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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. August 2016

"Toni Erdmann" ist für die Jury modern und universell

Das sagte die Sprecherin Deutschlandradio Kultur

Die Entscheidung der Jury, Maren Ades Spielfilm "Toni Erdmann" als deutschen Beitrag für den besten fremdsprachigen Oscar einzureichen, verknüpft das 9köpfige Team mit "großer Hoffnung". Sprecherin Felicitas Darschin vom Bundesverband Regie sagte: "Toni Erdmann" sei ein Film, "der anders ist, weil er auch eine ganz eigene Regiehandschrift und eine sehr tiefe und vielschichtige Charakterstudie" hat. Das seien Kriterien, um sich im großen Rennen auf diesen internationalen Preis durchzusetzen. Zumal die Geschichte keine historische Aufarbeitung ist, sondern ein "universelles Thema" aufgreift. "Wir haben auch gedacht, wir wählen dieses Jahr mal etwas aus, was filmsprachlich und inhaltlich etwas moderner ist". Koordiniert von der German Films Service + Marketing GmbH hatten Berufsverbände und Institutionen in Deutschland auch in diesem Jahr eine Jury zusammengestellt. Maren Ades Film hatte bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes für viel Furore gesorgt und wurde erst am Dienstag von der internationalen Vereinigung von Filmkritikern und Filmjournalisten (FIPRESCI) zum "Film des Jahres" gekürt. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood wird am 17. Januar 2017 eine Shortlist der eingesendeten Bewerbungen aus dem Ausland veröffentlichen, um eine Woche später die fünf von ihr nominierten Filme bekanntzugeben. Die Oscarverleihung findet am 26. Februar 2017 in Hollywood statt.

Dwayne Johnson ist bestbezahlter Hollywood-Schauspieler

Schauspielerinnen verdienen viel weniger

Dwayne "The Rock" Johnson ist der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods. Laut einer am Donnerstag vom Wirtschaftsmagazin "Forbes" veröffentlichten Liste der Spitzenverdiener der Filmbranche scheffelte der ehemalige Wrestler von Juni 2015 bis Juni 2016 unter anderem dank der erfolgreichen "The Fast and the Furious"-Reihe 64,5 Millionen Dollar. Auf den Plätzen folgen Jackie Chan mit 61 Millionen und Matt Damon mit 55 Millionen Dollar. Tom Cruise strich 53 Millionen ein, Johnny Depp 48 Millionen. Der Spitzenreiter des vergangenen Jahres, "Ironman" Robert Downey Jr., rutschte auf den achten Rang ab. Die männlichen Hollywood-Schauspieler verdienen damit deutlich mehr als ihre Kolleginnen. Die am Dienstag veröffentlichte Liste der bestbezahlten Schauspielerinnen führte Jennifer Lawrence mit 46 Millionen Dollar an. Damit hätte sie es bei den Männer nicht einmal unter die Top Fünf geschafft.

Modeschöpferin Sonia Rykiel ist tot

"Königin des Strick" starb mit 86 Jahren

Die französische Modeschöpferin Sonia Rykiel ist tot. Berühmt wurde die Designerin mit den feuerroten Haaren durch schwarze Strickkleider mit bunten Streifen. Die "Königin des Strick" starb im Alter von 86 Jahren in Paris an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag sagte. Rykiel wurde 1930 in Paris geboren. Ihre erste eigene Boutique eröffnete sie 1968, im selben Jahr gründete sie auch das Modeunternehmen, das ihren Namen trägt.

Graceland Holdings vermarktet das Anwesen von Prince

Am 6. Oktober beginnen Führungen auch durch die Privaträume

Die Firma, die seit über 30 Jahren die Besuchertouren durch das Anwesen von Elvis Presley organisiert, hat auch die Vermarktung für Studio- und Privaträume des im April gestorbenen Prince übernommen. Ab 6. Oktober wird es geführte Touren in Paisley Park in Minnesota geben. Pro Tag werde mit bis zu 2000 Besuchern gerechnet. Alle 10 Minuten würden Gruppen durch den Gebäudekomplex geleitet. Für die 70minütige Tour werden knapp 40 US-Dollar verlangt.

Deutsche Statistik verzeichnet 39 Millionen Theatergäste im Jahr

Das teilte der Deutsche Bühnenverein mit

In der Spielzeit 2014/2015 wurden stabile Besucherzahlen registriert. Rund 21 Millionen Besucher zählten die Staats- Stadt- und Landesbühnen. Mehr als 11 Millionen Gäste hatten die Privattheater, denen erstmals auch das Musical-Unternehmen Stage Entertainment zugeschlagen wurde. Hinzu kommen die Besucher von Festspielen und Konzerten. Die Zahl der Vorstellungen der öffentlich getragenen Theater und Orchester sank dabei um 0,4 Prozent. Dem standen gestiegene Eigeneinnahmen um 1,6 Prozent oder 535 Millionen Euro gegenüber. Erneut stieg die Zahl der freien Mitarbeiter: Von gut 25.000 auf 27.000. Die Theaterstatistik des Deutschen Bühnevereins dokumentiert die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Theater und Orchester. Insgesamt 142 Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen sowie 130 Orchester, 221 Privattheater und 77 Festspiele wurden 2014/2015 mit ihren Einnahmen und Ausgaben, Personalangaben, Besucherzahlen und Veranstaltungen ausgewertet.

Seyla Benhabib hält Laudatio auf Friedenspreisträgerin Emcke

Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit

Die amerikanische Philosophin Seyla Benhabib hält bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels die Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin Carolin Emcke. Die in Istanbul geborene Benhabib war Humboldt-Stipendiatin bei Jürgen Habermas und lehrt an der Yale Universität. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der kritischen Politischen und der feministischen Theorie. Benhabib ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und wurde in Deutschland zuletzt mit dem Meister-Eckhart-Preis ausgezeichnet. Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 23. Oktober in der Paulskirche verliehen.

Internationaler Kongress über Zwangslager im 20. Jht.

Er findet Ende August in der Gedenkstätte Ravensbrück statt

Mehr als 100 Wissenschaftler aus elf Ländern werden vom 28. August bis zum 2. September über die politischen Zwangslager des 20. Jahrhunderts diskutieren. Das teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit. "Das Bild ist in der öffentlichen Wahrnehmung nachhaltig durch die nationalsozialistischen Konzentrationslager geprägt", heißt es in der Mitteilung. Dagegen wolle die jüngere historische Forschung den Kontext etwa zu stalinistischen Gulags, der Internierung von Frauen im kolonialen Kenia oder deutschen Kolonien in Afrika herstellen. Dabei werde es um die Rolle der Arbeit in den Lagern, verschiedenen Formen der Repression und den Zusammenhang mit Zwangsumsiedlungen gehen.

Berliner Volksbühne und Gorki sind Theater des Jahres

Kritiker von "Theater heute" halten Berliner Bühnen für besonders überzeugend

Die Berliner Volksbühne und das Berliner Maxim Gorki Theater sind gleichauf zum Theater das Jahres gewählt worden. In der traditionellen Umfrage der Zeitschrift "Theater heute" gaben jeweils sechs von insgesamt 43 Kritikern den beiden recht unterschiedlichen Häusern ihre Stimme. Darstellerin des Jahres wurde den Angaben zufolge die Burg-Schauspielerin Caroline Peters ("Mord mit Aussicht"). Als bester Schauspieler setzte sich Edgar Selge mit einem Houellebecq-Stück am Hamburger Schauspielhaus durch. Zur Inszenierung des Jahres wählten die Kritiker die Neuinterpretation von Ibsens Drama "John Gabriel Borkman", die Shootingstar Simon Stone als Koproduktion von Wiener Burgtheater und Schauspiel Basel realisiert hat.

Suche nach Nazi-Gold in Polen erfolglos

"Kein Zug, kein Tunnel" erklärte ein Sprecher des Suchteams

Der deutsche Hobbyhistoriker Andreas Richter und sein polnischer Kollege Piotr Koper haben umsonst schweres Gerät nach Walbrzych transportieren lassen. Die Experten der Universität Krakau hatten recht: Es konnte keine Spur eines unterirdisch abgestellten Zuges der Nationalsozialisten gefunden werden, in dem die beiden Goldsucher einen legendären Schatz vermuteten. Richter und Koper sagten, dass von ihnen durchgeführte Radar-Tests bestätigt hätten, dass sich der Zug an dieser Stelle befinde. Daraufhin hatten sie vergangene Woche mit ihren Grabungen begonnen. Nun hätte sich aber keine Spur von einem Zug gefunden.

Lollapalooza-Festival in Berlin erhält Ausnahmegenehmigung

Es findet am 10. und 11. September statt

Die Bezirksbehörden und das untere Denkmalschutzamt verpflichten den Veranstalter, die Anlagen in Treptow zu schützen und alle entstehenden Schäden auf eigene Kosten beseitigen. Weil Bewohner rund um den Treptower Park Lärmbelästigung befürchten, würden die Anwohner noch in dieser Woche detaillierte Informationen erhalten, teilte der Veranstalter mit. An den beiden Konzerttagen werden etwa 140.000 Besucher erwartet. Weil am letztjährigen Veranstaltungsort, dem alten Flughafen Tempelhof, Geflüchtete untergebracht sind, musste das Festival umziehen. Im Treptower Park soll Lollapalooza nur dieses Jahr stattfinden. Der mögliche Veranstaltungsort im kommenden Jahr steht noch nicht fest.

Kirche hält historischen Bücherschatz zurück

Forscher wollten die Bücher digitalisieren

Ein großer Bestand an historischen kirchlichen Handschriften, auf den Forscher in einem Kloster im oberbayerischen Altomünster gestoßen waren, befindet sich vorerst unter Verschluss. Wie Projektleiter Volker Schier sagte, hatten er und ein internationales Team geplant, die Bücher, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, zu digitalisieren. Seitdem das Kloster aufgelöst wird, hält der Vatikan die Bestände jedoch zurück. Der Heilige Stuhl hatte im Dezember 2015 die Auflösung des Klosters verfügt, nachdem nur noch eine Nonne im Konvent verblieben war. Die verbliebene Priorin habe zum Zeitpunkt des Fundes im Oktober 2015 den Forschern ihre Zustimmung erteilt, sagte Schier. Die päpstliche Kommissarin für die Auflösung verweigere aber nun den Zugriff und jegliche Kommunikation.

Ethan Hawke erhält Ehrenpreis von San Sebastián

Filmfestival ehrt ihn für sein Talent als Darsteller, Autor und Regisseur

Hollywood-Star Ethan Hawke wird mit dem Ehrenpreis des Filmfestivals von San Sebastián ausgezeichnet. Der vierfach Oscar-nominierte Schauspieler ("Before Sunset") werde damit für sein vielschichtiges Talent sowohl als Darsteller als auch als Drehbuchautor und Regisseur geehrt, das er bereits seit 30 Jahren unter Beweis stelle, teilten die Organisatoren mit. Hawke soll den Preis am 17. September erhalten.

Urteil in bizarrem Kunst-Prozess um Peter Doig

Das Gericht gab dem Künstler Recht

Der Maler Peter Doig hat in einem skurrilen Kunst-Prozess um ein angeblich von ihm stammendes Bild Recht bekommen. Das rund 40 Jahre alte Landschaftsgemälde stamme nicht von Doig, urteilte ein Gericht in Chicago. Geklagt hatte ein früherer Gefängnisaufseher aus Kanada, der das Bild in den 70er Jahren gekauft hatte - angeblich von Doig in einem Gefängnis. Der Maler gab jedoch an, nie dort gewesen zu sein. Daraufhin verklagte der frühere Aufseher Doig auf sieben Millionen Dollar Schadenersatz, weil er das Bild nun nicht mehr teuer verkaufen konnte. Die Gemälde des in Großbritannien geborenen Doig haben in der Vergangenheit teils zweistellige Millionenbeträge eingebracht. Doig lehrt an der Kunstakademie Düsseldorf und lebt hauptsächlich in Trinidad und New York.

Burundis Polizei nimmt acht Social-Media-Aktivisten fest

Erneuter Schlag gegen unabhängige Berichterstattung

Die Polizei im ostafrikanischen Burundi hat acht Aktivisten festgenommen, die die Regierung und staatliche Institutionen in sozialen Medien verunglimpft haben sollen. Die acht Personen seien am Sonntag in der Hauptstadt Bujumbura auf frischer Tat ertappt worden, sagte ein Polizeisprecher dem britischen Rundfunksender BBC. Die Festnahmen werden als neuer Schlag gegen unabhängige Berichterstattung in Burundi gewertet. Die Regierung des umstrittenen Präsidenten Pierre Nkurunziza geht seit mehr als einem Jahr mit harter Hand gegen Journalisten vor und hat zahlreiche private Medienunternehmen geschlossen. Unabhängige Informationen über die Lage in dem krisengeschüttelten Land sind seitdem fast ausschließlich über soziale Medien wie Twitter oder Facebook verfügbar.

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