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Samstag, 24.10.2020
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 24. Oktober 2020

Demonstration für autonome Theater-Uni in Budapest

Rund 10.000 Menschen sind am Freitagabend durch die ungarische Hauptstadt gezogen, um für die Autonomie der Budapester Theater- und Film-Universität (SZFE) zu demonstrieren. Die Protestierenden marschierten weitgehend schweigend, berichtete das Nachrichtenportal "merce.hu". Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie "Die Kunst ist frei" und "Es reicht!". Der Zug endete mit einem Programm vor dem Gebäude der Theater-Uni, das die Studenten seit fast zwei Monaten besetzen. Am 1. September hatte die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban der wichtigsten Ausbildungsstätte für Theaterleute und Filmemacher in Ungarn die Autonomie entzogen. Ein von der Regierung eingesetztes Kuratorium hatte damals praktisch alle Leitungsfunktionen übernommen und den gewählten Senat entmachtet.

"Emma" verleiht FDP-Chef Lindner Negativ-Preis

Die Zeitschrift "Emma" hat den FDP-Vorsitzenden Lindner zum "Sexist Man Alive 2020" ernannt. Keiner sei so anzüglich wie Lindner, heißt es in der Begründung. Auslöser war die Ablösung von Generalsekretärin Linda Teuteberg. Bei der hatte er gesagt, er denke gern daran, dass er in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300 Mal den Tag zusammen mit ihr begonnen habe. Für den Spruch hatte sich Lindner später entschuldigt. Der Negativ-Titel für den Sexisten des Jahres ist eine Abwandlung der Auszeichnung "Sexiest Man Alive", die vom US-Magazin "People" verliehen wird. Vergangenes Jahr hatte "Emma" den umstrittenen Rapper Kollegah zum "Sexist Man Alive" gekürt.

Intendanten fordern Rücknahme von Corona-Maßnahmen

Die Intendanten bayerischer Bühnen fordern Ministerpräsident Söder in einem offenen Brief auf, verschärfte Corona-Auflagen für Theater zurückzunehmen. Bisher habe es keine nachweisliche Infektion durch einen Theaterbesuch gegeben, heißt es in dem Schreiben, das unter anderen der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler und Kammerspiel-Chefin Barbara Mundel unterschrieben haben. Deshalb insistieren die Verfasser, den Spielbetrieb mit 200 beziehungsweise 500 Zuschauern aufrecht erhalten zu dürfen, auch bei einem hohen Inzidenzwert von 100 oder mehr. Normalerweise sind bei einem solchen Wert Veranstaltungen aller Art - mit Ausnahme von Gottesdiensten und Demonstrationen - auf 50 Menschen begrenzt.

Forscherpaar in Orden Pour le mérite aufgenommen

Die deutschen Kulturwissenschaftler Aleida Assmann und Jan Assmann werden Mitglied im Orden Pour le mérite. Das Paar wurde zusammen mit dem US-Anthropologen Michael Tomasello in die Vereinigung gewählt, wie Kulturstaatsministerin Grütters in Berlin mitteilte. Den Orden bekommen Menschen, die Verdienste in Wissenschaft und Kunst erworben haben. Der Vereinigung gehören derzeit jeweils 40 Persönlichkeiten aus dem Inland und dem Ausland an. Das Forscherpaar Assmann hatte 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen. Die Kulturwissenschaftlerin und der Ägyptologe haben sich mit Forschungen zur Erinnerungskultur von Gesellschaften einen Namen gemacht - vom alten Ägypten bis zur Gegenwart.

Humboldt Forum wird um 33 Millionen Euro teurer

Der Bau des Berliner Humboldt Forums verteuert sich erneut - diesmal um 33 Millionen Euro. Damit ist der vom Bundestag gesetzte Kostenrahmen von 644 Millionen Euro gesprengt, nun wird mit 677 Millionen Euro gerechnet. Die Stiftung Humboldt Forum bestätigte Berichte der "Berliner Morgenpost" und der "Berliner Zeitung", die sich auf das Bundesbauministerium beriefen. Als Grund werden die zusätzlichen Kosten wegen des Coronavirus genannt. "Die Auswirkungen der weltweiten Covid19-Pandemie beeinträchtigen neben zahlreichen anderen Baustellen des Bundes auch die des Humboldt Forums", erklärte ein Sprecher.

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