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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. Juli 2019

Kunsthistoriker Eser neuer Chef der Nürnberger Museen

Der Kunsthistoriker Thomas Eser wird künftig an der Spitze der städtischen Museen in Nürnberg stehen. Der 57 Jahre alte Nürnberger werde im Frühjahr 2020 die Nachfolge der bisherigen Chefin des Museumsverbundes, Ingrid Bierer, antreten, teilte die Stadt mit. Eser übernimmt mit dieser Aufgabe die Verantwortung für rund ein Dutzend Museen in der fränkischen Stadt, darunter das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, das Albrecht-Dürer-Haus und das Industriemuseum. Der promovierte Kunsthistoriker leitet derzeit im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg die Sammlung für wissenschaftliche Instrumente und Medizingeschichte sowie für Waffen und Jagdkultur.

US-Botschaft in Berlin hisst Regenbogenfahne

Eine Regenbogenfahne unter der US-Flagge ziert seit Donnerstag die Fahnenstange an der US-Botschaft in Berlin. Die Flagge ist das Symbol der LGBTQ-Community - die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. Auch die Skulptur eines Berliner Bären in der Botschaft war in eine Regenbogenfahne eingewickelt. Bereits im Juni hatten zahlreiche US-amerikanische Auslandsvertretungen unter anderem in Südkorea, Indien und Österreich die Flagge zum Gay-Pride-Month gezeigt. Das US-Außenministerium soll den Botschaften nach Medienberichten verboten haben, die Regenbogenflagge an den Fahnenstangen der Vertretungen zu hissen. Die Mitarbeiter zeigten die Fahne daraufhin anderswo auf dem Botschaftsgelände. In Berlin ist Richard Grenell US-Botschafter, der offen homosexuell lebt und sich für die Entkriminalisierung der Homosexualität weltweit einsetzt. Am Samstag findet in Berlin der Christopher Street Day statt.

Frühe Demoaufnahmen von Madonna auf Youtube

Aus Protest gegen eine umstrittene Versteigerung von rund 70 Erinnerungsstücken von Madonna hat ein langjähriger Mitarbeiter der US-Pop-Diva Demoaufnahmen erfolgreicher Hits auf den Online-Dienst YouTube hochgeladen. Patrick Leonard erklärte, mit dem Schritt wolle er den Verkauf der Audioaufnahmen bei der Auktion in New York verhindern. Madonna hatte sich zwei Jahre lang gegen die Versteigerung gewehrt, war aber im Juni vor einem Berufungsgericht in New York endgültig gescheitert. Neben Kassetten mit frühen Aufnahmen von Hits wie "Like a Prayer" wird bei der Auktion im New Yorker Auktionshaus Gotta Have Rock and Roll auch ein Trennungsbrief der 1996 ermordeten Rap-Legende Tupac Shakur versteigert. Madonna und der Rapper waren von 1993 bis 1995 ein Paar. Gotta Have Rock and Roll veranstaltet die Auktion gemeinsam mit Madonnas früherer Beraterin Darlene Lutz, mit der sich die Sängerin 2003 überworfen hat. Das Minimalgebot für den Brief liegt bei 100.000 Dollar (knapp 90.000 Euro).

Brandenburg will Prozess gegen Hohenzollern fortsetzen

Im Streit um Entschädigungsforderungen der Hohenzollern will das Land Brandenburg nun ein Gerichtsverfahren gegen die Nachfahren des letzten deutschen Kaisers fortsetzen. Einen entsprechenden Antrag habe man am Verwaltungsgericht Potsdam gestellt, sagte Ingrid Mattern, Sprecherin des Brandenburger Finanzministeriums. Das Gericht bestätigte den Eingang des Antrags bisher nicht. Das Haus Hohenzollern fordert derzeit die Rückgabe zahlreicher Kunstgegenstände, ein Wohnrecht im Schloss Cecilienhof oder zwei anderen Liegenschaften sowie 1,2 Millionen Euro Entschädigung vom Land Brandenburg. Bei dem derzeit noch ruhenden Rechtsstreit geht es darum, ob den Hohenzollern eine Entschädigung überhaupt zusteht. Dazu muss nach Angaben des Ministeriums geklärt werden, ob die Hohenzollern dem Naziregime Vorschub geleistet haben.

Archäologen finden seltene Gräber bei Magdeburg

Archäologen haben nördlich von Magdeburg 25 seltene steinzeitliche Gräber entdeckt. Bei dem 6500 Jahre alten Fund nahe Wedringen handele es sich um Brandgräber der sogenannten "Rössener Kultur", sagte die Projektleiterin Susanne Friederich. Das sei eine Besonderheit, da in dieser Kultur die Toten normalerweise in der Erde bestattet wurden. In den 1870er Jahren wurde erstmals ein Gräberfeld im heutigen Leunaer Ortsteil Rössen (Saalekreis) entdeckt und die Gruppe danach benannt. Normalerweise wurden die Menschen der "Rössener Kultur" erdbestattet. Das Verbrennen der Toten - daher die Bezeichnung Brandgräber - war unüblich. Charakteristisch sind die flächendeckend verzierten Keramikgefäße, die als Grabbeigaben gefunden wurden. Die Grabung erfolgte im Vorfeld des Neubaus einer Ortsumfahrung.

Fachleute analysieren 4.000 Jahre alte Malereien

Archäologen aus Beirut und Tübingen haben im Libanon die ältesten großflächig erhaltenen Wandmalereien im Vorderen Orient dokumentiert. Die Bilder sind fast 4.000 Jahre alt, wie die Universität Tübingen mitteilte. Ein deutsch-libanesisches Archäologenteam hatte 2001 südlich von Sidon einen Palast entdeckt und über eine Dauer von zehn Jahren ausgegraben. Im größten, knapp 100 Quadratmeter großen und rund dreieinhalb Meter hohen Raum fanden sie an den Wänden Malereien. Sie zeigen unter anderem eine Jagdszene, eine Prozession und einen Lebensbaum. Vergleichbare Motive sind laut Universität aus der altorientalischen und ägyptischen Bildsprache bekannt. Die vollständige Erhaltung gilt als Glücksfall und war möglich, weil der Raum vom Boden bis zur Decke mit Sand, Kies und Lehm verschüttet war, wie einer der Forscher betonte. Bisher sei nur sehr wenig über die damaligen Menschen bekannt gewesen.

Rapper A$AP Rocky wegen Körperverletzung angeklagt

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat den Rapper A$AP Rocky wegen Körperverletzung angezeigt. Die Behörde klage den Rapper und zwei weitere an, nachdem sie zu dem Schluss gekommen sei, dass die "fraglichen Ereignisse ein Verbrechen darstellen, trotz der Behauptung der Selbstverteidigung und Provokation", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Rocky ist ein mit Platin ausgezeichneter und für einen Grammy nominierter Künstler, dessen bürgerlicher Name Rakim Mayers ist. Er befindet sich seit dem 3. Juli in Untersuchungshaft. Am 30. Juni soll der Rapper in Stockholm in einen Kampf verwickelt gewesen sein, bevor er bei einem Musikfestival auftrat. Die Prügelei wurde in einem Video festgehalten. Die drei Verdächtigen bleiben bis zum Prozess in Haft. Im Vorfeld hatte sich US-Präsident Donald Trump in den Fall eingeschaltet. Dieser und Promis wie Kim Kardashian und Justin Bieber hatten die Freilassung von A$AP Rocky gefordert.

Historische Notenblätter aus Wiener Stephansdom gerettet

Ein Jahr nach einem Wasserschaden im Musikarchiv des Wiener Stephansdoms sind Tausende - teils historische - Notenblätter gerettet. Einem Team von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sei es gelungen, die stark beschädigten Blätter wieder aufzubereiten, teilte die Akademie mit. Ein tropfender Wasserhahn hatte die im Archivraum gelagerten historischen Bestände der Dommusik durchfeuchtet. Schimmelflecken, verwaschene Tinte und gewelltes Papier waren die Folge. Zu den wertvollsten nun restaurierten Beständen zählen Hymnare aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert sowie Abschriften von Werken Georg Reutters (1708 bis 1722), von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn sowie dessen Bruder Michael Haydn aus der Zeit um 1800.

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