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Kulturnachrichten

Dienstag, 13. August 2019

Belästigungsvorwürfe gegen Sänger Plácido Domingo

Neun Frauenhaben dem spanischen Opernsänger Plácido Domingo sexuelle Belästigung vorgeworfen. Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Der heute 78-Jährige habe in den 90er Jahren versucht, sie durch Jobangebote in "sexuelle Beziehungen zu zwingen", heißt es. In einigen Fällen hätten sie sich bei Verweigerung bestraft gefühlt. Namentlich nennt AP nur die Sopranistin Patricia Wolf. Domingo nannte die Anschuldigungen "zutiefst beunruhigend". So wie sie geschildert würden, seien sie aber "unzutreffend". Er habe geglaubt, dass alles immer in gegenseitigem Einvernehmen geschehen sei. Er anerkenne aber, dass die heutigen Anstandsregeln sich deutlich von denen früherer Jahre unterschieden. Nach den Anschuldigungen hat das Orchester von Philadelphia eine Einladung an Domingo zurückgenommen. Auch die Los Angeles Opera teilte mit, sie werde die "beunruhigenden Vorwürfe" untersuchen.

Erste Frau wird mit Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet

Die Karlsruher Professorin Dorothea Wagner erhält in diesem Jahr die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Informatik. Sie sei eine "überragende Wissenschaftlerin", deren Forschung zur Weltspitze gehöre, erklärte der Präsident der Informatik-Gesellschaft, Federrath. Dazu zählte die automatisierte Routenplanung oder die Optimierung von Energiesystemen. Dies gehe einher mit einem "beispielhaften ehrenamtlichen Engagement für die Informatik und die Wissenschaft". Dorothea Wagner ist die erste Frau, die mit dem Preis geehrt wird, der seit 1987 alle zwei Jahre vergeben wird.

Kuriose Truhe bei Ausgrabung in Pompeji gefunden

Orientalische Käfer, Puppen, Kristalle, Amulette, Glocken und männliche Geschlechtsteile in Miniaturform: All dies haben Archäologen in einer Truhe im "Haus des Giardino" in Pompeji gefunden. Das meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Der Direktor der Ausgrabungsstätte, Osanna, glaubt, sie als "Schatzkammer eines Zauberers" identifiziert zu haben. Einige Gegenstände galten als Glücksbringer, anderen wurde laut Osanna direkt die Fähigkeit zugeschrieben, Pechsträhnen zu beenden. Die kultischen Objekte könnten in Ritualen zur Steigerung der Fruchtbarkeit und der Verführungskraft eingesetzt worden sein. Wahrscheinlich hätte die Truhe einem Diener oder einer Sklavin, nicht aber dem reichen Hausbesitzer gehört, mutmaßt Osanna, weil kein Objekt auch nur mit einem Hauch Gold verziert sei.

Blei um Notre Dame wird entfernt

Gel wird auf Bänke, Laternen und andere Straßenmöbel gestrichen und chemikalienversetzte Hochdruckstrahler werden eingesetzt: Rund um Notre Dame ist damit begonnen worden, das Blei zu entsorgen, das beim Brand der Kathedrale in Paris im Dach und einem Turm freigesetzt wurde. Die Arbeiten sollen rund drei Wochen dauern und nach Angaben der Stadt in drei verschiedenen Etappen stattfinden. Wie schnell es vorangeht, sei auch vom Wetter abhängig. Hohe Zäune schirmen die Arbeitsbereiche weiträumig ab.

Deutscher PEN fordert weiter "Lesepakt"

Zum 1. Jahrestag der sogenannten „Hamburger Erklärung“ unterstreicht die deutsche Sektion der internationalen Schriftstellervereinigung PEN, wie wichtig es ist, lesen zu können. Damit wirbt sie erneut für den am 15. August 2018 von der Kinderbuchautorin Kirsten Boie zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels aus der Taufe gehobenen "Lesepakt". Knapp ein Fünftel der Zehnjährigen in Deutschland könnten nicht so lesen, dass sie den Text auch gleich verstehen. Das sei ein "Skandal", dem das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz entgegentreten müssten. Gleichzeitig kritisiert Präsidentin Regula Venske die "Stiftung Lesen". Bei ihrer für den 20. September geplanten Märchenbuch-Geschenk-Aktion seien "die kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen, die Kindern zielgerichtete Angebote machten, nicht einbezogen worden. "So stellt sich die Aktion der Stiftung Lesen vor allem als PR- und Marketing-Aktion von Amazon, Hugendubel und Thalia dar."

Schauspieler wirft Katy Perry sexuelle Belästigung vor

2010 spielte er in "Teenage Dream". Nun hat der 38 Jahre alte Schauspieler Josh Kloss Vorwürfe gegen Musikerin Katy Perry erhoben. Auf Instagram schreibt er über eine Geburtstagsfeier, bei der Perry ihm in Anwesenheit eines Freundes Hose und Unterwäsche heruntergezogen haben soll. Er weise über seine jämmerliche Situation nur deshalb hin, so Kloss, weil "unsere Kultur dauernd zu beweisen versucht, dass Männer die Macht haben und pervers" seien. "Aber Frauen mit Macht sind genauso widerlich". Bereits während der Dreharbeiten zu "Teenage Dream" habe Perry ihn schlecht behandelt. Er habe das wegen privater Schwierigkeiten über sich ergehen lassen.

Öffentliche Bücherschränke zeugen von Nachhaltigkeit

Für eine Fallstudie der Universität Köln, haben Medienwissenschaftler den Inhalt 18 öffentlicher Bücherschränke in der Stadt untersucht. Demnach fanden 50 bis 70 Prozent der ausrangierten Lektüre wöchentlich neue Leser. Neben Unterhaltungsliteratur fanden sich Kuriosa, aber auch belletristische Originalausgaben vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Grad der Nutzung hänge davon ab, wie gut sichtbar der Schrank platziert sei. In jedem Fall zeugte die Wertschätzung für die freiwilligen Gaben an unbekannte Leserinnen und Leser von der gegenwärtigen Tendenzen zur Nachhaltigkeit, Wiederverwertung und Sharing Economy.

Hollywood-Filmproduzent Edward Lewis ist tot

"Spartacus", "Sieben Tage im Mai" oder "Vermisst": Produziert hat alle diese Hollywood-Spielfilme Edward Lewis. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist er am 27. Juli in seinem Haus in Los Angeles im Alter von 99 Jahren gestorben. Seine letzte Produktion war 1984 "Menschen am Fluss".

Gordan Mihic in Belgrad gestorben

80 Jahre alt ist der serbische Drehbuchautor Gordan Mihic geworden. Wie das staatliche Fernsehen berichtet, starb er am vergangenen Sonntag nach kurzer Krankheit. Mihic arbeitete für Dutzende jugoslawische und serbische Filmproduzenten. Unter anderem verfasste er für Regisseur Emir Kusturica die Drehbücher für "Die Zeit der Zigeuner" (1989) und "Schwarze Katze, weißer Kater" (1998).

Plattdüütsch-Lihrbauk aus Schwerin

"Das erste Lehr- und Lernbuch seiner Art, das die regionalen Besonderheiten der niederdeutschen Sprache in Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt." Damit kündigt die Landesregierung in Schwerin ein neues Lehrbuch in diesem Schuljahr an. „Platt mit Plietschmanns – Dat Plattdüütsch-Lihrbauk“ heißt es und richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der 7. bis zur 12. Jahrgangsstufe, ist aber auch für Studierende und für die Weiterbildung von Fachkräften in Kindertageseinrichtungen gedacht.

Direktorin des Bremer Focke-Museums wechselt nach München

Die Direktorin des Bremer Focke-Museums, Frauke von der Haar, übernimmt Anfang 2020 die Leitung des Münchner Stadtmuseums. Das teilte Bremens Kulturstaatsrätin und Vorsitzende des Stiftungsrates des Focke-Museums, Carmen Emigholz, mit. Die Kulturwissenschaftlerin von der Haar kam im April 2008 an das Focke-Museum, das Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Zu den erfolgreichen Ausstellungen ihrer Amtszeit gehörten unter anderem "Bremen 1945 bis 2010 - So viel Wandel war nie" und "Protest+ Neuanfang. Bremen nach '68". Die in enger Kooperation mit Radio Bremen kuratierte Ausstellung "Oh yeah! Popmusik in Deutschland" war in fünf Städten zu sehen.

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