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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 22. August 2021

Tschechisches Filmfestival ehrt Michael Caine

Nach zweijähriger Pause findet das Karlovy Vary International Film Festival im tschechischen Karlsbad erstmals wieder statt. Zur Eröffnung der 55. Ausgabe zeigte sich auf dem roten Teppich der legendäre britische Schauspieler und zweifache Oscar-Preisträger Sir Michael Caine. Der 88jährige nahm im Anschluss den Kristallglobus für sein Lebenswerk entgegen. Sein neuer Film "Best Sellers", eine Tragikomödie über einen pensionierten Schriftsteller, läuft im Rahmen des Festivals. Viele weitere Filmemacher und Schauspieler werden bis zum 28. August bei dem Festival erwartet, darunter die US-Schauspieler Johnny Depp und Ethan Hawke.

Neuer Direktor für Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

Der frühere Chef einer Dachorganisation jüdischer Siedler, Dani Dayan, ist zum neuen Direktor der weltweit renommierten Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ernannt worden. Die Regierung von Premierminister Naftali Bennett stimmte der Personalie zu, wie die Gedenkstätte mitteilte. Der 65 Jahre alte Diplomat war zuletzt israelischer Generalkonsul in New York. Dayan übernimmt das Amt von Avner Schalev, der nach 27 Jahren bereits Ende 2020 in den Ruhestand gegangen war. Um die Nachfolge hatte es einige Kontroversen gegeben. Die Vorgängerregierung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu hatte einen Kandidaten ins Gespräch gebracht, der wegen rassistischer Äußerungen umstritten war. Yad Vashem wird pro Jahr von etwa einer Million Menschen besucht. Dort wird an die sechs Millionen von den Nazis und Helfershelfern ermordeten Juden erinnert. Zudem wird Menschen gedacht, die während des Holocaust ihr Leben riskierten, um Juden zu retten.

Britische Kinderbuchautorin Jill Murphy ist tot

Die britische Kinderbuchautorin und -illustratorin Jill Murphy ist tot. Die Schöpferin der „Lausigen Hexe“, der „Familie Elefant“ und des Einschlafbuchklassikers „Keine Ruh’ für Vater Bär“ starb nach Angaben ihres Verlages bereits am Mittwoch im Alter von 72 Jahren an einer Krebserkrankung. Die in London geborene Autorin schrieb die erste Folge der Serie über die kleine Hexe Mildred Hubble bereits im Alter von 18 Jahren, weitere sieben Folgen erschienen zwischen 1974 und 2013. Die Abenteuer der „lausigen Hexe“ wurden mehrfach für Kino und TV verfilmt und für das Theater adaptiert. Zahlreiche Preise erhielt sie zudem für die von ihr selbst illustrierten Bilderbücher.

Neue Gesellschaft erinnert an Komponisten Meyerbeer

Der Erinnerung an den deutsch-jüdischen Komponisten Giacomo Meyerbeer (1791-1864) will sich eine neue "Giacomo-Meyerbeer-Gesellschaft" widmen. Die Gründungsmatinee soll am 5. September anlässlich des 230. Geburtstages des Komponisten in der Deutschen Oper Berlin stattfinden, wie die Gesellschaft am Sonntag mitteilte. Der nahe Berlin geborene Meyerbeer war einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts und gilt mit Werken wie "Die Hugenotten" und "Der Prophet" als Hauptvertreter der französischen "Grand Opéra". Bis heute leide sein Ruf unter antijüdischen Ressentiments, die unter anderem der Komponist Richard Wagner befördert habe und die von den Nationalsozialisten fortgeführt worden seien, hieß es. Seit einiger Zeit öffneten sich große Opernhäuser wieder für seine Musik. Schirmherr der neuen Gesellschaft ist der Intendant der Deutschen Oper, Dietmar Schwarz. Sein Haus hatte bereits ab 2014 einen großen Meyerbeer-Zyklus aufgeführt.

Volker Lechtenbrink erhält Gustaf-Gründgens-Preis

Der Schauspieler, Sänger und Regisseur Volker Lechtenbrink hat am Sonntag in Hamburg den Gustaf-Gründgens-Preis erhalten. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und zeichnet Persönlichkeiten aus, die einen bedeutenden Beitrag zur Darstellenden Kunst in der Stadt geleistet haben. Der 77jährige habe in unzähligen Bühnen-, Film- und Fernsehrollen nicht nur mit herausragender künstlerischer Professionalität, sondern auch mit seiner Leidenschaft und Hingabe überzeugt. Bisherige Preisträger waren unter anderem Ballett-Intendant John Neumeier und Theaterproduzent Joop van den Ende.

ARD-Journalist Jürgen Engert gestorben

Der Journalist Jürgen Engert ist nach Informationen des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am Sonntag im Alter von 85 Jahren gestorben. Engert war von 1987 bis 1998 Chefredakteur des Sender Freies Berlin (SFB-Fernsehen) und von 1998 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001 Gründungsdirektor des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin. Von 1986 bis 1998 moderierte er das Polit-Magazin "Kontraste" in der ARD und galt als kritischer Beobachter der Ost-West-Politik. 1974 erhielt der gebürtige Dresdner den Theodor-Wolff-Preis und 2002 den Verdienstorden des Landes Berlin.

Josephine Baker wird ins Panthéon umgebettet

Die berühmte afroamerikanische Sängerin und Tänzerin Josephine Baker wird im Pariser Panthéon Mausoleum bestattet. Dies verkündete die französische Regierung am Sonntag. Diese Ehrung, eine der höchsten in Frankreich, erhält die Künstlerin, die 1937 die französische Staatsbürgerschaft annahm, als erste schwarze Frau. Baker wurde 1906 im US-Bundesstaat Missouri geboren und kam in den 1920er Jahren nach Paris. Zwischen den Weltkriegen wurde sie nicht nur in Frankreich zum großen Music-Hall-Star. Dass Baker auch eine französische Widerstandskämpferin und antirassistische Aktivistin war, ist weniger bekannt. Eine Petition mit prominenten Unterstützern hat dafür gesorgt, dass die Überreste von ihrer bisherigen Grabstätte in Monaco in die offizielle Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten wie Marie Curie und Victor Hugo in Paris verlegt werden. Die Umbettung soll am 30. November stattfinden.

Naturkundemuseum baut Experten-Netzwerk auf

Das Naturkundemuseum Karlsruhe baut ein Netzwerk von Experten zur Artenbestimmung auf. Hintergrund sei der Mangel an Fachleuten in diesem Bereich, sagte dessen Direktor, Norbert Lenz, der Deutschen Presse-Agentur. Die schwindende Zahl an Taxonomen - so der Fachbegriff - solle sich besser austauschen können. Artenbestimmung werde an Universitäten immer weniger gelehrt. Das wirke sich auch auf die Ausbildung von Biologielehrern und damit auf die Wissensvermittlung an Kinder aus. Wenn man aber nicht wisse, welche Tier- und Pflanzenarten mit welchen Eigenschaften es gebe, könne man auch Folgen etwa des Artensterbens nicht richtig beurteilen, so Lenz weiter. Dies sei nicht nur das Zeitalter der Klimakrise, sondern auch der Biodiversitätskrise, und die schaffe noch einmal andere Fakten.

Musiker sollen wieder in vollen Hallen spielen

Die Betreiber großer Konzerthallen in Nordrhein-Westfalen wollen angesichts der neuen Corona-Schutzverordnung möglichst bald wieder in den Vollbetrieb gehen. Für die nächsten Wochen haben zwar fast alle Künstler ihre ursprünglich geplanten Konzerte wegen der Pandemie abgesagt. Aber man sei bereit und gehe bei kommenden Konzerten von einer vollen Auslastung aus, sagte ein Sprecher der Eventhallen in Düsseldorf. In der Kölner Lanxess-Arena sollen den Planungen nach in nächster Zeit Peter Maffay, Roland Kaiser und die Ärzte vor jeweils bis zu 16.000 Zuschauern spielen. Auch beim Karnevalsauftakt im November mit zahlreichen Bands soll die Halle voll werden. Laut der neuen Corona-Schutzverordnung gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 bei vielen Veranstaltungen die sogenannte 3G-Regel - geimpft, genesen, getestet. Besucherhöchstgrenzen gibt es bei Konzerten nicht. Hallenbetreiber müssen beim Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorlegen und genehmigen lassen.

Trauer um letztes "Everly Brothers"-Mitglied

Der Sänger Don Everly des Rock ‘n’ Roll Kult-Duos "The Everly Brothers" ist tot. Das bestätigte ein Sprecher der Familie gegenüber der "Los Angeles Times". Der US-amerikanische Sänger starb bereits am Samstag in seinem Haus in Nashville im Alter von 84 Jahren, wie die Zeitung berichtet. Everly war das letzte lebende Mitglied der Band. Sein Bruder Phil war bereits 2014 verstorben. Zu den Hits des Duos gehörten Lieder wie "Bye Bye Love" und "All I have To Do Is Dream". Sie veröffentlichten 21 Alben. 1986 wurden sie neben anderen wie Elvis Presley und Chuck Berry in die "Rock & Rock Hall of Fame" aufgenommen.

New Yorker Großkonzert wegen Unwetter abgebrochen

Im New Yorker Central Park ist ein Großkonzert vor 60.000 angekündigten Besuchern wegen eines Unwetters abgebrochen worden. Gewitter und heftiger Regen beendeten nach rund zweieinhalb Stunden das Konzert mit der internationalen Prominenz aus Rock und Pop. Geplant waren Auftritte von Stars wie Paul Simon, Patti Smith und Bruce Springsteen. Mit der Veranstaltung wollte die US-Metropole den Kampfgeist ihrer Bürger während der Corona-Pandemie und das Ende vieler Einschränkungen feiern. Rund 80 Prozent der Tickets für das weltweit bei CNN übertragene Konzert waren kostenlos. Die Mindestbedingung für die Besucherinnen und Besucher war die Erstimpfung gegen Corona.

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