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Kulturnachrichten

Freitag, 11. Oktober 2019

Michael-Jackson-Musical soll an Broadway kommen

Trotz der neu aufgeflammten Kontroverse um mögliche Kindesmisshandlung durch Michael Jackson soll ein Musical über den vor zehn Jahren gestorbenen Superstar 2020 an den Broadway kommen. Das Stück mit dem Arbeitstitel "MJ The Musical" solle im Sommer in New York Premiere feiern, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf die Nachlassverwaltung des Musikers. Worum es in dem Musical genau geht und ob die Anschuldigungen Teil des Stücks sein werden, wollten die Produzenten zunächst nicht mitteilen. Anfang des Jahres hatte die Dokumentation "Leaving Neverland" für Schlagzeilen gesorgt. In dem Film erheben zwei Männer heftige Missbrauchsvorwürfe gegen den 2009 gestorbenen Musiker.

Birgit Brenner erhält Wolfsburger Kunstpreis 2020

Die Berliner Künstlerin Birgit Brenner erhält den mit 10.200 Euro dotierten Wolfsburger Kunstpreis 2020. Brenner setze sich in ihren Arbeiten gesellschaftskritisch mit dem Alltag auseinander und habe eine ganz eigene Bildsprache dafür entwickelt, ohne sich auf ein Medium zu beschränken, wie die Stadt Wolfsburg mitteilte. Im Zusammenhang mit der Auszeichnung widmet die Städtische Galerie Wolfsburg Brenner im kommenden Herbst zudem eine Einzelausstellung.

Verleger Hendrik teNeues gestorben

Der Verleger Hendrik teNeues ist tot. Der 67-Jährige sei am Mittwoch in München gestorben, teilte die teNeues Media GmbH im niederrheinischen Kempen mit. Der gebürtige Krefelder baute zunächst die US-amerikanische Tochterfirma des 1931 gegründeten Familienunternehmens auf. Ab den 90er Jahren leitete er dann von Kempen aus gemeinsam mit seinem Bruder Sebastian den Verlag, der sich auf Fotobände spezialisiert hat und auch Design, Mode, Autos Kunst, Architektur und Kochen als Programmschwerpunkte hat. Wegen gesundheitlicher Probleme habe teNeues sich seit einiger Zeit zunehmend aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, hieß es in der Verlagsmitteilung.

Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister öffnet im Februar

Nach einer mehrjährigen Generalsanierung soll die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister am 29. Februar 2020 wieder für Besucher öffnen. Am Tag zuvor sei ein Festakt geplant, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit. Rund 750 Bilder alter Meister und etwa 400 Skulpturen von der Antike bis zur Barockzeit sind künftig im Semperbau am Zwinger zu sehen. Die ursprünglich für den 7. Dezember geplante Eröffnung der frisch sanierten Galerie war verschoben worden.
Als Grund dafür hatten die Kunstsammlungen angeführt, es gebe durch zusätzliche private Mittel die Chance, die Infrastruktur des Gebäudes, insbesondere die Beleuchtung der Werke, noch weiter zu verbessern. Der Semperbau war für 49,8 Millionen Euro saniert worden.

"Welt"-Literaturpreis für Salman Rushdie

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie wird mit dem "Welt"-Literaturpreis ausgezeichnet. Rushdie erhalte die Auszeichnung für sein Gesamtwerk als Schriftsteller von Weltrang und Intellektueller, der es verstehe, global zu denken, hieß es in einer Mitteilung des Medienhauses Axel Springer in Berlin. Der Autor sei "ein unerschrockener Kämpfer für die Freiheit des Wortes", sein Werk helfe den Ungewissheiten der Gegenwart mit Haltung und Humor zu begegnen. Der mit 12.000 Euro dotierte Preis soll Rushdie am 10. November in Berlin überreicht werden.

Berliner Literaturpreis geht an Thomas Meinecke

Der Autor Thomas Meinecke bekommt den Berliner Literaturpreis. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert. Zudem übernehme Meinecke damit zum Sommersemester 2020 eine Gastprofessur in deutschsprachiger Poetik an der Freien Universität Berlin, teilte die vergebende Stiftung Preußische Seehandlung mit. Seine Romane und Erzählungen verhandelten ein breites Themenspektrum, schrieb die Jury in ihrer Begründung. "Es geht um Inter- und Transsexualität, um Queerness, um popkulturelle Selbstentwürfe und um Formen von Uneigentlichkeit, die in die 'normale' Lebenswelt eindringen und sie erweitern." Der Literaturpreis soll am 24. Februar verliehen werden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Clemens J. Setz, Herta Müller, Sibylle Lewitscharoff und Marion Poschmann.

Offener Brief von Autoren an Hoffmann und Campe

Autoren von Hoffmann und Campe protestieren in einem offenen Brief gegen das bevorstehende - bislang nicht offiziell bestätigte - Ausscheiden von Programm-Geschäftsführerin Birgit Schmitz. Der Verlag hatte im August angekündigt, dass in Zukunft ein weiterer Geschäftsführer eingesetzt werden solle. Dafür soll Schmitz offenbar gehen. In dem offenen Brief der Autoren und Autorinnen heißt es nun unter anderem: "Wir wollen kein Öl ins Feuer gießen, wir können auch kaum etwas zur Klärung dieses Umstands beitragen, denn vom eingesetzten Geschäftsführer oder dem Vorsitz der Ganske-Verlagsgruppe haben wir bisher noch keine Nachricht erhalten. Wir alle aber sind unglücklich über diese Veränderung." Weiter schreiben die Schriftsteller, dass sie Birgit Schmitz als Verlegerin schätzten und die Ereignisse als irritierend empfänden. Unterzeichnet haben den Brief unter anderem Daniela Dröscher, Can Dündar, Irene Dische, Julia Grosse und Michael Haneke.

Christian Kracht übergibt Archiv nach Marbach

Der Schweizer Schriftsteller Christian Kracht übergibt dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach sein persönliches Archiv. Neben Manuskripten von Artikeln und Interviews gehören dazu Korrekturfahnen, Fotografien, Entwürfe von Buchumschlägen, Plakate und Korrespondenz, wie das Literaturarchiv mitteilte.
Der inzwischen in Indien lebende Kracht schrieb unter anderen die Romane "Faserland", "Imperium" und "Die Toten". Für sein Werk wurde der 52-Jährige vielfach ausgezeichnet.

Friedensnobelpreis erhält Abiy Ahmed

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Er wird für seinen Einsatz zur Lösung des Grenzkonflikts zwischen Eritrea und Äthiopien ausgezeichnet, wie das Norwegische Nobelkomitee in Oslo mitteilte. Im Juli 2018 unterzeichneten Äthiopien und Eritrea einen Friedensvertrag, der den 20 Jahre dauernden Streit zwischen den Ländern offiziell beendete. Insgesamt waren nach Angaben des Komitees in diesem Jahr 223 Persönlichkeiten und 78 Organisationen nominiert. Der Preis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 832.000 Euro) dotiert. Er wird als einziger der fünf Nobelpreise nicht in Stockholm, sondern in Oslo vergeben. Dort findet die Verleihung am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel, statt.

Notre-Dame bleibt noch für Jahre geschlossen

Sechs Monate nach dem Großbrand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind noch viele Fragen rund um den Wiederaufbau offen. Weder ist die Stabilität der gotischen Kirche vollständig gesichert, noch ist klar, in welcher Form sie restauriert werden soll. Klar ist nur: Für Besucher wird das mehr als 850 Jahre alte Gotteshaus noch jahrelang geschlossen bleiben. Die Sicherungsarbeiten dürften erst im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein. Mit dem eigentlichen Wiederaufbau ist nicht vor 2021 zu rechnen. Präsident Macron hat eine Wiedereröffnung bis zu den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024 versprochen. Viele Experten halten dies aber für unrealistisch.

Abwärtsspirale vorerst im Buchhandel gestoppt

Kurz vor der Frankfurter Buchmesse sieht der scheidende Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für die Branche Licht am Horizont. "Wir haben die Abwärtsspirale aufhalten können", sagte Heinrich Riethmüller im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Im Jahr 2018 ist die Zahl der Buchkäufer wieder um 300.000 gestiegen. Ob das eine Trendwende ist, weiß ich nicht, aber es geht langsam wieder aufwärts." Die Frankfurter Buchmesse wird am Abend des 15. Oktober eröffnet und schließt am 20. Oktober. Damit endet dann nach sechs Jahren auch Riethmüllers Amtszeit. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist der gemeinsame Dachverband für Verlage, Buchhändler und den Zwischenhandel. Er ist für die Buchmesse verantwortlich und vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis. Auf den Buchhändler Riethmüller folgt die Mainzer Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs.

Fans nehmen Abschied von Karel Gott

Die Fans des Schlagerstars Karel Gott nehmen in Prag Abschied von ihrem Idol. Sein Sarg wird von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Sophienpalais öffentlich aufgebahrt. In der tschechischen Hauptstadt werden nach Angaben der Regierung 150.000 bis 300.000 Menschen erwartet. Der Sänger war am 1. Oktober im Alter von 80 Jahren gestorben. Am Samstag findet die Trauermesse für geladene Gäste statt.

Die Turteltaube ist "Vogel des Jahres" 2020

Die Turteltaube ist der Vogel des Jahres 2020. Das teilten der Naturschutzbund und der bayerische Landesbund für Vogelschutz mit. Der Bestand des Vogels ist weltweit gefährdet und steht deshalb auf der sogenannten Roten Liste. Schätzungen zufolge brüteten in Deutschland nur noch bis zu 22-Tausend Paare.

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