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Kulturnachrichten

Dienstag, 1. August 2017

Archäologen graben "kleines Pompeji" in Frankreich aus

Überreste aus der Römerzeit am Ufer der Rhone entdeckt

In Frankreich haben Archäologen eine bedeutsame Stätte aus der Römerzeit freigelegt und feiern sie als "kleines Pompeji". Die teilweise sehr gut erhaltenen Überreste wurden südlich von Lyon am Rhone-Ufer ausgegraben. "Es handelt sich wahrscheinlich um die außergewöhnlichsten Ausgrabungen aus der Römerzeit seit 40 oder 50 Jahren", sagte der wissenschaftliche Leiter des Projekts, Benjamin Clément. Das rund 7000 Quadratmeter große Areal befindet sich in der Gemeinde Sainte-Colombe. Die Archäologen sind nicht nur von der Größe des Areals beeindruckt, sondern auch von der Vielseitigkeit der Ruinen und ihrem guten Zustand. Die Bewohner hätten die Gegend nach einer Reihe von Bränden fluchtartig verlassen und dabei ihr Hab und Gut zurückgelassen, sagte Clément. Einstürzende Dächer und Stockwerke begruben die Einrichtung und konservierten sie. Die Ausgrabungen begannen im April und sollten ursprünglich bis Mitte September dauern. Sie wurden aber bis Mitte Dezember verlängert, nachdem das französische Kulturministerium den Ort als "außergewöhnliche Entdeckung" einstufte.

25 Millionen Euro Förderung für große Filmprojekte 2017

Nächstes Jahr soll der Etat für große Projekte auf 75 Millionen Euro steigen

Große Filmproduktionen werden in diesem Jahr mit 25 Millionen Euro vom Bund gefördert. Das teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit. Im kommenden Jahr soll der Etat - genannt Filmförderfonds II – auf 75 Millionen Euro steigen. Die Förderung dürfte vor allem Einrichtungen wie dem Studio Babelsberg helfen. Gleichzeitig wird der Filmförderfonds I für Produzenten mit 50 Millionen Euro fortgeschrieben

Digitalcourage kritisiert Projekt zur Videoüberwachung

Umstrittener Modellversuch am Bahnhof Südkreuz in Berlin

Die Datenschutzorganisation Digitalcourage hat das Modellprojekt zur Videoüberwachung in Berlin scharf kritisiert. Das sei ein weiterer Schritt in Richtung einer kompletten Beobachtung des öffentlichen Raums, erklärte Digitalcourage in Bielefeld. Den Bürgern blieben immer weniger öffentliche Räume, in denen sie sich unbeobachtet aufhalten und bewegen könnten. Am Bahnhof Südkreuz in Berlin werden seit heute in einem umstrittenen Modellversuch Kameras getestet, die Gesichter in einer Menschenmasse erkennen sollen. Zuvor waren Gesichter von freiwillige Testpersonen gespeichert worden. Ziel sei es, Menschen auszumachen, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. Die Datenschutzorganisation rief zum Protest zum Einsatz von Kopfbedeckungen oder Schminke auf, damit Überwachungskameras das Gesicht nicht automatisch auswerten könnten.

Konstanzer Theater spielt bei Festival im Irak

Stadttheater zu Gast beim Internationalen Theaterfestival in Erbil

Das Theater Konstanz will im Herbst im Irak auftreten. Das Stadttheater werde am Internationalen Theaterfestival in Erbil teilnehmen, sagte eine Sprecherin. Gezeigt werde das Stück "It takes one to know me", das die Geschichte des US-Sängers Johnny Cash erzählt. Die Gruppe bestehe aus etwa zehn Musikern, Schauspielern und Technikern und werde Anfang Oktober nach Erbil aufbrechen. Es ist bereits das zweite Mal, dass das Theater an dem Festival im Nordirak teilnimmt. 2011 zeigte ein Ensemble dort eine Inszenierung von "Mutter Courage und ihre Kinder" von Bertolt Brecht. Im Juli hatte ein Ensemble aus Erbil das Konstanzer Theater besuchen sollen - da die Gruppe jedoch kein Visum bekam, wurde das Treffen abgesagt, wie die Sprecherin weiter sagte.

Erneut Kunstwerk bei Skulptur Projekte beschädigt

Sicherheitsvorkehrungen sollen verstärkt werden

Bereits zum vierten Mal seit dem Start der Münsteraner Skulptur Projekte im Juni ist ein Werk beschädigt worden. Unbekannte haben Technik vom Projekt des japanischen Künstlers Koki Tanaka aus der Universität gestohlen. "Beamer, Boxen und Monitore sind weg", sagte Judith Frey, die Sprecherin der Skulptur Projekte 2017. Die Höhe des Schadens sei noch unklar. Das Kunstwerk ist nun geschlossen, es soll aber nach Angaben der Sprecherin im Laufe der Woche wieder öffnen. Zuletzt war in der Nacht zum Sonntag einer Gipsfigur der Skulptur "Sketch for a Fountain" von Nicole Eisenman der Kopf fast abgetrennt worden. Ganz neu sind die Probleme nicht: "Es gab auch in der Vergangenheit schon Diebstähle und Vandalismus", sagte Frey. Im Moment stellten die Veranstalter zumindest bislang noch keine Zunahme gegenüber den letzten Skulptur Projekten 2007 fest. Als Reaktion auf die Vorfälle würden aber nun die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

2,15 Millionen Euro für Suche nach NS-Raubgut bewilligt

22 Projekte zur Provenienzforschung bekommen Förderung

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert in diesem Jahr bislang 22 Projekte der Herkunftsforschung. Museen, Bibliotheken, wissenschaftliche Institutionen und Archive erhalten damit insgesamt 2,15 Millionen Euro zur Suche nach nationalsozialistischem "Raubgut", wie das Zentrum in Magdeburg mitteilte. Weitere Förderanträge können bis zum 1. Oktober eingereicht werden. Der wissenschaftliche Vorstand des Zentrums, Gilbert Lupfer, begrüßte, dass sich auch das Deutsche Theatermuseum München und das Deutschen Meeresmuseum Stralsund mit Anträgen beteiligt hätten. Dies erweitere die Bandbreite der geförderten Einrichtungen über die großen Kunstmuseen hinaus. Es könne eine Vorbildwirkung auch auf Universitätssammlungen, Technikmuseen und Stadtbibliotheken haben. Seit Beginn der von Bund und Ländern ermöglichten Unterstützung von Projekten zur Provenienzforschung im Jahr 2008 wurden 256 Projekte mit insgesamt 22,15 Millionen Euro gefördert.

Adela Zaharia gewinnt Operalia-Gesangswettbewerb

Sopranistin ist seit 2015 Mitglied im Ensemble der Rheinoper

Die Sopranistin Adela Zaharia aus dem Ensemble der Düsseldorfer Oper am Rhein hat beim international renommierten Gesangswettbewerb "Operalia" den ersten Preis gewonnen. Sie habe auch den Zarzuela-Sonderpreis "Pepita Embil" erhalten, teilte die Oper mit. Der Wettbewerb "Operalia" wurde 1993 von Plácido Domingo ins Leben gerufen, um talentierte Nachwuchssänger im Alter von 18 bis 32 Jahren zu unterstützen. Dieses Jahr fand er in der kasachischen Hauptstadt Astana statt. Die aus Rumänien stammende Zaharia ist seit 2015 Mitglied im Ensemble der Rheinoper, zuvor war sie an der Komischen Oper Berlin.

"Buenos Aires Herald" schließt nach 141 Jahren

Zeitung war vor einem Jahr auf Wochenausgabe umgestellt worden

Die Zeitung "Buenos Aires Herald" wird nach 141 Jahren eingestellt. Dies teilte das Blatt über Twitter mit. Die Zeitung war bereits vor knapp einem Jahr auf eine Wochenausgabe umgestellt worden. Der liberal ausgerichtete Herald war während der Militärregierung die einzige Zeitung in Argentinien, die über Menschenrechtsverletzungen der Diktatur berichtete. Zunächst hatte der Herald 1976 den Staatsstreich der Militärs unterstützt. 1978 nahm die Zeitung angesichts der zahlreichen Verschleppungen und Ermordungen von Oppositionellen eine kritische Haltung ein. Die Zeitung war 1876 vom schottischen Einwanderer William Cathcart gegründet worden. Von 1968 bis 2007 wurde die Zeitung von dem US-Medienkonzern Evening Post Publishing Company herausgegeben. Ab 2008 wurde das Blatt vom Verlag der Wirtschaftszeitung "Ámbito Financiero" übernommen, der jetzt die Schließung beschloss.

Hacker-Angriff bei Pay-TV-Sender HBO

Fantasy-Serie "Game of Thrones" soll auch betroffen sein

Der Pay-TV-Sender HBO ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, wie US-Medien berichteten. Demnach seien kürzlich durch Datenraub Informationen entwendet worden, zitierte die US-Zeitschrift "Entertainment Weekly" aus einer Mitteilung von HBO. Der Vorfall werde untersucht, Sicherheitsexperten seien eingeschaltet worden. Der Sender machte allerdings keine Angaben zu den betroffenen Inhalten. Laut "Entertainment Weekly" soll aber unter anderem die beliebte Fantasy-Serie "Game of Thrones" betroffen sein. Der Zeitung zufolge sollen die Hacker in einer anonymen E-Mail an Reporter "Game of Thrones"-Inhalte als gestohlenes Material erwähnt haben. Das mehrfach ausgezeichnete TV-Drama "Game of Thrones" war Mitte Juli in den USA in die siebte Staffel gestartet.

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