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Kulturnachrichten

Sonntag, 23. August 2015

Komponistenpreis für türkische Musikerin Sinem Altan

"Young Euro Classic"-Festival geht in Berlin zuende

Die in Berlin lebende türkische Musikerin Sinem Altan ist zum Abschluss des Festivals "Young Euro Classic" mit dem Europäischen Komponistenpreis ausgezeichnet worden. Die 1985 in Ankara geborene Künstlerin habe mit "Hafriyat - Earthwork" ein Werk von großer emotionaler und motorischer Wucht geschaffen, befand die Jury am Sonntag. Der mit 5000 Euro dotierte Preis wird jährlich vom Regierenden Bürgermeister von Berlin für die beste Ur- oder Erstaufführung des Festivals vergeben. In den vergangenen 18 Tagen hatten sich mehr als 1500 angehende Profi-Musiker aus aller Welt in Berlin getroffen. Das Festival fand zum 16. Mal statt, Schirmherr ist Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Paul Schneider von Esleben: Gebäude als Gesamtkunstwerk

Düsseldorfer Architekt prägte deutsche Nachkriegsarchitektur

Er hat das Mannesmannhochhaus in Düsseldorf entworfen, die Rochus-Kirche und den Köln-Bonner Flughafen. Am Sonntag vor 100 Jahren wurde der Architekt Paul Schneider von Esleben geboren. Mit seinen Projekten hat Esleben die Nachkriegsarchitektur der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre nachhaltig geprägt. Von Sonntag an erinnert eine Ausstellung im Haus der Architekten und im Wirtschaftsministerium NRW in Düsseldorf an den Architekten. "Gebäude waren für ihn Gesamtkunstwerke. Kein Werk gleicht dem anderen", sagte die Kuratorin Ursula Kleefisch-Jobst. Nichts habe ihn mehr gelangweilt, als immer das Gleiche zu machen. So zeugten seine Werke von den unterschiedlichsten Einflüssen.

Carmen-Maja Antoni wird 70

DEFA-Star, Volksbühnen- und Berliner Ensemble-Mitglied - Antoni gilt als Charakterschauspielerin

Fast 40 Jahre war "die Antoni" festes Mitglied des derzeit von Claus Peymann geleiteten Berliner Ensembles- bis sie vor zwei Jahren kündigte. "Ich bin nicht wegen Peymann - der genauso wie ich einen schwierigen Charakter hat - gegangen. Ich bin gegangen, um diese Atemlosigkeit der Theater-Mühle hinter mir zu lassen", sagt Antoni im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Im Alter von 10 Jahren wurde Antoni für das DDR-Fernsehen entdeckte, machte bald darauf auch Kinderkabarett. Bereits während ihres Schauspielstudiums trat Antoni am Potsdamer Hans-Otto-Theater auf. Zeitgleich spielte sie erste Rollen in DEFA-Kinofilmen. Anfang der 70er Jahre wechselte sie an die Berliner Volksbühne und spielte unter Regisseuren wie Benno Besson und Fritz Marquardt - bis das Berliner Ensemble rief.
"Im Film hat es am Anfang nicht so sehr geklappt. Ich war kein Liebhabertyp. Da passte ich einfach nicht rein, aber ich passte dann eben in andere Sachen rein", erzählt die 1,52 Meter große Schauspielerin. Im wiedervereinigten Deutschland spielte Antoni in zahlreichen Erfolgsfilmen. Dazu zählen Jo Baiers dreiteilige TV-Verfilmung des Strittmatter-Romans "Der Laden", Michael Hanekes preisgekröntes Kinodrama "Das weiße Band" und Stephen Daldrys Hollywoodfilm "Der Vorleser" mit Kate Winslet.

Neuer Winnetou steht fest - Dreh in Kroatien begonnen

Wotan Wilke Möhring spielt Old Shatterhand, junger Albaner mimt Winnetou

In Kroatien wird jetzt die seit längerem angekündigte "Winnetou"-Neuauflage gedreht, die 2016 als Dreiteiler bei RTL laufen soll. Die Dreharbeiten unter der Regie von Philipp Stölzl ("Der Medicus", "Goethe!") haben Mitte August begonnen, wie RTL am Sonntag mitteilte. Der Sender lüftete nun auch das Geheimnis, wer in den Neuverfilmungen des Karl-May-Klassikers den Apachen-Häuptling Winnetou spielt: der albanische Schauspieler Nik Xhelilaj (32). Der neue Winnetou-Darsteller Xhelilaj, der dem Anfang Juni gestorbenen Pierre Brice folgt, sagte der "Bild am Sonntag", er habe Winnetou nicht gekannt: "Natürlich habe ich mich im Rahmen der Vorbereitung für diese Rolle mit Winnetou, Old Shatterhand und deren Geschichte in Deutschland befasst. Dennoch kann ich nur erahnen, welche Bedeutung eine Neuverfilmung und diese Rolle hier tatsächlich hat." Wie bereits seit März bekannt, spielt "Tatort"-Star Wotan Wilke Möhring Winnetous weißen Freund Old Shatterhand. Milan Peschel wird als Sam Hawkens zu sehen sein, die Mexikanerin Iazua Larios als Nscho' Tschi.

Augsburger Perlachturm feiert Geburtstag

Das 400 Jahre alte Bauwerk gilt als bedeutendes Renaissanceensemble

Mit einem Geburtstagsfest haben die Augsburger am Wochenende an das 400-jährige Bestehen des Perlachturms erinnert. Auf dem Programm standen Führungen, Lesungen und Spiele. Dabei wurden auch Spenden für ein neues Glockenspiel gesammelt. Der Perlachturm wurde in seiner jetzigen Gestalt im 17. Jahrhundert errichtet, das Richtfest fand am 20. August 1615 statt. Das 70 Meter hohe Bauwerk neben dem Rathaus gehört zu den Wahrzeichen der Fuggerstadt und wird von den Augsburgern liebevoll als "Campanile" bezeichnet. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Kirche Sankt Peter am Perlach mit dem berühmten Bildnis der Maria Knotenlöserin. Ein erster Turm wurde an dieser Stelle bereits im 10. Jahrhundert errichtet. Der Name bedeutet so viel wie "Bärenfest", da dort im Mittelalter wilde Bären gehalten wurden. Rathaus und Turm zählen zu den schönsten Renaissanceensembles nördlich der Alpen.

Nach Wirbel um Auftritt: Beifall und Pfiffe für Matisyahu

Spanisches Reggae-Festival hatte jüdischen Sänger nach Protesten erneut eingeladen

"Diese Nacht war es schwer, aber besonders", schrieb der Sänger am Sonntag nach seinem Konzert beim Festival Rototom Sunsplash auf Facebook. "Jede Möglichkeit, Musik zu spielen, ist ein Segen." Die Veranstalter hatten von dem 36-jährigen Musiker, der im Nahostkonflikt wiederholt für Israel Partei ergriffen hatte, eine Erklärung verlangt, in der er das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat anerkennen sollte. Matisyahu lehnte dies jedoch ab, daraufhin wurde sein Konzert abgesagt. Dies löste eine Serie von Protesten jüdischer Organisationen aus, denen sich auch die Regierung und mehrere politische Parteien in Spanien anschlossen. Die Organisatoren räumten schließlich ein, dass die Ausladung ein Fehler gewesen sei. Sie baten den Musiker öffentlich um Entschuldigung und luden ihn erneut ein.

"Wenn ich ein Junge wär" - Rita Pavone wird 70

In den 60er Jahren Schlagerstar in Deutschland, in Italien wieder auf Tour

Vor 50 Jahren startete die Schlagersängerin ihre Karriere, 2014 gab sie nach langer Pause ihr Comeback. Geboren 1945 in Turin, wuchs Rita Pavone als Tochter eines Hilfsarbeiters mit drei großen Brüdern in ärmeren Verhältnissen auf. Nach der Schule trat die junge Rita zunächst in Lokalen auf, wo sie so großen Erfolg hatte, dass ihr Vater sie trotz Bedenken der Mutter zum "Schlagerfestival der Unbekannten" in Ariccia bei Rom anmeldete. Dort gewann Pavone 1962 mit großem Vorsprung - und der Grundstein für ihre Karriere war gelegt. In Deutschland, wo die Schlagersängerin 1963 mit "Wenn ich ein Junge wäre" und 1968 mit "Arrivederci Hans" große Erfolge feierte, tritt sie heute allerdings kaum noch auf. Mehr als 50 Millionen Platten hat Pavone nach eigenen Angaben im Laufe ihrer Karriere verkauft.

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Fazit

Kultursymposium WeimarDie Route wird neu berechnet
Auf dem Festivalgelände des E-Werks beim Kultursymposium in Weimar stehen Zelte, auf die Bilder und Schriften projiziert sind. (Joerg Glaescher/Goethe-Institut)

Die Welt wird komplexer, Orientungslosigkeit macht sich breit allenthalben. Dem setzt das Goethe-Institut in Weimar sein Kultur-Symposium entgegen, bei dem Experten aus allen Bereichen mit Künstlern nach Antworten auf die Fragen der Zukunft suchen.Mehr

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