Seit 01:05 Uhr Tonart

Freitag, 18.10.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Montag, 1. August 2016

Auszeichnung für Harvey Keitel beim Filmfest Locarno

Der US-Schauspieler wird für sein Lebenswerk geehrt

Hollywood-Star Harvey Keitel wird beim Filmfest von Locarno den "Lifetime Achievement Award " erhalten. Das teilten die Organisatoren drei Tage vor der Eröffnung der 69. Ausgabe mit. Der Preis wird ihm am Samstag auf der Piazza Grande überreicht. Keitel verkörpere "die verschiedenen Gesichter des unabhängigen Kinos, das wir hier so hoch schätzen, mit Bravour", begründet der künstlerische Leiter des Festivals, Carlo Chatrian, die Auszeichnung. Keitel spielte u.a. in "Taxi Driver", "Thelma & Louise", "Das Piano", "Pulp Fiction" und "Smoke". Im vergangenen Jahr hatte die Komödie "Ewige Jugend" bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere.

Medien in Tadschikistan müssen sich an Sprachnormen halten

Das verkündete das Komitee für Sprache in Duschanbe

Die autoritäre Führung Tadschikistans will Journalisten künftig für unverständlich formulierte Texte mit einer Geldbuße strafen. "In manchen Artikeln stehen bis zu zehn Wörter, die einfache Leser nicht kennen. Das ist ein grober Verstoß gegen die geltende Amtssprache", sagte Gawhar Scharifsoda vom Komitee für Sprache. Eine Sondergruppe werde in der ehemaligen Sowjetrepublik im zentralasiatischen Hochgebirgsland ab sofort in Zeitungen, im Fernsehen und im Radio nach unverständlichen Begriffen fahnden. Bei Verstößen gegen die Sprachnormen drohe eine Strafe bis zu 180 Euro.

Trotz Kritik zeigt ARD Schirachs "Terror"

Gerhart Baum und Burkhard Hirsch hatten gestern Absetzung gefordert

Das Erste hält an der Ausstrahlung des verfilmten Gerichtsdramas "Terror" von Ferdinand von Schirach mit anschließender Diskussion fest. Die von den FDP-Politikern Baum und Hirsch aufgeworfenen Fragen seien hochspannend und ein bereichernder Debattenbeitrag, erklärte Programmdiektor Volker Herres. Gerade wegen des Diskussionsbedarfs habe der Sender die Verfilmung auch eng mit der Sendung "hart aber fair" verknüpft. Das Theaterstück sei weder fragwürdig noch populistisch. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hatte Hirsch gesagt: "In meinen Augen ist das Effekthascherei mit einem Vorgang, bei dem es um die Menschenwürde und die Wahrung der Grundrechte, die Substanz der Bundesrepublik geht". Baum hatte an Herres appelliert: "Lassen Sie das!" Schirach stellt in seinem Stück die Zuschauer vor die Entscheidung eines Kampfpiloten, ob er ein vollbesetztes Passagierflugzeug, das von einem Terroristen gekapert wurde, abschießt oder nicht. "Schirach bringt die Leute dazu, eine falsche Entscheidung zu treffen und sie in die Wirklichkeit zu transponieren", kritisierte Baum, der 2005 die erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen eine entsprechende Erweiterung des Luftsicherheitsgesetzes miterarbeitet hatte. Es bleibt beim Sendetermin 17. Oktober ab 20.15 Uhr.

Abbas Khider kritisiert Berichterstattung über Geflüchtete

Befragt wurde er vom Magazin "Chrismon"

Der Schriftsteller Abbas Khider kritisiert die Medien. Wie Flüchtlinge dort dargestellt würden, erinnere ihn manchmal "an Völkerschauen aus der Kolonialzeit. Eintritt frei! Aber ich frage mich: Wie fühlen sich Flüchtlinge, wenn sie so dargestellt werden?" Andererseits spreche niemand mehr über die afrikanischen Flüchtlinge, so der 43jährige gebürtige Iraker, der seit 16 Jahren in Deutschland lebt. In den letzten Monaten sei ihm das Zugehörigkeitsgefühl "irgendwie verloren" gegangen. Ihm schlage oft Angst entgegen, die er sich zum Teil damit erkläre, "dass Menschen sich gegenseitig nicht mehr als Menschen wahrnehmen. Dann gehen sie miteinander um, als seien sie minderwertig." Probleme lösen könne, wer sich auf Augenhöhe begegne. Die Gesellschaft hätte "schon viel früher über Waffenhandel, Unterstützung von Diktaturen reden müssen."

Hollywood-Schauspielerin Gloria DeHaven gestorben

Sie wurde 91 Jahre alt

Gloria DeHaven ist am Samstag in einem Hospiz in Las Vegas gestorben. Das bestätigte ihre Tochter heute dem "Hollywood Reporter". Bekannt wurde DeHaven 1936 in Charlie Chaplins "Moderne Zeiten". In den 40er und 50er Jahren traten sie auch in Serien ("Jung und Leidenschaftlich - Wie das Leben so spielt" oder "Mord ist ihr Hobby") sowie Filmmusicals ("Drei kleine Worte" mit Fred Astaire) auf.

Steinmeier hält erste Laudatio auf Brandenburger Friedenspreisträger

Der Außenminister ist auch Schirmherr

Das evangelische Domstift Brandenburg vergibt am 11. Oktober erstmals den Brandenburger Freiheitspreis. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 850. Jubiläums der Gründung des Doms ausgelobt. Beim Festakt im Dom zu Brandenburg an der Havel, dessen Grundstein 1165 gelegt wurde, wird Frank-Walter Steinmeier auch die Laudatio halten. Der Preisträger wurde den Angaben zufolge von einer fünfköpfigen Jury unter Vorsitz des ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, ausgewählt und soll am 9. August in Cottbus bekanntgegeben werden.Zukünftig soll der Brandenburger Freiheitspreis alle zwei Jahre an herausragende Personen oder Institutionen vergeben, die engagiert und vorbildlich in den Bereichen Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik zur Verwirklichung des Freiheitsgedankens beitragen.

Kolumbien will 300 Jahre altes Wrack der "San José" bergen

Das erklärte Präsident Juan Manuel Santos

Kolumbien will die 1708 vor der Küste von Cartagena gesunkene spanische Galeone "San José" bergen. Jahrzehntelang war nach den Resten des Schiffs gesucht worden. An Bord soll sich ein Goldschatz befinden. Ein internationales Team hatte die "San José" im November 2015 aufgespürt. 1982 war das Wrack bereits von einer US-Firma beansprucht worden, doch Kolumbien hatte den Fund nie bestätigt. Auch Spanien hatte Besitzansprüche angemeldet. Ein Gericht entschied schließlich, die Galeone gehöre Kolumbien. Präsident Santos versicherte nun bei der Einweihung eines Meeresforschungsinstituts, Kolumbien werde bei der Bergung des sagenumwobenen Schiffes "das Gesetz respektieren". Von der Bergung des Wracks solle "die ganze Welt profitieren". Es handele sich eher "um ein archäologisches und wissenschaftliches als um ein kommerzielles Projekt". Das kolumbianische Kulturministerium schätzte den heutigen Wert der Ladung im Jahr 1980 auf zehn Milliarden Dollar.

Deutsche Sprache könnte von Einwanderung profitieren

Davon ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung überzeugt

"Angesichts der neuen Einwanderung wird die Bedeutung der deutschen Sprache wieder deutlicher erkannt - einfach weil die Wirklichkeit dazu zwingt". Dieser Ansicht ist der Philologe Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" heißt es weiter, dass die Zukunft des Deutschen möglicherweise "auch in den Händen derer liegt, die von außen zu uns kommen, um in unserem Land eine neue Heimat zu finden - und die das Deutsche später einmal als Sprache ihrer neugewonnenen Sicherheit und Freiheit zu schätzen wissen".

Berlin vergrößert Aufgabenbereich von Michael Eissenhauer

Das teilten die Staatlichen Museen in der Hauptstadt mit

Michael Eissenhauer, der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, übernimmt nun auch die Leitung der Gemäldegalerie, des Bode-Museums und des Museums für Byzantinische Kunst. Der bisherige Leiter dieser Museen, Bernd Lindemann, war im Juli in den Ruhestand gegangen. Die Kunsthistorikern Katja Kleinert übernimmt Lindemanns Aufgabe als Kuratorin für flämische und holländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Eissenhauer erklärte, er wolle - zunächst für drei Jahre - die Gemäldegalerie auf dem Kulturforum am Potsdamer Platz stärker in der Öffentlichkeit präsentieren und sie enger mit der Berliner Museumsinsel vernetzen.

Barenboim fordert Lateinamerika zur Geflüchteten-Aufnahme auf

Dirigent wendet sich vor allem an sein Heimatland Argentinien

Daniel Barenboim wünscht sich von den lateinamerikanischen Staaten, Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Argentinien sei immer gastfreundlich gewesen, er selbst habe es als Einwanderersohn erlebt, sagte Barenboim in Buenos Aires. "Es ist das einzige Land, in dem es selbstverständlich erscheint, dass man mehrfache Identitäten haben kann", erklärte er bei einer Podiumsdiskussion im Teatro Colón. Man könne "Araber, Jude, Pole oder Russe sein, deswegen aber nicht weniger Argentinier". Die starken islamischen, christlichen und jüdischen Gemeinschaften in Argentinien, Brasilien und Chile sollten mit Unterstützung der Regierungen ihrer Staaten die Aufnahme von Flüchtlingen fördern.

Dieter Hoffmann schenkt Marbach sein Archiv

Das teilte das Deutsche Literaturarchiv mit

Der Lyriker und Kunstschriftstellers Dieter Hoffmann gibt seinen Nachlass zu Lebzeiten nach Marbach. Es enthält Manuskripte, Briefe und Zeitungsartikel, an die 600 Bücher, Kataloge und Bildkunstbände sowie zahlreiche Porträts aus der Kunstsammlung des 1934 geborenen Dresdners. Das Oeuvre des seit langem in Bayern lebenden Hoffmann umfasst zwei Bände mit Gedichten über die ehemalige DDR und Abhandlungen über zeitgenössische Kunst und Poesie. Im Briefwechsel stand er unter anderem mit Horst Antes, Marie Luise Kaschnitz, Christoph Meckel, Nelly Sachs und Martin Walser.

Satire aus dem Kaukasus - Fasil Iskander ist tot

Schriftsteller wurde 87 Jahre alt

Der Schriftsteller Fasil Iskander ist mit 87 Jahren in Moskau gestorben. Bekannt wurde er vor allem mit Schelmenromanen über seine kaukasische Heimat. Iskander stammte aus Abchasien. "Mit Fasil Iskander verschwindet eine ganze Epoche der sowjetischen und russischen Literatur", sagte der abchasische Präsident Raul Chadschimba der Agentur Interfax. Iskander erzählte in seinem Hauptwerk "Sandro von Tschegem" humoristisch vom Leben abchasischer Bauern vor und in der Sowjetunion. Das Buch durfte dort erst zu Zeiten der Glasnost in den 1980er Jahren unzensiert veröffentlicht werden. In Deutschland wurde Iskander 1992 mit dem Puschkin-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung ausgezeichnet.

"Magnus" nicht mehr im Apple-App-Store

Das teilte der Bundesverband deutscher Galerien und Kunsthändler mit

Die App "Magnus", die für Transparenz auf dem Kunstmarkt sorgen soll, wurde von Apple aus dem App Store entfernt. Der BVDG rief deshalb dazu auf, Beschwerde bei Apple einzulegen. Auch die beiden Online-Datenbänke "Artfacts.net" und "Artsy" sehen nach Angaben des BVDG Urheberrechtr verletzt und leiteten rechtliche Schritte gegen "Magnus"-Erfinder Magnus Resch ein. Die App funktioniert simpel: Benutzer fotografieren in Galerien Werke, für die sie sich interessieren und bekommen Hintergrundinformationen und bisherige Verkaufspreise des Künstlers aus einer Datenbank angezeigt. Das Monopol-Magazin meldet, offenbar würden viele dieser Informationen und Abbildungen ohne Autorisierung verwendet. "Magnus" ist nach dem Bericht des Monopol-Magazins bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

1. Geschäftsbericht der Til-Schweiger-Stiftung

Zwischen Juli und Oktober 2015 wurde mehr als eine Million Euro gespendet

Die Stiftung von Til Schweiger hat ihre erste Bilanz vorgelegt. Demnach sind bislang über 30 Projekte mit rund 643.000 Euro unterstützt wurden, erklärte der Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent. In den ersten vier Monaten habe die im vergangenen Sommer ins Leben gerufene Foundation über eine Million Euro an Spenden erhalten. "Neben unmittelbaren Sofortmaßnahmen für Flüchtlinge - wie zusätzliche Zelte, traumatherapeutische Stabilisierung und eine mobile Arztpraxis - haben wir vor allem Integration und Sprachförderung von Kindern unterstützt", so Schweiger. Mit Blick auf die von ihm vor einem Jahr angekündigte Unterkunft für Geflüchtete, sagte Stiftungsleiter Christian Specht: "In Osnabrück sind in Kooperation mit dem Land Niedersachsen die Bauplanungen abgeschlossen, da soll es den ersten Spatenstich durch das Land Niedersachsen Ende August geben". 250.000 Euro der Schweiger-Stiftung sollen dort für den Bau eines Kinderbetreuungszentrums verwendet werden.

Neuer Weltrekord im Roboter-Synchrontanz

Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua

In der Stadt Quingdao ist ein neuer Weltrekord aufgestellt worden. Insgesamt 1007 Roboter tanzten eine Minute lang - und stellen damit den bisherigen Guiness-Rekord von 540 Robotern ein. Trotzdem sind die Organisatoren nicht zufrieden: Denn 33 der 44 Zentimeter großen Maschinen hielten keine 60 Sekunden durch. Die Fernsteuerungen hätten wohl unter anderem durch Frequenz-Störungen von Mobiltelefonen nicht einwandfrei funktioniert, hieß es.

Theaterpremiere bringt Harry-Potter-Mania zurück

Bühnenskript bei Amazon bereits auf Platz 1

Nachdem am Samstag das Theaterstück "Harry Potter und das verwunschene Kind" in London seine bejubelte Weltpremiere gefeiert hat, stürmen die Fans für das Skriptbuch die Buchläden. Allein an einem Buchladen der Kette Waterstones am Piccadily Square in London harrten rund 700 Fans aus bis der Verkauf um Mitternacht startete. "Wir rechnen fest damit, dass "Harry Potter und das verwunschene Kind" das erfolgreichste Buch des Jahres wird", teilte eine Waterstones-Sprecherin der BBC mit. Beim Internethändler Amazon steht das Buch in mehreren Ländern bereits auf Platz eins der Bestsellerliste. Deutschsprachige Potter-Fans müssen aber noch bis zum 24. September auf eine übersetzte Version warten. Die Handlung des Theaterstück spielt 19 Jahre nach dem letzten Band um den berühmten Zauberlehrling. Harry ist erwachsen, verheiratet mit Ginny Weasley, der Schwester seines Freundes Ron, und Vater von drei Kindern. Zur Arbeit geht er ins Ministerium für Zauberei. Nun muss Harry seinem Sohn Albus Severus bei der Auseinandersetzung mit der dunklen Vergangenheit der Familie beistehen. Angesichts der bereits komplett ausverkauften Vorstellungen wird die Aufführung nun bis Dezember 2017 verlängert.

Hit-Serie "Game of Thrones" endet nach achter Staffel

Derzeit läuft in den USA die sechste Staffel

Der US-Bezahlsender HBO hat bestätigt, dass nach der achten Staffel Schluss ist mit der Hit-Serie "Game of Thrones" Auf einige Folgen aus der Fantasy-Welt von Autor George R. R. Martin können sich Fernsehzuschauer damit aber noch einstellen. Im Juni ging in den USA die sechste Staffel zu Ende. Allerdings werde die siebte Staffel auf sieben Folgen verkürzt, wie HBO mitteilte. Wie viele es dann in der achten und letzten Staffel geben werde, sei noch nicht festgelegt. Nach dem Ende sei auch eine Spin-Off-Serie nicht ausgeschlossen, in der einige Charaktere aus "Game of Thrones" mitwirken könnten.

Kulturnachrichten hören

August 2016
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur