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Kulturnachrichten

Donnerstag, 18. August 2016

Halles OB will sich für Kulturhauptstadt bewerben

Reges Interesse bei einigen deutschen Städten für 2025

Halles Bürgermeister Bernd Wiegand strebt - wie auch schon Magdeburg - eine Bewerbung seiner Stadt um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" an. Wiegand werde dem Stadtrat eine Beschlussvorlage zur Bewerbung vorlegen, teilte ein Stadtsprecher mit. Bei einem positiven Votum solle bis Februar 2017 ein Grobkonzept erstellt werden. "Der Titel Kulturhauptstadt Europas wird im Jahr 2025 nach Deutschland vergeben - Halle ist eine lebendige Kulturmetropole Europas", hieß es in der Mitteilung. Die Stadt Magdeburg bereitet sich seit vielen Jahren auf die Bewerbung vor. Interesse an einer Bewerbung haben auch Nürnberg, Chemnitz, Dresden und Mannheim bekundet.

Ötzis Kleidung stammte von fünf Tierarten

Neue Erkenntnisse über die Eismumie

Erstmals können Forscher genau bestimmen, von welchen Tierarten die Kleidung der jahrtausendalten Eismumie Ötzi stammt. Es wurden mindestens fünf verschiedene Tierfelle verwendet, schreiben die Wissenschaftler um Niall O'Sullivan vom Forschungsinstitut EURAC in Bozen im Fachjournal "Scientific Reports". So seien die Mütze aus Bärenfell und Ötzis Köcher aus Rehleder. Das deute darauf hin, dass der Mann aus dem Eis einst auch Wildtiere jagte. Am 19. September jährt sich Ötzis Fund zum 25. Mal. Ein Paar aus Nürnberg hatte die Gletschermumie 1991 in den Ötztaler Alpen entdeckt. Die etwa 5300 Jahre alte Mumie liegt im Archäologiemuseum in Bozen.

Solidarität mit Verlegerverband in der Türkei

Publisher Circle des PEN International veröffentlicht Petition

Der Publishers Circle des PEN International zeigt sich in einer Petition zutiefst besorgt darüber, dass nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei unter anderem 29 Verlage geschlossen wurden. Die türkische Regierung wird aufgefordert, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu gewährleisten. Zu den Unterzeichnern zählen Markus Dohle (Penguin Random House), Jonathan Landgrebe (Suhrkamp) und Jonathan Beck (C.H. Beck). Damit schließen sich die Verleger der Befürchtung des türkischen Verlegerverbandes an, dass der Ausnahmezustand dazu genutzt werde, um das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken.

Neue Jüdische Gymnasien vor Eröffnung

Düsseldorf und München als neue Standorte

Nordrhein-Westfalens erstes jüdisches Gymnasium wird in Düsseldorf eröffnet. Bundesweit ist das Albert-Einstein-Gymnasium die dritte weiterführende jüdische Schule, wie der Zentralrat der Juden in Deutschland mitteilte. Neben dem Berliner Moses Mendelssohn Gymnasium gibt es die I. E. Lichtigfeld Schule in Frankfurt, die aber nicht bis zum Abitur führt. Hinzu kommt demnächst noch ein neues jüdisches Gymnasium in München, das ebenfalls zum neuen Schuljahr eröffnet wird. "Es ist eine Erfolgsgeschichte, dass unsere Gemeinden so gewachsen sind, dass die Einrichtung jüdischer Schulen möglich wurde und wird", sagte Zentralrats-Präsident Josef Schuster über die neuen Schulen.

Drei E-Books über Harry-Potter-Schule

Mehr Einblick in Schauplätze rund um Hogwarts

Die britische Schriftstellerin Joanne K. Rowling bringt drei E-Books mit Kurzgeschichten über Hogwarts, die Schule des beliebten Zauberlehrlings, Harry Potter, heraus. Zum Verkaufsstart im September sollen die drei ditalen Bücher gleich in acht Sprachen erscheinen, darunter auch auf Deutsch, wie Rowling in ihrem Blog «Pottermore» mitteilte. Harry Potter selbst kommt demnach in der «Pottermore Presents» genannten Reihe nicht vor. Vielmehr sollen Fans mehr Einblick in «Geschichten, Schauplätze und Charaktere» bekommen.

Türkische Autorin Asli Erdogan verhaftet

Ankara weitet Verhaftungswelle offenbar auf Literaten aus

Asli Erdogan, eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der Türkei, ist in ihrer Istanbuler Wohnung festgenommen worden. Mit der Festnahme der Autorin, deren Werke auch auf Deutsch vorliegen, weitet die türkische Regierung ihre Aktionen offenbar auf kritische Stimmen aus dem Literaturbetrieb aus. Erdogan hatte schon früh vor dem wachsenden Autokratismus in der Türkei gewarnt und das staatliche Vorgehen gegen die Kurden angeprangert. 2008 gehörte sie zu den ersten Intellektuellen, die sich öffentlich bei den Armeniern für das erlittene Unrecht entschuldigten. Seit 2011 war sie als Kolumnistin der pro-kurdischen Zeitung "Özgür Gündem" tätig. Ein Gericht hatte nun die Schließung der Zeitung angeordnet: 23 Journalisten wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Neue Vize-Direktorin am Museum Ludwig

Rita Kersting ergänzt Leitungsteam in Köln

Die Kunsthistorikerin Rita Kersting wird neue Stellvertreterin von Direktor Yilmaz Dziewior am Museum Ludwig in Köln. Sie tritt die Nachfolge von Katia Baudin an, die als Direktorin an die Krefelder Kunstmuseen wechselt. Kersting war zuletzt Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Israel Museum in Jerusalem. "Mit Rita Kersting gewinnt das Museum Ludwig eine herausragende internationale Expertin für zeitgenössische Kunst, die für ihre enge Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern ebenso bekannt ist, wie für ihre hervorragende Vernetzung sowohl mit privaten als auch öffentlichen Sammlungen“, sagte Direktor Yilmaz Dziewior über seine neue Stellvertreterin.

Historiker Ernst Nolte tot

Seine umstrittenen Thesen lösten 1986 den Historikerstreit aus

Der Historiker Ernst Nolte ist mit 93 Jahren in Berlin gestorben, wie seine Familie mitteilte. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Nolte im sogenannten Historikerstreit bekannt, den er 1986 mit einem Zeitungsaufsatz über den Nationalsozialismus als „Vergangenheit, die nicht vergehen will“ eröffnete. Umstritten war vor allem Noltes These, nach der die Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland ihren Ursprung im sowjetischen Gulag-System gehabt habe. Ernst Nolte, geboren am 11. Juni 1923 in Witten, studierte in Münster, Berlin und Freiburg Philosophie, Deutsch und Griechisch und war zunächst als Gymnasiallehrer tätig. Er promovierte an der Universität Freiburg über Karl Marx und legte 1963 sein Werk „Der Faschismus in seiner Epoche“vor, mit dem er sich habilitierte. Nolte lehrte Geschichte in Marburg und in Berlin.

Robert Redford wird 80

Kinostar ohne Allüren

Der Amerikanische Schauspieler und Regisseur Robert Redford wird heute 80 Jahre alt. Und noch immer steht er vor und hinter der Kamera. Nach Filmen wie "Barfuß im Park" mit Jane Fonda und der Westernkomödie "Zwei Banditen" mit Paul Newman wurde Redford Ende der 1960er Jahre zum Leinwandidol. Die stahlblauen Augen, das kantige Gesicht und der blonde Haarschopf halfen. Redford wuchs in Los Angeles auf und stammt aus einfachen Verhältnissen. Ein Sport-Studium brach er ab, trampte durch Europa und schlug sich mit dem Verkauf selbstgemalter Bilder durch. Zurück in den USA wurde er in New York auf einer Schauspielschule entdeckt. In einem Interview anlässlich seines aktuellen Filmprojektes sagte er: "Geschichtenerzählen spielte in meiner Kindheit eine wichtige Rolle. Dabei konnte ich eine Welt erleben, die viel größer war als meine eigene und die viel Magisches zu bieten hatte". Redford führt ein zurückgezogenes Privatleben. Er lebt fernab in den Bergen von Utah und ist aktiver Umweltschützer. Seine Liebe gilt dem Independent-Kino. 1981 erhielt er einen Oscar als Regisseur von "Eine ganz normale Familie". 2002 wurde er von Hollywood für sein Lebenswerk geehrt.

"Love-Story"-Regisseur Arthur Hiller gestorben

Er wurde 92 Jahre alt

Der tragische Liebesfilm "Love Story" war sein größter kommerzieller Erfolg. Nun ist Arthur Hiller in Los Angeles gestorben. Das Melodrama mit Ryan O'Neal und Ali MacGraw in den Hauptrollen wurde war für sieben Oscars nominiert. Hiller wurde dafür als bester Regisseur mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Filmen zählen "Trans-Amerika-Express" und "The Man In The Glass Booth". Darin spielte Maximilian Schell einen Juden, der sich nach Kriegsende als Nazi ausgibt, um einen Kriegsverbrecherprozess in Gang zu setzen. Hiller, der 92 Jahre alte wurde, war von 1993 bis 1997 Vorsitzender der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die alljährlich die Oscars verleiht.

Bund wird Berliner Philharmoniker nicht finanzieren

Grütters nennt Wunsch im Tagesspiegel "unrealistisch"

Die Berliner Philharmoniker werden nicht von der Bundesregierung übernommen. Dem Tagesspiegel sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters, bei den Verhandlungen für einen neuen Hauptstadtkulturvertrag könne es „nicht darum gehen, weitere Berliner Kultureinrichtungen in die alleinige Verantwortung des Bundes zu übernehmen“. Manche Wünsche an den Bund nannte die CDU-Politikerin "unrealistisch". Gleichzeitig wies sie auf das Engagement des Bundes in Berlin hin: Neben anderen die Investitionen in den Bau eines Museums der Moderne, in das Bauhaus-Archiv, die Barenboim-Said Musikakademie sowie in den Aufbau des Humboldt Forums. Als Kulturobfrau der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hatte Grütters 2007 für einen Wechsel der Philharmoniker zum Bund geworben.

Chefdirigent Bringuier verlässt Zürich

Lionel Bringuier ab Sommer 2018 nicht mehr beim Tonhalle-Orchester Zürich

Der Vertrag des Chefdirigenten des Tonhalle-Orchesters Zürich, Lionel Bringuier, soll auslaufen. Das hätten der Franzose und die Tonhalle-Gesellschaft gemeinsam entschieden, teilte die Tonhalle mit. Bringuier hatte die musikalische Leitung 2014 von David Zinman übernommen. Nach einem Bericht der Schweizer Tageszeitung “Der Bund” kursierten schon seit längerem Spekulationen darüber, dass der Vertrag nicht verlängert werden würde. Der Vorstand der Tonhalle-Gesellschaft und die Geschäftsführung erklärten, man freue sich über die weitere Zusammenarbeit mit Bringuier in den kommenden zwei Jahren und über die gemeinsamen Herausforderungen. Dazu zählt der Umzug des Orchesters an einen Ausweichspielort, während die Tonhalle ab 2017/18 saniert wird.

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