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Kulturnachrichten

Samstag, 19. September 2015

Buchhandel legt Beschwerde gegen Amazon-Tochter ein

Börsenverein unterstellt Download-Plattform "Audible" Missbrauch seiner Marktmacht

Die deutsche Buchbranche liegt erneut mit dem US-Konzern Amazon im Clinch. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat eine Beschwerde gegen die Amazon-Tochter "Audible" beim Bundeskartellamt eingereicht. Einen entsprechenden Bericht des "Spiegel" bestätigte eine Sprecherin des Börsenvereins. Eine Amazon-Sprecherin wollte hingegen keine Stellung nehmen. Laut Börsenverein missbraucht die Download-Plattform "Audible" des Online-Händlers Amazon ihre Marktmacht. Sie zwinge den oft kleinen deutschen Hörbuchverlagen existenzbedrohende Bedingungen auf. "Audible" hat dem "Spiegel" zufolge einen Marktanteil von rund 90 Prozent beim Verkauf digitaler Hörbücher. Nun versuche die Amazon-Tochter, die Verlage in ein Flatrate-Modell zu drängen, das ihnen deutlich niedrigere Umsätze brächte. Verlagen, die sich weigerten, drohe "Audible" mit Auslistung.

Plattner auch mit neuem Kulturgutschutzgesetz-Entwurf unzufrieden

Potsdamer Kunstmäzen möchte Diskussion um Gesetzesentwurf beenden

Auch der neue Entwurf des Kulturgutschutzgesetzes von Staatsministerin Monika Grütters (CDU) sorgt bei Kunstmäzen Hasso Plattner für Unmut. Er könne nicht erkennen, dass private Kunstsammlungen von der geplanten Regelung ausgenommen seien, sagte der Software-Milliardär den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" . Daher solle ein wesentlicher Teil im kalifornischen Palo Alto bleiben. Bilder, die sich bereits in Deutschland befinden, sollen hier bleiben. Damit hoffe er, die Diskussion abschließen zu können. Plattner hatte bereits den ersten Entwurf im Juni kritisiert. Mit dem Vorstoß will die Bundesregierung die Ausfuhr national wichtiger Kulturgüter beschränken. Kunstgeschäfte soll danach auch innerhalb der EU genehmigungspflichtig werden, wenn die Werke älter als 70 Jahre und mehr als 300 000 Euro wert sind. Plattner hatte eigentlich geplant, seine Sammlung nach seinem Tod im Museum Barberini in Potsdam ausstellen zu lassen. Sie umfasst nach eigenen Angaben rund 250 Bilder; darunter Werke von Munch, Monet, Renoir und Nolde.

Syrisches Exil-Orchester probt für ersten Auftritt

"Syrian Expat Philharmonic Orchestra" möchte Syrien als Kulturnation präsentieren

Etwa 30 Musiker syrischer Herkunft haben in Bremen für ihr erstes Konzert als Exil-Orchester geprobt. Die professionellen Musiker sind dazu aus verschiedenen Ländern Europas angereist. Zum Orchester gehören Flüchtlinge sowie bereits lange im Exil lebende Syrer. Organisiert haben sie sich über das soziale Netzwerk Facebook. Am 22. September wird das "Syrian Expat Philharmonic Orchestra" in Bremen sein erstes Konzert geben. Ziel des Projektes ist es, Syrien als Kulturnation und nicht nur als ein von Krieg und Zerstörung gezeichnetes Land zu zeigen, wie die Musiker betonten.

Juli Zeh bekommt Hildegard-von-Bingen-Preis

Schriftstellerin nimmt 10 000 Euro Preis in Mainz entgegen

Geehrt wurde die 41-Jährige Juli Zeh als Publizistin mit zeitgeschichtlichem Anspruch, wie das Kuratorium des Preises mitteilte. Zeh schreibt etwa für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Die Zeit" und den "Spiegel". Benannt ist der Medienpreis nach der Mystikerin und Gelehrten Hildegard von Bingen. Die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz lobt ihn gemeinsam mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank aus. Beim 20-jährigen Bestehen waren am Samstag unter anderem "Focus"-Herausgeber Helmut Markwort, FAZ-Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg und der Preisträger von 2014, Denis Scheck, anwesend.

Deutsches Theater lässt Flüchtlinge übernachten

Berliner Bühnen planen im Herbst Benefizaktionen

Das Deutsche Theater Berlin will ab Montag Flüchtlinge bei sich einquartieren. In der Garderobe der Schauspieler sollen acht Menschen Platz finden, die abends an der überlasteten Registrierungsstelle Lageso in Moabit ankommen und eine Übernachtung brauchen, wie eine Sprecherin des Theaters der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Da gibt es ganz viele Kollegen im Haus, die helfen wollen." Die Bühne will auch Deutschkurse organisieren und kooperiert mit einer Flüchtlingsunterkunft. Mitarbeiter aus der Maske bieten an, Haare zu schneiden. Die Ankleider erklärten sich bereit, Wäsche zu waschen.

Hape Kerkelings Leben wird verfilmt

Produktionsfirmen erwerben Rechte an "Der Junge muss an die frische Luft"

Wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, erwarben Ufa Cinema und Feine Filme die Rechte an Kerkelings autobiografischem Buch "Der Junge muss an die frische Luft". Er schreibtdarin über seine Kindheit im Ruhrgebiet und erzählt vom Suizid seiner Mutter. Er freue sich darauf, "die prägenden Menschen meiner frühen Jahre dadurch noch einmal für einen Kinoabend gewissermaßen ins Leben zurückholen zu dürfen", zitierte das Magazin den 50-jährigen Entertainer. Dem Produzenten Nico Hofmann und seinem Team traue er "das nötige Fingerspitzengefühl" für die Umsetzung zu. Ufa Cinema hatte bereits Kerkelings erstes Buch mit dem Titel "Ich bin dann mal weg" verfilmt, das von seinen Erfahrungen auf dem Jakobsweg handelt. Der Pilgerfilm soll dem Bericht zufolge an Heiligabend ins Kino kommen.

Anne Imhof mit Preis der Nationalgalerie geehrt

Geld gibt es keines, dafür einen Karriereschub

Der renommierte Preis der Berliner Nationalgalerie geht an die Frankfurter Künstlerin Anne Imhof. Die gebürtige Gießenerin, Jahrgang 1978, erhielt die Auszeichnung am Freitagabend bei einer Gala im Museum Hamburger Bahnhof. Anne Imhof, Absolventin der Städelschule, arbeitet in Frankfurt am Main, Paris und Berlin. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Fragen der Dokumentation und Vergänglichkeit von Performances auseinander. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Verein der Freunde der Nationalgalerie verliehen. Seit dem letzten Mal ist er nicht mehr mit Geld dotiert. Stattdessen bekommt der Gewinner die Möglichkeit zu einer Ausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie.

"O'zapft is!" - Münchner OB eröffnet das Oktoberfest

Diesjährige Wiesn im Zeichen der Flüchtlingskrise

Zwei Schläge mit dem Holzhammer, dann floss das Bier: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat am Samstag das diesjährige Oktoberfest eröffnet. Mit dem traditionellen Ausruf "O'zapft is" nach dem Anstich des ersten Bierfasses begann das größte Volksfest der Welt. Die Wiesn steht in diesem Jahr auch im Zeichen der Flüchtlingskrise. Wenn Hunderttausende auf der Suche nach Oktoberfestvergnügen mit der Bahn nach München reisen, werden gleichzeitig weiter Flüchtlinge ankommen. Die erste Maß Bier nahm traditionell der bayerische Ministerpräsident entgegen. Reiter und Horst Seehofer (CSU) stießen mit den Worten "Auf eine friedliche Wiesn" an. Die bayerische Landeshauptstadt erwartet zu der bis zum 4. Oktober dauernden 182. Wiesn rund sechs Millionen Gäste. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat wiederholt seine Bedenken zu einem Aufeinandertreffen von Betrunkenen und Flüchtlingen während des Oktoberfests geäußert. Die Polizei hat wesentlich mehr Kräfte als in den Vorjahren im Einsatz.

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