Seit 17:05 Uhr Studio 9 kompakt

Samstag, 17.08.2019
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9 kompakt

Kulturnachrichten

Freitag, 26. August 2016

"Lied der Deutschen" feiert Jubiläum

Festakt auf Helgoland

Mit einem Festakt hat Helgoland die Entstehung des "Liedes der Deutschen" auf der Hochseeinsel vor 175 Jahren gefeiert. Am 26. August 1841 schrieb August Heinrich Hoffmann von Fallersleben das Werk, dessen dritte Strophe die heutige Nationalhymne ist, auf dem Roten Felsen. "Hoffmanns Freiheits- und Einheitslied blieb der Durchbruch zur Hymne lange verwehrt", sagte der frühere SPD-Vorsitzende Björn Engholm in seiner Festrede. In der Weimarer Republik wurde das "Lied der Deutschen" schließlich zur deutschen Nationalhymne. Ab 1933 missbrauchten die Nationalsozialisten den Text. "Die Erinnerung an den gnadenlosen Verrat des NS-Systems an den Idealen Hoffmanns hat vielen das Singen der Hymne lange schwergemacht", betonte Engholm. Seit Anfang der 50er Jahre wird bei offiziellen Anlässen nur noch die unverfängliche dritte Strophe gesungen. Von 1840 bis 1842 reiste Hoffmann von Fallersleben im Sommer auf das damals britische Helgoland.

Immer mehr Deutsche lesen englische Originalliteratur

Interesse erstreckt sich über alle Altersgruppen

Immer mehr Deutsche lesen englische Originalliteratur. Das Theater-Skript „Harry Potter and the Cursed Child" steht auf Platz eins der deutschen Bestseller-Listen. Und bildet laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels nur die Spitze des Eisbergs. Laut der Fachzeitschrift „buchreport" verkauften sich nach Harry Potter in diesem Jahr am besten Werke von Jojo Moyes, Harper Lee und Paula Hawkins. Das Interesse erstreckt sich über alle Altersgruppen, sagte Marlene Schmidt von der Marga Schöller Bücherstube in Berlin heute im Deutschlandradio Kultur. "Das Interesse an englischsprachigen Büchern ist hierzulande in den letzten Jahren gestiegen", sagt Thomas Koch, Pressesprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Der Buchhandel hat schon lange mit eigenen englischen Abteilungen auf den Trend reagiert.

Jugendmagazin "Bravo" feiert 60. Geburtstag

Ursprünglich als Film- und Fernsehzeitschrift konzipiert

Heute vor sechzig Jahren erschien die erste Ausgabe des Magazins „Bravo". Damals noch als Film- und Fernsehzeitschrift und mit einem Fortsetzungsroman. Eine erfolgreiche Jugendzeitschrift für Teenies wurde sie erst ein paar Jahre später. Dazu trug auch die Aufklärungskolumne des Dr. Sommer bei. Für viele Jugendliche die einzige Quelle, die ihnen Informationen über das Tabuthema Sex lieferte. Die Kolumne landete im prüden Deutschland des Jahres 1972 sogar auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften. Seit langem leidet die Print-Ausgabe der „Bravo aber unter Auflagenschwund. In den sozialen Medien ist das Magazin aber nach wie vor gut vertreten.

Blog aus dem ARD-Hauptstadtstudio geht online

Neue multimediale Plattform für bundespolitische Berichterstattung

Das ARD-Hauptstadtstudio startet einen eigenen Blog. Die neue multimediale Plattform für bundespolitische Berichterstattung steht unter dem Motto «Wir berichten, hinterfragen, diskutieren" und soll am 28. August online gehen, wie das ARD-Hauptstadtstudio mitteilte. Der Blog (http://blog.ard-hauptstadtstudio.de) solle mehr bundespolitische Hintergrundberichterstattung ermöglichen, die den Berliner Politikbetrieb unter die Lupe nimmt und analysiert. "Wir wollen damit in einen direkteren Austausch mit unserem Publikum treten und im schnellen Nachrichtengeschäft eigene Schwerpunkte setzen", erklärte die Studioleiterin und Chefredakteurin Fernsehen Tina Hassel. Zum Auftakt am Sonntag beantworten Hassel und der ARD-Korrespondent Matthias Deiß nach dem Sommerinterview mit Kanzlerin Angela Merkel Fragen der Zuschauer und stellen sich der Diskussion.

Iris Berben bekommt Stern auf dem Boulevard der Stars

Installation am Potsdamer Platz ist Berliner Pendant zum Walk of Fame

Iris Berben, Matthias Schweighöfer und Helge Schneider bekommen einen Stern auf dem Berliner Boulevard der Stars. Die beiden Schauspieler und der Komiker werden bei der Zeremonie am 9. September dabei sein, teilten die Organisatoren in Berlin mit. Der Drehbuchautor Karl Heinz Willschrei wird posthum mit einem Stern geehrt. Die Installation am Potsdamer Platz ist das Berliner Pendant zum Walk of Fame in Hollywood. Seit 2010 werden dort Film- und Fernsehschaffende gewürdigt. Neu ist ein Info-System, das über SMS oder den QR-Code auf dem Handy funktioniert.

ARD-Musikwettbewerb mit Nachwuchskünstlern

Organisatoren rechnen mit rund 18000 Besuchern

199 Nachwuchsmusiker kämpfen von Montag an drei Wochen lang um Preise des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Wie der Bayerische Rundfunk in München mitteilte, treten Künstler aus 44 Ländern in den Kategorien Kontrabass, Horn, Harfe und Streichquartett an. Die Wettbewerbsrunden werden an verschiedenen Orten in München ausgetragen. Die Organisatoren rechnen mit rund 18000 Besuchern, einige Konzerte werden live im Radio und per Videostream übertragen. Der Musikwettbewerb findet in diesem Jahr zum 65. Mal statt und gilt laut Veranstalter für die meisten Orchesterinstrumente als einer der bedeutendsten der Welt. Insgesamt gibt es 180 000 Euro an Preisgeldern zu gewinnen.

Filmkomponist Hans Zimmer gewinnt Plagiatsstreit

Kläger bittet per Brief um Entschuldigung

Der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer ist aus einem Rechtsstreit um den angeblich von ihm abgekupferten Soundtrack von "12 Years a Slave" als Sieger hervorgegangen. Von seinem Kollegen und Kläger Richard Friedman bekam der gebürtige Frankfurter nach dem Urteil zudem eine schriftliche Entschuldigung. Er bereue zutiefst, die Plagiatsklage erhoben und ihm damit Kosten verursacht zu haben, schrieb Friedman in einem Brief an Zimmer. Er habe damals auf Grundlage einer falschen Einschätzung eines Musikexperten geklagt. Zimmer zeigte sich in einer Reaktion dankbar. Er hoffe, dass der Fall andere betroffene Künstler darin bestärke, dass Gerechtigkeit möglich sei. Zugleich hoffe er, dass potenzielle Kläger abgeschreckt würden, schrieb er mit Blick auf aufsehenerregende Plagiatsstreitereien in der jüngeren Vergangenheit.

Wohl letzter Brief von Ludwig II. präsentiert

Umstände seines Todes nach wie vor ungeklärt

Der wohl letzte Brief des sagenumwobenen Bayern-Königs Ludwig II. nährt Zweifel an der Theorie vom verrückten "Kini". CSU-Politiker Peter Gauweiler präsentierte das Schreiben anlässlich des 171. Geburtstages von Ludwig II., wie die "Welt" berichtete. Danach ist der Brief vom 10. Juni 1886, der der Öffentlichkeit bisher unbekannt war, an Ludwigs Vetter Prinz Ludwig Ferdinand gerichtet - der "vermutlich letzte eigenhändige Brief des Monarchen", wie die Zeitung schreibt. Auch die "Bild" und die "Süddeutsche Zeitung" berichten darüber. Besondere Bedeutung erhält der Brief laut Gauweiler, weil er belege, dass der König geistig klar genug war, die ihm drohende Gefahr zu erkennen. Er habe wohl geahnt, dass er abgesetzt werden sollte. Am 9. Juni 1886 wurde Ludwig II. entmündigt, am 13. Juni ertrank er im Starnberger See. Um die Umstände seines Todes - ob es Suizid war oder nicht - ranken sich viele Gerüchte.

Wedel verlängert Intendanz bei Bad Hersfelder Festspielen

Sandy Mölling als beliebteste Schauspielerin der Festspiele geehrt

Regisseur Dieter Wedel bleibt langfristig Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Der 73-Jährige stimmte einer Vertragsverlängerung bis 2022 zu, wie er in Bad Hersfeld mitteilte. Der ursprüngliche Kontrakt lief bis zum Ende der Saison 2018 bei dem Freilicht-Theaterfestival. Der Magistrat hatte am Montagabend beschlossen, den Vertrag mit Wedel um vier weitere Jahre verlängern zu wollen. Dem obersten Verwaltungsgremium der Stadt gehören neben Bürgermeister Thomas Fehling acht Stadträte an. "Ich freue mich besonders, dass diese Entscheidung ohne Gegenstimme gefallen ist. Das ist eine Bestätigung unser aller Arbeit", teilte Wedel mit. Im Vorjahr absolvierte Wedel eine viel beachtete Premieren-Saison mit großem Erfolg. Auch für sein Programm in der aktuellen, am Sonntag endenden Spielzeit bekam er von Kritikern viel Anerkennung und Lob. Wedel gelang es in beiden Spielzeiten, bekannte Bühnen- und Fernsehschauspieler zu verpflichten und so die Aufmerksamkeit für das Festival zu erhöhen. Sandy Mölling, ehemalige Sängerin der Popgruppe "No Angels", ist vom Publikum zur beliebtesten Schauspielerin der Bad Hersfelder Festspiele gekürt worden. Sie gewann eine Online-Abstimmung und erhielt dafür einen Silberring. Mölling hatte das Blumenmädchen Eliza in dem Musical "My Fair Lady" gespielt. In einer Videobotschaft bedankte sich die 35-Jährige von ihrem Wohnort in Kalifornien aus. Die Festspiele haben mit rund 96.000 Besuchern ihr bestes Ergebnis seit zehn Jahren erzielt. Zu den am Sonntag zu Ende gehenden Aufführungen seien 18.000 Besucher mehr gekommen als im Vorjahr, gab Intendant Dieter Wedel bekannt. Dies sei eine Steigerung um 23 Prozent.

Katharina Wagner verteidigt Bayreuther TV-Übertragung

Opernfestspiele wurden erstmals im Fernsehen und Kino live gesendet

Die Leiterin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, hat die Kino- und TV-Übertragungen der Opern-Inszenierungen vom Grünen Hügel verteidigt. "Auch wenn viele denken, das kannibalisiert sich gegenseitig - das ist nicht der Fall, sagte die 38 Jahre alte Opernregisseurin und Urenkelin von Richard Wagner dem "Nordbayerischen Kurier". "Ich habe viele Kommentare gelesen, von Leuten, die "Parsifal" im Kino, im Fernsehen oder live gesehen hatten, und die sprachen von sehr unterschiedlichen Eindrücken." Es handle sich um verschiedene Erlebnisebenen. "Darüber hinaus ist es ein Angebot an all diejenigen, die kein Ticket kaufen können oder verhindert sind." Die Bayreuther Festspiele enden am Sonntag. Katharina Wagners Vertrag als Leiterin der Festspiele läuft bis 2020.

Künstlerischer Leiter des Moers Festivals geht

Aufsichtsrat nimmt Reiner Michalkes Rücktrittsangebot an

Der langjährige künstlerische Leiter des renommierten Jazz-Festivals in Moers, Reiner Michalke, gibt sein Amt ab. Der Aufsichtsrat der Moers Kultur GmbH habe Michalkes Rücktrittsangebot vergangene Woche einstimmig angenommen und der vorzeitigen Auflösung des Vertrages zugestimmt, sagte Geschäftsführer Dirk Hohensträter auf Anfrage. Zuvor hatte die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) über den Abgang berichtet. Dem Rücktritt Michalkes waren monatelange Querelen um die finanzielle Situation des Festivals vorausgegangen. Michalke hatte das Festival elf Jahre geleitet. Sein Vertrag datierte ursprünglich bis 2020.

Jazz-Tonmeister Rudy van Gelder gestorben

Er prägte den Sound legendärer Schallplatten-Einspielungen

Der amerikanische Toningenieur Rudy Van Gelder, der mit Jazz-Größen wie Miles Davis, Thelonious Monk und John Coltrane Platten aufnahm, ist tot. Er starb am Donnerstag in seinem Haus in Englewood Cliffs (US-Staat New Jersey), wie seine Assistentin der "New York Times" bestätigte. Van Gelder wurde 91 Jahre alt. Das berühmte Jazzlabel "Blue Note Records", mit dem der Tonmeister in den 1950er und 1960er eng zusammenarbeitete, bedauerte den Tod einer "Blue Note Legende". "Danke Rudy", schrieb das Label auf Twitter. Der Grammy-Musikverband würdigte den Techniker als "brillanten Handwerker", der den Klang der wichtigsten Jazz- Aufnahmen aller Zeiten mit prägte. In Englewood Cliffs betrieb der gelernte Augenoptiker seit 1959 ein eigenes Tonstudio. Zu seinen berühmtesten Aufnahmen zählen John Coltranes "A Love Supreme", Miles Davis' "Walkin'" und Herbie Hancocks "Maiden Voyage".

Rund 300 historische Bauten in Italien beschädigt

Nach Beben kann Begutachtung noch nicht von Experten durchgeführt werden

Mindestens 293 historisch bedeutende Bauten sind nach dem Erdbeben in Mittelitalien zerstört oder schwer beschädigt worden. Das sagte Kulturminister Dario Franceschini nach einer ersten Bilanz laut Medienberichten in Rom. Dazu gehörten Dutzende Kirche- und Klöstergebäude. Die Erhebung beziehe sich jedoch nur auf die Region im Umkreis von 20 Kilometern um das Epizentrum des Bebens. Die Zahl der Schadensmeldungen werde noch steigen, ergänzte die Generalsekretärin des Ministeriums. Am Donnerstag hatte eine Krisensitzung mit der für Kulturgüter zuständigen Sonderabteilung der Polizei stattgefunden. Derzeit dürfen den Angaben zufolge aus Sicherheitsgründen noch nicht einmal Experten der Kulturbehörden, sondern nur Carabinieri erste Begutachtungen im Katastrophengebiet vornehmen. Die historischen Ortskerne der getroffenen Gemeinden sollten so wiederaufgebaut werden, sagte Franceschini. Mit Blick auf einen künftigen Wiederaufbau der zerstörten oder beschädigten Kulturgüter gelte es, schon bei den Räumungsarbeiten aktiv zu werden, denn Trümmer kulturgeschichtlich wertvoller Gebäude würden bei deren Restaurierung benötigt.

