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Donnerstag, 24.06.2021
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 12. Mai 2021

Kraftwerk, Jay-Z und Tina Turner in Hall of Fame

Die deutschen Elektropioniere Kraftwerk, die Sängerin Tina Turner und der Rapper Jay-Z werden in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Zu den in diesem Jahr geehrten Musikern gehören auch die Bands Foo Fighters und The Go-Go's, die Sängerin Carole King, der Soul-Poet Gill Scott-Heron und der Rapper LL Cool J, wie die Rock & Roll Hall of Fame Foundation mitteilte. Die Zeremonie zur Aufnahme der Musiker findet am 30. Oktober in Cleveland im Bundesstaat Ohio statt, wo sich die Ruhmeshalle befindet. Über einen begehrten Platz in der Hall of Fame entscheidet eine Jury aus rund 1200 Mitgliedern, unter ihnen Musiker und Musikhistoriker. Die Aufnahme ist erstmals 25 Jahre nach der ersten kommerziellen Veröffentlichung eines Musikers möglich. War die Ruhmeshalle ursprünglich für Rock-&-Roll-Musiker gedacht, hat sie sich immer mehr auch für andere Stilrichtungen geöffnet.

Ellen DeGeneres beendet Show 2022

Die US-Moderatorin Ellen DeGeneres gibt ihre Talkshow auf. In einem Interview mit dem "Hollywood Reporter" sagte sie, die Show sei großartig, aber keine Herausforderung mehr. Als kreative Person müsse man ständig herausgefordert werden. Deshalb werde sie ihre Show mit dem Titel "Ellen" 2022 beenden. Die 63-Jährige hatte das Format seit 2003 über mehr als 3000 Folgen moderiert.

Historiker Zimmerer kritisiert Humboldt-Forum

In der Debatte um den Umgang mit dem sogenannten Luf-Boot kritisiert der Hamburger Historiker Jürgen Zimmerer die Verantwortlichen des Humboldt-Forums in Berlin. "Die Reaktion des Humboldt-Forums, das darauf beharrt, das Boot auch weiterhin zu zeigen, nun aber als 'Mahnmal der Schrecken der deutschen Kolonialzeit', zeigt, dass die Verantwortlichen nichts verstanden haben", sagte Zimmerer am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Der Nachkomme des kolonialen Nutznießers sollte nicht einfach entscheiden, wie mit historischer Ungerechtigkeit umgegangen wird, und das dann vollmundig Aufarbeitung nennen", so der Leiter der Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe. Das Luf-Boot ist ein 16 Meter langes, reich verziertes Auslegerboot, das 1904 aus der damaligen Kolonie Deutsch-Neuguinea nach Berlin gelangte. Die Debatte hatte der Historiker Götz Aly mit seinem Buch "Das Prachtboot" angestoßen.

Asturien-Preis für Performance-Künstlerin Abramovic

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic erhält den diesjährigen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte der Künste. Mit ihren Arbeiten spüre sie durch riskante und komplexe Darbietungen auf der ständigen Suche nach individueller Freiheit "den Grenzen von Körper und Geist" nach, schrieb die Stiftung Prinzessin von Asturien am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Die Auszeichnungen werden alljährlich in acht Sparten vergeben und sind nach der spanischen Thronfolgerin benannt. Die Preise sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert und werden voraussichtlich im Herbst von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.

Weitere Corona-Ausnahmen für Kulturschaffende

Die Bundesregierung will mit einer weiteren Ausnahmeregelung selbstständigen Kulturschaffenden durch die Corona-Pandemie helfen. Das Kabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzesvorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), wonach Künstler übergangsweise deutlich mehr Geld als sonst mit nicht-künstlerischer Tätigkeit verdienen dürfen, ohne ihren Versicherungsschutz in der Künstlersozialkasse (KSK) zu verlieren. Die Verdienstgrenze für selbstständige, nicht künstlerische Arbeit liegt normalerweise wie für Minijobs bei 450 Euro. Sie wird nun aber bis Ende 2021 auf 1.300 Euro pro Monat angehoben.

NRW will Honoraruntergrenzen in der Kulturförderung

Landesförderungen für Kultureinrichtungen sollen in Nordrhein-Westfalen künftig an Honoraruntergrenzen geknüpft werden. Das wird in einem neuen Kulturgesetzbuch verankert, das unter anderem auch Vorgaben für Festanstellungen macht. Derzeit werde vor allem in der freien Kulturszene häufig gar nichts gezahlt - etwa für Ausstellungen - oder weit unter gesetzlichem Mindestlohn, kritisierte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Mittwoch in Düsseldorf. Mit dem bundesweit ersten Kulturgesetzbuch, das sämtliche die Branche betreffenden rechtlichen Regelungen bündele, wolle die Landesregierung "deutlich machen, dass wir das auf Dauer nicht tolerieren können". Der Gesetzentwurf war am Dienstag vom Landeskabinett gebilligt worden. Nach der für den Winter avisierten Verabschiedung im Landtag soll die Novelle zum Jahresbeginn 2022 in Kraft treten.

Erste Vorauswahl für Deutschen Filmpreis steht fest

Die Deutsche Filmakademie hat eine Vorauswahl der Beiträge veröffentlicht, die ins Rennen um den Deutschen Filmpreis gehen könnten. Die Auszeichnungen werden am 1. Oktober vergeben. Auf der Liste stehen etwa die Tragikomödie "Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader, Oskar Roehlers Porträt "Enfant terrible" über Filmemacher Rainer Werner Fassbinder und Dominik Grafs Literaturverfilmung "Fabian oder Der Gang vor die Hunde". Die Akademiemitglieder können nun nach Gewerk über die offiziellen Nominierungen abstimmen, die am 19. August veröffentlicht werden.

Steinmeier dankt Muslimen zum Fastenbrechen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Muslimen seine guten Wünsche zum Fest des Fastenbrechens an diesem Donnerstag übermittelt. "Das Zuckerfest ist ein einladendes Fest, ein Fest für alle, für die Familie der Muslime und für ihre Freunde", sagte Steinmeier am Mittwoch in einer Videobotschaft: Es sei bitter, dass dieses Miteinander zum Ende des Ramadan nun das zweite Jahr in Folge nur unter den Einschränkungen möglich sei, die uns die Pandemie auferlege. Er hoffe, dass die gemeinsam durchlittene Zeit der Pandemie die Religionsgemeinschaften und auch die vielen Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, in Deutschland einander näherbringe. Der islamische Fastenmonat Ramadan endet traditionell mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens. In der Türkei heißt das Fest auch Zuckerfest, weil die Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen. Es ist neben dem Opferfest das wichtigste Fest im Islam.

Neue Erkenntnisse zur Himmelsscheibe von Nebra

Die Oberfläche der Himmelsscheibe von Nebra ist mit hochauflösender bildgebender Technik untersucht worden. Hunderte Bilder seien am Computer im spanischen Barcelona in monatelanger Kleinarbeit ausgewertet worden, sagte Landesarchäologe Harald Meller am Mittwoch in Halle. Dabei habe die Digitalmikroskopie 3D-Darstellungen winzigster Ausschnitte der Himmelsscheibe ermöglicht. "Die Ergebnisse zeigen, wie die Scheibe im Detail bearbeitet wurde und dass tatsächlich mehrere bronzezeitliche Handwerker daran beteiligt waren", so Meller. Materialuntersuchungen hätten ergeben, dass die Scheibe bei der Umarbeitung mehrmals durchgeglüht und dabei schwarz eingefärbt wurde. Die über 3600 Jahre alte, grünlich schimmernde Bronzescheibe zeigt die weltweit älteste bekannte konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Die Goldauflagen sind Archäologen zufolge unter anderem Mond, Sterne und ein Schiff.

Basler Kunstmuseum darf Beuys-Vitrinen behalten

Das Kunstmuseum Basel hat elf Vitrinen von Joseph Beuys (1921-1986) als Schenkung erhalten. Es handele sich bei diesen "Laboratorien der Imagination" um eine signifikante Werkgruppe, teilte das Museum mit. Der Künstler wurde vor genau 100 Jahren, am 12. Mai, in Krefeld geboren. Die Vitrinen befinden sich schon seit 1998 als Dauerleihgabe im Museum. Das Kunstmuseum - früher: Museum für Gegenwartskunst - hat nach eigenen Angaben 1969 als eines der der ersten Museen überhaupt Werke von Joseph Beuys ausgestellt. Die Vitrinen bekommt das Museum von Maja Oeri aus der Familie des Gründers der Schweizer Pharmafirma Roche, die sich seit Jahren als Kunstmäzenin einen Namen macht, sowie deren Söhnen Hans Emanuel und Melchior Oeri.

Bischof verurteilt Vorfall vor Synagoge

Der Münsteraner Bischof Felix Genn hat das Anzünden einer israelischen Flagge vor der Synagoge der Stadt verurteilt. Der Vorfall und die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten erfüllten ihn "mit tiefer Sorge", mahnte Genn. "Gewalt ist nie ein geeigneter Weg, um Konflikte zu lösen. Religion darf nicht dafür instrumentalisiert und missbraucht werden, um Gewalt rechtfertigen zu wollen." In Münster hatte die Polizei am Abend 13 Tatverdächtige teils vor Ort an der Synagoge gestellt, nachdem dort eine israelische Fahne verbrannt wurde. Die Synagoge selbst wurde laut Polizei nicht beschädigt. In Bonn wurden laut Polizei mehrere Menschen dabei beobachtet, wie sie den Eingang der dortigen Synagoge mit Steinen beschädigten und mit Feuer hantierten. Dort fanden die Einsatzkräfte eine weiß-blaue angezündete Flagge. In Düsseldorf hatte ein Unbekannter Unrat auf einer Gedenkstätte für die ehemalige große Synagoge angezündet.

