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Kulturnachrichten

Sonntag, 8. August 2021

Scholz macht Musikclubs keine Hoffnungen

SPD-Kanzlerkandidat Scholz macht den Musikclubs in Deutschland keine Hoffnungen auf eine schnelle Rücknahme der Abstands- und Maskenpflicht. "Die Ansteckungsgefahren sind natürlich, wenn man dicht beieinander kommt, am größten", sagte der Vizekanzler und Bundesfinanzminister Sonntagabend bei einer Wahlkampfveranstaltung der SPD mit Vertretern der Schausteller-, Gastro- und Eventbranche auf dem Hamburger Dom. "Wir werden am Dienstag dazu keine Beschlüsse fassen", sagte er mit Blick auf die Beratungen der Länderregierungschefs mit der Kanzlerin. Die LiveKomm, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland, hatte am vergangenen Dienstag mit Blick auf die Bund-Länder-Runde ein Öffnungskonzept vorgelegt, das die sofortige Aufhebung der Masken- und Abstandspflicht für Live- und Clubveranstaltungen sowie die vollständige Aufhebung aller Corona-Einschränkungen für den Indoorbereich ab Oktober vorsieht.

Schauspielerin Markie Post gestorben

Die US-amerikanische Schauspielerin Markie Post ist tot. Ihre Managerin Ellen Lubin Sanitsky erklärte, Post sei am Samstag nach einer jahrelangen Krebserkrankung ist im Alter von 70 Jahren in Los Angeles gestorben. Markie Post begann ihre Fernsehkarriere hinter der Kamera und gehörte zum Produktionsteam von Spielshows. Ihre erste Serienrolle hatte sie in der Action-Abenteuerserie "Ein Colt für alle Fälle". Danach spielte sie lange in der Serie "Harrys wundersames Strafgericht" und war später auch in "Scrubs - Die Anfänger" zu sehen. Post übernahm auch regelmäßig Gastrollen in Produktionen wie "The Love Boat", "Das A-Team" und "Fantasy Island".

Corona-Pilotprojekt für Clubs als Erfolg gewertet

Das Pilotprojekt für erste Clubnächte in der Hauptstadt unter Corona-Bedingungen ist aus Sicht der Berliner Clubcommission positiv verlaufen. In sechs Berliner Clubs konnte ohne Maske und Abstand getanzt werden. Nach der sehr aufwendigen Registrierung und Testung sei es für die Teilnehmenden tatsächlich eine Clubnacht wie vor der Pandemie gewesen, hieß es von der Vereinigung. Damit sei womöglich eine Perspektive für den Herbst geschaffen. Für die Nächte von Freitag bis Sonntag waren insgesamt 2000 Tickets verkauft worden. Zusammen mit den Beteiligten mussten 2110 Menschen vorher einen PCR-Test machen. Dabei wurden sieben Covid-Fälle identifiziert, kontaktiert und an die Gesundheitsämter gemeldet. Am kommenden Freitag soll es eine Nachtestung aller Teilnehmenden sowie eine Online-Befragung durch die beteiligte Charité geben. Erst dann könne Bilanz gezogen werden, hieß es.

Prähistorische Höhlenmalerei Neandertalern zugeordnet

Eine Untersuchung von prähistorischer Höhlenmalerei hat herausgefunden, dass die Neandertaler dem modernen Menschen ähnlicher waren, als bisher gedacht. Farbpigmente an Stalagmiten in den Höhlen von Ardales in der Nähe der spanischen Stadt Malaga seien vor ungefähr 65.000 Jahren von Neandertalern kreiert worden, wie eine neue Studie in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)" festgestellt hat. Somit seien die Höhlenmenschen, die vor circa 40.000 Jahren ausstarben, möglicherweise die ersten "Künstler" der Erde gewesen und kultivierter als bisher gedacht. Laut der Studie hätten Datierungstechniken gezeigt, dass die Neandertaler die ockerfarbenen Pigmente an die Stalagmiten gespuckt haben, möglicherweise als Teil eines Rituals.

Ludwig-Börne-Preis an Christoph Ransmayr verliehen

Mit einem Jahr Verspätung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Ludwig-Börne-Preis 2020 an den österreichischen Schriftsteller und Essayisten Christoph Ransmayr verliehen. Die Reden und Reportagen des 65-jährigen zeichneten sich durch genaue Weltbeobachtung und tiefe Menschlichkeit aus, hatte der Bundespräsident als Preisrichter in seiner Begründung geschrieben. In von Uneinigkeit und Abgrenzungen geprägten Zeiten halte er auf emphatisch-aufklärerische Weise das Einende hoch. Ransmayr feierte unter anderem Erfolge mit seinen Romanen "Der fliegende Berg" und "Cox: oder Der Lauf der Zeit". Der Preisträger wird jährlich von einem anderen Preisrichter ausgewählt, der vom Vorstand der Frankfurter Ludwig-Börne-Stiftung ernannt wird und auch die Laudatio hält. Den nach dem Publizisten Ludwig Börne benannten und mit 20.000 Euro dotierte Preis hatten in der Vergangenheit unter anderem Eva Menasse, Marcel Reich-Ranicki oder Frank Schirrmacher erhalten.

Mögliche Bansky-Bilder in englischen Küstenorten

Wandbilder, die sehr an das Werk des britischen Street-Art-Künstlers Banksy erinnern, sind in mehreren Küstenorten im Ostern Englands aufgetaucht. Das berichtet die Zeitung "The Guardian". Die schablonenartigen Graffitis zeigen unter anderem ein Paar, das auf dem Dach eines Bushaltestellenhäuschens zu tanzen scheint, und ein Kind, das eine Sandburg baut, neben einer Straßenbaustelle. Der Künstler hat sich bisher noch nicht zu den Werken bekannt. Im März hatte Banksy bei der Auktion für sein Werk "Game Changer" eine Rekordsumme von umgerechnet knapp 20 Millionen Euro für Gesundheitseinrichtungen ersteigert.

Schausteller fordern Ende der Corona-Maßnahmen

Der Deutsche Schaustellerbund drängt die Politik, ab September sämtliche Corona-Beschränkungen für Veranstaltungen und Volksfeste im Freien aufzuheben. Bei der aktuellen Impflage sei es nicht mehr nachvollziehbar, warum keine Feste und Veranstaltungen im Freien stattfinden dürfen, sagte der Vizepräsident des Schaustellerbunds, Kevin Kratzsch, dem "Spiegel". Draußen bestehe kaum eine Ansteckungsgefahr, deshalb sollte es im Herbst wieder möglich sein, auch größere Veranstaltungen stattfinden zu lassen, so Kratzsch. Während beispielsweise das Oktoberfest in München in diesem Jahr erneut ausfällt, ist der Hamburger Winterdom weiterhin geplant. Dafür sind aber besondere Corona-Maßnahmen vorgesehen. Diese Maßnahmen hätten mit einem Volksfest zum Teil nichts mehr zu tun, so Kratzsch.

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