Seit 19:05 Uhr Oper
Samstag, 18.09.2021
 
Seit 19:05 Uhr Oper

Kulturnachrichten

Sonntag, 11. Juli 2021

Wertvoller Spirituosen-Fund im Königspalast bei Athen

Bei der Renovierung des ehemaligen Sommerpalastes der griechischen Königsfamilie in Tatoi nördlich von Athen haben Restauratoren Hunderte wertvolle Weinflaschen und Spirituosen gefunden. Wie die griechische Kulturministerin Mendoni am Sonntag mitteilte, seien es Funde von großer historischer Bedeutung. Mehr als 4000 Flaschen aus dem In- und Ausland seien bislang entdeckt worden. Es handele sich unter anderem um eine Flasche Whisky aus der Zeit der Inthronisierung der britischen Königin Elisabeth II. am 6. Februar 1952. Auch aus dem 19. Jahrhundert stammende Weine der Herkunft Château Margaux, Château de Vincennes und Château Rothschild gehörten zu dem Fund. Der Sommerpalast von Tatoi und ein großer Wald, der ihn umgibt, werden zurzeit erschlossen, um zu einem Museum und Ausflugsziel zu werden. Die Monarchie wurde in Griechenland nach der Wiederherstellung der Demokratie im Dezember 1974 abgeschafft.

Großer Besucher-Andrang beim Fotofestival in Arles

Das Fotografie-Weltfestival in Arles in Südfrankreich zieht nach seiner Eröffnungswoche mit 14.000 Besuchern eine positive Bilanz. Das sei eine Renaissance, teilte das Festival am Sonntag mit, das am 4. Juli gestartet ist und noch bis zum 26. September läuft. Die Rencontres d'Arles gelten als das größte Fotofestival weltweit. In Zeiten der Pandemie ein internationales Programm anzubieten, sei eine Herausforderung gewesen, sagte Direktor Wiesner. Im Vergleich zu 2019 verzeichnet das Festival allerdings einen Besucher-Rückgang von 26 Prozent. Angesichts der Corona-Reisebeschränkungen seien vor allem ausländische Gäste ferngeblieben. Wegen der Corona-Krise war das Festival im vergangenen Jahr ausgefallen. Dieses Jahr zeigt das Foto-Festival 35 Ausstellungen und mehr als 50 öffentliche Veranstaltungen.

White Ravens Jugendliteratur-Festival eröffnet

Die Internationale Jugendbibliothek hat am Sonntag in München das 6. White Ravens Festival für internationale Kinder- und Jugendliteratur eröffnet. Sechs Tage lang lesen Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland, leiten Schreib-Workshops und sprechen über ihre Arbeit. Das Festival bietet Raum für renommierte, vielfach ausgezeichnete literarische Persönlichkeiten - aber auch für Neuentdeckungen - und schafft mit deutschen und internationalen Programmpunkten einen Brückenschlag zwischen den Kulturen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begegnungen zwischen Autorinnen und Autoren und ihrem jungen und erwachsenen Publikum. Pandemiebedingt wird das Festival in diesem Jahr rein europäisch, etwas kleiner und vorwiegend unter freiem Himmel stattfinden.

Hochschuldirektoren dringen auf Präzenz-Unterricht

Mehrere Hochschul-Rektoren dringen darauf, eine vollständige Präsenz-Lehre zu ermöglichen. Wir trauen uns sehr gut selbst zu, mit dem Corona-Risiko im kommenden Wintersemester umzugehen und ein sicheres Studium in weitgehender Präsenz und Forschung zu ermöglichen, sagte der Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Schleiff, gegenüber der Welt am Sonntag. Der überwiegende Teil der Universitäten in Deutschland befürchtet, im Wintersemester noch nicht vollständig in die Präsenz-Lehre zurückkehren zu können. Begründet wird die Zurückhaltung vor allem mit den Corona-Verordnungen der Bundesländer, die aktuell ein Abstands-Gebot an Hochschulen vorsehen. Dadurch entstehen Kapazitäts-Probleme in den Hörsälen.

Stipendienprogramm wieder nicht ausgeschöpft

Auch bei der zweiten Auflage eines Stipendienprogrammes zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstler in Sachsen-Anhalt ist die Nachfrage geringer ausgefallen als erwartet. Bei der Neuauflage des Programms "Kultur ans Netz" seien zwischen Anfang April und Anfang Juni etwa 640 Anträge gestellt worden, teilte die Investitionsbank des Landes mit. Das Ministerium für Kultur in Magdeburg hatte sich auf rund 1.000 Anträge eingestellt. Die Landesregierung hatte 4,5 Millionen Euro bereitgestellt, um hauptberufliche Kunstschaffende in der Corona-Krise zu unterstützen. Bewilligt wurde bislang etwa die Hälfte. Schon bei der ersten Auflage 2020 waren statt der erwarteten 2.000 nur etwa 500 Anträge eingegangen.

Bundespräsident würdigt Esther Bejarano

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Tod der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano ihrer Familie sein Mitgefühl ausgesprochen. "Wir verlieren mit ihr eine mutige Persönlichkeit, die sich bis zuletzt für die Verfolgten des Naziregimes eingesetzt hat", schrieb Steinmeier in einer Kondolenznote an Bejaranos Kinder. Die deutsch-jüdische Auschwitz-Überlebende starb am Samstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 96 Jahren, wie die Familie und das "Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland" in Hamburg mitteilten. Bejarano engagierte sich bis ins hohe Alter gegen Antisemitismus und Rassismus und suchte dabei vor allem das Gespräch mit Jugendlichen, um ihnen von den Verbrechen der Nazizeit zu berichten. Steinmeier erinnerte daran, dass Bejarano das Auschwitz-Komitee gründete und damit viele Bildungsreisen in Konzentrationslager sowie Veranstaltungen gegen das Vergessen ermöglichte. Die 1924 in Saarlouis als Tochter eines jüdischen Kantors geborene Esther Loewy wurde 1943 von den Nazis nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte als Akkordeonspielerin im Mädchenorchester, kam dann ins KZ Ravensbrück und konnte schließlich von einem Todesmarsch fliehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Esther Bejarano in Israel, bevor sie 1960 mit ihrer Familie nach Deutschland zurückkehrte.

Förderpreise "Neues Deutsches Kino" vergeben

Beim Münchner Filmfest sind die Förderpreise "Neues Deutsches Kino 2021" vergeben worden. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung für die beste Regie ging an Nikias Chryssos für seinen Film "A Pure Place", teilte das Internationale Filmfest München mit. Die Jury würdigte "eindrucksvolle Bilder, die vor Phantasie strotzen und Bilder, die mit filmischen Effekten aufgeladen sind". Diese Ausdruckskraft habe nach den monatelangen Kino-Schließungen wegen der Pandemie klargemacht, "was man vom Kino erwarten darf", so die Jury weiter. Der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis für die beste Produktion ging an Miriam Düssel für den Film "Mein Sohn", der eine "psychologisch sehr fundierte Geschichte über eine extreme Mutter-Sohn-Beziehung" erzähle. Der Film sei "modern, zeitgemäß und besonders berührend". Der Förderpreis für das beste Drehbuch (10.000 Euro) ging an Franziska Stünkel für "Nahschuss". Der Film thematisiert, dass in der DDR bis in die Mitte der 1980er Jahre Todesstrafen verhängt wurden. Den Förderpreis für Schauspiel (10.000 Euro) erhielt Martin Rohde für seine darstellerische Leistung in "Heikos Welt".

Pariser Nachtclubs nach 16 Monaten wieder geöffnet

Nach 16 Monaten Corona-Sperre haben die Pariser Nachtclubs wieder geöffnet. Besucher mussten in der Nacht zu Samstag per QR-Code nachweisen, dass sie entweder vollständig geimpft sind oder vor kurzem negativ auf Corona getestet wurden. Die Zahl der Gäste war auf 75 Prozent der Kapazität beschränkt. Die Öffnung der seit März 2020 geschlossenen Pariser Nachtclubs war der letzte Schritt beim Aufheben der Corona-Beschränkungen und sollte eigentlich den Sieg über das Virus markieren. Doch die Deltavariante des Erregers hat auch in Frankreich dafür gesorgt, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder zunimmt. Die Regierung könnte deswegen neue Restriktionen verhängen. Zur aktuellen Lage soll am Montag Präsident Emmanuel Macron sprechen.

Forscher entwickeln Vorhersage-App für Quallen

Mit Modellberechnungen wollen Forscher des Projekts "Go Jelly" künftig Vorhersagen für Quallen-Aufkommen in der Ostsee treffen. "Ziel ist eine interaktive Karte, wo Vorhersagen für die Eckernförder Bucht, die Lübecker Bucht und auch andere Küstenabschnitte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern möglich sind", sagte Jamileh Javidpour, Professorin der Süddänischen Universität in Odense der Deutschen Presse-Agentur. An dem EU-Forschungsprojekt ist neben der dänischen Universität unter anderem das Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung beteiligt. Über die Smartphone-App Jelly Spotter können Badende und Spaziergänger bereits jetzt Bilder von Quallen übermitteln. Die Forscher wollen Modelle entwickeln, wie sich Quallenvorkommen künftig vorhersagen lassen.

Kulturnachrichten hören

Juli 2021
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur