Seit 07:00 Uhr Nachrichten

Freitag, 13.12.2019
 
Seit 07:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Sonntag, 30. August 2015

Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks ist tot

Autor von "Überlebensgeschichten" wurde 82 Jahre alt

Der Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks ist heute im Alter von 82 Jahren in New York gestorben. Das meldet die "New York Times" unter Berufung auf Sacks langjährige Mitarbeiterin Kate Edgar. Oliver Sacks wurde mit Erzählungen bekannt, in denen er neurologische Krankheitsbilder anschaulich und in teils humorvollem Stil darstellte. Am bekanntesten wurde sein Buch "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" . Erst im vergangenen Februar hatte er in einem Essay in der "New York Times" über seine Krebserkrankung geschrieben. Der Tod sei "nicht länger ein abstraktes Konzept", sondern "eine allzu nahe, nicht zu verneinende Gegenwart". Anfang des Jahres hatte der Hirnforscher erfahren, dass seine Leber von Metastasen befallen war, neun Jahre, nachdem man ihm einen Tumor am Auge entfernt hatte. Der britische "Guardian" befand, Oliver Sacks habe die Menschen "die Kunst des Sterbens" gelehrt.

Geboren wurde Oliver Sacks 1933 als Sohn eines jüdischen Ärztepaares in London. Er wuchs mit drei älteren Brüdern, die auch Ärzte wurden. Als er sich als Jugendlicher im England der 50er Jahre im Elternhaus zu seinem Schwulsein bekannte, musste er sich von seiner Mutter anhören, dass er "ein Gräuel" sei: "Ich wünschte, du wärst nie geboren worden."

Später studierte Sacks in mehreren Fachrichtungen, darunter Physiologie, Biologie und Medizin. Am Londoner Middlesex Krankenhaus wandte er sich der Neurologie zu. In den 1960er Jahren ging er in die USA und eröffnete eine neurologische Praxis in New York. Jahrzehntelang arbeitete er am Einstein College in der Bronx sowie an der New Yorker Columbia Universität. In den 1970er Jahren begann Sacks, populärwissenschaftliche Bücher zu verfassen über Menschen, die durch eine Krankheit aus dem Raster der Gesunden gefallen sind. "Ich schreibe Überlebensgeschichten", erklärte er einmal. "Geschichten davon, wie man mit diesen Krankheiten lebt." Sein literarisches Debut "Zeit des Erwachens", in dem es um die Europäische Schlafkrankheit ging, wurde ein internationaler Bestseller. Das Buch wurde später mit Robin Williams und Robert De Niro verfilmt.

Thriller-Autor Frederick Forsyth arbeitete für den Geheimdienst MI6

Schriftsteller offenbart sich in der BBC

Der britische Bestseller-Autor Frederick Forsyth hat in einem BBC-Interview eingestanden, dass er über 20 Jahre lang für den Geheimdienst MI6 gearbeitet hat. Die Offenlegung geschah im Zuge der Veröffentlichung seiner Autobiographie "The Outsider: My Life". Fans hatten schon lange darüber spekuliert, ob der 77jährige, der für seine extrem realistischen Spionagegeschichten berühmt ist, selbst in die geheimdienstliche Arbeit involviert war. Der BBC sagte Forsyth nun, man hätte ihn während des Biafra-Kriegs in Nigeria (1967-1970) erstmals um Informationen gebeten. Forsyth war dort als Reporter für das BBC-Fernsehen im Einsatz. Im letzten Kriegsjahr habe er sowohl journalistische als auch andere Berichte an seinen "neuen Freund", einen Geheimdienst-Offizier, geschickt. Der MI6 wollte von ihm wissen, ob es wahr sei, dass so viele Kinder starben. Das britische Außenministerium bestritt dies damals. Forsyth sagt heute, dass er keine Beschädigung darin gesehen hat, die Wahrheit zu bestätigen: "Kinder starben wie Fliegen."

