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Kulturnachrichten

Dienstag, 26. August 2014

Rücktritt Wowereits: Reaktion der Freien Szene

"Wir brauchen einen eigenen Kultursenator"

Nach dem angekündigten Rücktritt Klaus Wowereits als Berlins Regierender Bürgermeister, hat sich die freie Szene der Hauptstadt zu Wort gemeldet. "Wowereit hat seine Verdienste gehabt, aber er hat die falschen Prioritäten gesetzt", sagte Christophe Knoche, Sprecher der Freien Szene im Deutschlandradio Kultur. Als Negativbeispiel führte er das missglückte Kunsthallen-Projekt. Auch hätte sich Wowereit die letzten Jahre nicht um die rund 40 000 Künstler in Berlin gekümmert. Wohl auch aus Zeitgründen, weshalb die Personalunion aus Regierendem Bürgermeister und Kultursenator besser aufzuheben sei: "Wir brauchen jemanden, der sich für Kunst einsetzt und müssen einen eigenen Kultursenator schaffen" forderte Knoche in unserem Programm.

Klaus Wowereit kündigt Rücktritt an

Berliner Kultursenator gibt Amt zum 11. Dezember auf

Nach mehr als 13 Jahren hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) überraschend seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. "Ich gehe freiwillig", sagte der 60-Jährige, jedoch habe auch die parteiinterne Diskussion um seine Person der Regierungsarbeit geschadet. Die Entscheidung sei ihm zwei Jahre vor Ablauf der Legislaturperiode nicht leichtgefallen, sagte Wowereit. Er sei stolz, seinen Beitrag zur positiven Entwicklung der Hauptstadt geleistet zu haben. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bescheinigte Wowereit große Verdienste: "Dass Berlin heute eine weltoffene, tolerante und attraktive Weltstadt ist, ist Klaus Wowereit zu verdanken." Auch Linksfraktionschef Gregor Gysi erklärte, Wowereit habe Berlin vor allem kulturell vorangebracht. "Er hat einen großen Anteil daran, dass aus der deutschen Hauptstadt eine Metropole wurde." Ein großes Verdienst habe darin bestanden, dass er sich als erster Politiker öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt habe.

Eiserner Vorhang als Forschungsgegenstand

Ehemalige Staatsgrenze hat Spuren hinterlassen

25 Jahre nach der Wende in Osteuropa wollen Archäologen den einstigen Eisernen Vorhang untersuchen. Die einst scharf bewachte Staatsgrenze zwischen der damaligen Tschechoslowakei und der Bundesrepublik habe Spuren in der Landschaft und zahlreiche Überreste hinterlassen, teilte eine neue Forschungsgruppe der Universität Pilsen und der Universität von Amsterdam mit. "Die archäologischen Zeugnisse geben in ungewöhnlich deutlicher Weise Auskunft über das frühere totalitäre Regime", sagte der Leiter der Grabungen im westböhmischen Bezirk Tachov. Neben den Grenzanlagen stehen auch verlassene Dörfer im ehemaligen Sperrgürtel im Fokus der Forscher.

"Focus" bekommt neuen Chefredakteur

Früherer WAZ-Mann Ulrich Reitz übernimmt

Nach nur eineinhalb Jahren trennt sich der "Focus"
überraschend von seinem Chefredakteur Jörg Quoos. "Jörg Quoos und das Unternehmen sind unterschiedlicher Auffassung bezüglich der künftigen
Ausrichtung des Magazins", teilte der Verlag Hubert Burda Media in München mit. Neuer Mann an der Spitze des Magazins wird der frühere Chef der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" Ulrich Reitz.
Der 53-Jährige tritt seinen Posten am 1. Oktober an und soll "das Profil des Magazins als meinungsbildende Stimme schärfen".

Bowie-Schau lockte viele Besucher an

150 000 Menschen sahen Ausstellung in Berlin

"Wir freuen uns, dass die Ausstellung Besucher über Generationen hinweg begeistert hat", sagte Projektleiterin Sarah Zimmermann am Dienstag. Die Ausstellung über den britischen Musiker David Bowie im Martin-Gropius-Bau war am Sonntag zu Ende gegangen. Mit mehr als 300 Dokumenten, Kostümen, Fotografien, und Videos hatte sie Einblick in das Leben der Musiklegende gegeben. Bowie hatte zwischen 1976 und 1978 in der damals geteilten Stadt gelebt und mit den drei Alben der "Berlin Trilogy" Musikgeschichte geschrieben. Die Schau zieht nun weiter nach Chicago, wo sie ab Ende September zu sehen sein wird.

