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Kulturnachrichten

Dienstag, 11. Juli 2017

Katholische Uni vergibt Stipendien an Geflüchtete

Finanzielle und persönliche Unterstützung

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) vergibt jährlich fünf Stipendien an Geflüchtete. Damit will das "Zentrum Flucht und Migration" der KU Migranten dabei helfen, ein Studium zu beginnen oder wieder aufzunehmen sowie einen deutschen Universitätsabschluss zu erhalten. Die Stipendien werden in den kommenden fünf Jahren vom Erzbistum München und Freising finanziert. Interessenten könnten sich bis 31. Juli bewerben. Die Integration von Neubürgern - unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Herkunft - sei der Einrichtung ein besonderes Anliegen.

Deutsche Kulturpolitik im Ausland immer wichtiger

In Krisenzeiten besonders wichtiges Instrument der Außenpolitik

Die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands soll künftig enger mit europäischen Partnern abgestimmt werden. Zugleich sollten Social-Media- Aktivitäten im Bereich der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ausgebaut werden. Eine im Auftrag des Auswärtigen Amts erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland mit Organisationen wie dem Goethe-Institut, dem DAAD, der Alexander-von-Humboldt-Stiftung sowie der Deutschen Welle "noch gut aufgestellt ist". Allerdings entstehe gerade mit Blick auf Auslandsmedien wie dem staatlich finanzierten russischen Auslandssender RT zunehmender Handlungsdruck. China habe seit der Eröffnung des ersten Konfuzius-Instituts im Jahr 2004 ein Netzwerk aus weltweit rund 500 Instituten aufgebaut. Im Vergleich dazu verfügt das deutsche Goethe-Institut über 159 Standorte. Der Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen, kündigte für die kommenden fünf Jahre an zehn Orten weltweit neue Kooperationen zwischen deutschen und französischen Kulturinstituten an. Für die Türkei sagte er die Gründung "europäischer Kulturhäuser" in Izmir, Diyarbakir und Gaziantep zu. Mit Blick auf die mediale Präsenz im Ausland sagte Görgen, "wir müssen in Zeiten von Fake News und Propaganda stärker als bisher die digitalen Räume in den Blick nehmen und mit eigenen Angeboten, Inhalten und Strukturen präsent sein".

Neues YouTube-Video löst "Gangnam-Style" ab

"See You Again" von Wiz Khalifa and Charlie Puth

YouTube hat nach mehr als viereinhalb Jahren wieder ein neues meistgesehenes Video. Der Clip zum Song "See You Again" von Wiz Khalifa and Charlie Puth stieß den Dauerbrenner "Gangnam Style" des koreanischen Rappers Psy vom Thron.
"See You Again" ist im Vergleich zum Überraschungshit "Gangnam Style" derzeit etwa 100 000 Mal häufiger abgespielt worden. Beide Songs wurden jeweils mehr als 2,894 Milliarden Mal abgerufen. "Gangnam Style" hatte im Dezember 2012 die Marke von einer Milliarde Abrufen geknackt und Justin Biebers "Baby" als meistgesehenes Video abgelöst.

Nachspiel wegen entzogener G20-Akkreditierungen

Regierungsprecher Seibert will alle Fragen zügig beantworten

Wegen des nachträglichen Entzugs von Journalisten-Zulassungen zum G20-Gipfel in Hamburg hat FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki mit einem Untersuchungsausschuss gedroht. Besonders besorgt zeigte er ich über den Verdacht, dass womöglich Informationen türkischer Sicherheitsbehörden Anlass für die Entscheidungen gewesen sein könnten und forderte umfängliche Aufklärung. Kubicki hat damit auf einen ARD-Bericht reagiert, in dem über den Verdacht berichtet worden war. Konkrete Belege gab es zunächst nicht. Regierungssprecher Steffen Seibert hat unterdessen getwittert, dass er sich intensiv darum kümmern will, dass alle Fragen zügig beantwortet werden. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar kritisierte zudem, dass während der Gipfeltage Polizisten am Ein- und Ausgang zum Pressezentrum die Journalisten kontrolliert hätten und dabei die Namen mit einer Liste abglichen. Caspar sprach von "Sperrlisten, die als Handzettel quasi offen einsehbar kursieren" und einen "diskriminierenden Charakter" hätten.

Neues Stipendium für Uwe Johnson-Forschung

Aufarbeitung des Rostocker Johnson-Archivs

Ein neues Stipendium soll die Beschäftigung mit dem Leben und Werk des Schriftstellers Uwe Johnson (1934-1984) fördern. Bevorzugt unterstützt werden Vorhaben, die mit den Beständen des Uwe-Johnson-Archivs in Rostock in Zusammenhang stehen, teilte die dortige Universität mit. Bewerben können sich erfahrene und junge Forscher gleichermaßen, ebenso Übersetzer und Studierende. Das Stipendium umfasst eine finanzielle Förderung sowie einen kostenfreien Aufenthalt in Wieck auf dem Darß von maximal vier Wochen Dauer. Der Schriftsteller Uwe Johnson zählt zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. Wichtige Werke sind sein 1959 veröffentlichter Debütroman "Mutmaßungen über Jakob", "Das dritte Buch über Achim" und die vierbändigen "Jahrestage". Johnson war 1945 mit seiner Familie nach Mecklenburg gekommen und studierte von 1952 bis 1954 in Rostock Germanistik. Ende der 50er Jahre verließ er die DDR. Seine Bücher wurden Zeit seines Lebens in der DDR nicht verlegt.

Ausgesetzte Kunstbiennale "Sinopale" wird nachgeholt

Internationale zeitgenössische Künstler in der Türkei

Die von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mitorganisierte Internationale Biennale für Zeitgenössische Kunst im türkischen Sinop, die Sinopale, findet in diesem Jahr vom 19. August bis zum 17. September in dem Ort am Schwarzen Meer statt. Das internationale Kuratorenteam habe sich bewusst für eine Umsetzung des Vorhabens entschieden, nachdem die Sinopale wegen der politischen Lage in der Türkei im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt worden war. Gerade wegen der weiterhin politisch prekären Situation in der Türkei sollen der Austausch zwischen Künstlern gefördert und zivilgesellschaftliche Prozesse vor Ort gestärkt werden. Die seit 2006 stattfindende Sinopale bringt internationale und lokale Künstler zusammen. Das Motto der Sinopale 6 lautet "Transposition". An der Ausstellung werden 39 Künstler aus zwölf Ländern beteiligt sein, darunter auch zwölf Absolventen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule. Sie sollen im Austausch mit türkischen Bürgern ortspezifische Arbeiten entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf lokalen NGOs und Initiativen der Zivilgesellschaft.

Lehmbruck Museum hat Nolde-Gemälde restituiert

"Frauen im Blumengarten" gehen nach Südamerika

Das Duisburger Lehmbruck Museum hat ein expressionistisches Meisterwerk von Emil Nolde nach jahrelangen Verhandlungen an die Urenkel der einstigen jüdischen Besitzer zurückgegeben. Das Ölgemälde "Frauen im Blumengarten" (1916) gehörte einst dem Dresdner Sammlerehepaar Eduard und Rita Müller. Eduard Müller wurde Anfang 1942 im NS-Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Seine Frau verkaufte das Nolde-Bild, um ihre Flucht zu finanzieren, wurde jedoch von den Nazis aufgegriffen und ebenfalls in Auschwitz ermordet. Die Stadt Duisburg hatte das Kunstwerk 1958 in Köln erworben. Die in Südamerika lebenden Erben Müllers forderten das Nolde-Bild seit 2004 zurück. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link nannte die Rückgabe eine "Herzensangelegenheit". Das auf einen Millionen-Wert geschätzte Nolde-Gemälde war zuletzt in der Neupräsentation der ständigen Sammlung des Lehmbruck Museums gezeigt worden.

Mehr digitale Kompetenz an Schulen

Pilotprojekt gibt Anregungen für den Unterricht

150 Schulen in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen sollen darin unterstützt werden, mehr digitale Inhalte in den Unterricht zu bringen. Dafür stellt der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) im Schuljahr 2017/18 entsprechende Materialboxen zur Verfügung. Lehrkräfte sollen Anregungen bekommen, wie sie Schülern im Fachunterricht digitale Kompetenzen vermitteln können - z.B. Vorschläge, wie man im Musikunterricht mit Hilfe digitaler Medien und Apps Lieder produzieren kann. Das Angebot Angebot mit dem Namen DigiBitS (Digitale Bildung trifft Schule) knüpfe an bestehende Lehrpläne an. Außerdem wird es mit Beginn des kommenden Schuljahres ein Onlineportal geben, das allen interessierten Schulen zugänglich sein wird.

Stuttgarter Ballett trennt sich von Marco Goecke

Vertrag des langjährigen Hauschoreographen wird nicht verlängert

Das Stuttgarter Ballett trennt sich im kommenden Jahr auch von seinem Hauschoreografen Marco Goecke. Der designierte Ballettintendant Tamas Detrich will zu Beginn seiner Intendanz im kommenden Jahr "eine eigene künstlerische Richtung einschlagen" und deshalb ganz ohne Hauschoreografen arbeiten. Zuletzt hatte Intendant Reid Anderson den Vertrag des zweiten Hauschoreografen Demis Volpi nicht verlängert. Goecke hat seit mehr als zehn Jahren das künstlerische Profil des renommierten Balletts mitgeprägt. Sein Vertrag werde nach Ende der Spielzeit 2017/2018 nicht verlängert.

Malu Dreyer fordert Ausbau der Mediatheken

ARD und ZDF sollten stärker auf Youtube setzen

Ein umfassenderes Angebot in den Mediatheken von ARD und ZDF wünscht sich die neue Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates, Malu Dreyer. "Wir brauchen eine Lockerung bei dem Verbot, eingekaufte Spielfilme und Serien auf Abruf anzubieten. Den Anstalten liegen in einigen Fällen bereits Rechte zur Online-Nutzung vor, die jedoch bislang nicht genutzt werden können", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. Das stoße bei vielen Beitragszahlern "zu Recht" auf Unverständnis. Auch müsse die Regelung überdacht werden, dass Beiträge nach sieben Tagen aus der Mediathek entnommen werden müssen. ARD und ZDF sollten künftig auch Drittplattformen wie YouTube nutzen können, wenn dies erforderlich sei, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen, so Dreyer. Derzeit würden nur ausgewählte Beitrage auf Drittplattformen angeboten werden.

Ai Wei Wei fordert Unterstützung für Liu Xiaobo

Bundesregierung solle sich stärker engagieren

Nach der vorzeitigen Haftentlassung des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo fordert der Künstler Ai Weiwei von der Bundesregierung ein stärkeres Engagement für den Aktivisten. Es sei abhängig vom internationalem Druck, ob Liu Xiaobo für eine Krebsbehandlung China verlassen dürfe oder nicht. Der Bürgerrechtler sei ein Verteidiger der Menschenrechte, der nicht nur für die Chinesen, sondern für Menschen weltweit wertvoll sei, betonte Ai Weiwei. Wenn Deutschland Geschäfte mit China machen wolle, solle es sich auch um die Prinzipien der Menschenrechte kümmern. Der Zustand seines Freundes Liu Xiaobo sei kritisch.

Dirigent Blomstedt wird heute 90 Jahre alt

Einst war er Assistent von Leonard Bernstein

Der Dirigent Herbert Blomstedt feiert heute seinen Neunzigsten Geburtstag. Der Schwede studierte Geige und Dirigieren, war Assistent von Leonard Bernstein und zählt zu den bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart.1954 gab er mit den Stockholmer Philharmonikern sein Debüt am Pult. Von 1975 bis 1986 war Blomstedt Chefdirigent der Staatskapelle Dresden. Danach formte er das San Francisco Symphony Orchestra zu einem führenden Klangkörper und war als Nachfolger von Kurt Masur von 1998 bis 2005 Gewandhauskapellmeister in Leipzig, wo er zum Ehrendirigenten ernannt wurde. Blomstedt bekommt auch nach mehr als 60-jähriger Karriere bei Musik noch Gänsehaut und betont, man müsse so empfänglich und sensibel sein, dass man mit Respekt und Dankbarkeit vor einem Werk stehe: "Man darf nie in Routine verfallen so nach dem Motto: Das kann ich schon. Ich fühle mich jedes Mal als Anfänger. Ich weiß zwar, dass ich Erfahrung mit vielen Stücken habe, muss aber trotzdem ein paar Hürden überwinden, bevor ich vor ein Orchester trete." So Herbert Blomstedt.

US-Gericht rollt Streit um Nazi-Raubkunst neu auf

Pissaro-Gemälde hängt heute in spanischem Museum

Ein US-Gericht hat den Nachfahren jüdischer Flüchtlinge erlaubt, auf die Herausgabe eines wertvollen Gemäldes zu klagen, obwohl ihre Vorfahren bereits eine Ausgleichszahlung erhalten hatten. Das Berufungsgericht imn San Francisco belebte damit den Prozess um ein Ölbild des Malers Camille Pissarro von 1897 wieder, das derzeit im Thyssen-Bornemisza-Museum in Madrid hängt. Das Bild, das heute mehr als 30 Millionen Dollar wert ist, mussten die jüdischen Urgroßeltern der Kläger 1939 den Nazis geben, um nach Großbritannien ausreisen zu dürfen. Das Museum in Spanien habe versäumt, offiziell anzugeben, dass es nicht gewusst habe, dass es sich bei dem Gemälde um Raubkunst handelte, erklärte das US-Gericht. Der Fall werde deshalb an eine niedrigere Instanz zur Berufung verwiesen. Der Anwalt des Management des Museums sagte, er sei zuversichtlich, dass der rechtmäßige Besitz des Bildes von dem niedrigeren Gerichtshof bestätigt werde. Es habe genau dokumentierte Aufzeichnungen, wem das Bild über die Jahre hinweg gehört habe, erklärte das Museum. Das Gemälde sei in gutem Glauben erworben worden.

Würdigungen des verstorbenen Peter Härtling

"Bleibender Teil des literarischen Erbes unseres Landes"

Als großen Schriftsteller hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den verstorbenen Autor Peter Härtling gewürdigt. Mit seinen Büchern habe Härtling "ganzen Generationen die Welt der Literatur eröffnet und vielen Menschen - jungen wie alten - Mut und Trost" gegeben, heißt es in einem Schreiben an die Witwe. Peter Härtling war in der Nacht im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Werk sei "bleibender Teil des literarischen Erbes unseres Landes". Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hob das soziale und politische Engagement des Schriftstellers hervor, der die Gesellschaft stets habe mitgestalten wollen. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, wie wenige andere habe es Härtling geschafft, die Menschen für die Vielfalt der deutschen Sprache zu begeistern. Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, nannte Härtling "einen der bedeutendsten Schriftsteller". Seit 1967 war er Mitglied der Akademie der Künste, seit 2006 Direktor der Sektion Literatur. Er sei besonders in der Zeit der Zusammenführung der Ost- mit der West-Institution "eng mit den Geschicken" der Akademie verbunden gewesen, sagte deren Präsidentin Jeanine Meerapfel.

J.K. Rowling bastelte Party-Kostüm aus Manuskript

Das Motto war: "Komm als dein persönlicher Albtraum"

"Harry Potter»-Autorin J.K. Rowling hat die Notizen für ein bis heute nicht veröffentlichtes Märchen vor zwei Jahren kurzerhand auf ein Kleid geschrieben und als Party-Kostüm verwendet, wie sie in einem CNN-Interview verriet. "Das Partymotto meines 50. Geburtstags war "Komm als dein persönlicher Albtraum" - und ich kam als verloren gegangenes Manuskript." Womöglich werde das Märchen niemals gedruckt werden, doch "es hängt tatsächlich derzeit in einem Kleiderschrank". Unveröffentlichte Manuskripte von Schriftstellern müssen also nicht zwangsläufig in der Schublade verstauben.

Abwahl der Kölner Kulturdezernentin gefordert

Berechtigte Vorwürfe oder parteipolitisch motivierte Kampagne?

In Köln wollen CDU, Grüne und FDP die Abberufung der parteilosen Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach erreichen. Sie lasten ihr die Kostenexplosion bei der Opernsanierung an, Missmanagement und Organisationsversagen. Das Vertrauen in ihre Arbeit sei fundamental erschüttert, sagte der CDU-Fraktionschef Bernd Petelkau. Die Generalüberholung von Oper und Schauspielhaus soll statt der zunächst veranschlagten 250 Millionen Euro zwischen 545 und 570 Millionen Euro kosten. Weitere Kritikpunkte sind die länger dauernde Renovierung des Römisch-Germanischen Museums und Verzögerungen bei der Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums. SPD und Linke sprachen dagegen von einer "parteipolitisch motivierten Kampagne". Sie wollen ein für September erwartetes Gutachten zur Opernsanierung abwarten. