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Mittwoch, 22.09.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 3. Juli 2021

Belarus: Goethe-Institut notfalls digital

Der Belarus-Experte der SPD, Johannes Schraps, glaubt, dass die deutschen Kulturinstitute in Minsk nach der Schließung durch die Behörden andere Wege finden werden, um ihre Inhalte anzubieten. Schon in der Corona-Pandemie habe man gesehen, dass viele Formate in den digitalen Bereich verlagert wurden, sagte Schraps im Deutschlandfunk Kultur. So würden zum Beispiel Sprachkurse weiterhin jedem offenstehen. Das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Austauschdienst in Belarus mussten kürzlich ihre Arbeit einstellen. Damit reagierte Machthaber Lukaschenko auf die Sanktionen der Europäischen Union gegen die Ex-Sowjetrepublik. Die Sanktionen waren nach der erzwungenen Landung einer europäischen Passagiermaschine in Minsk und der Verhaftung eines Regierungskritikers verhängt worden.

Komponisten-Urenkelin Daphne Wagner für Reformen

Aus Sicht der Komponisten-Urenkelin Daphne Wagner ist die Satzung der Richard-Wagner-Stiftung veraltet und muss überholt werden. Das sagte die 74-Jährige dem "Nordbayerischen Kurier" in Bayreuth. Ihre Cousine Katharina Wagner, die Leiterin der Bayreuther Festspiele, hatte solche Änderungen erst kürzlich angekündigt. Demnach soll sich eine Arbeitsgruppe mit der Reform der Satzung befassen. Daphne Wagner spricht von einem langwierigen Prozess. Die Richard-Wagner-Stiftung wurde 1973 errichtet und ist Eigentümerin des Festspielhauses. Sie wählt auch den Festspielleiter.

Modellprojekt zur Club-Öffnung in Ravensburg

In Ravensburg in Baden-Württemberg läuft ein Modellprojekt zur Öffnung von Clubs in Zeiten von Corona. Dabei ist Tanzen ohne Maske und Abstand ausdrücklich erlaubt. Voraussetzung ist ein negativer Coronatest, auch nach dem Tanzabend sollen sich die Gäste testen lassen. Um die Bereitschaft zum Nachtest zu erhöhen, wird ein Pfand von 30 Euro zusätzlich zum Eintrittspreis erhoben. Bis zu 450 Menschen nehmen teil. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule Ravensburg-Weingarten.

Karl-May-Festspiele in Elspe unter Corona-Bedingungen

In Elspe im Sauerland hat am Freitagabend die Premiere der diesjährigen Karl-May-Festspiele unter Corona-Bedingungen stattgefunden. Während die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein wegen der Pandemie abgesagt wurden, wird auf der Naturbühne in Nordrhein-Westfalen bis zum 5. September "Der Ölprinz" aufgeführt. Dies geschieht als Modellprojekt für Großveranstaltungen. Um die eineinhalb Meter Sicherheitsabstand zu wahren, wurden bei der Premiere nur 1.200 Zuschauer zugelassen - normalerweise sind es bis zu 3.500. Außerdem mussten sich alle Besucher registrieren und nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet waren. Die Besucher trugen während ihres Aufenthalts ein Amulett mit einem Chip, der registriert, ob man jemandem zu nahe kommt. Dieser Transponder kann ausgelesen werden, falls sich herausstellen sollte, das jemand trotz aller Maßnahmen coronapositiv gewesen ist.

Paris kauft Musikklub Bataclan

Die Pariser Stadtverwaltung hat den Musikklub Bataclan gekauft. Es gebe eine lange Geschichte zwischen Paris und dem Klub, schrieb ein Mitarbeiter der Verwaltung auf Twitter, als der Kauf bekannt gegeben wurde. Die finanziellen Details wurden nicht bekannt. Im Bataclan hatten islamistische Attentäter am 13. November 2015 mehr als 80 Konzertbesucher getötet. Auch an anderen Orten der Stadt wurden damals Anschläge verübt. Insgesamt kamen 130 Menschen ums Leben.

Künstlerischer Leiter des Ophüls-Filmfestivals hört auf

Der künstlerische Leiter des Filmfestivals Max Ophüls Preis, Oliver Baumgarten, hört nach der kommenden Festivalausgabe auf. Er werde sich neuen Aufgaben im Filmbereich zuwenden, teilte das Festival am Freitag mit. Baumgarten wurde 2014 Programmleiter und Kurator beim Filmfestival Max Ophüls Preis, seit 2016 war er für das gesamte Programm verantwortlich und seit 2019 künstlerischer Leiter. Wer ihm nachfolgt, wurde nicht bekannt gegeben. Der Max Ophüls Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das nächste Festival soll vom 16. bis 23. Januar 2022 stattfinden.

Weltkunstausstellung documenta soll 2022 stattfinden

Die Weltkunstausstellung "documenta fifteen" findet wie geplant vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Das gaben die Gesellschafter und der Aufsichtsrat bekannt. Man habe sich die Entscheidung angesichts der Pandemie-Situation nicht leicht gemacht, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der "documenta", der Kasseler Oberbürgermeister Geselle. Mit der Ausrichtung solle nach der schweren Corona-Zeit ein Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs gesetzt werden, sagte der SPD-Politiker.

Finanzierung für Kulturhauptstadt 2025 steht

Die Finanzierung für das Programm der Kulturhauptstadt Europas 2025 steht: In Chemnitz haben heute Bund, Land und Kommune eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Demnach stehen insgesamt rund 66 Millionen Euro bereit, wie die Stadtverwaltung Chemnitz mitteilte. Das Geld soll in die Umsetzung des künstlerischen Programms, in neue Erholungsorte und die Umgestaltung brachliegender Industriehallen oder leerstehender Wohnhäuser fließen. Chemnitz sei eine würdige Nachfolgerin früherer deutscher Kulturhauptstädte und stehe glaubwürdig für das, was Europa ausmache: Zusammenhalt in Vielfalt. Das sagte Kulturstaatsministerin Grütters anlässlich des Abkommens. Der Bund beteiligt sich mit 25 Millionen Euro an der Finanzierung, der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz steuern jeweils rund 20 Millionen Euro bei.

Norbert Himmler zum ZDF-Intendanten gewählt

Das ZDF hat einen neuen Intendanten. 57 von 60 Rundfunkräten wählten Norbert Himmler für diesen Posten. Seit 2012 ist Himmler bereits Programmdirektor des Senders. Eine weitere Kandiatin für die Wahl war Tina Hassel. Sie hatte ihre Kandidatur vor dem 3. Wahlgang zurückgezogen. Himmler unterstrich, dass er die Aufgabe des Senders darin sehe, einer Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken und die Gemeinschaft zu stärken. Auch wolle er für noch mehr Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung für den öffentlich-rechtlichen Sender werben. Bis 2025 will Himmler den Sender zudem klimaneutral machen.

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