Norman Lloyd im Alter von 106 Jahren gestorben

Der US-Schauspieler Norman Lloyd ist tot. Er starb gestern im Alter von 106 Jahren in seinem Haus in Los Angeles, wie seine Managerin Marion Rosenberg mitteilte. Lloyd war ein Freund des Regisseurs Alfred Hitchcock und in mehreren seiner Filme zu sehen. Llyod spielte unter anderem auch in Charlie Chaplins "Rampenlicht", in "Der Club der toten Dichter" mit Robin Williams, und in "Gangs of New York" mit Daniel Day-Lewis. Zudem war er auch als Produzent und Regisseur tätig.

Dua Lipa bei Brit Awards zweimal ausgezeichnet

Die Popsängerin Dua Lipa ist bei den Brit Awards als beste britische Künstlerin ausgezeichnet worden. Auch der Preis für das Album des Jahres ging an die 25-Jährige für "Future Nostalgia". Als bester männlicher Künstler wurde am Abend in London der Rapper J Hus geehrt. Internationale Auszeichnungen erhielten unter anderem die US-Sängerin Billie Eilish und der kanadische Sänger The Weeknd. Die Brit Awards sind das größte jährlich stattfindende Event in der Pop-Branche Großbritanniens. Ursprünglich sollte die große Gala bereits vor drei Monaten stattfinden - wegen der Corona-Pandemie musste sie verschoben werden.

Pariser Gedenkstätte für Terroropfer geplant

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen Ort für die geplante Gedenkstätte für die Opfer des Terrorismus in Paris festgelegt. Sie soll nach Angaben des Präsidialbüros vom Dienstag unweit des Denkmals für die französischen Widerstandskämpfer gegen die Nazis entstehen, das auf dem Mont Valérien westlich von Paris angesiedelt ist. Macron wolle damit die französische "Widerstandskraft" hervorheben, hieß es. Der Grundstein für die neue Gedenkstätte könnte laut Macrons Büro im März 2022 gelegt werden. Sie soll in einem früheren Schulgebäude in dem Pariser Vorort Suresnes unterkommen, das ab 1935 tuberkulosekranke Kinder beherbergte.

Balletttänzer wegen Übergriffen schuldig gesprochen

Ein zuletzt in Deutschland unter Vertrag stehender Balletttänzer ist von einem Gericht in London wegen mehrerer sexueller Übergriffe und einer Vergewaltigung schuldig gesprochen worden. Wie die britische Nachrichtenagentur PA am Dienstag berichtete, erwartet den 49-Jährigen eine lange Haftstrafe. Das Strafmaß soll am 18. Juni verkündet werden. Die Übergriffe spielten sich demnach während der Tätigkeit des Tänzers am English National Ballett zwischen 2009 und 2016 ab. Die Opfer waren zur Tatzeit zwischen 16 und 18 Jahre alt. Der Verurteilte befindet sich den Berichten zufolge bereits in Untersuchungshaft in Großbritannien.

Maya-Skulpturen an Mexiko und Guatemala zurück

Insgesamt 13 Maya-Skulpturen, die in einem Bauernhaus in Klötze im Altmarkkreis Salzwedel entdeckt wurden, sollen an deren Ursprungsländer Mexiko und Guatemala übergeben werden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) werde die Artefakte am 28. Mai an Diplomaten aus den beiden Ländern überreichen. Der ehemalige Besitzer des Hauses hatte die Behörden auf die Spuren der Skulpturen gebracht. Das Land hatte einen Experten mit der Begutachtung der Fundstücke beauftragt. Dieser bestätigte die Echtheit der Stücke, lediglich eine weitere gefundene Figur war seiner Expertise nach eine Kopie. Die echten Skulpturen sollen bis zu 1500 Jahre alt sein.

NRW erhält Institut für die Digitalisierungsforschung

Nordrhein-Westfalen erhält ein eigenes Institut für die Digitalisierungsforschung. Das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) – so der Name der neuen Einrichtung - soll Lösungen für digitale Transformation und Teilhabe im Alltag finden.Erforscht werden soll unter anderem, wie digitale Innovationen die Demokratie verändern, inwiefern Künstliche Intelligenz (KI) für das Gemeinwohl und im Bildungsbereich eingesetzt werden kann oder wie die Digitalisierung bei der Bekämpfung des Klimawandels helfen kann. Ziel ist es, den Prozess der Digitalisierung aktiv zu gestalten und ihre Chancen gesellschaftlich breit nutzbar zu machen. Das in Bochum angesiedelte Forschungsinstitut CAIS wird mit zunächst 2,1 Millionen Euro im Jahr 2021 und im Endausbau ab 2024 mit jährlich sechs Millionen Euro von NRW unterstützt.

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