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Sonntag, 22.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 22. September 2018

Oktoberfest mit traditionellem Fassanstich eröffnet

Sechs Millionen Gäste auf größtem Volksfest der Welt in München erwartet

Mit dem Einzug der Wiesnwirte und dem traditionellen Fassanstich hat das Münchner Oktoberfest begonnen. Oberbürgermeister Dieter Reiter stach im Schottenhammel-Festzelt mit zwei Schlägen das erste Bierfass an und reichte die erste Maß Bier an Ministerpräsident Markus Söder. Damit ist das Oktoberfest offiziell eröffnet. In den folgenden gut zwei Wochen werden in München zum weltweit größten Volksfest um die sechs Millionen Besucher erwartet. In den vergangenen Jahren war aus Sorge vor Anschlägen das Sicherheitskonzept der Wiesn ausgeweitet worden. Die Theresienwiese ist inzwischen umzäunt, Besucher dürfen keine Rucksäcke mit auf das Gelände nehmen.

Olaf Nicolai mit Wilhelm-Loth-Preis geehrt

Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert

Der Konzept- und Medienkünstler Olaf Nicolai ist am Samstagabend mit dem Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt ausgezeichnet worden. Die Entscheidung für Nicolai reihe sich ein in die lange Tradition der Stadt, „sich immer wieder neu den aktuellen Fragestellungen der Kunst zuzuwenden und daraus ungewohnte, ja provozierende Blicke auf den Alltag zu gewinnen", sagte Oberbürgermeister und Jurymitglied Jochen Partsch. Der Preis ist mit 12.000 Euro, einer Ausstellung am Institut Mathildenhöhe im Frühjahr 2019 sowie einer Publikation verbunden.

Comcast setzt sich bei Bieterschlacht um Sky durch

Das Unternehmen hat 33 Milliarden Euro geboten

Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky ist entschieden: Der US-Kabelriese Comcast hat sich im Bieterwettbewerb gegen den Murdoch-Konzern 21st Century Fox durchgesetzt. Das Unternehmen hat 29,6 Milliarden Pfund (knapp 33 Milliarden Euro) geboten und damit die Versteigerung gewonnen.

Paul Simon gibt Abschiedskonzert in New York

"Dies ist mehr ein Lebewohl als ein Abschied"

Nach mehr als einem halben Jahrhundert im Musikgeschäft gibt Paul Simon (76) in der Nacht zum Sonntag (1:00 Uhr MESZ) sein Abschiedskonzert. Die seit langem ausverkaufte Veranstaltung findet im Flushing Meadows Corona Park im New Yorker Stadtteil Queens statt, ganz in der Nähe ist Simon aufgewachsen. "Als Kind hätte ich mit dem Fahrrad in 20 Minuten von zu Hause in dem Park sein können", sagte Simon. "Dies ist mehr ein Lebewohl als ein Abschied." Simon gehört zu den erfolgreichsten Musikern und Songschreibern der vergangenen Jahrzehnte. Solo und mit Kollege Art Garfunkel als Simon & Garfunkel feierte er mit Songs wie "The Sound of Silence", "Mrs. Robinson" und "Bridge over Troubled Water" Welterfolge.

Weltkindertagsfest in Berlin

Kinder sollen mehr mitbestimmen können

Mit einem großen Fest wird am Sonntag in Berlin der Weltkindertag gefeiert. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey wird nach Angaben der Veranstalter zur Eröffnung um 13.00 Uhr auf dem Potsdamer Platz erwartet. Schon ab 11.00 Uhr sind Akrobatik, Tanz und Musik geplant. Das Motto: "Kinder brauchen Freiräume". Das Deutsche Kinderhilfswerk und Unicef Deutschland riefen die Politik dazu auf, die Meinung von Kindern ernst zu nehmen. "Städte und Gemeinden müssen Strukturen und Einrichtungen entwickeln, die sicherstellen, dass die Kinderinteressen mehr Gewicht bekommen", erklärte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Kinderhilfswerks. Aus einer Forsa-Umfrage ging hervor, dass nur jeder Zweite Deutschland für kinderfreundlich hält. Dabei ist den meisten eine kinderfreundliche Gesellschaft wichtig. In Auftrag gegeben hatte die Umfrage das Deutsche Kinderhilfswerk. Der Weltkindertag war bereits am Donnerstag (20. September).

Schiffswrack von James Cook wahrscheinlich geortet

Fund von großer historischer Bedeutung

Mehr als 200 Jahre nach dem Tod des legendären Entdeckers Captain James Cook wollen Forscher das Wrack seines Schiffes "Endeavour" vor der Küste der USA geortet haben. Die mögliche Fundstelle der "Endeavour" befindet sich unmittelbar vor der Küste nahe dem Ort Newport im Staat Rhode Island. Die britische Marine hatte die "Endeavour" 1768 für eine Forschungsfahrt im Pazifik gekauft. Der britische Entdecker Cook erreichte damit Botany Bay an der australischen Ostküste im April 1770. Die Marine nutzte das Schiff später im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, bevor es mit einem Dutzend weiterer Schiffe in der Nähe von Newport versenkt wurde. Das Wrack ist für die USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland von historischer Bedeutung.

Deutscher Gedächtnismeister verteidigt seinen Titel

Mehrere Hundert Wörter, Bilder und Ziffern innerhalb von Minuten

Der alte Gedächtnismeister ist auch der neue: Simon Reinhard aus München hat bei den "Memo Masters" in Magdeburg seinen Titel verteidigt. Der 39-jährige Gedächtnissportler habe bei dem Wettbewerb die meisten Punkte erzielt, teilten die Veranstalter mit. Reinhard gewann demnach mit großem Vorsprung. Die Gedächtnissportler mussten sich in wenigen Minuten mehrere Hundert Wörter, Bilder und Ziffern merken. Insgesamt waren zehn Aufgaben zu bewältigen. Bei den Junioren gewann die 15-jährige Maja Spiolek aus Braunschweig, bei den Kindern der 11 Jahre alte Johann Jan Haluschky. 22 Teilnehmer waren an den Start gegangen.

Roboter-Kundschafter landen auf Asteroiden

Die Ursprünge unseres Sonnensystems erforschen

Zwei kleine Roboter-Kundschafter der japanischen Raumsonde "Hayabusa2" sind 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa bekannt. Die beiden zylinderförmigen "Rover-1A" und "Rover-1B" mit dem gemeinsamen Namen "Minerva II" sollen vor dem für Oktober geplanten Aufsetzen der deutsch-französischen Landeeinheit "Mascot" Bildaufnahmen von der Oberfläche des Himmelskörpers machen und die Temperatur auf dem Asteroiden messen. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen unseres Sonnensystems auf die Spur kommen.

Bianca Jagger enttäuscht von Revolution in Nicaragua

Ex-Frau von Mick Jagger beklagt Unterdrückung und fordert Sanktionen

Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger hat sich enttäuscht von der Revolution in ihrem Heimatland Nicaragua abgewandt. Die Ex-Frau des Rolling-Stones-Sängers Mick Jagger beklagte in New York "Terror" und "erbarmungslose Unterdrückung" von Regierungskritikern. Der linksgerichtete Präsident Daniel Ortega "tötet unbewaffnete Kinder", sagte sie. Die Zustände seien möglicherweise schlimmer als unter dem Machthaber Somoza, den Ortegas Sandinisten 1979 gestürzt hatten. Jagger sagte, sie fühle sich von Ortega "verraten". Die prominente Aktivistin war früher Anhängerin der sandinistischen Revolution. Nun forderte sie die internationale Gemeinschaft auf, die Nicaraguaner im Kampf gegen Ortega zu unterstützen und schärfere Sanktionen gegen die Regierung zu verhängen. Nicaraguas Staatschef Ortega sieht sich seit Monaten Massenprotesten ausgesetzt, die von Polizei und Paramilitärs niedergeschlagen werden. Auslöser der Demonstrationen waren später zurückgenommene Rentenkürzungen.

Bischof: Freiheitssymbole gegen Neonazis verteidigen

Die weiße Rose als Symbol des NS-Widerstands "schamlos missbraucht"

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, hat zu mehr Engagement gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus aufgerufen. Dazu gehöre auch, dem Missbrauch von Symbolen des NS-Widerstands, des Christentums und der Demokratie durch Neonazis und Populisten entgegenzutreten, sagte Dröge zum 100. Geburtstag des NS-Widerstandskämpfers Hans Scholl. Der Mitbegründer der Widerstandsgruppe Weiße Rose wurde am 22. September 1918 geboren und am 22. Februar 1943 von den Nazis hingerichtet. In Chemnitz seien jüngst bei einer sogenannten Trauerdemonstration "Rechtspopulisten, Rechtsextremisten und waschechte Neonazis einträchtig nebeneinander" marschiert und hätten dabei die weiße Rose als Symbol des NS-Widerstands "schamlos missbraucht", kritisierte der Bischof. Diese Form der Umdeutung von Symbolen gehöre zu einer bewussten Strategie, betonte der Bischof.

Ostermeier: Comédie Française "wie ein Museum"

Schaubühnen-Leiter inszeniert an Frankreichs berühmtestem Theater

Der deutsche Regisseur Thomas Ostermeier hat großen Respekt vor Frankreichs berühmtestem Theater: Es sei für ihn ein "großer Schritt" gewesen, am Pariser Theater Comédie Française die Shakespeare-Komödie "Was ihr wollt" zu inszenieren, sagte Ostermeier vor der Premiere. Das Theater, das auch als "Haus von Molière" bekannt ist, sei "wie ein Museum", sagte Ostermeier mit Blick auf die vielen Bilder und Statuen berühmter Schauspieler. Um nicht selbst Teil dieses Museums zu werden, sei ein "anderer Geist" wichtig, sagte der künstlerische Leiter der Berliner Schaubühne, der das Angebot von Theaterleiter Eric Ruf nach eigenen Angaben nur unter zwei Bedingungen annahm: Er wollte nicht gleich ein Stück von Molière auf die Bühne bringen und mit den jüngsten Schauspielern des Ensembles zusammenarbeiten.

Papst verurteilt Forderungen nach Ausgrenzung

Botschaft in Osteruropa vorgetragen

Papst Franziskus hat bei seinem Besuch in Litauen alle populistischen Forderungen nach der Ausgrenzung Fremder verurteilt. Überall in der Welt würden derzeit "die Stimmen, die Spaltung und Konfrontation säen, immer lauter", warnte der Papst in einer Rede vor dem Präsidentenpalast in Vilnius. Solchen Forderungen müssten "Toleranz, Gastfreundschaft, Respekt und Solidarität" entgegen stehen. Der Papst kritisierte auch all jene, "die behaupten, dass die einzige Möglichkeit, die Sicherheit und den Fortbestand einer Kultur zu gewährleisten, darin besteht zu versuchen, andere Kulturen zu beseitigen, auszulöschen oder wegzudrängen". Beobachter verweisen darauf, dass der Papst seine Kritik in Osteuropa vortrug, wo vielerorts Vorbehalte gegen die Aufnahme von Flüchtlingen herrschen.