Erfurter "Wolfram-Leuchter" ist nicht jüdischen Ursprungs

Bronzestatue wurde laut Materialprüfung erst im zwölften Jahrhundert gegossen

Der berühmte "Wolfram-Leuchter" im Erfurter Dom ist nicht jüdischen Ursprungs. Wie die Universität Erfurt mitteilte, wurde der Nachweis dazu am Donnerstag bei einer nicht-öffentlichen Fachtagung erbracht. Der Religionswissenschaftler Jörg Rüpke hatte im Mai dieses Jahres die Hypothese aufgestellt, dass die mittelalterliche Bronzestatue ursprünglich den biblischen Hohepriester Aaron dargestellt und als Thora-Halter in einer Synagoge gedient habe. Im Zusammenhang mit dem Judenpogrom 1349 sei sie "in christlichen, vielleicht zunächst städtischen Besitz und später in den Erfurter Mariendom gelangt - sei es zur Erhaltung, sei es als Plünderungsgut". Aufgrund einer Materialprüfung habe die Figur nun neu datiert werden können, teilte die Universität mit. Demnach sei sie erst in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegossen worden. Die lebensgroße Darstellung gilt als älteste freistehende Bronzeskulptur eines Menschen, die aus dem hochmittelalterlichen Europa erhalten blieb. Die 290 Kilo schwere Statue trägt an ihrem Gürtel den Schriftzug "Wolfram" und hält in jeder Hand eine Kerze.

Italiens Museen spenden Einnahmen für Erdbebenopfer

Kulturminister empfiehlt staatliche Ausstellungen zu besuchen

Alle Einnahmen staatlicher Museen in Italien am kommenden Sonntag sollen den Erdbebenregionen des Landes zugutekommen. Das teilte Kulturminister Dario Franceschini mit. Er verband dies mit dem Appell, als Zeichen der Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung ins Museum zu gehen. Durch das Beben in Mittelitalien am Mittwochmorgen kamen nach bisherigem Stand mindestens 247 Menschen ums Leben; Tausende sind obdachlos. 

Princes Anwesen Paisley Park öffnet als Museum

Studios wurden auch von Madonna und Stevie Wonder genutzt

Die legendären Studios des im April gestorbenen Pop-Sängers Prince bei Minneapolis werden der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht. Die Eröffnung wurde von den Organisatoren für den 6. Oktober angekündigt. Eine Woche später ist in Minneapolios ein Gedenkkonzert für den Sänger geplant, der mit 57 Jahren auf dem Anwesen Paisley Park an einer Überdosis Schmerzmitteln starb. "Zu seinen Lebzeiten haben nur ein paar hundert Menschen die Gelegenheit gehabt, sich das Anwesen anzusehen", sagte Princes Schwester Tyka Nelson. Künftig könnten die Fans aus aller Welt diese "unglaubliche" Erfahrung machen. Die Vermögensverwalter rechnen damit, dass täglich bis zu 2000 Gäste den vier Studios umfassenden Komplex besuchen werden. Dort können auch tausende persönliche Hinterlassenschaften von Prince in Augenschein genommen werden, darunter seine extrem ausgefallenen Kostüme. Mit den Jahren entwickelte sich Paisley Park zu einem Zentrum der Musikindustrie, die Studios wurden unter anderem von Madonna, Stevie Wonder und R.E.M. angemietet. In den letzten Lebensjahren veranstaltete Prince in seinen Studios auch Tanz-Partys.

"Toni Erdmann" ist für die Jury modern und universell

Film als deutscher Beitrag für fremdsprachigen Oscar eingereicht

Die Entscheidung der Jury, Maren Ades Spielfilm "Toni Erdmann" als deutschen Beitrag für den fremdsprachigen Oscar einzureichen, verknüpft das 9köpfige Team mit "großer Hoffnung". Sprecherin Felicitas Darschin vom Bundesverband Regie sagte: "Toni Erdmann" sei ein Film, "der anders ist, weil er auch eine ganz eigene Regiehandschrift und eine sehr tiefe und vielschichtige Charakterstudie" hat. Das seien Kriterien, um sich im großen Rennen auf diesen internationalen Preis durchzusetzen. Zumal die Geschichte keine historische Aufarbeitung ist, sondern ein "universelles Thema" aufgreift. "Wir haben auch gedacht, wir wählen dieses Jahr mal etwas aus, was filmsprachlich und inhaltlich etwas moderner ist". Koordiniert von der German Films Service + Marketing GmbH hatten Berufsverbände und Institutionen in Deutschland auch in diesem Jahr eine Jury zusammengestellt. Maren Ades Film hatte bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes für viel Furore gesorgt und wurde erst am Dienstag von der internationalen Vereinigung von Filmkritikern und Filmjournalisten (FIPRESCI) zum "Film des Jahres" gekürt. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood wird am 17. Januar 2017 eine Shortlist der eingesendeten Bewerbungen aus dem Ausland veröffentlichen, um eine Woche später die fünf von ihr nominierten Filme bekanntzugeben. Die Oscarverleihung findet am 26. Februar 2017 in Hollywood statt.

Dwayne Johnson ist bestbezahlter Hollywood-Schauspieler

Schauspielerinnen verdienen viel weniger

Dwayne "The Rock" Johnson ist der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods. Laut einer am Donnerstag vom Wirtschaftsmagazin "Forbes" veröffentlichten Liste der Spitzenverdiener der Filmbranche scheffelte der ehemalige Wrestler von Juni 2015 bis Juni 2016 unter anderem dank der erfolgreichen "The Fast and the Furious"-Reihe 64,5 Millionen Dollar. Auf den Plätzen folgen Jackie Chan mit 61 Millionen und Matt Damon mit 55 Millionen Dollar. Tom Cruise strich 53 Millionen ein, Johnny Depp 48 Millionen. Der Spitzenreiter des vergangenen Jahres, "Ironman" Robert Downey Jr., rutschte auf den achten Rang ab. Die männlichen Hollywood-Schauspieler verdienen damit deutlich mehr als ihre Kolleginnen. Die am Dienstag veröffentlichte Liste der bestbezahlten Schauspielerinnen führte Jennifer Lawrence mit 46 Millionen Dollar an. Damit hätte sie es bei den Männer nicht einmal unter die Top Fünf geschafft.

Modeschöpferin Sonia Rykiel ist tot

"Königin des Strick" starb mit 86 Jahren

Die französische Modeschöpferin Sonia Rykiel ist tot. Berühmt wurde die Designerin mit den feuerroten Haaren durch schwarze Strickkleider mit bunten Streifen. Die "Königin des Strick" starb im Alter von 86 Jahren in Paris an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag sagte. Rykiel wurde 1930 in Paris geboren. Ihre erste eigene Boutique eröffnete sie 1968, im selben Jahr gründete sie auch das Modeunternehmen, das ihren Namen trägt.

Deutsche Statistik verzeichnet 39 Millionen Theatergäste

Bühnenverein veröffentlicht Besucherzahlen der Saison 2014/2015

In der Spielzeit 2014/2015 wurden stabile Besucherzahlen registriert. Rund 21 Millionen Besucher zählten die Staats- Stadt- und Landesbühnen. Mehr als 11 Millionen Gäste hatten die Privattheater, denen erstmals auch das Musical-Unternehmen Stage Entertainment zugeschlagen wurde. Hinzu kommen die Besucher von Festspielen und Konzerten. Die Zahl der Vorstellungen der öffentlich getragenen Theater und Orchester sank dabei um 0,4 Prozent. Dem standen gestiegene Eigeneinnahmen um 1,6 Prozent oder 535 Millionen Euro gegenüber. Erneut stieg die Zahl der freien Mitarbeiter: Von gut 25.000 auf 27.000. Die Theaterstatistik des Deutschen Bühnevereins dokumentiert die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Theater und Orchester. Insgesamt 142 Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen sowie 130 Orchester, 221 Privattheater und 77 Festspiele wurden 2014/2015 mit ihren Einnahmen und Ausgaben, Personalangaben, Besucherzahlen und Veranstaltungen ausgewertet.

Kulturnachrichten hören

August 2016
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur