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Kulturnachrichten

Montag, 21. September 2015

Martin Walser erhält Friedrich-Nietzsche-Preis

Preisverleihung am 17. Oktober in Naumburg

Der Schriftsteller Martin Walser (88) wird mit dem Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. "Er ist einer der wenigen deutschen Schriftsteller der Gegenwart mit Weltgeltung, der sich unentwegt an Nietzsches Problemen als Problemen abarbeitet", teilte die Friedrich-Nietzsche-Stiftung in Naumburg in Sachsen-Anhalt mit. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung soll er am 17. Oktober in Naumburg erhalten. Die Friedrich-Nietzsche-Stiftung und die Elisabeth Jenny-Stiftung in der Schweiz vergeben den Preis alle zwei Jahre. Der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844-1900) wurde in Röcken bei Weißenfels geboren. Er verbrachte einen Großteil seiner Kindheit im nahe gelegenen Naumburg, wo die 1990 gegründete Nietzsche-Gesellschaft seit 2010 ihren Sitz hat.

Fast 250.000 Besucher bei Berliner "ImEx"

Besucherrekord in Alter Nationalgalerie

Die Berliner Ausstellung "ImEx" mit Meisterwerken des Impressionismus und Expressionismus hat fast eine Viertelmillion Besucher angelockt. Für die Alte Nationalgalerie ist die am Sonntag zu Ende gegangene Schau damit die besucherstärkste des Hauses, teilte der Förderkreis mit. Allein in den letzten vier Tagen seien rund 15 000 Gäste gekommen. Die Ende Mai eröffnete Ausstellung auf der Museumsinsel zeigte erstmals 160 Bilder der beiden epochemachenden Stilrichtungen in einem direkten Vergleich. Zahlreiche Bilder werden im Anschluss in Jerusalem ausgestellt, wo 50 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland eine Jubiläumsschau geplant ist.

Akademie der Künste übernimmt Wander-Archive

Österreichisches Autoren-Paar lebte 20 Jahre in der DDR

Die Akademie der Künste in Berlin hat die Archive der österreichischen Schriftsteller Fred und Maxie Wander erworben. Das Paar lebte und arbeitete zwei Jahrzehnte in der DDR. Maxie Wander (1933-1977) wurde mit den dokumentarischen Frauenporträts "Guten Morgen, du Schöne" berühmt. Fred Wander (1917-2006) schrieb autobiografisch geprägte Bücher, darunter "Der siebente Brunnen". Zum Nachlass gehören Reportagen, Kindergeschichten, unveröffentlichte Texte, Briefe, Fotos und Reiseunterlagen, wie die Akademie am Montag mitteilte. Sie stellt den Nachlass am 24. September vor - unter dem Titel "Salut! Schalom! Fred und Maxie Wander im Archiv".

Staatsbibliothek übernimmt Wagenbach-Archiv

260 Ordner werden wissenschaftlich ausgewertet

Das Archiv des Verlags Klaus Wagenbach geht an die Berliner Staatsbibliothek. Rund 260 Ordner mit Korrespondenz und Gutachten sowie mehr als 2100 Manuskripte, die bisher im Keller des Verlags lagern, sollen in der Staatsbibliothek für die wissenschaftliche Auswertung erschlossen werden, teilte der Wagenbach-Verlag in Berlin mit. Zu den Autoren des 1965 von Klaus Wagenbach gegründeten Verlags gehören Johannes Bobrowski, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, A. L. Kennedy, Pier Paolo Pasolini, Luigi Malerba, Andrea Camilleri und Alan Bennett. "Der unabhängige Verlag für wilde Leser" (Eigenmotto) brachte unter anderem Hans Magnus Enzensbergers Zeitschrift "Kursbuch" und den "Freibeuter" heraus. Bei Wagenbach veröffentlichten auch DDR-Autoren wie Stephan Hermlin und Wolf Biermann.

Kulturrat fordert eigenes Kulturministerium in NRW

Landesregierung müsse Kultur mehr Bedeutung zubilligen

Der Deutsche Kulturrat hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) aufgefordert, bei der anstehenden Kabinettsumbildung ein eigenständiges Kulturministerium einzurichten. Kraft solle der Kultur "mehr Bedeutung am Kabinettstisch" zubilligen, erklärte der Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Bundeskulturverbände, Olaf Zimmermann, in Berlin.
Die Kultur sei zu wichtig, um ein Anhängsel des Familienministeriums zu sein, sagte Zimmermann. In der rot-grünen Landesregierung ist die Kultur Teil des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend und Sport. Nachfolgerin der bisherigen Familienministerin Ute Schäfer soll die SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Kampmann (35) aus Bielefeld werden.

Gratis-Führungen für Flüchtlinge in Hamburger Kunsthalle

Museum sieht sich als "Ort der Begegnung und Partizipation"

Die Hamburger Kunsthalle lädt Flüchtlinge gratis zu "Welcome-Führungen" ein. Damit wolle Hamburgs größtes Kunstmuseum ein klares Zeichen setzen, dass Schutzsuchende in der Hansestadt willkommen sind, teilte die Kunsthalle mit.
Die rund einstündigen englischsprachigen Führungen durch die Präsentation "Spot on" finden dienstags um 11.00 Uhr und donnerstags um 16.00 Uhr statt, hieß es weiter. Zu erleben sei ein Rundgang durch nahezu 600 Jahre Kunstgeschichte. Das Angebot richte sich an Asylsuchende aller Hamburger Erstaufnahme-Einrichtungen und jeden Alters. Auch für die Betreuer, die die Flüchtlinge anmelden und begleiten, sei der Eintritt frei.

Amadeu Antonio Stiftung ausgezeichnet

Stiftung erhält Preis gegen Minderheitenfeindlichkeit

Die Berliner Amadeu Antonio Stiftung ist in Stuttgart mit der Joseph-Ben-Issachar-Süßkind-Oppenheimer-Medaille ausgezeichnet worden. Die Stiftung sei eine "beherzte Kämpferin gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus", sagte der baden-württembergische Landtagspräsident Wilfried Klenk (CDU). Die erstmals verliehene, undotierte Auszeichnung wird vom Landtag und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs vergeben. Die Amadeu Antonio Stiftung hat nach eigenen Angaben mehr als 800 lokale Initiativen und Projekte auf den Gebieten demokratische Jugendkultur, Schule und Opferhilfe sowie kommunale Netzwerke unterstützt. Benannt ist sie nach dem Afrikaner Amadeu Antonio, der Ende 1990 in Eberswalde von Neonazis getötet wurde. Der Namensgeber der Auszeichnung, Joseph Ben Issachar Süßkind Oppenheimer, wurde 1738 Opfer eines judenfeindlichen Justizmords in Stuttgart.

Theaterkritiker Trilse-Finkelstein erhält Tucholsky-Preis

Ehrung für Lebenswerk

Der Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik geht in diesem Jahr an den Publizisten Jochanan Trilse-Finkelstein (82). Das teilte die Kurt-Tucholsky-Gesellschaft in Minden mit. Sowohl das Lebenswerk als auch das Wirken und die Präserz des Theaterkritikers erführen ihre längst verdiente Würdigung, erklärte die Preis-Jury. Professor Jochanan Trilse-Finkelstein wurde vor allem mit Arbeiten zu Heinrich Heine und viele Theaterkritiken bekannt. Der Preis wird seit dem 60. Todestag von Kurt Tucholsky im Jahr 1995 alle zwei Jahre verliehen. In diesem Jahr ist er mit 5000 Euro dotiert.

Verleihung der Emmy Awards in Los Angeles

Wichtigste Fernsehpreise gehen an Favoriten

Bei der Verleihung der Emmy Awards in Los Angeles ist das Fantasy-Epos "Game of Thrones" als beste Dramaserie ausgezeichnet worden. Das Team von "Game of Thrones" bekam die Trophäe in der Königskategorie vom Comedian Tracy Morgan überreicht, der seinen ersten großen Auftritt seit seiner schweren Hirnverletzung im vergangenen Jahr absolvierte. Für seine Rolle in "Mad Men" gewann Schauspieler Jon Hamm den Emmy als bester Darsteller einer Drama-Serie. Als erste Schwarze wurde Viola Davis mit dem wichtigsten Fernsehpreis als beste Drama-Schauspielerin geehrt. Sie erhielt den Preis für ihre Rolle in der Serie "How to Get Away with Murder". Erstmals ausgezeichnet wurde der Internetkonzern Amazon mit einer Eigenproduktion - der Serie "Transparent". Der Schauspieler Jeffrey Tambor bekam für seine Rolle als Transsexuelle einen Emmy als bester Komödien-Hauptdarsteller.

Online-Plattform für geflüchtete Wissenschaftler

Universität Leipzig schaltet Website frei

Die Universität Leipzig hat eine Online-Plattform für geflüchtete Wissenschaftler freigeschaltet. Die Homepage www.chance-for-science.de solle Kontakte zwischen deutschen Forschungseinrichtungen und Flüchtlingen herstellen, um sie bei der Fortführung ihrer Forschungstätigkeit in Deutschland zu unterstützen. Wie die Universität heute in Berlin weiterhin mitteilte, können auf dem Portal Profile mit Angaben zur bisherigen Forschungstätigkeit erstellt werden. Die Kontaktaufnahme könne wie bei den sozialen Netzwerken aufgenommen werden.

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