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Kulturnachrichten

Dienstag, 27. August 2019

Filmfestspiele Venedig starten mit Deneuve und Binoche

Ein Familiendrama mit Catherine Deneuve und Juliette Binoche wird Mittwochabend das Filmfestival in Venedig eröffnen. Die beiden Schauspielerinnen sind mit dem US-Amerikaner Ethan Hawke in dem Film "La vérité (The Truth)" von Kore-eda Hirokazu zu sehen. Der japanische Regisseur erzählt darin von einer angespannten Mutter-Tochter-Beziehung. Im vergangenen Jahr gewann Kore-eda beim Filmfest Cannes die Goldene Palme für sein berührendes Werk "Shoplifters - Familienbande". The "Truth" ist einer von 21 Beiträgen, die im diesjährigen Wettbewerb um die Hauptpreise konkurrieren. Darunter sind "Joker" mit Joaquin Phoenix sowie "Ad Astra" mit Brad Pitt und Tommy Lee Jones. Die höchste Auszeichnung des Festivals, der Goldene Löwe, wird am 7. September vergeben.

Nussbaum-Stiftung erhält 700.000 Euro

Die Felix-Nussbaum-Foundation in Osnabrück hat eine Spende von 700 000 Euro erhalten. Dadurch werde es der Stiftung in Zukunft "mehr als je zuvor möglich sein, das Werk des jüdischen Malers Felix Nussbaum (1904-1944) national und international bekannter zu machen", teilte das Museumsquartier in Osnabrück mit. Die Summe stamme aus dem Nachlass einer Verwandten. Die Foundation wurde 2001 vom Sammlerehepaar Hubert und Irmgard Schlenke gegründet worden. Ziel der Stiftung ist es, die Werke des in Auschwitz ermordeten Felix Nussbaums und anderer Künstler des Exils und Widerstandes in den Jahren 1933-1945 zu erhalten.

Zehnjähriger Rechtsstreit um US-Rapper beendet

Der Prozess wegen illegalen Drogen- und Waffenbesitzes gegen den US-Rapper Meek Mill ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach mehr als einem Jahrzehnt beendet. Der Musiker habe bei einer Anhörung in Philadelphia den Besitz einer Schusswaffe zugegeben, im Gegenzug habe die Staatsanwaltschaft alle weiteren Vorwürfe fallengelassen. Der Rapper war 2008 wegen des illegalen Besitzes von Drogen und Waffen verurteilt worden, saß acht Monate im Gefängnis und bekam dann zehn Jahre Bewährung. 2017 verurteilte ein Richter Mill erneut wegen des Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen. Der Musiker wurde nach fünf Monaten auf Kaution freigelassen. Seitdem hat sich Mill an der Seite von anderen Prominenten wie dem Rapper Jay-Z zu einem Aktivisten für eine Reform der US-Strafjustiz entwickelt.

Erben übernehmen Tonstudio von Prince

Die Erben des Popstars Prince werden die Verwaltung seines Studiokomplexes bei Minneapolis übernehmen. Das Tonstudio Paisley Park wurde seit Oktober 2016 von Graceland Holdings als Museum betrieben, einer Firma, die in Tennesse auch eine Elvis-Presley-Touristenattraktion führt. Die Familie sei nicht unglücklich über Graceland und habe die Entscheidung auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen getroffen, sagte Nelson. Prince war im April 2016 im Alter von 57 Jahren in dem Gebäudekomplex an einer unbeabsichtigten Überdosis Fentanyl gestorben.

Rückhalt für Polen-Denkmal wächst

Im Bundestag wächst offenbar die Unterstützung für ein Denkmal, das in Berlin an die Opfer der NS-Besatzung in Polen erinnern soll.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat ein von mehreren Abgeordneten formulierter Aufruf inzwischen 240 Unterstützer aus allen Fraktionen "mit Ausnahme der AfD". Der Aufruf von Manuel Sarrazin (Grüne), Paul Ziemiak (CDU), Dietmar Nietan (SPD), Thomas Nord (Linke) und Alexander Müller (FDP) beklagt, das Wissen um den "besonderen Charakter des deutschen Besatzungs- und Vernichtungsregimes in Polen zwischen 1939 und 1945" sei in Deutschland "nicht hinreichend ausgeprägt". Mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939 begann der zweite Weltkrieg, dem sechs Millionen Polen zum Opfer fielen.

Russische Forscher entdecken Inseln in der Arktis

Forscher der russischen Marine haben auf einer Expeditionsreise fünf neue Inseln in der Arktis entdeckt. Sie befänden sich nahe der Inselgruppe Franz-Josef-Land und seien zwischen 900 und 54 500 Quadratmeter groß, teilte das Wissenschaftsteam der Nordflotte russischen Agenturen zufolge mit. Erstmals wurden die Inseln vor drei Jahren gesichtet. Nun sei es aber erstmals gelungen, die Inseln zu erreichen, zu fotografieren und sie genau zu vermessen. Die Experten gehen davon aus, dass die Inseln früher unter einem Gletscher lagen. Das russische Militär will auf Franz-Josef-Land einen dauerhaften Militärstützpunkt installieren. Neben Russland erheben auch eine Reihe weiterer angrenzender Staaten Anspruch auf Teile der Arktis, in der riesige Öl- und Gasreserven vermutet werden.

Berliner Konzerthaus: Intendant verlängert

Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses und des Konzerthausorchesters Berlin, bleibt weitere fünf Jahre in dieser Position. Nordmann habe das Haus am Gendarmenmarkt für neue Ideen und damit auch für ein neues Publikum geöffnet, erklärte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) in einer Mitteilung zur Vertragsverlängerung bis 2024. An diesem Freitag tritt der neue Chefdirigent des Konzerthausorchesters, Christoph Eschenbach, zu seinem ersten Konzert an.

Neues Museum "Futurium" zum Thema Zukunft

In Berlins Regierungsviertel beschäftigt sich künftig ein neues Museum mit Fragen und Herausforderungen der Zukunft. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern will das "Futurium" Zukunftsräume erlebbar machen, wie die Organisatoren in Berlin mitteilten. Dabei sollen Besucherinnen und Besucher Zukunftsentwürfe aus den fünf Lebensbereichen Ernährung, Gesundheit, Energie, Arbeit und Leben in Städten enntdecken können. Eröffnet wird das Museum am 5. September mit einem Festakt. Der Eintritt in das neue Museum soll bis Ende 2022 frei sein. Jährlich würden etwa 200.000 Besucher erwartet, hieß es. Die Errichtung des "Futurium" war 2010 vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht worden.

Deutscher Schauspielpreis für Angela Winkler

Die Schauspielerin Angela Winkler (75) wird beim Deutschen Schauspielpreis für ihre Leistung im Theater geehrt. Der Preispate Ulrich Matthes würdigte Winkler für ihre Rolle der Irina in der Tschechow-Inszenierung "Drei Schwestern" am Deutschen Theater in Berlin - sie sei "alterslos, jung im Herzen, leuchtend von Erfahrung". Der Preis wird vom Bundesverband Schauspiel ausgerichtet. In acht Kategorien werden die Gewinner bei der Verleihung am 13. September in Berlin verkündet. Einige Preisträger stehen schon fest, darunter der Synchronpreis für die Schauspielerin und Opernsängerin Christin Marquitan. Sie gibt Stars wie Salma Hayek und Toni Colette eine deutsche Stimme.

Döbler wird Chefredakteur der "Rheinischen Post"

Die "Rheinische Post" in Düsseldorf soll einen neuen Chefredakteur bekommen: Moritz Döbler, bislang Chefredakteur beim "Weser-Kurier" in Bremen, soll Michael Bröcker beerben, der zu dem Unternehmen Media Pioneer des Journalisten Gabor Steingart nach Berlin wechselt. Entsprechende Informationen des Branchendienstes "Horizont" wurden aus Verlagskreisen bestätigt. Döbler arbeitete unter anderem beim "Tagesspiegel" in Berlin und war seit Januar 2015 Chefredakteur beim Bremer "Weser-Kurier". Erst zum 1. Januar 2019 war er auch zum Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG, dem Verlag des "Weser Kuriers", bestellt worden.

Kündigung: "Spiegel" und Relotsius-Förderer sind einig

Die heutige Verhandlung vor dem Arbeitsgericht in Hamburg im Fall Matthias Geyer gegen den “Spiegel” ist abgesagt. Die Verantwortlichen des Nachrichtenmagazins und der ehemalige Leiter des Gesellschaftsressorts haben sich auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt, Geyer hat die Klage gegen seine Kündigung zurückgezogen. Über die Einigung berichteten sowohl die “Welt”als auch “Übermedien“. Damit arbeitet der Journalist künftig nicht mehr für das Nachrichtenmagazin. Geyer war von 2006 bis 2019 Leiter des Gesellschaftsressorts und somit Vorgesetzter von Claas Relotius. Wie im Dezember 2018 bekannt wurde, hatte der Ex-“Spiegel”-Redakteur jahrelang viele seiner Texte gefälscht oder manipuliert. Geyer verzichtete im Zuge der Aufklärung auf den Posten des Blattmachers, für den er ursprünglich vorgesehen war. Stattdessen wurde er zum “Redakteur für besondere Aufgaben”ernannt.

"Rolling Stone" präsentiert neuen Musikpreis

Eine prominent besetzte Jury soll Preisträger des ersten International Music Awards (IMA) ermitteln, die das Magazin "Rolling Stone" im November in einer Live-Gala in Berlin präsentieren will. Wie Axel Springer Mediahouse als Initiator mitteilte, gehören unter anderem die Popsängerinnen Charli XCX, Joy Denalane und Joan Wasser, Ex-Oasis-Frontmann Liam Gallagher, Deutsch-Rapper Cro, die Singer-Songwriter Rufus Wainwright und Adam Green sowie der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre zum 18-köpfigen Auswahlgremium. "Beim IMA zählt nicht allein der kommerzielle Erfolg, sondern vor allem die künstlerische Relevanz", sagte "Rolling Stone"-Chefredakteur Sebastian Zabel. Die Jury soll Künstler in sechs Kategorien auf eine Shortlist wählen. Zusätzlich wird es in der Kategorie "Performance" ein offenes Publikumsvoting sowie einen "Hero"-Preis für das Lebenswerk geben, wie der Verlag mitteilte.

Kein Berufungsverfahren im Fall A$AP Rocky

Das Urteil gegen US-Rapper A$AP Rocky in Schweden wird von der Staatsanwaltschaft nicht angefochten. Von einer Berufung werde abgesehen, das Stockholmer Bezirksgericht habe den Antrag des Musikers auf Notwehr abgelehnt. Der Rapper war Mitte August der Körperverletzung für schuldig befunden worden, nachdem er und zwei Bodyguards Ende Juni an einer Schlägerei in Stockholm beteiligt gewesen waren. A$AP Rocky, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, erklärte, er habe versucht, eine Konfrontation mit zwei Männern zu vermeiden, die ihm und seiner Entourage gefolgt seien. Zu einer Gefängnisstrafe wurden die drei nicht verurteilt. Nach vier Wochen Untersuchungshaft waren sie zurück in die USA geflogen. Dort hatte der Fall besondere Aufmerksamkeit erregt. Prominente wie Kim Kardashian West, Sean "Diddy" Combs und Justin Bieber stellten sich auf Rockys Seite. Präsident Donald Trump verlangte seine Freilassung.

Australischem Autor droht in China Spionageprozess

China will den australischen Schriftsteller und ehemaligen chinesischen Diplomaten Yang Hengjun wegen Spionage vor Gericht stellen. Gegen den 54-Jährigen, der bereits seit mehr als sieben Monaten in Haft sitzt, wurde in Peking Anklage erhoben.
Australiens Außenministerin Marise Payne äußerte sich "sehr besorgt" über Yangs Schicksal, der seit 2002 die australische Staatsbürgerschaft hat. Sie forderte die Volksrepublik auf, den Fall schnellstmöglich aufzuklären. Yang ist in China als Romanautor und Blogger bekannt. Er kommentiert regelmäßig die chinesische Politik und äußert sich dabei zuweilen kritisch über die Kommunistische Partei. Bevor er die australische Staatsbürgerschaft annahm, arbeitete er im chinesischen Außenministerium. Der Autor war im Januar bei einem Aufenthalt in der südchinesischen Stadt Guangzhou verschwunden. Erst nach mehreren Monaten gab China zu, dass er festgenommen wurde.

Taylor Swift für Video des Jahres ausgezeichnet

Die US-Sängerin Taylor Swift ist bei den MTV Video Music Awards für das Video des Jahres geehrt worden. Die 29-Jährige gewann mit dem Song "You need to calm down". Der Preis für die beste Künstlerin ging an Ariana Grande. Als Song des Jahres wurde "Old Town Road" von Lil Nas X featuring Billy Ray Cyrus gewählt. Eine besondere Auszeichnung erhielt Missy Elliott: Die US-Rapperin bekam einen Sonderpreis, den Vanguard Award, für ihr Lebenswerk. Der Preis, den sie der Tänzer-Szene widmete, bedeute ihr so viel, so die 48-Jährige bei der Gala im Prudential Center in Newark im US-Bundesstaat New Jersey.

Haftstrafen gegen Journalistin und Schriftsteller im Iran

Im Iran sind Aktivisten zufolge eine Journalistin und ein Schriftsteller zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Frauenrechtlerin und Journalistin Marzieh Amiri sei wegen ihrer Teilnahme an einer Demonstration am 1. Mai von einem Gericht in Teheran am Samstag schuldig gesprochen worden, berichtete die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Montag. Sie müsse dem Urteil zufolge zehn Jahre in Haft und darüber hinaus 148 Peitschenhiebe über sich ergehen lassen. Zudem sei der Schriftsteller und Satiriker Kiumars Marzban wegen angeblicher Propaganda gegen den islamischen Staat zu insgesamt 23 Jahren Haft verurteilt worden. Die IGFM teilte mit, sie fordere die Freilassung der beiden "friedlichen Intellektuellen".

Banksys Brexit-Bild in Dover ist verschwunden

Ein meterhohes Wandgemälde des mysteriösen britischen Graffiti-Künstlers Banksy zum Brexit in der südenglischen Hafenstadt Dover ist nicht mehr zu sehen. An der Hauswand in der Nähe des Fährterminals war ein Gerüst aufgebaut, es sieht so aus, als sei die Wand weiß übertüncht worden. Das Bild von Banksy war im Frühjahr 2017 aufgetaucht. Es zeigte die EU-Flagge mit gelben Sternen und einen Arbeiter auf einer Leiter, der dabei war, einen der Sterne mit Hammer und Meißel zu entfernen. Der Künstler, der selbst nie in der Öffentlichkeit auftaucht, hatte auf Instagram bestätigt, dass es sein Werk sei. Das Bild wurde daraufhin auf einen Wert von rund 1,1 Millionen Euro geschätzt. Banksys Streetart taucht inzwischen in aller Welt auf, zuletzt im Mai in Venedig. Ob das aufgemalte Bild vor dem Übertünchen irgendwie konserviert worden ist, ist unklar.

Prozess gegen Ex-Filmmogul Weinstein verschoben

Der für September angesetzte Missbrauchsprozess gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein wird wegen einer neuen Anklage verschoben. Das Gericht in New York entschied übereinstimmenden Medienberichten zufolge, dass die Verhandlung erst im Januar 2020 beginnen soll. Die Staatsanwaltschaft musste eine neue Anklage präsentieren, damit sie unter anderem den Fall eines anderen mutmaßlichen Opfers von Weinstein in den Prozess aufnehmen konnte. Der Strafprozess gegen Weinstein sollte eigentlich am 9. September starten. Mehr als 80 Frauen hatten dem 67-Jährigen seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. Bei der Anklage in New York geht es allerdings nur um zwei Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013. Dem Ex-Filmmogul werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Harvey Weinstein beteuert, jegliche sexuelle Handlungen hätten einvernehmlich stattgefunden.

Wissenschaftler basteln an seltenem Nashorn-Baby

Wissenschaftler in einem Labor in Italien versuchen, mittels künstlicher Befruchtung das Nördliche Breitmaulnashorn vor dem Aussterben zu bewahren. Wie das verantwortliche Unternehmen Avantea bekannt gab, ist es gelungen, sieben von zehn zur Verfügung stehenden Eizellen der letzten beiden noch lebenden Nashorn-Weibchen dieser Art zu befruchten. "Wir rechnen damit, dass einige davon, sich zu einem Embryo entwickeln", sagte Avantea-Gründer Cesare Galli. Wissen werde man das aber erst in einigen Tagen. Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn starb im März 2018 im Alter von 45 Jahren. Experten hoffen nun, dass sie mit zuvor eingefrorenem Sperma doch noch einen Nachkommen zeugen können. Den beiden Weibchen wurden vergangene Woche mehrere Eizellen entnommen. Die Forscher haben die Hoffnung, dass sie irgendwann wieder eine Herde von mindestens fünf dieser Rhinozerosse zeugen können.

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