundesländer, die aktuell ein Abstands-Gebot an Hochschulen vorsehen. Dadurch entstehen in den Hörsälen Kapazitäts-Probleme. Der Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Schleiff, sprach sich für eine Rückkehr zum Normalbetrieb aus. "Wir trauen uns sehr gut selbst zu, mit dem Corona-Risiko im Wintersemester umzugehen und ein sicheres Studium in weitgehender Präsenz und Forschung zu ermöglichen, sagte er dem Blatt.

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