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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 21. August 2021

Myanmar nimmt weitere Journalisten fest

Die Militärregierung in Myanmar hat die Festnahme von zwei weiteren Journalisten bekanntgegeben. Sithu Aung Myint, der unter anderem für Voice of America arbeitete, werde Volksverhetzung und Verbreitung falscher Informationen in den sozialen Medien vorgeworfen, berichtete der Sender Myawaddy TV am Samstag. Er habe darin die Militärregierung kritisiert und zum Streik aufgerufen. Htet Htet Khine habe unter anderem einem mutmaßlichen Kriminellen Unterschlupf gewährt und für die von der Opposition ausgerufene Schattenregierung gearbeitet, berichtete der von der Armee kontrollierte Sender weiter. Die Festnahmen seien am 15. August erfolgt. Nach Angaben der Organisation Human Rights Watch hat die Militärregierung inzwischen knapp 100 Journalisten festgenommen.

Protest gegen Verbot von großen Events

In den Niederlanden haben Festival-Veranstalter und Künstlerinnen und Künstler gegen die Corona-Beschränkungen für ihre Branche protestiert. Unter dem Motto „Unmute Us“, frei übersetzt „Stellt uns den Ton wieder an“, zogen hunderte Menschen durch die Straßen von sechs Städten. In Amsterdam waren es Tausende, die hinter Lastwagen mit großen Boxen herliefen oder tanzten, auf denen DJs auflegten. Eine der Teilnehmerinnen erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, die Veranstaltungsbranche fühle sich wie ein ungewolltes Kind. Jeder andere Sektor sei wichtiger als der ihre. Die niederländische Regierung hat große Veranstaltungen wie Festivals bis mindestens Mitte September verboten. Ein-Tages-Events mit maximal 750 Besucherinnen und Besuchern sind erlaubt, wenn die Teilnehmenden geimpft, genesen oder getestet sind.

Kreuz von biblischem Ort in Israel verschwunden

An der Stelle, wo Jesus einst das Wunder der Brotvermehrung vollbracht haben soll, ist ein Kreuz verschwunden. Er vermute einen "antichristlichen" Akt, sagte der Leiter des Jerusalem-Büros des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, Georg Röwekamp, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Unbekannte hätten das Eisenkreuz von einem Steinaltar vor der Brotvermehrungs-Kirche in Tabgha am See Genezareth gestohlen. Die israelische Polizei hat nach eigenen Angaben Ermittlungen aufgenommen.

Sorbisch-wendisches Literatur- und Musikfest

In Lübben fand heute das erste sorbisch-wendische Literatur- und Musikfest statt. Das neue Kulturformat wurde im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Kulturelle Heimat Lausitz" mit 15.000 Euro vom Land Brandenburg gefördert. Das facettenreiche Programm habe deutlich gemacht, dass Sprache und Kultur der Sorben und Wenden zentraler Bestandteil der Lausitzer Identität seien, sagte der brandenburgische Wissenschafts- und Kulturstaatssekretär Tobias Dünow. Der Erhalt ihrer Kultur und Sprachen stärke regionale Bindungen, stehe für Vielfalt und sei eine Bereicherung für das ganze Land. Das Land Brandenburg hat in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Maßnahmen dazu beigetragen, die Kultur und Sprache der nationalen Minderheiten besser zu schützen. Unter anderem fördert das Land die Stiftung für das sorbische Volk mit jährlich knapp 4 Millionen Euro.

Neuer Bond-Film hat im September Weltpremiere

Das neueste James-Bond-Abenteuer "Keine Zeit zu sterben" (No Time to Die) kommt voraussichtlich im Herbst in die Kinos. Die Weltpremiere des Films ist für den 28. September in London vorgesehen. Der neueste 007-Streifen wird wohl der letzte mit Daniel Craig in der Hauptrolle sein. Ursprünglich sollte er im April 2020 in die Kinos kommen, wegen der Coronapandemie musste das Erscheinen jedoch mehrfach verschoben werden. Neben Daniel Craig werden auch die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli sowie Regisseur Cary Joji Fukunaga auf dem roten Teppich erwartet. Weltweit soll der Film dann am 8. Oktober in die Kinos kommen.

Berliner Neue Nationalgalerie mit Festakt wiedereröffnet

Nach mehr als sechsjähriger Sanierung ist die Neue Nationalgalerie in Berlin mit einem Festakt wiedereröffnet worden. Das von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Bauwerk am Berliner Kulturforum wurde 1968 eröffnet. Die nun abgeschlossenen Sanierungsarbeiten unter der Leitung des britischen Stararchitekten David Chipperfield haben 140 Millionen Euro gekostet. Ab Sonntag ist das Haus mit mehreren neuen Ausstellungen auch für Besucher zugänglich. Neben rund 250 Hauptwerken der Klassischen Moderne von 1900 bis 1945 aus der eigenen Sammlung ist dann eine umfangreiche Sonderausstellung mit teilweise beweglichen und monumentalen Werken des Bildhauers Alexander Calder zu sehen. Im Untergeschoss werden filmische Installationen der Künstlerin Rosa Barba gezeigt. Erstmals in der Geschichte der Hauses kann zudem der Skulpturengarten direkt aus der Ausstellung heraus betreten werden.

Erstes Großkonzert in New York nach Corona-Krise

Mit einem großen Konzert mit zahlreichen Stars im Central Park feiert New York am Samstag Abend eine Art "Wiedergeburt" nach der Corona-Krise. Auftreten werden unter anderem Jennifer Hudson, Wyclef Jean, Carlos Santana, Paul Simon, Patti Smith und Bruce Springsteen. Konzertbesucher müssen einen Impfnachweis vorlegen. Mit dem Konzert sollen die Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie und die weitgehende Rückkehr zur Normalität gefeiert werden.
New York war im Frühjahr 2020 das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA und erlebte auch im vergangenen Winter einen starken Anstieg der Infektionszahlen. Mit strikten Maßnahmen und dank der Fortschritte bei der Impfkampagne konnte die Situation schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Zuletzt sind die Infektionszahlen aber im Zuge der Ausbreitung der Delta-Variante wieder stark angestiegen.

Russland geht gegen TV-Sender Doschd vor

Die russische Regierung hat den unabhängigen Internet-TV-Sender Doschd als "ausländischen Agenten" eingestuft. Das Justizministerium teilte mit, es habe den Sender auf die entsprechende Liste gesetzt. Organisationen, die in Russland als "ausländische Agenten" gelten, müssen unter anderem ihre Finanzierung offenlegen und alle Veröffentlichungen mit einem Hinweis versehen. Doschd ist einer der wenigen Sender Russlands, die auch über Proteste der Opposition berichten. Er wurde 2010 gegründet und flog 2014 aus dem russischen Kabelnetz. Seitdem sendet er nur noch im Internet. Das Justizministerium setzte noch weitere Medien und Journalisten auf die Liste, darunter das in Lettland ansässige Investigativportal iStories und seinen Chefredakteur Roman Anin.

Festival-App schützt Frauen vor Übergriffen

In Frankreich soll eine neue App Frauen auf Festivals vor sexueller Gewalt und Belästigungen schützen. Die App "Safer" wurde von den Organisatoren des Marsatac-Festivals in Marseille entwickelt und kommt dort an diesem Wochenende zum ersten Mal zum Einsatz, wie die Festivalmacher erklärten. Die Nutzerinnen können so ein Hilfesignal aussenden. Vor Ort gebe es ein Team, das im Notfall schnell und adäquat eingreifen könne. Außerdem wird ein Stand als schützender Ort und Kontaktpunkt eingerichtet, von wo aus bei Bedarf auch eine Begleitung für Frauen gewährleistet wird.

Renommierter Chorleiter kündigt wegen Impfpflicht

Der langjährige Chorleiter und Dirigent des San Francisco Symphony Chorus, Ragnar Bohlin, ist von seinem Posten zurückgetreten. Der gebürtige Schwede Bohlin werde Ende des Monats nach 14 Jahren sein Amt niederlegen, gab die San Francisco Symphony bekannt. Als Grund wurde die von der Stadt und dem Orchester eingeführte Corona-Impfpflicht für das Publikum und die Beschäftigten genannt. Seit gestern sind in San Francisco Impfnachweise für den Besuch von Restaurants, Cafés und Fitnessstudios sowie bei größeren Veranstaltungen in Innenräumen vorgeschrieben.

Beethovenfest startet sein Jubiläumsprogramm

In Bonn ist am Freitag-Abend das Beethovenfest eröffnet worden. Schon 2020 sollte damit Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag gefeiert werden. Wegen der Corona-Pandemie musste das Fest aber verschoben werden. Zur Eröffnung erklang die 9. Symphonie unter der Leitung des spanischen Dirigenten Jordi Savall im World Conference Center Bonn und wurde auf eine Open-Air-Bühne übertragen. Der Erlös aus dem Verkauf der Tickets für das Public Viewing soll den Opfern der Flutkatastrophe im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis zugute kommen. Bis zum 10. September stehen 54 Konzerte auf dem Programm.

Judith Zander erhält Fontane-Preis

Judith Zander ist mit dem Fontane-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Die 40-jährige Autorin bekam den Preis für ihren Roman "Johnny Ohneland". Heldin des Buchs ist die junge Joana aus Mecklenburg-Vorpommern, die lieber ein Junge sein möchte und vor dem Hintergrund der untergehenden DDR ihre Identität sucht. Der Fontane-Preis wird traditionsgemäß in Neuruppin vergeben, der Geburtsstadt von Theodor Fontane. Mit 40.000 Euro ist er einer der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.

"Nederlands Dans Theater" ist spitze

Die Zeitschrift "Tanz" hat das "Nederlands Dans Theater" zur "Kompanie des Jahres" gewählt. Das Ensemble aus Den Haag hat laut dem Magazin in Zeiten der Pandemie auch das beste Streaming-Angebot produziert. Die Zeitschrift hatte für die Wahl 31 Kritikerinnen und Kritiker befragt. Hannovers Ballettchef Marco Goecke wurde zum "Choreograf des Jahres" gewählt. Gleich zwei Inszenierungen tragen den Titel "Produktion des Jahres" - zum einen John Neumeiers live getanztes «Ghost Light» beim Hamburg Ballett und zum anderen William Forsythes digitales "The Barre Project - Blake Works II". Es seien "zwei absolute Sternstunden".

Der US-Maler Chuck Close ist gestorben

Der US-Maler Chuck Close ist gestorben. Das teilte seine Galerie in New York mit. Close wurde 81 Jahre alt. Der Maler galt als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler der USA. Bekannt war er insbesondere für seine überdimensional großen, bunten und psychedelisch anmutenden Porträts. Für sie übertrug er Fotos in einem gitterförmigen Raster auf die Leinwand. Aus der Entfernung sind die Gesichter klar zu erkennen, verschwimmen aus der Nähe aber zu einem Muster aus Pixeln. Die New York Times nannte Chuck Close den "Meister des modernen Porträts".

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