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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 24. August 2021

Stones-Schlagzeuger Charlie Watts ist tot

Der Schlagzeuger der Rolling Stones, Charlie Watts, ist tot. Er starb nach Angaben seines Managements im Alter von 80 Jahren in London. Die Rolling Stones traten mit Watts am Schlagzeug zum ersten Mal am 12. Januar 1963 auf – eine Besetzung, die Jahrzehnte Bestand haben sollte. Aufgrund seines trockenen, direkten Schlagzeugstils gilt er als das rhythmische Fundament der Band und wurde 1989 mit ihr in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Watts hatte seine Laufbahn als Jazz-Musiker begonnen. Die Affinität dazu verlor er nie. Unter anderem leitete er seine eigene Jazz-Band. Anfang August hatte Watts seine Teilnahme an der US-Tour der Rolling Stones im September absagen müssen. Als Grund wurde eine kurzfristig notwendige Operation angegeben.

Hamburg startet 2-G-Modell

In Hamburg sind volle Kinos, Theater oder Kneipen ab Samstag wieder möglich, wenn die Veranstalter nur Geimpfte und Genesene reinlassen. Der rot-grüne Senat hat das sogenannte 2-G-Optionsmodell beschlossen. Demnach können Veranstalter entscheiden, ob sie weiter das 3-G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber bisherigen Corona-Einschränkungen. Beim 2-G-Modell dagegen sind sie weitgehend davon befreit. In Innenräumen gilt aber wie bisher in der Regel eine Maskenpflicht. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher sagte, Geimpfte und Genesene hätten im Vergleich zu den Ungeimpften keinen wesentlichen Anteil am Infektions-Geschehen. Veranstalter müssen das 2-G-Modell online anmelden und die Gäste genau kontrollieren.

Der Philosoph Jean-Luc Nancy ist tot

Der französische Philosoph Jean-Luc Nancy ist tot. Das bestätigte sein Verleger gegenüber der regionalen Tageszeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace". Demnach starb Nancy bereits am Montag Abend im Alter von 81 Jahren in Straßburg. Dort hatte er jahrzehntelang an der Marc-Bloch-Universität Philosophie gelehrt. Er galt als einer der einflussreichsten Denker in Frankreich. In einem seiner letzten Bücher, „Un trop humain virus“ (Ein zu menschliches Virus), hat er selbst noch der Corona-Pandemie etwas Positives abgewinnen können. Als eine „virale Lupe“ habe sie zwar unsere Widersprüche und Grenzen aufgezeigt, sich als reines Produkt der „techno-kapitalistischen Globalisierung“ erwiesen, so Nancy, aber gleichzeitig habe das Virus trotz Abstandsregeln eine Gemeinschaft zwischen den Menschen erzeugt.

Düsseldorfer Kunsthändler verurteilt

In Düsseldorf ist ein Kunsthändler zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den Mann unter anderem wegen Betrugs und Urkundenfälschung schuldig. Der Kunsthändler habe fünf gefälschte Gemälde des 2017 verstorbenen Künstlers A.R. Penck zu Preisen zwischen 25.000 und 68.000 Euro verkaufen wollen. Außerdem habe er angebliche Werke des Düsseldorfer Zero-Künstlers Günther Uecker mit dem Titel "Nagel" als Originale im Internet angeboten. Der 91-jährige Uecker und sein Sohn Jakob hatten die vorgelegten Karten als Zeugen im Prozess als Fälschungen bezeichnet.

Hunderte antike Münzen in Bnei Brak beschlagnahmt

Die israelische Antikenbehörde (IAA) hat hunderte antike Münzen in einem Privathaus in Bnei Brak beschlagnahmt. Darunter seien etwa Goldmünzen aus byzantinischer und islamischer Zeit sowie Münzen aus der Hasmonäer- und der Römerzeit gewesen, berichtete die Tageszeitung "Jerusalem Post" unter Berufung auf die IAA. Der Verdächtige habe sich demnach als illegaler Antikenhändler sowie im Antiquitätenschmuggel betätigt. Illegaler Münz- und Antikenhandel schaffe eine Einkommensmöglichkeit für Plünderer, die zu Raub animiere und so zu irreversiblen Schäden an archäologischen Stätten führe, so ein Inspektor der IAA.

Tausende Infizierte nach englischem Festival

Rund 4700 Covid-19-Fälle könnten im Zusammenhang mit dem Boardmasters-Festival stehen, das vom 11. bis 15. August in und um Newquay in Cornwall stattfand. Das meldete Spiegel Online, zuvor hatte die BBC berichtet. Der englische Sender berief sich auf Zahlen des Cornwall Council, die Verwaltungsbehörde der Grafschaft im Südwesten Englands. Newquay und Umgebung haben demnach nun die höchsten Corona-Inzidenzen von ganz England. An dem Festival, das Surf-Events im Meer und am Strand mit Live-Auftritten auf der Open-Air-Bühne verbindet, nahmen etwa 50.000 Menschen teil. Die Veranstaltung fand unter freiem Himmel statt und hatte ein Hygienekonzept. Aufgetreten waren die Bands Gorillaz und Foals, sowie die Sängerin Jorja Smith.

Zentrum für bedrohte Sprachen zieht nach Berlin

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften wird zum Sitz eines digitalen Archivs für bedrohte Sprachen. Dafür stelle die Arcadia-Stiftung 21 Millionen Euro zur Verfügung, teilte die Akademie mit. Das "Endangered Languages Documentation Programme" (ELDP) ziehe zusammen mit dem digitalen "Endangered Languages Archive "(ELAR) von London nach Berlin. Mit dem Zentrum werde das vor 200 Jahren begonnene Werk des Sprachforschers Wilhelm von Humboldt in Berlin fortgesetzt, hieß es weiter. Eröffnung und Grundsteinlegung für das digitale Humboldt-Sprachenarchiv sollen mit einem Festakt am 9. September gefeiert werden.

Augsburger Fuggerei bekommt Ableger im Ausland

Nach dem Vorbild der weltweit ältesten Sozialsiedlung, der Augsburger Fuggerei, sind in Litauen und Sierra Leone jeweils eine "Fuggerei der Zukunft" geplant. Das teilte die bayerisch-schwäbische Fuggerei mit. Anlass der Expansion ist der 500. Geburtstag der Siedlung, die von dem Kaufmann Jakob Fugger für arme, aber ehrbare Menschen gestiftet wurde. Die Fuggerei im Zentrum von Augsburg ist eine ummauerte "Stadt in der Stadt". Rund 150 Menschen leben dort in 67 Häusern und 142 Wohnungen, verteilt auf acht Gassen.

Hongkong vor Verschärfung von Filmzensur

Die Behörden in Hongkong verschärfen ihre Film-Zensur und wollen künftig auch ältere Streifen auf angebliche Verstöße gegen die nationale Sicherheit überprüfen.
Ein heute vorgestelltes neues Zensurgesetz sieht vor, dass auch Filme untersucht werden, die zuvor grünes Licht erhalten hatten. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln drohen bis zu drei Jahre Haft und ein Bußgeld von eine Million Hongkong-Dollar, umgerechnet mehr als 100 000 Euro. Die neuen Filmzensur-Bestimmungen sollen für lokale und ausländische Produktionen gelten.
Die Hongkonger Filmbranche ist mit Regisseuren wie Wong Kar-Wei und John Woo und Schauspielern wie Jackie Chan und Maggie Cheung international bekannt.

Marion Cotillard erhält Ehrenpreis von San Sebastián

Die französische Starschauspielerin Marion Cotillard bekommt den Ehrenpreis des Filmfestivals von San Sebastián, den "Donostia". Die 45 Jahre alte Pariserin "glänzte in europäischen und amerikanischen Produktionen intensiv und mit gleichem Talent in dramatischen, komischen und actionreichen Rollen", wie es in der Begründung der Organisatoren des Festivals hieß. Cotillard erhielt in ihrer Karriere schon zahlreiche Preise, darunter auch 2008 den Oscar für ihre Darstellung von Édith Piaf in "La Vie en Rose". Bereits bekannt war, dass auch Johnny Depp in San Sebastian mit dem "Donostia" ausgezeichnet werden soll. Die 69. Ausgabe des Festivals findet vom 17. und dem 25. September statt. Es ist das wichtigste Filmfestival Spaniens.

Versuchter Goldschatz-Raub: Täter muss in Haft

Im Prozess um den versuchten Raub des Trierer Goldschatzes ist ein Täter vor dem Landgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 28-Jährige hatte Anfang August gestanden, im Oktober 2019 vor dem Rheinischen Landesmuseum Trier Schmiere gestanden zu haben. Zwei Personen, die noch unbekannt sind, hätten versucht, den Schatz mit mehr als 2500 Münzen aus purem Gold zu stehlen. Der Raub missglückte allerdings, die Täter mussten fliehen, bevor die Polizei anrückte. Der Angeklagte konnte mit Hilfe einer DNA-Spur überführt werden. Der Schatz ist das Aushängeschild des Museums in Trier. Sein Wert wird laut Staatsanwaltschaft auf 10 Millionen Euro geschätzt, der Materialwert liegt bei 600 000 Euro.

Bayreuth hängt Belarus-Flagge ab

Kurz vor dem Ende der Richard Wagner-Festspiele hat Bayreuth die offizielle Fahne von Belarus in der Innenstadt abgehängt. Damit wolle die Stadt ein Zeichen gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko setzen, teilte das Rathaus auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit. Anstelle der rotgrünen Fahne wehe nun eine Europaflagge. Im Rahmen der Wagner-Festspiele hisst die Stadt jedes Jahr rund 40 Flaggen von europäischen Ländern rund um den La-Spezia-Platz und den Luitpoldplatz.

Longlist für den Deutschen Buchpreis 2021 steht fest

Die 20 Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2021 stehen fest. Unter anderen haben es Christian Kracht, Heinz Strunk, Shida Bazyar und Franzobel auf die Auswahlliste geschafft. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mit. Auch Mithu Sanyal und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz können sich mit ihren Debütromanen "Identitti" und "Mein Lieblingstier heißt Winter" Hoffnungen auf dern Preis machen. Die Longlist wird am 21. September auf sechs Titel, die sogenannte Shortlist, verkürzt. Der Gewinner wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet, die Preisverleihung findet am 18. Oktober statt. Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche.

Schauspielverband: Theaterpreis wird umbenannt

Der Bundesverband Schauspiel (BFFS) benennt seinen jährlichen Theaterpreis um. Künftig wird die Auszeichnung nach der Schauspielerin Therese Giehse (1898-1975) heißen. Sie sei eine der prägenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters gewesen, teilte der Verband in Berlin mit. Gewürdigt werde damit auch ihr "mutiges Wirken und Leben als lesbische Schauspielerin in einem Jahrhundert voller Verwerfungen". Die Künstlerin wurde in München als Tochter eines jüdischen Kaufmanns geboren. 1933 habe sie mit ihrer Lebensgefährtin Erika Mann und deren Bruder Klaus das Kabarett "Pfeffermühle" gegründet und musste noch im gleichen Jahr auswandern. Mit dem Preis wird in diesem Jahr der Schauspieler und Autor Klaus Pohl für sein Hörbuch "Sein oder Nichtsein" geehrt.

Studie: Kitas brauchen mehr Personal

Der deutsche Kita-Ausbau leidet nach wie vor unter einem starken Mangel an Erzieherinnen und Erziehern. Laut dem neuen Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung gibt es im Kita-Bereich außerdem weiter große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: Im Westen gebe es zu wenig Plätze, im Osten betreue eine Fachkraft zu viele Kinder. Während im Osten 53 Prozent der Kinder unter drei Jahren eine Kita oder Kindertagespflege besuchen, sind es im Westen lediglich 31 Prozent. Die höhere Qualität hingegen bieten, gemessen am Personalschlüssel, die Kitas im Westen, wo eine Fachkraft 3,5 Kinder betreut - zwei weniger als im Osten. Dieses doppelte Ost-West-Gefälle könnte vor allem durch mehr Erzieher:innen in dennächsten zehn Jahren aufgelöst werden, so die Stiftung.

Al Capones Lieblingsrevolver kommt unter den Hammer

Dutzende persönliche Gegenstände des berüchtigten Gangster-Bosses Al Capone sollen in Kalifornien versteigert werden. Dazu gehört auch sein Lieblingsrevolver, ein Colt 45. Allein dieser könnte nach Einschätzung des Auktionshauses "Witherells" bis zu 150-tausend Dollar einbringen. Auch Familienfotos, ein persönlicher Brief an seinen Sohn, den Al Capone auf der Gefängnisinsel Alcatraz schrieb und sein Ehebett können im Oktober ersteigert werden. Capone gehörte während der Prohibition in den 1920er Jahren zu den am meisten gefürchteten Verbrechern der USA.

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