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Kulturnachrichten

Sonntag, 16. Februar 2020

Karneval in Venedig eröffnet

Mit dem traditionellen "Flug des Engels" ist der Karneval in Venedig eröffnet worden. Tausende Menschen verfolgten, wie eine als Engel verkleidete junge Frau sich an einem Seil von dem 99 Meter hohen Glockenturm des Markusdoms in die Luft schwang. Der Karnevalsengel ließ dabei Konfetti auf die Menge segeln. Der Karneval in Venedig hat eine jahrhundertealte Tradition. Zum ersten Mal wurde er im Jahr 1162 nach einem militärischen Sieg gefeiert. Das Spektakel mit opulenten Kostümen und phantasievollen Masken zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an. Dieses Jahr dauert der Karneval in Venedig bis zum 25. Februar.

"Rock gegen Buschfeuer"- Benefizkonzert in Sydney

Bei einem Benefizkonzert zugunsten der Buschfeuer-Hilfe in Australien sind umgerechnet etwa 5,9 Millionen Euro zusammengekommen. Rund 75 000 Menschen verfolgten im größten Stadion Sydneys die Auftritte von Künstlern wie der Band Queen mit Sänger Adam Lambert, Rocker Alice Cooper, dem 70er-Jahre-Star Olivia Newton-John oder der australischen Gruppe 5 Seconds of Summer. Das rund zehnstündige Konzert wurde auch live im Fernsehen übertragen. Der gesamte Erlös aus dem "Concert for National Bushfire Relief" komme den Feuerwehrleuten in Australien, dem Roten Kreuz und einer Tierschutz-Organisation zugute, teilten die Veranstalter mit.

Folk-Sänger Graeme Allwright ist tot

Der französische Folk-Sänger mit neuseeländischen Wurzeln, Graeme Allwright, ist tot. Er wurde 93 Jahre alt. In Frankreich gehören seine französischsprachigen Adaptionen bekannter englischer Folk-Songs von Bob Dylan oder Leonard Cohen zum nationalen Chanson-Erbgut.

Pressefotografen kritisieren Boris Johnson

Unabhängige Pressefotografen werfen dem britischen Premierminister Johnson vor, sie von wichtigen politischen Ereignissen auszuschließen. Das berichtet der "Guardian" unter Berufung auf vier Presseverbände. So wurde beispielsweise bei der Unterzeichnung des EU-Austrittsabkommens nur Johnsons offizieller Fotograf zugelassen. Schon im Wahlkampf hatte es Klagen gegeben, die britische Regierung versuche, die Berichterstattung bestimmter Fernseh- und Radiosender zu umgehen.

Lauschangriff auf Außerirdische öffentlich gemacht

Forscher der privat finanzierten Initiative "Breakthrough Listen" machen den größten Lauschangriff auf Außerirdische öffentlich - fast zwei Petabyte an Beobachtungsdaten der Milchstraße. Das entspricht etwa einer Billion Seiten Text. Das berichtet die an der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) beteiligte Universität von Kalifornien in Berkeley. Für die Auswertung einer so großen Datenmenge ist man auf die Hilfe von weiteren Forschern und Bürgern angewiesen. Letztere können nun von zuhause einen Teil der Daten über das Bürgerforschernetzwerk SETI@Home der Universität von Kalifornien analysieren.

35-Jährige zur Miss Germany gekürt

Die neue "Miss Germany" kommt aus Kiel: Leonie Charlotte von Hase ist mit 35 Jahren die älteste Siegerin des Schönheitswettbewerbs - und die erste Mutter, die den Titel trägt. Die Jury bestand erstmals komplett aus Frauen. Seit 2018 dürfen die Teilnehmerinnen Kinder haben sowie verheiratet sein. Unter 18-Jährige dürfen im Gegensatz zu früheren Jahren nicht teilnehmen. Die Online-Unternehmerin setzte sich bei der Wahl am Samstagabend im Europa-Park in Rust bei Freiburg gegen 15 Konkurrentinnen durch. Von Hase war im Dezember "Miss Schleswig-Holstein" geworden und hatte sich so für die deutschlandweite Wahl qualifiziert.

Autor und Hemingway-Freund A. E. Hotchner gestorben

Der US-Autor A. E. Hotchner ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Das hat sein Sohn Timothy bestätigt. Hotchner war unter anderem mit Ernest Hemingway, Paul Newman, Tennessee Williams und zahllosen anderen Berühmtheiten befreundet. Neben seiner Biografie "Papa Hemingway" wurden seine Porträts von Doris Day und Sophia Loren Bestseller. Seine Kindheit und Jugend in der Zeit der Weltwirtschaftskrise schilderte er in "The King of the Hill". Das 1972 erschienene Buch wurde 20 Jahre später von Steven Soderbergh verfilmt.

Schauspielerin Lynn Cohen gestorben

Lynn Cohen, bekannt aus der Fernsehserie "Sex and the City", ist tot. Die 86-Jährige sei am Freitag in New York gestorben, bestätigte ihr Manager Josh Pultz der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Dem Magazin "Hollywood Reporter" zufolge wurde Cohen 1933 in Kansas City im Zentrum der USA geboren und hatte ihren ersten größeren Auftritt 1983 im Film "Without a Trace". Zur Erfolgsserie "Sex and the City" sei sie im Jahr 2000 gestoßen, sie spielte dort die Rolle der Haushälterin Magda. Außerdem war Cohen in anderen TV-Serien wie "Law and Order" und dem Film "Die Tribute von Panem" zu sehen.

Bürger gestalten Ausstellungen mit DDR-Kunst

Unter dem Motto "Alle in die Kunst!" bereiten derzeit zwölf Laien-Kuratoren zwei Bürgerausstellungen auf der Burg Beeskow in Brandenburg vor. Dafür konnten sie Werke und Objekte aus dem Kunstarchiv Beeskow auswählen. Dort lagern in einem offenen Depot rund 17.000 DDR-Kunstobjekte. Sie waren im Auftrag von Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Stellen entstanden. Die erstmalig organisierten Bürgerausstellungen seien ein Experiment, um das Interesse an der DDR-Kunst wach zu halten, sagte die Leiterin des Kunstarchives, Florentine Nadolni.

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