DAU-Kunstprojekt soll nicht verschoben werden

Intendant der Berliner Festspiele: "Die Probleme sind lösbar"

Die Nichtgenehmigung des Mauerbau-Kunstprojekts DAU stößt bei den Veranstaltern auf Unverständnis. Sie gehen weiter davon aus, vorhandene Lücken in den Antragsunterlagen wie vereinbart bis Monatsende schließen zu können. Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, die das Projekt unterstützen, sagte im Deutschlandfunk Kultur: "Wir prüfen noch alle Wege und Möglichkeiten, dieses Projekt zu realisieren, da die genannten Probleme, lösbar sind. Die Leute, die das vorbereitet und eingereicht haben, sind professionelle Veranstalter." Mit Blick auf das Sicherheitskonzept verwies Oberender auf die abgespeckte Version des Projekts: "Es ist kein Kirchentag oder keine Fanmeile, jetzt sind es 4000 Besucher am Tag mit 2000 Besuchern gleichzeitig. Das ist keine Massenveranstaltung." Und weiter: "Ich denke, dass der Verlust, der durch die Absage entsteht sehr viel größer ist, als die Anstrengung, die wir jetzt noch brauchen, um das hinzukriegen." Die Pläne des russischen Regisseurs Ilya Khrzhanovsky sehen vor, für das Kunst- und Sozialexperiment ein Areal in Berlins Mitte für die Dauer von vier Wochen mit einer Mauer zu umschließen.

Barley fordert Kulturwandel in der katholischen Kirche

Justizministerin über Missbrauchsfälle: "Vermutlich nur die Spitze des Eisbergs"

Bundesjustizministerin Katarina Barley fordert angesichts des gewaltigen Missbrauchsskandals einen Kulturwandel in der deutschen katholischen Kirche. Um neue Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche zu verhindern, sei es notwendig, innerkirchlich "eine Kultur des Hinsehens und Eingreifens" aufzubauen, sagte die SPD-Politikerin dem "Spiegel". Die Kirche müsse zudem "umfassend mit der Justiz zusammenarbeiten und jede bekannt gewordene Tat anzeigen". Eine von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Missbrauchsstudie hat die Situation in der katholischen Kirche in Deutschland aufgearbeitet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mutmaßlich 1670 katholische Kleriker zwischen 1946 und 2014 insgesamt 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben. Barley nannte die Zahlen "schockierend und vermutlich nur die Spitze des Eisbergs".

Erdbebentöne werden Kunstinstallation

Bei "19-sonic-14/Earthquake" können Besucher die Erderschütterung hören

Ein mexikanischer Musiker hat die Geräusche der Erdbewegung eines schweren Erdbebens im vergangenen Jahr in eine Kunstinstallation verwandelt. Bei "19-sonic-14/Earthquake" können die Besucher die Erderschütterung hören, erklärte der Künstler Pelayo del Villar. Das elf Minuten lange Stück wird im geophysikalischen Museum der Nationalen Autonomen Universität Mexikos (UNAM) gespielt. Die Geräusche stammen aus sechs Aufzeichnungsstationen in Mexiko-Stadt. Das Beben der Stärke 7,1 hatte am 19. September 2017 die Hauptstadt des lateinamerikanischen Landes und umliegende Bundesstaaten erschüttert. 228 Menschen starben allein in Mexiko-Stadt beim Einsturz von 38 Gebäuden. Weitere 141 Menschen kamen in den zentralen Bundesstaaten und im Süden des Landes ums Leben.

DDR-Gesangsstars auf Gemeinschaftstour umjubelt

Knapp 30 Konzerte bis Ende November geplant

Fast drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall sind sechs DDR-Schlagerstars gemeinsam auf Tour. Das Motto: "Wiedersehen mit Freunden". Zum Tourneestart am Freitag in Neuenhagen bei Berlin wurden sie vom größtenteils betagten Publikum emsig beklatscht. Uwe Jensen, Frank Schöbel, Monika Herz, Angelika Mann, Eva-Maria Pieckert und Hans-Jürgen Beyer boten ein dreistündiges Programm. "Wir können eigentlich alle richtig stolz sein, mit welcher Musik wir groß geworden und aufgewachsen sind", sagte Jensen. Knapp 30 Konzerte sind bis Ende November geplant - allesamt im Osten Deutschlands.

Rapper Médine sagt Konzerte im "Bataclan" ab

Aus Respekt vor den Familien der Opfer und aus Sorge um die Sicherheit seiner Fans

Unter Druck rechtsradikaler französischer Gruppen hat der muslimische Rapper Médine seine ausverkauften Konzerte im Pariser Konzerthaus Bataclan abgesagt. Auf Facebook und Twitter teilte der 35-jährige Musiker am Freitag mit, die Rechte wolle die Nation spalten. Aus Respekt vor den Bedenken der Familien der Opfer der Pariser Anschläge 2015 und aus Sorge um die Sicherheit seiner Fans sage er die Konzerte im Oktober ab. Rechte Gruppen hatten behauptet, Médine verbreite eine radikale Ideologie und entweihe mit seinem Auftritt das zu einer Gedenkstätte gewordene Bataclan. In dem Konzerthaus wurden am 13. November vor drei Jahren 90 Menschen von islamistischen Extremisten ermordet. Rechte Aktivisten hatten am Freitag Pläne bekanntgegeben, Konzertbesucher am Betreten des Bataclan zu hindern. Der Vater eines Opfers schloss sich ihnen an. Er betonte, selbst unpolitisch zu sein, er wolle aber Taten sehen.

N.Y. Philharmoniker: Frauen dürfen jetzt Hosen tragen

Die mehr als 175 Jahre alte Kleidungsvorschrift wurde gekippt

Nach starkem Protest dürfen die Frauen unter den New Yorker Philharmonikern jetzt auch bei festlichen Konzerten Hosen tragen. Die Kleiderordnung sei entsprechend geändert worden, sagte Katherine Johnson, Sprecherin des Orchesters, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in New York. "Frauen dürfen bei allen Konzerten Hosen tragen, wenn sie wollen." Nur bei Konzerten tagsüber, in Parks oder für junge Zuschauer wurden für Frauen, die rund die Hälfte des Orchesters ausmachen, Ausnahmen zugelassen. Beim Saisonauftakt in der Nacht zum Freitag, bei dem der Niederländer Jaap van Zweden mit einem Konzert-Mix aus Klassik und Moderne erstmals öffentlich seinen Posten als Chefdirigent antrat, waren allerdings noch keine Musikerinnen in Hosen zu sehen.

Ralf Rothmann mit Uwe-Johnson-Preis geehrt

Schriftsteller erhielt Auszeichung für "Der Gott jenes Sommers"

Der Schriftsteller Ralf Rothmann ist neuer Träger des Uwe-Johnson-Preises. Der 65-Jährige erhielt die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen aktuellen Roman "Der Gott jenes Sommers" in Berlin. Rothmann erzählt darin das Leben einer Zwölfjährigen, die 1945 mit Mutter und Schwester aus dem bombardierten Kiel auf das Gut eines SS-Offiziers aus der Familie flieht und die Wirren des Kriegsendes erlebt. Die Auszeichnung würdigt deutschsprachige Autoren, in deren Schaffen sich Bezugspunkte zu Johnsons Poetik finden. Zu den Preisträgern gehören Christoph Hein, Christa Wolf, Uwe Tellkamp und Walter Kempowski.

Filmförderanstalt investiert in Kinomodernisierungen

Bis zu 200 000 Euro pro Jahr werden zur Verfügung gestellt

Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat ein neues Investitionsprogramm für die Modernisierung von Kinos aufgelegt. Die Förderanstalt kündigte am Freitag an, die Renovierung, Verbesserung und Neuerrichtung von Filmtheatern in der Hauptstadtregion mit bis zu 200 000 Euro pro Jahr zu unterstützen. Das Geld soll zusätzlich zu bereits bestehenden Förderprogrammen fließen wie etwa dem Kinoprogrammpreis (rund 432 500 Euro Prämien). Das Medienboard Berlin-Brandenburg ist die gemeinsame Filmförderanstalt beider Länder. Das staatliche Unternehmen ist seit 2004 Ansprechpartner der Film- und Medienbranche in der Hauptstadtregion.

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Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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