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Kulturnachrichten

Montag, 10. August 2020

Kabarettistin Eckhart lehnt neue Einladung ab

Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart und der Zsolnay-Verlag haben die erneute Einladung zum Literaturfestival Harbourfront abgelehnt. Bei allem Verständnis für den Vorstoß des Festivals - nun sei es zu spät, sagte Zsolnay-Verlagsleiter Herbert Ohrlinger in Wien. "Aufgabe eines Verlags ist auch, seine Autoren und Autorinnen zu schützen." Das Hin und Her der vergangenen Wochen sei an der 27-Jährigen nicht spurlos vorbeigegangen. "Sie steht unter enormem Druck", sagte Ohrlinger. Eckhart sollte am 14. September im Hamburger Nochtspeicher auftreten. Nachdem der Betreiber des Veranstaltungsortes Sicherheitsbedenken im Falle eines Auftritts Eckharts formuliert hatte, hatte das Festivalteam sie ausgeladen. Sie wurde wieder eingeladen, nachdem die vier Lesungen im Wettbewerb nun nicht mehr wie geplant im Nochtspeicher, sondern an einem anderen Ort stattfinden sollen. Kritiker werfen der Kabarettistin vor, rassistische und antisemitische Klischees zu bedienen.

Britischer Rock-Produzent Martin Birch gestorben

Der britische Erfolgsproduzent Martin Birch, der durch seine Arbeit mit Deep Purple, Iron Maiden und anderen Rockbands berühmt wurde, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das gab der Musiker David Coverdale bekannt. "Schweren Herzens habe ich gerade bestätigt bekommen, dass mein lieber Freund und Produzent Martin Birch gestorben ist", schrieb Coverdale auf Twitter. Der Sänger hatte in seiner Zeit mit Deep Purple und dann als Frontmann der Band Whitesnake mit Birch zusammengearbeitet. Der 1948 in Surrey geborene Birch zeichnete als Produzent und Toningenieur vor allem in den 1970er und 80er Jahren für unzählige Erfolgsalben verantwortlich. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Rock- und Heavy-Metal-Klassiker wie "Deep Purple In Rock" von Deep Purple, "Long Live Rock 'n' Roll" von Rainbow, "Heaven and Hell" von Black Sabbath und "The Number Of The Beast" von Iron Maiden.

Blome wird Ressort-Leiter in RTL-Zentralredaktion

Der frühere stellvertretende "Bild"-Chefredakteur und "Spiegel"-Journalist Nikolaus Blome leitet künftig das Ressort Politik und Gesellschaft in der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland. Blome ist bereits seit Mai politischer Kommentator für RTL und ntv. Sein Stellvertreter wird der langjährige Redaktionsleiter des RTL-"Nachtjournals", Christian Berger, wie das Unternehmen in Köln mitteilte.

Tunesische Bloggerin flieht nach Deutschland

Eine tunesische Bloggerin, die im Juli zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe verurteilt wurde, ist nach Deutschland geflohen. Das bestätigte Emna Chargui auf ihrem Facebook-Profil. Chargui hatte Anfang Mai auf ihrem Profil ein Foto einer "Corona-Sure" geteilt, eine Persiflage einer Koran-Sure, welche die aktuelle Pandemie thematisiert. Wegen des "Aufrufs zu Hass zwischen den Religionen" wurde sie am 14. Juli in erster Instanz zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 600 Euro verurteilt. Ihre Anwältin hatte damals angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International hatten das Urteil scharf kritisiert und zu einer Revision aufgerufen.

Kulturrat will Geschlechtergerechtigkeit

Der Deutsche Kulturrat hat einen Forderungskatalog für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien vorgelegt. Darin spricht sich der Spitzenverband der Kulturverbände unter anderem für anonymisierte Bewerbungsverfahren, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Offenlegen von Honorar- und Gehaltstabellen sowie eine paritätische Besetzung bei Berufungskommissionen an Universitäten aus. Nach wie vor bestehe ein erschreckend großer Unterschied im Einkommen von Künstlerinnen aller Sparten im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, konstatiert der Verband. Die Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft müssten in diesen Prozess zu mehr Gerechtigkeit direkt eingebunden werden. Bereits bei der frühkindlichen Bildung müssten gesellschaftliche Stereotype und Rollenklischees abgebaut werden.

