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Kulturnachrichten

Mittwoch, 31. August 2016

Festival Pop-Kultur in Neukölln gestartet

Veranstaltung fördert junge Künstler

Vergangenes Jahr war Premiere im Club Berghain, dieses Mal lockt das Festival Pop-Kultur Musikfreunde nach Neukölln. Zur Eröffnung am Mittwoch warb Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), die Offenheit und Internationalität zu erhalten. "Das macht Berlin so einmalig" sagte Müller. Drei Tage lang sind 80 Künstler und Künstlerinnen zu Gast. Auf dem Programm stehen Konzerte, Diskussionen, Filmpremieren und DJ-Sets. 250 junge internationale und Berliner Musiker nehmen an Workshops teil. Das Festival wird vom Musicboard des Senats organisiert. Es soll dazu beitragen, Berlin als Musikhauptstadt und Popkulturmetropole international zu behaupten und Netzwerke zu stärken. Zu den Schauplätzen gehören Clubs wie das Schwuz und die Konzerthalle Huxley's. Musikalisch reicht die Spanne von der türkischen Sängerin Selda Bagcan bis zu Show Me The Body, einer Punk-Neuentdeckung aus New York.

Anti-AfD-Song erreicht bei Facebook Netzhit

Ironische Wahlempfehlung: "Wähl die AfD!"

Die Berliner Band Jennifer Rostock hat mit einem Song gegen die AfD einen Netzhit gelandet. Bei Facebook klickten bis Mittwoch 4,4 Millionen Menschen auf ein Video, das die Band in Wohnzimmer-Kulisse aufnahm. Sängerin Jennifer Weist (29) warnt in dem Lied davor, bei den anstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin für die rechtspopulistische Partei zu stimmen. "Bist du alleinerziehend und willst nicht, dass der Staat dich unterstützt, dann wähl die AfD", heißt es darin. Oder auch: "Drei Kinder pro Familie, Mann im Job und Frau am Herd, das will die AfD". Der Refrain: "Aber nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber." Jennifer Weist kommt von der Ostsee-Halbinsel Usedom.

Von der Heydt-Museum behält Direktor

Gerhardt Finck kann erfolgreiche Arbeit fortsetzen

Auch nach seinem 65. Geburtstag wird Gerhard Finck das renommierte Wuppertaler Von der Heydt-Museum leiten. Sein Vertrag ist bis 2019 verlängert worden. Finckh ist seit 2006 Direktor und international bestens vernetzt. Er hat das Haus mit großen Ausstellungen zu den französischen Impressionisten zu einem Publikumsmagneten gemacht. Allein die Schau zu Claude Monet lockte rund 300 000 Besucher ins bergische Wuppertal. Mehrfach wurden die Präsentationen Finckhs zum Impressionismus und auch zur Avantgarde des 20. Jahrhunderts von Kritikern zur "Ausstellung des Jahres" gewählt. Unterstützt wird das Museum im verschuldeten Wuppertal durch große Mäzene und Sponsoren. Das Von der Heydt-Museum verfügt über eine Sammlung von Spitzenwerken des Impressionismus und der Malerei des 20. Jahrhunderts.

ZDF plant Online-Kulturplattform

Bündelung kultureller Inhalte

Das ZDF plant eine Online-Kulturplattform. Chefredakteur Peter Frey und Programmdirektor Norbert Himmler kündigten das Projekt bei einem Produzententag an. Ziel des Portals sei es, die Kultur-Inhalte aus dem Hauptprogramm, den Digitalkanälen, von arte, 3sat, Kika an einem Ort zu bündeln und somit leichter zugänglich zu machen. Eigene Inhalte sollen für das noch namenlose Portal nicht produziert werden, lediglich bestehende Kulturformate werden neu zusammengestellt. Ein Starttermin wurde noch nicht genannt.

Rechtsextremist Dörner bleibt Intendant in Budapest

Kulturpolitik im Sinne Viktor Orbans

Das Budapester Stadtparlament hat den Rechtsextremisten György Dörner für weitere fünf Jahre mit der Intendanz des Budapester Neuen Theaters (Uj Szinhaz) betraut. Dörners erste Ernennung hatte 2011 zu internationalen Protesten geführt. Damals wurde vermutet, dass sie auf Wunsch des rechts-konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban erfolgt sei. Der Schauspieler Dörner war ein Gefolgsmann des 2012 gestorbenen antisemitischen Schriftstellers Istvan Csurka. Dieser war Chef der Ungarischen Lebens- und Wahrheitspartei (MIEP), die zwischen 1998 und 2002 im Parlament vertreten war. Mit dem Aufkommen der jüngeren, moderneren ultra-rechten Jobbik-Partei verbündete sich Csurka mit dem seit 2010 regierenden Orban. In seiner damaligen Bewerbung hatte Dörner der "entarteten, krankhaften liberalen Hegemonie" im Theaterbetrieb den Kampf angesagt. Unter seiner Intendanz verlor das bis dahin hoch angesehene Neue Theater praktisch das gesamte Ensemble. Der Spielplan, der seitdem vor allem aus nationalistisch und klerikal angehauchten Aufführungen besteht, zieht wenig Publikum an. Für die nun neu ausgeschriebene Intendanz bewarben sich neben Dörner elf weitere Kandidaten. In die engere Auswahl kam auch der Regisseur Viktor Bodo, der zuletzt Erfolge am Wiener Volkstheater feierte. In geschlossener Sitzung entschied sich das von der Orban-Partei Fidesz dominierte Stadtparlament für Dörner.

Gedenken an Erdbebenopfer beim Filmfest Venedig

Veranstalter sagen Galadinner ab

Das Filmfest Venedig gedenkt der Opfer des schweren Erdbebens in Mittelitalien. Das Galadinner und die Feier, die traditionell auf die abendliche Eröffnung folgen, wurden aus Respekt vor den Erdbebenopfern abgesagt. Außerdem richtete die Biennale ein Konto ein, um Spenden für die betroffene Region und Bevölkerung zu sammeln. Das Filmstudio des Eröffnungsfilms "La La Land" habe bereits "eine sehr großzügige Spende" zugesagt, sagte Festival-Chef Alberto Barbera am Mittwoch in Venedig. Das Festival drücke "sein tiefstes Mitgefühl für die Opfer des jüngsten Erdbebens" aus, hatte die Biennale schon zuvor erklärt. Urprünglich waren nach der Weltpremiere des Musicals "La La Land" am Mittwochabend ein Galadinner sowie ein Empfang am Strand geplant gewesen. Bei dem Erdbeben in der Region Latium in der Apennin-Gebirgsregion vergangene Woche kamen mehr als 290 Menschen ums Leben.

Theater im Ruhrgebiet bilden Netzwerk

Bühnen in der Region sollen gestärkt werden

Elf öffentliche Bühnen in neun Städten des Ruhrgebiets haben sich zum neuen Netzwerk RuhrBühnen zusammengeschlossen. Damit wollen sie der Theaterlandschaft im Ruhrgebiet zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit verhelfen und sich städteübergreifend stärker positionieren. Gemeinsam mit regionalen Verbänden will man neue Projekte im Bereich Marketing anstoßen und bei Veranstaltungen kooperieren, teilte der Verbund mit. Den Anfang macht eine gemeinsame Website, auf der die Spielpläne aller beteiligten Musik-, Tanz- und Sprechtheater zu finden sind. Denkbar sei in Zukunft aber auch ein "Ruhrgebiets-Abo" für Aufführungen verschiedener Bühnen, sagte der RuhrBühnen-Sprecher und Intendant des Theaters Oberhausen, Peter Carp, bei der Vorstellung des Netzwerks. Zum Verbund gehören das Schauspielhaus Bochum, das Theater Dortmund, der Duisburger Standort der Deutschen Oper am Rhein, das Tanztheater PACT Zollverein Essen, Theater und Philharmonie Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, das Theater Hagen, das Schlosstheater Moers, der Ringlokschuppen und das Theater an der Ruhr in Mülheim sowie das Theater Oberhausen.

Nachwuchspreis für Jugendliteratur an Que Du Luu

Autorin wird für den Roman "Im Jahr des Affen" ausgezeichnet

Die Schriftstellerin Que Du Luu (43) erhält den Nachwuchspreis für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur. Das teilte die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur mit. Der Titel des Romans "Im Jahr des Affen" bezieht sich auf das chinesische Horoskop, in dem das Jahr des Affen alle zwölf Jahre wiederkehrt und Veränderungen sowie Bewegung bedeutet. Die Autorin, die selbst mit drei Jahren über das Meer nach Europa flüchtete, erzähle authentisch über Probleme der Identität und Identitätsfindung, heißt es in der Begründung. Überzeugend sei ihr Blick auf Menschen, die seit Jahren in Deutschland lebten, hier arbeiteten und dennoch in ihrer eigenen Welt zu Hause seien. Der Nachwuchspreis für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur wird seit 2009 mit Unterstützung von Paul Maar und der Bayernwerk AG verliehen. Die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung wird Que Du Luu am 18. November in Volkach überreicht.

Neues Opernhaus öffnet in Dubai

Architektur erinnert an traditionelles arabisches Boot

Heute eröffnet in Dubai das neue Opernhaus. Es bildet das kulturelle Zentrum des Dubaier Opera Districts, in dessen Nähe sich Sehenswürdigekiten wie der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, der Burj Park und die Dubai Fountain befinden. Ein erster Entwurf für das Opernhaus von der im März verstorbenen Architektin Zaha Hadid wurde nicht verwirklicht. Stattdessen setzte Janus Rostock seine Idee um. Das Design der Dubai Opera gleicht der Form eines traditionellen arabischen Boots, der sogenannten "Dhow". Das moderne Gebäude bietet mit einem Theater, einem Konzertsaal und einer großen Veranstaltungsfläche Platz für 2.000 Zuschauer und umfasst neben einem Garten auch ein Restaurant auf dem Dach. Zur Eröffnung des Opernhauses tritt der Tenor Plácido Domingo auf.

Fotoreporter Marc Riboud gestorben

Bild von Vietnamkrieg-Gegnerin mit Blume wurde weltberühmt

Im Alter von 93 Jahren ist der französische Fotoreporter Marc Riboud gestorben. Riboud, dessen berühmtestes Foto eine Friedensaktivistin mit Blume vor US-Soldaten in der Zeit des Vietnamkriegs zeigt, starb am Dienstag, wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. 1923 in Lyon geboren, ließ Riboud sich zunächst zum Ingenieur ausbilden, bevor er sich ganz der Fotografie widmete. Nach Einladung von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa, den Gründern der legendären Fotoagentur Magnum, wurde er Mitarbeiter der Firma. Für Fotoreportagen bereiste er die ganze Welt und veröffentlichte in Magazinen wie "Life", "Stern", "Geo" und "Paris Match". Ribouds Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein bekanntestes Foto ist "La Fille à la fleur" ("Mädchen mit Blume") aus dem Jahr 1967. Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt eine Friedensaktivisten bei einer Großdemonstration gegen den Vietnamkrieg in Washington, wie sie mit einer Blume in der Hand vor Soldaten mit Gewehren und aufgestecktem Bajonett steht. Das Foto wurde zu einem Symbol des friedlichen Protestes gegen den Vietnamkrieg.

Mysteriöser Fleck auf Munchs "Schrei" ist Wachs

Weder Farbklecks noch Vogeldreck

Mit einer neuen Scanmethode hat das Osloer Nationalmuseum das Rätsel über einen merkwürdigen Fleck auf dem berühmtesten Werk des norwegischen Malers Edvard Munch gelöst: Der grau-weiße Spritzer auf dem Gemälde "Der Schrei" aus dem Jahr 1893 ist demnach Kerzenwachs. Lange hatten die Kunstexperten gerätselt, ob Munch an der Stelle Farbe verspritzt hatte oder ob vielleicht die Exkremente eines Vogels dort gelandet waren. "Wir gehen davon aus, dass eine Kerze vor dem Bild gestanden hat und das Wachs beim Ausblasen auf dem Bild gelandet ist, sagte die Forscherin Tine Frøysaker. "Der Schrei", von dem es vier Ausführungen gibt, ist eines der Hauptwerke des Expressionismus.

Carl-Orff-Preis für Christian von Gehren

Einsatz für das Werk des Komponisten gewürdigt

Der Dirigent Christian von Gehren hat den mit 20.000 Euro dotierten Carl-Orff-Preis 2016 erhalten. Damit wurde sein Einsatz für das Werk des Komponisten geehrt, sowie seine langjährige Arbeit als Dirigent der Andechser Festspiele. Orff-Stiftungspräsident Wilfried Hiller sagte, der Künstler habe in der Andechser Orff-Akademie einen Klangkörper geformt, "mit dem die ungewöhnlichen Partituren Orffs in jugendlicher Frische erklangen". Der Orff-Preis zeichnet in unregelmäßigen Abständen Persönlichkeiten oder Institutionen aus, die sich um den Komponisten und sein Werk verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Trägern zählen der Altphilologe Werner Thomas, der Ex-Intendant des Darmstädter Staatstheaters, John Dew, sowie der Intendant der Ruhr-Triennale, Heiner Goebbels.

Maschinenhalle der Zeche Zollern restauriert

Einmaliger Ort der Industriekultur

Die für ihr Jugendstil-Portal bekannte Maschinenhalle der Zeche Zollern wird nach fast zehnjähriger Sanierung wiedereröffnet. Am 5. September können Besucher des Industriemuseums in Dortmund die für knapp acht Millionen Euro erneuerte Halle begutachten. "Einen solchen Ort der Industriekultur gibt es keinen zweiten in Europa", sagte Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Er ist der Träger des Museums. Die rund 1000 Quadratmeter große Maschinenhalle gilt mit ihrem sichtbaren Stahlfachwerk als früher Industriebau der Moderne. Sie soll für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden. Publikumsmagnet soll neben dem Portal auch die elektrische Fördermaschine aus dem Jahr 1902 sein. Sie sei immer noch funktionstüchtig und soll bald wieder regelmäßig laufen, hieß es.

Christoph Jablonka spricht Homer Simpson

Geheimnis um neue Synchronstimme gelüftet

Christoph Jablonka leiht Homer Simpson seine Stimme. Bis zum Start der neuen "Simpsons"-Staffel am Dienstagabend war der Name des neuen deutschen Sprechers geheim. Der 60 Jahre alte Synchronsprecher war unter anderem in Kinderserien wie "Kleine Prinzessin" zu hören. Er hat aber auch schon Donald Trump in der Reality-Show "The Apprentice" synchronisiert. Der vorherige Synchronsprecher der Zeichentrickfigur war 26 Jahre lang Norbert Gastell. Er starb im November 2015 im Alter von 86 Jahren. Die Suche nach seinem Nachfolger hat einige Zeit gedauert. "Es war tatsächlich ziemlich schwierig", sagte Tom Schneider, der die Serie bei ProSieben seit 19 Jahren als Redakteur betreut. "Wir haben 100 Stimmen angehört und ungefähr 30 zum Casting eingeladen."

Filmfestival von Venedig beginnt

Damien Chazelle eröffnet mit "La La Land"

Am Mittwoch (20.00 Uhr) beginnt zum 73. Mal das Filmfestival von Venedig und der Kampf um den Goldenen Löwen. Zum ältesten Filmfestival der Welt werden wieder zahlreiche Stars erwartet. Hollywood ist diesmal besonders stark am Lido vertreten. Als Eröffnungsfilm wird bei der "Mostra" der Film "La La Land" des US-Regisseurs Damien Chazelle gezeigt - angekündigt als Remake des Genres Musical. Deutschland ist mit Wim Wenders' Film "The Beautiful Days of Aranjuez" im Wettbewerb vertreten, der auf einem Theaterstück des österreichischen Schriftstellers Peter Handke basiert. Am 10. September verleiht die neunköpfige Jury unter dem Vorsitz des Briten Sam Mendes den Goldenen Löwen. Zur Jury gehört auch die deutsche Schauspielerin Nina Hoss.

César Aira gewinnt in Literaturpreis Manuel Rojas

"Wunderbare Vielfalt seines Werkes"

Der argentinische Schriftsteller César Aira erhält den chilienischen Literaturpreis Manuel Rojas. Die Jury würdigt die "wunderbare Vielfalt seines Werkes". Der mit umgerechnet 54.000 Euro dotierte Preis soll Aira demnächst von Präsidentin Michelle Bachelet überreicht werden. Die Auszeichnung wird seit 2012 vergeben. Aira hatte 2014 bereits den Pariser Roger-Callois-Preis für lateinamerikanische Literatur gewonnen. Zu seinen knapp 100 Werken gehören Bücher wie "La prueba" ("Der Beweis"), "Cómo me hice monja" ("Wie ich Nonne wurde") und "Ema, la cautiva" ("Die Mestizin").

Moses Mendelssohn Medaille für Ulla Unseld-Berkewicz

Ehrung für Toleranz und Völkerverständigung

Ulla Unseld-Berkewicz (64) erhält die diesjährige Moses-Mendelssohn-Medaille. Sie wird für ihr "Wirken als Schriftstellerin und Verlegerin" geehrt, wie das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam mitteilte. Die Laudatio auf die Witwe des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld hält die Münchener Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Rachel Salamander. Erstmals wird die Medaille in diesem Jahr in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin verliehen. Die Auszeichnung ist nach dem jüdischen Philosoph Moses Mendelssohn (1729-1786) benannt. Das Zentrum vergibt sie seit Anfang der 1990er Jahre an jüdische und nicht-jüdische Persönlichkeiten für herausragende Leistungen in Wissenschaft, Kunst, Politik und zivilgesellschaftliches Engagement. Preisträger waren unter anderen der frühere Ministerpräsident Manfred Stolpe, der Dirigenten Daniel Barenboim, sowie die ehemaligen Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch. Der Preis wird Ulla Unseld-Berkewicz am 6. September in Berlin verliehen.

2800 Jahre alte Siedlung in Profen entdeckt

Tagebauarbeiten förderten dort bereits vor 10 Jahren goldenen Grabschmuck zu Tage

Archäologen haben in der Nähe von Zeitz im südlichen Sachsen-Anhalt die Reste einer bis zu 2800 Jahre alten Siedlung aus der Eisenzeit ausgegraben. Erste Funde werden am Mittwoch im Tagebau Profen vorgestellt. Neben Umrissen von Siedlungshäusern kamen auch Keramikscherben oder Gewandspangen zutage, wie die Archäologen vorab mitteilten. Auffällig seien die Funde sogenannter Miniaturgefäße aus Keramik, die möglicherweise kultischen Charakter haben. Die Grabungen laufen seit 2009. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft erschließt dort gerade ein neues Braunkohlefeld. 2006 wurde in Profen bereits ein 4000 Jahre altes Gräberfeld mit einem Goldschatz entdeckt.

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