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Kulturnachrichten

Sonntag, 16. August 2015

Swing- und Jazz-Legende Max Greger mit 89 Jahren gestorben

Wie kaum ein anderer prägte er die Unterhaltungsszene in Deutschland.

Sein wohl berühmtestes Werk ist gerade einmal 23 Sekunden lang. Nun ist Max Greger im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Jazz- und Swingmusiker erlag in einer Münchner Klinik seiner Krebserkrankung, wie seine Frau Johanna der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Noch Mitte Juli hatte Greger nach Angaben seiner Frau, mit der er mehr als 60 Jahre verheiratet war, in München ein Konzert gegeben.
Der Saxofonist und Band-Leader trat in Hunderten von Konzertsälen auf, nahm mehr als 150 Platten und CDs auf und produzierte rund 3000 Stücke. Viele Konzerte gab Greger gemeinsam mit den Größen der damaligen deutschen Swing-Szene: Hugo Strasser, Peter Kraus und der SWR Big Band. schon als Kind spielte er in einem Akkordeon-Club, später studierte er Klarinette und Saxofon am Münchner Konservatorium. Gregers Karriere begann 14 Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Als 19-Jähriger spielte er im Ratskeller am Marienplatz für US-Offiziere. Drei Jahre später gründete er das 'Max-Greger-Sextett'. 1959 reiste er mit seiner Band, zu der auch Maria Hellwig und Udo Jürgens zählten, als erste westliche Gruppe fünf Wochen lang durch die Sowjetunion, gab 36 komplett ausverkaufte Konzerte - sein Durchbruch.
Greger trat mit Weltstars wie Louis Armstrong, Duke Ellington und Ella Fitzgerald auf; Lionel Hampton lud ihn ein, bei seiner Europa-Tournee als einziger Weißer in seiner Big Band mitzuspielen.
Mit seiner Musik prägte Greger auch das deutsche Fernsehen. 1963 stellte er für das ZDF ein Orchester zusammen, das die großen TV-Shows 16 Jahre lang begleitete. Besonders stolz war er auf die Melodie des 'Aktuellen Sportstudios'. "Meine berühmteste Nummer ist 23 Sekunden lang", sagte er einmal. "Das ist das längst und meist gespielte Thema auf der Welt."

Moritzburg zeigt Schau mit außergewöhnlicher Kunst

Darunter auch Arbeiten des Aktionskünstlers Joseph Beuys

Unter dem Motto "Aenigma. 100 Jahre anthroposophische Kunst" ist von morgen abend an ein große Ausstellung in Halle zu sehen. Die Moritzburg zeigt rund 200 Werke von 120 Künstlern aus sieben Ländern Europas. Darunter sind zwei Arbeiten des Aktionskünstlers Joseph Beuys (1921-1986), dessen Markenzeichen sein Hut war. Anthroposophische Kunst hat nach Angaben des Museums eine ganz eigene Farben- und Formensprache. Der Titel der Schau erinnert an die 1918 gegründete Künstlervereinigung Aenigma. In der Nazizeit galt die Kunst als verboten, in der DDR war sie offiziell verpönt. Die Schau dauert bis zum 25. Oktober.

"Welt Kompakt»"stellt Regionalteile ein

Aber Hamburg bleibt

Die Zeitung "Welt Kompakt" stellt zum 1. September die meisten ihrer Regionalteile ein. So in Düsseldorf, Köln, München und Berlin. Nur in Hamburg werde es weiterhin ein eigenes lokales Angebot geben. Das sagte eine Sprecherin von Axel Springer in Berlin und bestätigte damit einen Bericht des Internetportals kress.de. Für die Regionalteile in der gedruckten Zeitung gibt es Springer zufolge "keine wirtschaftliche Perspektive". Die junge Zielgruppe von "Welt Kompakt" informiere sich zunehmend digital über Nachrichten aus der jeweiligen Region. Entlassungen werde es nicht geben, sagte die Springer-Sprecherin.

Katharina Wagner fehlte bei eigener Ehrung

Festspielmitwirkende wurden ohne sie ausgezeichnet

Festspielchefin Katharina Wagner hat bei einer Ehrung der Stadt Bayreuth für die Mitwirkenden des Opern-Festivals gefehlt. Bei der traditionellen Auszeichnung hätte sie heute vormittag die Richard-Wagner-Medaille bekommen sollen. Festspielsprecher Peter Emmerich sagte, Katharina Wagner habe stattdessen zu einem Vorsingen gemusst, das nicht verschoben werden konnte. Die Auszeichnung war geplant gewesen, weil die 37-Jährige seit 15 Jahren aktiv bei dem weltberühmten Festival mitarbeitet - zunächst als Regieassistentin und Mitarbeiterin der Festspielleitung, dann von 2007 an als Regisseurin und schließlich seit 2008 als Chefin an der Seite ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier. Von diesem Herbst an übernimmt Katharina Wagner die Leitung alleine. Für die Festspielleitung bedankte sich der kaufmännische Direktor Heinz-Dietrich Sense bei den Mitwirkenden auf und hinter der Bühne sowie im Orchestergraben. Die Festspiele enden am 28. August.

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