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Kulturnachrichten

Freitag, 7. August 2015

100 Prominente als Sprecher in Doku über Menschheit

Erzähler sind u.a. Helen Mirren, Ben Kingsley und Kevin Spacey

In einer Dokumentation über das menschliche Zusammenleben auf der Erde treten 100 Schauspieler und Prominente als Sprecher auf. Neben dem Magier David Copperfield, den US-Schauspielern Jennifer Aniston und Kevin Spacey verleihen unter anderem auch die britischen Darsteller Helen Mirren und Ben Kingsley der Doku "Unity" ihre Stimme. Regisseur Shaun Monson knüpft mit dem Werk an seine frühere Doku "Earthlings" an. In mehreren Kapiteln erkundet der Film unter anderem die menschliche Existenz sowie unser Verhältnis zur Umwelt. Es sei ihm wichtig gewesen, mehrere Erzähler für sein Projekt gewinnen zu können, so Monson. "Dass wir aber 100 zusammenbekommen, hätte ich nicht gedacht." Der Film "Unity" feiert am 12. August weltweit Premiere. In ausgewählten Kinos wird er auch in Deutschland zu sehen sein.

Eifrigste Buchkäufer leben im Rhein-Main-Gebiet

Börsenverein des Deutschen Buchhandels veröffentlicht Studie

Am meisten Geld für Bücher geben Käufer im Rhein-Main-Gebiet aus. Die Einwohner von Bad Soden am Taunus haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 156 Euro pro Kopf für Bücher investiert, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Main mitteilte. Am sparsamsten beim Bücherkauf waren die Bürger von Zeitz und Eisleben in Sachsen-Anhalt. Sie gaben 81 Euro pro Kopf für Literatur aus. Deutschlandweit zeigt sich bei den Buchkäufen ein Gefälle ähnlich der Kaufkraft-Verteilung insgesamt. Am meisten Geld wird in den Ballungsräumen für Bücher ausgegeben. Frauen lieben Bücher mehr als Männer: 67 Prozent haben im vergangenen Jahr nach einer Marktanalyse mindestens ein Buch gekauft. Bei den Männern nur rund 50 Prozent. Erfreulich ist, dass der Anteil der Jungen, die fast jeden Tag zum Buch greifen, gegenüber dem Vorjahr von sieben auf zwölf Prozent gesprungen ist. Der Anteil der Vielleser unter den Mädchen blieb mit 21 Prozent konstant.

Komponist Frank Gérald gestorben

Er schrieb u.a. für Juliette Gréco, Brigitte Bardot und Françoise Hardy

Der französische Komponist und Texter Frank Gérald ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das teilte die Verwertungsgesellschaft Sacem in Paris mit. Frank Gérald, als Gérald Biesel 1928 in Paris geboren, machte sich vor allem in den 1960er Jahren einen Namen als Komponist und Autor. So wurde der Song "La poupée qui fait non", den er mit und für Michel Polnareff schrieb, nicht nur in Frankreich ein großer Erfolg. The Birds machten daraus "Good Times". Gérald schrieb auch für Juliette Gréco, Brigitte Bardot, Françoise Hardy, Gilbert Bécaud, France Gall, Petula Clark, Nana Mouskouri, Mireille Mathieu oder Dalida.

Deutsche sind 40 Stunden pro Woche online

Neue Studie zur Nutzung von Digitalen Medien

Die Deutschen sind nach einer Studie aktuell 40 Stunden in der Woche im Internet unterwegs. Besonders online-affine Bundesbürger surfen sogar noch 14 Stunden mehr, wie eine in Bonn veröffentlichte Studie ergibt. Die meiste Zeit verbringen die Berliner im Netz (50,6 Stunden), verhältnismäßig wenig dagegen die Bayern: Sie sind durchschnittlich nur knapp 36 Stunden wöchentlich online. Deutschlandweit ist die Kommunikation über Online-Kanäle in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen. Die klassische SMS ist laut Studie dabei weiter beliebt, fast zwei Drittel der Befragten nutzen sie zum Austausch mit Familie und Freunden. Am häufigsten wird aber über Instant Messenger wie WhatsApp (73 Prozent) kommuniziert, gefolgt von E-Mail (67 Prozent) und Social Media (65 Prozent). Befragt wurden mehr als 6.000 Bundesbürger, darunter 3.000 Vertreter von besonders digital-affinen Zielgruppen.

Parzinger wirbt für "Shared Heritage"

Angebot für verstärkte internationale Zusammenarbeit von Museen

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat sich für mehr internationale Zusammenarbeit von Museen ausgesprochen. "Wir haben ja in Berlin Sammlungen aus aller Welt", sagte der Archäologe der "Süddeutschen Zeitung". Die Herkunft vieler Objekte sei interessant: "Unseren Blick auf die Dinge wollen wir ergänzen durch die Geschichten, die die Herkunftsgesellschaften damit verbinden." Dieses Modell des "Shared Heritage", geteiltes Erbe, bedeute eine gemeinsame Verantwortung bei der Erforschung und Präsentation der Sammlungen. Dieses Angebot "für einen derart konkreten Dialog der Kulturen wird von allen sehr gerne angenommen", so Parzinger. Rückforderungen anderer Länder habe es bislang nicht gegeben. "Unsere Museen sind ja keine Trophäen-Sammlung voller Raub- und Beutekunst, wie oft unterstellt wird." Im künftigen Berliner Humboldt-Forum sollen die ethnologischen und außereuropäischen Sammlungen Berlins ausgestellt werden.

Ai Weiwei beklagt anhaltende Überwachung

Chinesischer Künstler seit acht Tagen in Deutschland

Der chinesische Aktionskünstler Ai Weiwei wird nach eigenen Worten auch in Deutschland von den Behörden seines Heimatlandes überwacht. Die staatlichen Stellen wüssten stets, was er tue, sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". "Auch dass ich hier bin", fügte er hinzu. "Und die lassen mich wissen, dass sie wissen, was ich tue." Entsprechende Hinweise erhielten etwa Freunde und Verwandte. "Diese Kontrolle wird es immer geben." Der regierungskritische Künstler hatte am 22. Juli überraschend seinen Pass zurückerhalten. In der vergangenen Woche konnte der 57-Jährige erstmals nach vier Jahren China verlassen. Ai Weiwei war in der letzten Woche nach München gekommen, um sich medizinisch untersuchen zu lassen. Seit Mittwoch ist er in Berlin. Dort will er mit der Universität der Künste über Einzelheiten einer geplanten dreijährigen Gastprofessur reden.

Komponist Gerd Natschinski ist tot

Meisterschüler von Hanns Eisler starb mit 86 Jahren

Der Komponist Gerd Natschinski, Schöpfer des DDR-Musicals "Mein Freund Bunbury", ist tot. Er sei am 4. August, wenige Tage vor seinem 87. Geburtstag, in einem Krankenhaus in Berlin gestorben, teilte sein Sohn mit. "Er war für sein Alter sehr fit und ist noch jeden Tag an seinen Arbeitsplatz gegangen", sagte Thomas Natschinski. Gerd Natschinski wurde durch die Musicals "Mein Freund Bunbury" (1964) und "Messeschlager Gisela" (1960) berühmt. Natschinsky erhielt seine Ausbildung an Hochschule für Musik Dresden. Von 1951 bis 1953 war er Meisterschüler bei Hanns Eisler in Berlin. Später dirigierte er das Unterhaltungsorchester des Berliner Rundfunks, war Intendant des Berliner Metropol-Theaters und von 1977 bis 1989 Vizepräsident des DDR-Komponistenverbandes.

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