Coronavirus-Maske für 1,27 Millionen Euro

Ein israelischer Schmuckhersteller arbeitet nach eigener Aussage an der teuersten Coronavirus-Maske der Welt: Einem goldenen, mit Diamanten besetzten Mund-Nase-Schutz, der umgerechnet rund 1,27 Millionen Euro kosten soll. Das 18-karätige Weißgold soll mit 3600 weißen und schwarzen Diamanten besetzt werden und die Maske soll auf Kundenwunsch einen N99-Luftfilter haben. Designer Isaac Levy verriet nicht den Namen seines Kunden, sagte jedoch, es handele sich um einen chinesischen Geschäftsmann, der in den USA lebe. Das Gewicht der fertigen Maske werde 270 Gramm betragen - beinahe 100 Mal so viel, wie eine typische Chirurgenmaske.

Überschwemmung gefährdet Altstadt von Sanaa

Durch die Überschwemmungen in Jemen sind die berühmten braun-weißen Turmbauten aus Lehmziegeln in der Hauptstadt Sanaa gefährdet. Die Häuser in der Altstadt sind teilweise mehrere hundert Jahre alt und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Über hundert Gebäude seien teilweise oder vollständig eingestürzt, teilte die Denkmalschutz-Behörde mit. Mit Hilfe der UNESCO werde versucht, die restlichen Bauten zu retten, sagte ein Sprecher.

Kulturveranstaltungen in Israel wieder möglich

Kulturveranstaltungen sind in Israel in der Coronakrise unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Die israelische Regierung genehmigte Events unter freiem Himmel. An den Veranstaltungsorten müssen demnach Bereiche markiert werden, in denen sich 20 Menschen aufhalten dürfen. Jede Veranstaltung muss vom Gesundheitsministerium genehmigt werden. Die Regeln gelten ab morgen, dann laufen bisherige Notmaßnahmen aus. Nach einem starken Anstieg ist in Israel die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus zuletzt etwas abgeflacht. Mit zuletzt rund 1700 registrierten Fällen an Werktagen ist die Zahl in dem Land mit seinen etwa neun Millionen Einwohner aber noch immer sehr hoch.

Hongkonger Medienunternehmer festgenommen

Der Hongkonger Medienunternehmer und einer der bekanntesten Aktivisten für Freiheit und Demokratie, Jimmy Lai, ist auf Grundlage des neuen chinesischen Sicherheitsgesetzes festgenommen worden. Das teilte einer seiner Mitarbeiter auf Twitter mit. Vorgeworfen werde Lai eine mutmaßliche Verschwörung mit fremden Mächten. Eine Stellungnahme der Polizei lag zunächst nicht vor. Die chinesische Regierung hatte das Sicherheitsgesetz für die Sonderverwaltungszone im Juni durchgesetzt. Es erlaubt den Behörden ein hartes Vorgehen mit bis zu lebenslangen Haftstrafen gegen Aktivitäten, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit bedrohen.

Cinemaxx zeigt sich mit Entwicklung zufrieden

Das Kinounternehmen Cinemaxx zeigt sich mit der gegenwärtigen Entwicklung in der Corona-Krise zufrieden. Aktuell kämen 50 000 bis 60 000 Besucher pro Woche in die 31 Kinos der Kette, sagte Geschäftsführer Frank Thomsen der Funke-Mediengruppe zufolge. "Damit sind wir insofern zufrieden, weil uns derzeit die großen Blockbuster fehlen". Thomsen hatte der Nachrichtenagentur Reuters im Juli in einem Interview erklärt, trotz der wochenlangen Schließungen sei der Mutterkonzern Vue nicht in die roten Zahlen gerutscht.

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