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Kulturnachrichten

Dienstag, 15. September 2015

Verdienstorden für Schauspielerin Thalbach

Der Preis wird am 01. Oktober vom Bundespräsidenten verliehen

Die Schauspielerin Katharina Thalbach und der Theologe Richard Schröder werden mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Auch der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, der italienische Autor Claudio Magris und die österreichische Theaterregisseurin Andrea Breth gehören zu den Persönlichkeiten, die Bundespräsident Joachim Gauck auszeichnet. Die Orden werden am 1. Oktober im Schloss Bellevue in Berlin überreicht. Insgesamt werden 15 Frauen und 17 Männer geehrt, wie das Bundespräsidialamt am Dienstag mitteilte. Sie hätten sich um Bildung, Kultur und Wissenschaft verdient gemacht, sich in der humanitären Hilfe, der Flüchtlingshilfe, in der Demokratiebewegung in der DDR und auf anderen Gebieten engagiert.

Freier Eintritt für Flüchtlinge auf Buchmesse

Gruppen aus Eritrea und Syrien sind bereits in Frankfurt angemeldet

Die Frankfurter Buchmesse gewährt Flüchtlingen in diesem Jahr freien Eintritt. An den Besuchertagen am 17. und 18. sind kostenlose Tickets reserviert. Das kündigte Buchmesse-Direktor Juergen Boos an. Es gebe bereits Anmeldungen von Gruppen aus Eritrea und Syrien. Sie würden mit muttersprachlichen "Paten" über die Messe geführt. Die Messe arbeitet dabei mit Flüchtlingshilfsorganisationen zusammen, die die Gruppen zusammenstellen. Ziel der Messerundgänge sind vor allem die Verlage aus den Herkunftsländern. Unter den mehr als 7000 Ausstellern kommen viele aus Krisenländer. Sogar aus Syrien reisen laut Buchmessen-Sprecherin Katja Böhne Aussteller an.

Comicbuchpreis geht an Uli Oesterle

Karlsruher Autor wird für "Vatermilch" geehrt

Der in Karlsruhe geborene Autor und Zeichner Uli Oesterle erhält den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung soll ihm am 25. April 2016 in Stuttgart verliehen, wie die Stiftung mitteilte. Oesterle überzeugte die Jury mit seiner Comic-Erzählung "Vatermilch". In dem autobiografisch geprägten Werk erzählt der heute in München lebende Autor von Vätern, die verschwinden und von Söhnen, die zu unzuverlässigen Vätern werden. Der Preis soll jährlich an einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben werden.

SPD-Politiker: Mehr Geld für Kulturarbeit mit Flüchtlingen

Kultur soll bei der Integration helfen

Auch die Kultur soll nach Ansicht von SPD-Kulturpolitikern des Bundestags und der Länder einen Beitrag zur Integration der vielen Tausend neuangekommenen Flüchtlinge in Deutschland leisten. Der Bund solle einen Teil der für die Flüchtlingshilfe bereitgestellten sechs Milliarden Euro für Kulturprojekte vergeben, sagte der kulturpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Dörmann. Dort hatten sich die SPD-Fraktionssprecher des Bundestags und der Landtage für Kultur, Medien und Netzpolitik zu einer zweitägigen Konferenz getroffen.

Bernstein Preis für Tübinger Neurowissenschaftler

Philipp Berens wird für seine Forschungen zur Netzhaut geehrt

Der Tübinger Neurowissenschaftler Philipp Berens hat für seine Forschung zur Netzhaut des Auges einen der weltweit höchstdotierten Nachwuchsförderpreise erhalten. Der 34 Jahre alte Bioinformatiker wurde am Dienstag in Heidelberg mit dem Bernstein Preis 2015 für Computational Neuroscience ausgezeichnet, der mit 1,25 Millionen Euro dotiert ist. Das teilte das Nationale Bernstein Netzwerk mit. Der Wissenschaftszweig Computational Neuroscience beschäftigt sich mit den informationsverarbeitenden Eigenschaften des Nervensystems. Der Bernstein Preis wird seit 2006 jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vergeben und soll jungen Wissenschaftlern den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe ermöglichen.

Medienanstalt prüft Einflussnahme auf Sendungen

Hat die Landesregierung Sachsen-Anhalt dem Privatsender SAW Geld gezahlt?

Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt prüft Vorwürfe, wonach die Landesregierung mit öffentlichem Geld Einfluss auf Sendungen des privaten Radiosenders SAW genommen haben soll. Die Prüfer ließen sich Mitschnitte von Spezialsendungen und Werbespots sowie Unterlagen übermitteln, sagte der Direktor der Medienanstalt, Martin Heine. SAW-Sprecher Jens Kerner wies die Vorwürfe als absurd zurück. Die Investitionsbank des Landes habe mehrere Werbespots mit Hinweisen auf die Spezialsendungen zu aktuellen politischen Themen bezahlt. Nachdem die "Magdeburger Volksstimme" am Samstag berichtete hatte, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) habe für einen Radiobeitrag bezahlt, habe SAW selbst die Medienanstalt um Klärung gebeten.

Italien: Bürgermeister plant Faschismusmuseum

Italiener sollen sich ihrer Vergangenheit stellen

In der italienischen Kleinstadt Predappio, dem Geburtsort des Diktators Benito Mussolini, soll demnächst das erste Faschismus-Museum des Landes eröffnen. Wie Bürgermeister Giorgio Frassineti der Tageszeitung "Foglio" sagte, soll es im früheren Hauptquartier der Faschistischen Partei in dem 40 Kilometer südwestlich von Ravenna gelegenen Ort eingerichtet werden und an die 21-jährige Herrschaft der Faschisten in Italien erinnern. Der Bürgermeister, Mitglied der Mitte-Links-Partei von Ministerpräsident Matteo Renzi, stellte klar, dass er keinerlei Sympathien für die extreme Rechte hege. Das Museum solle helfen, dass sich Italien seiner Vergangenheit stelle. Mussolini hatte 1922 in Italien die Macht übernommen und war 1940 an der Seite Deutschlands in den Zweiten Weltkrieg eingetreten. Am 28. April 1945 wurde er von Partisanen erschossen.

Grütters entschärft Kulturgutschutzgesetz

Kulturstaatsministerin will dem Kunsthandel entgegen kommen

Nach massiven Protesten von Galeristen und Kunstsammlern hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) einen entschärften Entwurf für das geplante Gesetz zum Schutz von Kulturgütern vorgelegt. Danach soll beim Verkauf eines Gemäldes ins EU-Ausland eine Genehmigung erst dann nötig sein, wenn das Bild älter als 70 Jahre ist und auf mehr als 300 000 Euro geschätzt wird. Der Vorschlag komme den Interessen des Kunsthandels so weit wie möglich entgegen, sagte Grütters. Der Gesetzentwurf ist inzwischen erstmals zwischen den Ressorts abgestimmt und sollte am Dienstag auf der Homepage der Kulturstaatsministerin veröffentlicht werden. Nach einer weiteren Abstimmungsrunde hoffe sie auf einen Beschluss im Kabinett noch im Oktober, sagte Grütters.

Gitarrist Gary Richrath gestorben

Lead-Gitarrist von REO Speedwagon stirbt mit 65 Jahren

Gary Richrath, der ehemalige Lead-Gitarrist der US-Rockband REO Speedwagon, ist am Sonntag im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte die Band auf ihrer Internetseite mit. "Gary war ein einzigartiger Gitarrist wie auch Songschreiber und die Verkörperung des harten Kerls mit einem goldenen Herzen", schrieb Kevin Cronin, der Sänger der Band. REO Speedwagon hatte die größten Erfolge in den 80er Jahren, mit Hits wie "Keep on Loving You" und "Can't Fight This Feeling".

Haneke-Studentin erhält Nachwuchs-Filmpreis

Andrina Mracnikar gewinnt First Steps Award

Eine Studentin des Oscar-Preisträgers Michael Haneke hat den First Step Award für den besten abendfüllenden Spielfilm gewonnen. Andrina Mracnikar erhielt die mit 25 Tausend Euro dotierte Auszeichnung für "Ma Folie", ihre Abschlussarbeit an der Filmakademie Wien. Auch der Gewinner in der Kategorie mittellanger Spielfilm, der Regisseur Patrick Vollrath, studierte an der Wiener Filmakademie. Mit den First Steps Awards werden die besten Abschlussfilme deutschsprachiger Filmschulen in insgesamt sechs Kategorien ausgezeichnet. Der Nachwuchspreis wurde 1999 von den Produzenten Nico Hofmann und Bernd Eichinger ins Leben gerufen. Der Berliner Filmkritiker und Moderator Knut Elstermann bekam für sein Engagement um den Filmnachwuchs den diesjährigen Ehrenpreis.

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