Echo-Klassik-Preise verliehen

"Bestseller des Jahres" geht an David Garrett

Anna Netrebko, Jonas Kaufmann und Diana Damrau
gehören zu den Preisträgern des diesjährigen Preises Echo Klassik. Netrebko wird als Sängerin des Jahres geehrt, Jonas Kaufmann für die solistische Einspielung des Jahres und Anne-Sophie Mutter mit den Berliner Philharmonikern für die Konzerteinspielung des Jahres. Diana Damrau erhält den Klassik-ohne-Grenzen-Preis. Yannick Nézet-Séguin ist Dirigent des Jahres und das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg wird Orchester des Jahres. Der Echo Klassik ehrt Weltstars ebenso wie jungeTalente "für ihr unermüdliches Streben nach musikalischer Perfektion", sagte der Geschäftsführer des
Bundesverbandes Musikindustrie, Florian Drücke.

"Breaking Bad" bei den Emmys als bestes Drama ausgezeichnet

Kultserie konnte Vorjahrestriumph wiederholen.

Bei der Verleihung der US-Fernsehpreise am Montagabend in Los Angeles wurde mit Bryan Cranston auch der Hauptdarsteller der Serie um einen krebskranken Chemielehrer, der zum Drogenhersteller wird, ausgezeichnet. Zudem erhielten Aaron Paul und Anna Gunn aus dem "Breaking Bad"-Team die Emmys als beste Nebendarsteller. Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie wurde Julianna Margulies für ihre Auftritte in "The Good Wife". Zu den Konkurrenten um diesen Preis zählten diesmal unter anderem "Downton Abbey", "Game of Thrones" und "House of Cards". Cranston seinerseits heimste sogar schon den vierten Emmy ein. Die Emmys gelten als Oscars der Fernsehbranche. In bewegenden Worten erinnerten mehrere Schauspieler bei der Veranstaltung an ihren Kollegen Robin Williams, der vor zwei Wochen gestorben war. So würdigte Billy Crystal den Verstorbenen als den "strahlendsten Stern am Komödien-Himmel".

Hilla Becher erhält Rheinischen Kulturpreis

Fotografin wird für ihre Verdienste um die Fotokunst mit dem Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland geehrt

Die Auszeichnung zählt mit 30 000 Euro zu den höchstdotierten deutschen Kulturpreisen. Die 79 Jahre alte Fotografin ist Mitbegründerin der für ihre kühle Sachlichkeit berühmten Düsseldorfer Fotoschule. Aus der legendären «Becher»-Klasse an der Kunstakademie Düsseldorf gingen Fotokünstler wie Andreas Gursky, Thomas Ruff und Thomas Struth hervor, die heute weltweit erfolgreich sind. Zusammen mit ihrem 2007 gestorbenen Mann Bernd Becher habe sie, so die Jury, «in einzigartiger Weise Einfluss auf Generationen dokumentarischer Fotografen und Künstler genommen». Bekannt wurden Bernd und Hilla Becher mit ihren nüchternen Aufnahmen von Industrieanlagen wie Fördertürmen, Hochöfen, Fabrikhallen oder Kohlebunkern, die vielfach vom Abriss bedroht waren.

Marek Lieberberg darf möglicherweise Titel «Rock am Ring» verwenden

Oberlandesgericht Koblenz stellte in Aussicht, eine einstweilige Verfügung wegen neuer Erkenntnisse aufheben zu können.

Das Landgericht Koblenz entschied im Juni, dass Lieberberg nicht ohne Zustimmung des bisherigen Geschäftspartners Nürburgring GmbH ein Festival mit diesem Namen organisieren oder bewerben darf - die Rechte am Werktitel gehörten beiden Seiten. Der Konzert-Riese hatte dagegen Berufung eingelegt. Das Urteil fällt an diesem Freitag.

Russisch-orthodoxer Erzbischof gestorben

Longin von Klin starb am Montag nach schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren in Düsseldorf

Longin wurde 1969 zum Diakon und Priester geweiht. 1979 kam er nach Deutschland und wurde zunächst Propst in Düsseldorf. Am 11. Oktober 1981 wurde er Bischof für Deutschland in Düsseldorf und im Dezember 1992 Erzbischof von Klin. Zudem war Longin Leiter der Ständigen Vertretung der russisch-orthodoxen Kirche in der Europäischen Union. Der Trauergottesdienst und die Beisetzung finden am Donnerstag in Bonn statt.

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