1973 habe ihn der MI6 dann mit einer Mission in der DDR beauftragt. "Es gab einen russischen Oberst, der für uns in Ostdeutschland arbeitete. Er hatte ein Paket, das wir außer Landes bringen mussten." Forsyth fuhr nach eigenen Angaben mit seinem Triumph-Cabrio nach Dresden. Die Übergabe sei im Museum Albertinum erfolgt. Auch in Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, sollte Forsyth in den 70er Jahren Erkundigungen über die Absichten der damaligen Regierung einholen. In Südafrika sollte er herausfinden, wie die Regierung nach dem Ende der Apartheid mit den Atomwaffenarsenal des Landes umgehen wird. Als Gegenleistung für seine Spionagetätigkeiten erhielt Forsyth nach eigenen Angaben Unterstützung bei den Recherchen für seine Bücher.

Frederick Forsyth wurde berühmt mit Bestsellern wie "Der Schakal", "Die Akte Odessa" und "Die Hunde des Krieges". Seine Autobiographie erscheint auf deutsch im Rowohlt Verlag unter dem Titel "On the move. Mein Leben".

Iran stoppt Barenboim-Pläne für Konzert in Teheran

Israelische Staatsangehörigkeit des Dirigenten ein Sicherheitsproblem?

Der Iran hat die Pläne des Dirigenten Daniel Barenboim für ein Konzert in Teheran gestoppt. Wegen Barenboims israelischer Staatsbürgerschaft gebe es "Sicherheitsgründe", die seine Einreise ausschlössen, sagte ein Sprecher des iranischen Kulturministeriums am Sonntag der Nachrichtenagentur Isna. Mit der Staatskapelle Berlin gebe es "kein Problem". "Aber wir sind gegen die Person, die die Gruppe führt", sagte Hussein Nuschabadi. Barenboim hatte seine Pläne für ein Konzert in Teheran am Donnerstag publik gemacht, er stehe deswegen in Kontakt mit der iranischen Regierung. Auch in Israel hatten die Pläne für heftige Kritik gesorgt. Der Iran erkennt Israel nicht an, Israel seinerseits hält den Iran für einen seiner größten Feinde. Die israelische Kulturministerin Miri Regev wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bitten, Barenboims Konzertpläne zu stoppen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte die Initiative jedoch unterstützt. Der Dirigent hat sich immer wieder darum bemüht, mit Musik Brücken zu bauen. Der 72-Jährige wurde in Buenos Aires geboren, er hat neben der argentinischen aber auch die israelische, die palästinensische und spanische Staatsbürgerschaft.

Dieter Kosslick: Zehn Gebote sind Ideengeber für Kultur

Berlinale-Chef bei der Verleihung des Dekalog-Filmpreises

Zeitgenössische Kultur ist nach Einschätzung von Berlinale-Chef Dieter Kosslick maßgeblich von der Auseinandersetzung mit den biblischen Zehn Geboten geprägt. Diese seien Ideengeber für Filme, Bücher oder Opern. "Ohne Ehebruch gäbe es die Hälfte aller Filme nicht." Der Berlinale-Chef äußerte sich bei der Verleihung des Dekalog-Filmpreises. Bei dem Wettbewerb der katholischen Guardini-Stiftung und der evangelischen Stiftung St. Matthäus ging es in diesem Jahr um das fünfte Gebot, das Tötungsverbot. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt das Werk "Himmelverbot" von Andrei Schwartz. Der Dokumentarfilm begleitet die schwierige Rückkehr eines Mannes in die Gesellschaft, der wegen Doppelmordes viele Jahre im Gefängnis war. Dieter Kosslick bemängelte die Fixierung vieler Filme in Kino und Fernsehen auf das Töten. Erschüttert zeigte sich Kosslick vom Schicksal der 71 Flüchtlinge, deren Leichen in einem von Schleppern abgestellten Lastwagen auf einer österreichischen Autobahn gefunden wurden. Das sei eine "fatale Parallele" zu dem Film "In this World" über das Schicksal afghanischer Flüchtlinge, mit dem Michael Winterbottom 2002 die Berlinale gewonnen hatte. "Ich hätte es mir nicht vorstellen können", so Kosslick.

"Les Misérables"-Star Kyle Jean-Baptiste gestorben

Erster Schwarzer in der Musical-Hauptrolle am Broadway

Der Musical-Star Kyle Jean-Baptiste ist tot. Der 21-jährige Schauspieler und Tänzer starb nach Angaben der "New York Times" bereits am Freitag nach einem Sturz von der Feuerleiter seiner Wohnung. Jean-Baptiste, ein gebürtiger New Yorker, galt als Wunderkind des Broadways. Die Rolle des Ex-Sträflings und guten Gewissens Jean Valjean in "Les Misérables" war seine erste Hauptrolle. Der Polizei zufolge hatte der 21-Jährige mit einer Freundin auf der Feuerleiter im dritten Stock gesessen - typisch im heißen New Yorker Sommer. Als er aufstand, sei er nach hinten gekippt und in die Tiefe gestürzt. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

See-Pyramide im Fürst-Pückler-Park Branitz eingeweiht

Restaurierte Grabstätte: "Poliertes Juwel in einem Gesamtkunstwerk"

Im Park des Fürst-Pückler-Schlosses Branitz in Cottbus ist heute die restaurierte Seepyramide feierlich eingeweiht worden. "In diesem Park- und Schlossensemble von internationaler Bedeutung funkelt die begrünte Pyramide nun wieder in alter Schönheit", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte das Bauwerk gewürdigt. Mit der restaurierten Grabstätte Fürst Pücklers erstrahle der Schlosspark wieder in vollem Glanz und trage zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, betonte sie. Schloss Branitz war einst der Alterssitz Fürst Pücklers (1785-1871). Die Erdpyramide ließ er als Grabmal für sich und seine Frau mitten im See des Schlossparks errichten. Durch Witterung war die Pyramide über die Jahre jedoch um etwa einen Meter geschrumpft und hatte ihre Konturen eingebüßt. Für die Pyramidensanierung wurden auch drei Rebsorten nachgezüchtet und angepflanzt, die nach dem Willen des Fürsten die Pyramide im Herbst in ein flammendes Rot tauchen soll.

Feuer im Filmstudio Babelsberg

Spezialeffekte lösten Brand der Kulissen aus

Beim Dreh eines Horrorfilms im Filmstudio Babelsberg ist ein Feuer ausgebrochen und hat Kulissen zerstört. "In dem internationalen Filmprojekt sollten Spezialeffekte eingesetzt werden, dabei sind offensichtlich Funken übergesprungen", sagte der Sprecher des Filmstudios, Eike Wolf. Es sei niemand verletzt worden. Als das Feuer am Samstagabend ausbrach, seien etwa 100 Menschen am Set in Potsdam gewesen. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurden Szenen für den Horror-Streifen "A Cure for Wellness" von US-Regisseur Gore Verbinski ("Fluch der Karibik") gedreht. Die Filmarbeiten erfolgten in neuen großen Hallen des Unternehmens in der Nähe von Kulissen wie der mittelalterlichen Siedlungsstraße, die für den Film "Anonymus" von Roland Emmerich erbaut wurde. Aktuelle Produktionen seien durch den Brand nicht beeinträchtigt, betonte Wolf. In Babelsberg entsteht derzeit auch die fünfte Staffel der US-Serie "Homeland".

Mehr Besucher bei der "Langen Nacht der Museen"

Geballtes Berliner Kulturangebot bei Nacht

Zur bereits 35. "Langen Nacht der Museen" sind laut Veranstalter rund 25 000 Besucher gekommen - 5000 mehr als im Vorjahr. Knapp 80 Ausstellungshäuser beteiligten sich am Samstag mit rund 700 Veranstaltungen innerhalb von acht Stunden. Besonderer Beliebtheit hätten sich das Deutsche Historische Museum, das Neue Museum, das Naturkundemuseum und das Alte Museum mit jeweils deutlich mehr als 5000 Besuchern erfreut. Zum Auftakt spielte das Deutsche Kammerorchester Berlin auf der Museumsinsel. Von dort fuhren erstmals Schiffe die Besucher weiter bis zum Schloss Charlottenburg. Auch per Trabant konnte man von einem Museum zum anderen gelangen: 700 Menschen schlossen sich einer Trabi-Safari an, hieß es. Es gab Führungen, Workshops, Bühnenprogramme, Lesungen, Konzerte und kulinarische Angebote. Im Kulturforum am Potsdamer Platz lief auf einer großen Leinwand das Lange-Nacht-Sommerkino, unter anderem mit der Premiere der Dokumentation "Botticelli" über Leben und Werk des italienischen Künstlers.

Berliner Lenin-Plastik wird freigelegt

Große Geheimhaltung um Bergung des DDR-Denkmals

Nach langen Querelen soll der riesige Lenin-Kopf aus rotem Granit geborgen werden. Mitte September werde das Haupt in einem Wald am südöstlichen Rand der Hauptstadt freigelegt und ins Museum gebracht, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Bekannt wurde das DDR-Denkmal vor allem durch den Film "Good Bye, Lenin!". Ein Millionenpublikum sah, wie die 19 Meter hohe Statue abgeräumt wurde. Das zerlegte Monument wurde damals vergraben. Der genaue Tag der Bergung wird noch geheim gehalten. Der Lenin-Kopf soll Kern einer Ausstellung zu Berliner Denkmälern in der Spandauer Zitadelle werden.

Berlin plant eigenes Kuratorenteam für Stadtschloss

Landesausstellung zur Stadtgeschichte im künftigen Humboldtforum ab 2019

Berlin will ein eigenes Kuratorenteam für die geplante Landesausstellung im neuen Berliner Schloss berufen. "Wir wollen im Herbst Persönlichkeiten benennen, die unser politisch formuliertes Konzept fachlich umsetzen werden", kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller an. Das für 590 Millionen Euro wieder entstehende Schloss ist derzeit Deutschlands größtes Kulturprojekt. Es soll unter dem Namen Humboldtforum ab 2019 ein Kunst- und Kulturzentrum werden. Müller hatte Anfang des Jahres bei allen Beteiligten für Verwirrung gesorgt, als er für die Berliner Flächen statt der lange geplanten Ausstellung "Welt der Sprachen" eine Schau zur Stadtgeschichte ankündigte. Deren Ziel sei es, Themen wie Industrialisierung, Migration und Stadtentwicklung in einen nationalen und internationalen Kontext einzubetten. Das neue Kuratorenteam soll für die Eröffnungsausstellung im Jahr 2019 verantwortlich sein.

Lübecker Günter-Grass-Haus wird keine Gedenkstätte

Auch künftig lebendiges Zentrum für Literatur und Bildende Kunst

Das Lübecker Günter-Grass-Haus stellt ab 20. Oktober das neue Ausstellungskapitel «Günter Grass und die Ostsee» vor. Damit setzt die Institution die Tradition fort, jedes Jahr an Grass' Geburtstag einen neuen, von den Besuchern der Ausstellung gewählten, Aspekt seines Werkes zu beleuchten. "Wir wollen auch nach dem Tod von Günter Grass keine Gedenkstätte werden, sondern ein lebendiges Zentrum für Literatur und Bildende Kunst bleiben", sagte der Leiter, Jörg-Philipp Thomsa. "Wir werden Zeichnungen und Aquarelle aus Grass' Frühzeit zeigen, als er noch gar nicht wusste, dass er mal Schriftsteller werden würde", sagte Thomsa. Darunter sind auch Aquarelle, die erst Ende 2013 in einem ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers in Düsseldorf entdeckt und noch nie öffentlich gezeigt wurden. "Wir haben allein 1300 originale Zeichnungen, Radierungen, Lithographien und Aquarelle in unserem Archiv. Damit kann man noch viele Ausstellungen gestalten", sagte Thomsa. Forscher und Ausstellungsmacher aus aller Welt nutzen die Sammlung, das Archiv und die Bibliothek in Lübeck. Günter Grass war am 13. April im Alter von 87 Jahren gestorben.

Nächster "Bourne"-Film von Edward Snowden inspiriert

Hollywood-Star Matt Damon spielt zum 4. Mal Geheimagenten Jason Bourne

Der nächste Agentenfilm der "Bourne"-Serie wird vom Enthüller Edward Snowden und der europäischen Schuldenkrise inspiriert sein. "Es wird ein Bourne in einem schuldengeschüttelten Europa und in einer Nach-Snowden-Welt sein", sagte Hollywood-Star Matt Damon dem Portal "Buzzfeed". Damon wird zum vierten Mal den von Robert Ludlum erfundenen Geheimagenten Jason Bourne spielen. Damon sagte, er habe acht Jahre auf den nächsten Bourne-Film gewartet, weil sich die Welt noch nicht genug geändert habe für eine neue Geschichte. Die alten Filme ("Die Bourne Identität", "Die Bourne Verschwörung" und "Das Bourne Ultimatum") seien noch in der Ära von Präsident George W. Bush verankert gewesen. Jetzt gebe es genug zu erzählen über Spionage, Bürgerrechte und den Kern der Demokratie. Der frühere US-Präsidentschaftskandidat John McCain hatte schon vor zwei Jahren gesagt, junge Amerikaner würden Edward Snowden als "eine Art Jason Bourne sehen". Der Film kommt im nächsten Sommer in die Kinos und soll "Bourne 5" heißen.

Mark Forster gewinnt "Bundesvision Song Contest"

Rheinland-pfälzischer Sänger rückte mit "Bauch und Kopf" auf Platz 1

Mark Forster hat in der Nacht zum Sonntag den "Bundesvision Song Contest" in Bremen gewonnen. Bei dem Musikwettbewerb von Stefan Raab überzeugte er das Publikum mit seinem eingängigen Pop-Song "Bauch und Kopf". Die Zuschauer der ProSieben-Show, die per Telefon und SMS ihr Lieblingslied wählten, gaben ihm mit großem Abstand die meisten Stimmen. Bei dem Wettbewerb traten 16 Bands aus allen Bundesländern gegeneinander an. Darunter waren neben bekannten Musikern auch Newcomer sowie singende Fernsehprominenz wie der Schauspieler Jan Josef Liefers und der Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf. Stefan Raab moderierte den Wettbewerb zum elften und letzten Mal. Ende des Jahres will er seine Fernsehkarriere beenden.

Auf dem zweiten Platz landete die Band Donots, die mit dem Rocksong "Dann ohne mich" für Nordrhein-Westfalen antrat. Die Gruppe überzeugte mit einer mitreißenden Show und der politischen Botschaft, dass Flüchtlinge in Deutschland willkommen seien. Mit ihrem Lied setzten sie ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Auch andere Teilnehmer des Wettbewerbs nutzten die große Bühne für einen Willkommensgruß an Flüchtlinge. So zeigte sich die Band um Ferris MC, der für Hamburg rockte, mit T-Shirts auf denen "Refugees Welcome" stand.

Jüdischer Sänger Matisyahu kommt nach Deutschland

US-Musiker tritt nach Eklat um ihn in Spanien in Berlin auf

Der jüdische Reggae-Sänger Matisyahu wird an diesem Montag auf dem jüdischen Kulturtag der Heinrich-Böll-Stiftung auftreten. Es ist die letzte Station auf der Europa-Tournee des Sängers, teilte die Stiftung mit. Matisyahu war beim Reggae-Festival Rototom Sunsplash in Ostspanien zunächst ausgeladen worden. Der 36-jährige Musiker, der im Nahostkonflikt für Israel Partei ergriffen hatte, hatte es abgelehnt, eine Erklärung abzugeben, in der er das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat anerkennen sollte. Daraufhin wurde sein Konzert abgesagt. Nach Protesten wurde er vom Festival wieder eingeladen.

Kulturnachrichten hören

August 2015
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Trump-Thanos-MemeAushöhlung des demokratischen Diskurses
Screenshot des Memes, in dem der Kopf von US-Präsident Donald Trump auf den Filmheld Thanos montiert wurde (Trump War Room)

US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Wahlkampf-Videoclip als Comic-Bösewicht Thanos inszeniert. Ein Beispiel für die Strategie Neurechter, die offene Gesellschaft mit ihren eigenen Mitteln zu bekämpfen, urteilt Kulturwissenschaftler Daniel Hornuff.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur