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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 7. August 2021

Der Musiker Dennis Thomas ist gestorben

Dennis "Dee Tee" Thomas, ein Mitbegründer der Soul-Funk-Band Kool & the Gang, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Sein Sprecher teilte mit, Thomas sei am Samstag in seinem Haus in New Jersey friedlich eingeschlafen. Thomas war Altsaxophonist, Flötist und Schlagzeuger der Band, die mit Hits wie "Celebration" und "Get Down On It" weltweit die Charts eroberte. Die Band gewann zwei Grammy Awards und sieben American Music Awards. Ihre Musik wird häufig gesampelt und für Filmmusik verwendet, wie für "Rocky", "Satuday Night Fever" und "Pulp Fiction".

Sonnenbarke in neuem Großmuseum

Die rund 4600 Jahre alte Sonnenbarke des Pharaos Chufu ist in das neue Große Ägyptische Museum von Gizeh gebracht worden. Das 42 Meter lange und 20 Tonnen schwere Holzboot wurde auf einem ferngesteuerten Spezialfahrzeug zum neuen Ausstellungsort gebracht, wie das Altertümer-Ministerium mitteilte. Die Sonnenbarke war 1954 nahe der Cheops-Pyramide entdeckt worden, wo sie bis zuletzt ausgestellt war. Sonnenbarken wurden im Alten Ägypten neben den Grabkammern der Pharaos vergraben. Sie sollten dazu dienen, die verstorbenen Herrscher ins Jenseits zu bringen. Pharao Chufu lebte um das Jahr 2600 vor Christus und war der Erbauer der größten der drei Pyramiden von Gizeh, der Cheops-Pyramide. "Cheops" ist die von griechischen Historikern überlieferte Namensform des altägyptischen Chufu.

Ungarn schränkt Verkauf von Kinderbüchern ein

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat mit einer Verordnung den Verkauf von Kinderbüchern eingeschränkt, die LGBTQI-Inhalte darstellen oder thematisieren. Der neuen Verordnung zufolge dürfen Kinderbücher, die "die Abweichung von der bei der Geburt empfangenen geschlechtlichen Identität oder Geschlechtsumwandlungen oder selbstzweckhafte Sexualität abbilden sowie Homosexualität darstellen oder popularisieren", nicht in den Auslagen von Bücherläden gezeigt oder in den Läden für alle sichtbar sein und nicht im Umkreis von 200 Metern von Schulen oder Kirchen verkauft werden. Außerdem müssen sie in Verpackungen angeboten werden, durch die der Umschlag nicht erkennbar ist. Die Verordnung tritt in 30 Tagen in Kraft. Das zugrundeliegende Gesetz sieht unter anderem ein Verbot von Büchern, Filmen und anderen Inhaltsträgern vor, die Kindern und Jugendlichen zugänglich sind und in denen Sexualität dargestellt wird, die von der heterosexuellen abweicht. Das Gesetz wurde im In- und Ausland heftig kritisiert. Die EU-Kommission leitete ein Vertragsverletzungsverfahren ein.

Antike "Snackbar" in Pompeji für Besucher zugänglich

Im Archäologiepark der versunkenen Stadt Pompeji gibt es ab kommenden Donnerstag eine antike "Snackbar" zu bestaunen. Ende Dezember hatten die Experten mitgeteilt, den Tresen einer Art Imbissbude freigelegt zu haben. Der Fund hatte damals für großes Interesse gesorgt, weil er sehr gut erhalten ist. An dem Tresen waren immer noch eine gelbe Bemalung und Abbildungen zum Beispiel von einem Hahn gut zu erkennen. Die Menschen hatten damals Löcher in den Steintisch eingekerbt. Forscher gehen davon aus, dass dort Lebensmittel zum Verkauf auslagen. An dem Tresen hatten die Archäologen schon seit 2019 gearbeitet. Bei den Ausgrabungen stießen die Mitarbeiter auch auf Essensreste sowie Knochen von Menschen und Tieren. Asche, Schlamm und Lava begruben die Stadt bei Ausbrüchen des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus. Im 18. Jahrhundert wurde die historische Stadt wiederentdeckt.

Vatikanische Museen nur mit "Green Pass" zu besuchen

Für den Besuch der weltberühmten Vatikanischen Museen wird seit dem Wochenende ein Anti-Covid-Nachweis benötigt. Ohne Vorlage des sogenannten Grünen Passes (Green Pass) ist ein Zutritt nicht mehr gestattet, berichtet das Portal "Vatican News". Wer vor Inkrafttreten der neuen Einlassregelung Tickets gebucht habe, könne sich die Kosten zurückerstatten lassen. Der Vatikan folgt damit weitgehend den Corona-Schutzregeln, die seit Freitag in ganz Italien gelten. Diese sehen für alle Personen ab zwölf Jahren eine Impfung, einen Genesenen-Nachweis oder einen aktuellen negativen Covid-19-Test für den Zugang zu öffentlichen Innenräumen - etwa Restaurants und Museen - vor. Auch bei zahlreichen Veranstaltungen im Freien, Konzerten oder Sportereignissen, muss der Green Pass vorgezeigt werden. Touristen, die in Deutschland geimpft wurden, können bei den Kontrollen ihr digitales EU-Impfzertifikat verwenden.

Intendant des Friedrichstadt-Palasts gegen Impfpflicht

Der Berliner Friedrichstadt-Palast öffnet heute Abend nach fast anderthalb Jahren wieder seine Türen. Das Haus wurde vom TÜV geprüft und als Corona-sicher befunden. Am Sitzplatz dürfen die Zuschauer ihre Masken abnehmen, da dort genügend Abstand gehalten wird. Das Publikum muss geimpft, genesen oder aber getestet sein. Von einer Impfpflicht für das Publikum, wie sie etwas der Intendant des Landestheaters Tübingen, Thorsten Weckherlin, erwägt hat, hält der Intendant des Friedrichstadtpalastes, Berndt Schmidt nichts. Zu diesem Zeitpunkt sei eine solche Diskussion zu früh und würde einen nicht angemessenen Druck ausüben. Mit der "Drei-G-Regel" - Geimpfte, Genesene und Getestete - sei man gut aufgestellt und er hoffe, dass das und die kostenfreien Tests beibehalten bleiben.

Flut-beschädigte Denkmäler nicht vorschnell abreißen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) appelliert, vom Hochwasser beschädigte historische Gebäude nicht voreilig aufzugeben und abzureißen. Die Denkmäler in den überfluteten Regionen prägten die Ortschaften und seien als Ausflugs- und Reiseziele auch eine wichtige wirtschaftliche Grundlage, teilte die Stiftung in Bonn mit. Mit einem Nothilfeprogramm unterstütze die Stiftung Eigentümer beim Erhalt der Denkmäler und informiere über Sachverständige, Berater und Handwerker. Die Reparaturfähigkeit sei eines der herausragendsten Merkmale historischer Gebäude, so die Stiftung. Ratschläge zu Abbrüchen von Denkmälern beruhten oft auf fehlender Erfahrung mit Fachwerkbauten, Unkenntnis oder Verkaufsinteressen.

Sorge um Felsenkirchen in Äthiopien

Die UNESCO ist in Sorge über Äthiopiens mittelalterliche Felsenkirchen. Die Weltkulturerbestätte im Bundesstaat Amhara wurde diese Woche Berichten zufolge von Rebellen besetzt. Die UN-Kulturorganisation appellierte an alle Konfliktparteien, den Schutz der historischen christlichen Stätte sicherzustellen. Lalibela sei ein Ort der Wallfahrt, von Andacht und Frieden. Es sollte kein Ort sein, an dem zu Gewalt und Konflikt angestiftet wird, so die Organisation. Die elf in Stein gehauenen Kirchen gehen auf das 13. Jahrhundert zurück und gelten als Heiligtümer der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche. 1978 wurden die Gotteshäuser im äthiopischen Bergland in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen. Bisher sei es in dort zu keinen Kämpfen gekommen, jedoch seien Bewohner geflohen.

Fritz-Reuter-Preis für Susanne Bliemel

Die Pädagogin, Schriftstellerin und Moderatorin Susanne Bliemel aus Banzkow bei Schwerin ist mit dem Fritz-Reuter-Preis der Carl-Töpfer-Stiftung ausgezeichnet worden. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin erklärte, Bliemel habe sich in ihrer langjährigen beruflichen Tätigkeit als Lehrerin, Studienleiterin und Mentorin ganz der Vermittlung des Niederdeutschen verschrieben. Ihr Wirken habe dazu beigetragen, das Plattdeutsch lebendig zu halten und auch für die junge Generation attraktiv zu machen. Der Fritz-Reuter-Preis wird alle zwei Jahre von der Carl-Toepfer-Stiftung vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

US-House-DJ und Produzent Paul Johnson ist tot

Der US-amerikanische House-DJ und Produzent Paul Johnson ist tot. Das bestätigte die Agentin des Musikers. Demnach starb Johnson bereits am vergangenen Mittwoch in seiner Heimatstadt Chicago an den Folgen einer Corona-Infektion. Er wurde 50 Jahre alt. Johnson war seit den 1990-er Jahren als DJ und Musikproduzent tätig. Er galt als eine der Größen des Elektro-Genres House, sein Stil prägte Generationen von Musikern. Mit "Get Get Down" landete er 1999 einen internationalen Hit.

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