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Kulturnachrichten

Dienstag, 5. August 2014

Vermeintliches Immendorff-Bild entgeht der Vernichtung

Oberlandesgericht revidiert vorinstanzliche Entscheidung

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat heute entschieden, dass ein angebliches Gemälde des 2007 gestorbenen Künstlers Jörg Immendorff nicht vernichtet werden muss. Immendorffs Witwe Oda Jaune hält das Bild "Ready-made de l'Histoire dans Café de Flore" für eine Fälschung. Die Kopie sei ohne Autorisierung Immendorffs entstanden. Ein Privatmann soll das Bild 1999 in Immendorffs Atelier für 30 000 Mark gekauft haben. Die Gesamtumstände beim Erwerb des Gemäldes in Immendorffs Atelier seien als Einwilligung Immendorffs in die Veröffentlichung und Verwertung des Werkes zu bewerten, hieß es in einer Pressemitteilung des Oberlandesgerichts. Die Frage, ob es sich bei dem Gemälde um eine Fälschung handle, sei deshalb nicht zu entscheiden gewesen.

Gewaltdrohungen gegen Akin-Film in der Türkei

In "The Cut" geht es um den Völkermord an den Armeniern

Türkische Rechtsnationalisten haben Vertretern der Armenier mit Gewalt gedroht, um die Vorführung eines neuen Films des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin in der Türkei zu verhindern. Das rechtsnationalistische Magazin "Ötüken" verbreitete laut türkischen Medien via Twitter, Akin und die armenische Wochenzeitung "Agos" wollten den neuen Film "The Cut" in der Türkei zeigen; dies werde man nicht hinnehmen. "Wir richten eine offene Drohung an 'Agos', armenische Faschisten und sogenannten Intellektuelle", hieß es in der Twitter-Botschaft im Namen rechtsnationalistischer Gruppen. "The Cut" werde in keinem einzigen Kino in der Türkei gezeigt werden, hieß es weiter. Der Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der den Völkermord von 1915 überlebt und Mitglieder seiner Familie sucht. Die Türkei weist den Vorwurf des Völkermordes zurück.

Bad Hersfeld bekräftigt Rauswurf von Theater-Intendant Freytag

Konflikt hat möglicherweise arbeitsrechtliche Folgen

Die Stadt Bad Hersfeld hat die Kündigung von Theater-Intendant Holk Freytag bekräftigt. Der Magistrat entschied sich gegen eine Diskussion über die Entlassung des künstlerischen Leiters der Bad Hersfelder Festspiele. Das neunköpfige Politiker-Gremium wollte das brisante Thema in einer Sitzung nicht noch einmal anpacken. Jedoch hat Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) den Stadträten die ihm am Montag übergebenen Unterschriften zur Einsicht zur Verfügung gestellt, wie er heute mitteilte. Vertreter des Ensembles hatten dem Rathaus-Chef mehr als 9000 Protest-Unterschriften übergeben. Die Freytag-Unterstützer wollen erreichen, dass die Kündigung rückgängig gemacht wird. Fehling erteilte den Hoffnungen aber bereits eine Absage. "Die vielen Unterschriften zeugen von einem großen Engagement und großem Interesse an den Festspielen. Das ist anerkennenswert. Allerdings haben sich dadurch die Fakten, die zur Entscheidung führten, nicht verändert.", so Fehling in einer Pressemitteilung. Er wirft dem Intendanten vor, im Programm-Konzept für 2015 den Etat nicht eingehalten zu haben. Freytag bestreitet dies.

Sanierung des Filmmuseums Potsdam abgeschlossen

Ab 25. Oktober steht das Haus Besuchern wieder offen

Die Sanierung des Potsdamer Filmmuseums ist abgeschlossen. Die Mitarbeiter bezogen heute ihre Räume im angestammten Haus im einstigen königlichen Marstall. Stück für Stück folgen dann die im Depot eingelagerten Exponate, wie eine Sprecherin sagte. Zur Eröffnung ist eine neue Schau über die Abenteuer des jungen Marco Polo neben der ständigen Ausstellung "Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg" geplant. Das bereits 1981 zu DDR-Zeiten gegründete Museum war fast eineinhalb Jahre wegen der Sanierung geschlossen.

Direktor verlässt Bremer Museen Böttcherstraße

Grund bisher unklar

Der bisherige Direktor Frank Laukötter hat die Museen Böttcherstraße in Bremen verlassen. Dies bestätigte Geschäftsführerin Susanne Gerlach. Zu den Gründen wollte sie sich nicht äußern. Die Museen Böttcherstraße umfassen das Paula Modersohn-Becker Museum mit Sammlungen von Paula Modersohn-Becker und Bernhard Hoetger sowie das Ludwig Roselius Museum mit Kunst und Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zum Barock. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Verena Borgmann wird die Einrichtungen kommissarisch führen. "Die Weiterarbeit ist gewährleistet", sagte Gerlach. In den nächsten Wochen soll sich klären, wann und wie ein Nachfolger für den Kunsthistoriker Laukötter gesucht wird. Dieser hatte im November 2010 die Leitung der Kunstsammlungen Böttcherstraße übernommen.

"Kompliziertes Puzzle": Münchner Philharmoniker nach Maazels Tod

Mehrere Dirigenten werden in der nächsten Saison am Pult stehen

Nach dem Tod ihres Chefdirigenten Lorin Maazel haben die Münchner Philharmoniker für die Saison 2014/2015 ein völlig neues Programm auf die Beine gestellt. Weil die meisten bekannten Dirigenten auf Jahre hinaus verplant seien, sei dies ein "kompliziertes Puzzle" gewesen, betonte Philharmoniker-Intendant Paul Müller. So springen Zubin Mehta, Ehrendirigent des Orchesters, Semyon Bychkov sowie der künftige Chefdirigent Waleri Gergijew ein, außerdem der Finne Pietari Inkinen und der Pole Michal Nesterowicz. Die nächste Saison war ganz um Maazels 85. Geburtstag (6. März 2015) herum komponiert. Der Maestro sollte in 45 Konzerten zu Hause und auf Tourneen am Pult des Münchner Traditionsorchesters stehen. Er starb Mitte Juli an den Folgen einer Lungenentzündung.

Nelson Mandelas Ex-Frau Winnie ficht Testament an

Bisher ging Winnie Madikizela-Mandela leer aus

Die Ex-Frau des früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela hat einem Bericht zufolge Anspruch auf dessen Haus im Osten des Landes erhoben. In einem Brief an Mandelas Testamentsvollstrecker habe Winnie Madikizela-Mandela (77) ihren Rechtsanspruch auf das Haus in Qunu in der Provinz Eastern Cape geltend gemacht, berichtete die Zeitung "Daily Dispatch". Madikizela-Mandelas Anwälte argumentieren, dass das einstige Paar zum Zeitpunkt des Hauskaufs noch verheiratet gewesen sei. Der im vergangenen Dezember im Alter von 95 Jahren gestorbene Staatsmann hatte die Nutzung des Hauses für seine gesamte Familie vorgesehen. Nelson Mandela war drei Mal verheiratet. Die Ehe mit Winnie wurde 1996 geschieden.

Kunstinstallation mit Brandrisiko

Holzobjekt in Neubrandenburg muss auch nachts bewacht werden

Eine 7 Meter lange Kunstinstallation des Künstlers und Zimmermanns Holger Stark ist in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) nur durch zusätzliche Brandschutzauflagen vor dem Abriss bewahrt worden. Die Versicherung fordert eine "engmaschige Bestreifung" des Objekts auch nachts. Künstler Holger Stark hat das Objekt mit dem Titel "Risiko" aus Bootsbau-Holzresten geschaffen. Der gelernte Zimmermann will Räume sichtbar machen, indem er geometrische -Formen durchbricht. Ein Gutachten der Feuerwehr kam zu dem Schluss, das dass Objekt eine Brandgefahr darstelle und zu dicht am Gebäude gelegen sei.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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