Seit 20:03 Uhr Konzert

Freitag, 20.09.2019
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Kulturnachrichten

Dienstag, 8. September 2015

Opernsänger Mazura erhält Theaterpreis Faust

Der Preis wird im November in Saarbrücken verliehen

Der Theaterpreis Faust im Bereich "Lebenswerk" geht in diesem Jahr an den Opernsänger Franz Mazura. Mit der Auszeichnung werde einer der profiliertesten Bassbaritone im deutschsprachigen Raum gewürdigt, erklärten die Veranstalter in Köln. Verliehen werden der Preis sowie Auszeichnungen in acht weiteren Kategorien am 14. November im Staatstheater Saarbrücken. Preisträger Mazura wurde 1924 in Salzburg geboren. Nach seiner Ausbildung in Detmold feierte er 1955 im Staatstheater Kassel sein Debüt als Bassist. In der Folge war er unter anderem Ensemble-Mitglied der Deutschen Oper Berlin und der New Yorker Metropolitan Oper. Hinzu kamen Gastspiele bei den Salzburger sowie den Bayreuther Festspielen. Im Jahr 2010 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Selbst mit über 90 Jahren stehe Mazura noch auf der Bühne, hieß es.

Goldener Ehrenlöwe für Bertrand Tavernier

Der Regisseur wurde als "instinktiver Nonkonformist" ausgezeichent

Der französische Regisseur Bertrand Tavernier ist beim Filmfest Venedig mit dem Goldenen Ehrenlöwen ausgezeichnet worden. Der 74-Jährige erhielt den Preis am Dienstag für sein Lebenswerk. Tavernier sei eine der zentralen Figuren des französischen Kinos, hatte Festivaldirektor Alberto Barbera vorab die Entscheidung begründet. Der Regisseur sei ein "instinktiver Nonkonformist" und ein "zuverlässig eklektischer Autor". Tavernier hat Dutzende Filme gedreht, darunter etwa das Krimidrama "Der Lockvogel", das 1995 den Goldenen Bären der Berlinale gewann. Schon 1974 hatte er für "Der Uhrmacher von St. Paul" nach einem Roman von Georges Simenon den Silbernen Bären erhalten. Einer von Taverniers größten Erfolgen war außerdem der Jazz-Film "Um Mitternacht", der 1987 mit einem Oscar für die beste Musik ausgezeichnet wurde.

"Schrei nach Liebe" auf Platz eins der Charts

"Aktion Arschloch" hatte zum Kauf des Anti-Nazi-Songs der Band Ärzte aufgerufen

„Schrei nach Liebe", der Anti-Nazi-Song der Band Ärzte von 1993 ist das Chart-Revival des Jahres: Seit heute ist das Lied auf Platz eins der Mediacontrolcharts. Die Initiative „Aktion Arschloch" hatte auf Facebook dazu aufgerufen, den Titel zu kaufen, um ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen. Die Einnahmen leitet die Band an Pro Asyl weiter. Die Verkaufszahlen von „Schrei nach Liebe" liegen mit mehr 70 Prozent Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Das ergab eine Sonderauswertung der Media Control, die auch die Zahlen vom Wochenende mit einbezog.

EU-Parlament will Fokus auf Kultur legen

Konzept wurde mit großer Mehrheit verabschiedet

Die EU-Parlamentarier wollen in ihren Debatten künftig einen stärkeren Fokus auf das Thema Kultur legen. Mit großer Mehrheit verabschiedete das Plenum in Straßburg ein integriertes Konzept für das europäische Kulturerbe. "Das bedeutet, dass in Zukunft das Thema Kultur in allen möglichen Themenbereichen des Parlaments zur Sprache kommt", sagte der liberale Berichterstatter Mircea Diaconu (ALDE). So werde etwa auch bei Haushaltsdebatten über Investitionen in Kultur gesprochen. Die Parlamentarier riefen die EU-Kommission zudem dazu auf, die Mitgliedstaaten bei der Koordinierung und Unterstützung im Kampf gegen Diebstahl, Schmuggel und illegalen Handel von Kulturgütern innerhalb und außerhalb der EU zu unterstützen.

Neuer Direktor des Berliner Stadtmuseums

Holländischer Fachmann Paul Spies folgt auf Franziska Nentwig

Der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD) will nach dpa-Informationen heute Paul Spieß als Nachfolger von Ex-Direktorin Franziska Nentwig vorstellen. Nentwig hatte Ende letzten Jahres ihren Wechsel zum Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft angekündigt. Paul Spies ist Direktor des Amsterdam Museums, das sich ebenfalls mit Stadtgeschichte beschäftigt. Er soll auch bei der Gestaltung der Landesausstellung im rekonstruierten Berliner Schloss mitwirken.

Kulturgroschen 2016 für Wolfgang Thierse

Deutscher Kulturrat würdigt Thirese als "moralische Instanz"

Der ehemalige Bundestagspräsident und SPD-Politiker Wolfgang Thierse erhält den Kulturgroschen 2016 des Deutschen Kulturrats. Thierse habe sich als Mitglied des Deutschen Bundestags stets für die Kultur stark gemacht und "war dabei eine moralische Instanz - insbesondere in der Form des adäquaten Erinnerns an die deutsche Geschichte", sagte der Präsident des Spitzenverbands der Bundeskulturverbände, Christian Höppner, in Berlin. Ein besonderes Augenmerk habe Thierse auf Kunst in Ostdeutschland gerichtet. Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2016 statt. Der Kulturgroschen wird seit 1992 verliehen und ist die höchste Auszeichnung, die der Kulturrat vergibt. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Altbundespräsident Johannes Rau, der Dirigent Daniel Barenboim und zuletzt die Schriftstellerin Juli Zeh.

Mario Adorf wird 85

Der gebürtige Züricher gilt als Lieblingsschauspieler der Deutschen

Er ist die graue Eminenz des deutschen Films: Mario Adorf feiert heute seinen 85. Geburtstag. Kaum ein deutscher Schauspieler hat ein solches Repertoire auf die Bühne, die Leinwand oder ins Fernsehen gebracht wie der gebürtiger Züricher, der in Mayen in der Eifel aufgewachsen ist. Seit dem Beginn seiner Karriere in den 50er Jahren war er in mehr als 140 Filmen zu sehen. Adorf kann Bösewicht ("Nachts wenn der Teufel kam"), Patriarch ("Der große Bellheim", "Der Patriarch"), und unglaublich komisch kann er auch sein ("Kir Royal"). Einer seiner jüngsten Filme, "Altersglühen", dreht sich um Speed-Dating für Senioren. Anfang 2015 erklärte eine repräsentative Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" ihn zum beliebtesten deutschen Schauspieler überhaupt. Es gibt kaum eine Auszeichnung der Branche, die er noch nicht bekommen hat. Zuletzt erhielt er im Juli beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen den Preis für Schauspielkunst.

Sam Smith singt neuen Bond-Song

Der 23jährige Brite schrieb den Titelsong in 20 Minuten

Das Rätselraten um den neuen James-Bond-Song ist beendet: Der britische Sänger und vierfache Grammy-Gewinner Sam Smith ("Stay with me") singt das Titellied "Writing's On The Wall". Der 23-Jährige nannte die Aufnahmen auf Twitter einen Höhepunkt seiner Karriere. "Ich bin so erleichtert, endlich darüber zu sprechen, das war meine eigene streng geheime Mission", sagte er im britischen Radio 1. Er habe das Drehbuch gelesen und dann in gerade mal 20 Minuten einen Titelsong dazu geschrieben - das sei Rekord für ihn. Details verriet Smith noch nicht. Am Tag zuvor hatte er bereits ein Bild eines Rings mit dem Logo der Organisation Spectre ins Netz gestellt, nach der der neue Bond-Film mit Daniel Craig als Geheimagent 007 benannt ist.

Super-Stonehenge entdeckt

Forscher finden neben Stonehenge ein riesige prähistorische Anlage

In unmittelbarer Nähe der britischen Kultstätte Stonehenge haben Wissenschaftler Überreste einer riesigen prähistorischen Anlage entdeckt. Versteckt unter der Erde befänden sich bis zu 90 etwa 4500 Jahre alte, stehende Steine, teilten die Forscher mit. Die Steine seien von einer Erdschicht verschüttet und deshalb bis jetzt nicht entdeckt worden. Geortet hat man sie mittels moderner Messtechniken. Es könnte sich hierbei um das größte jungsteinzeitliche Monument Großbritanniens handeln. Wolfgang Neubauer vom Stonehenge Hidden Landscapes Project nannte es eine "sehr bedeutende und phantastische Entdeckung".

Einigung im Streit um Kölner Dombaumeister

Kölner Domkapitel und Michael Hauck trennen sich einvernehmlich

Der Rechtsstreit um die Kündigung des Kölner Dombaumeisters Michael Hauck ist beigelegt. Wie das Domkapitel mitteilte, einigte sich das Verwaltungsgremium mit Hauck auf eine einvernehmliche Trennung. Damit ende die Arbeit von Hauck am Kölner Dom. Die gegenseitig erhobenen Vorwürfe würden nicht weiter aufrechterhalten, hieß es. Hauck hatte im September 2012 die Nachfolge von Barbara Schock-Werner als Dombaumeister am Kölner Dom angetreten. Der gelernte Steinmetz und Kunsthistoriker übernahm damit die Leitung der größten Dombauhütte in Deutschland. Im Mai 2014 erhielt er die Kündigung, laut Medienberichten gab es Kritik an seinem Führungsstil. Hauck selbst sah sich dagegen als Opfer einer Diffamierungskampagne.

Kulturnachrichten hören

September 2015
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur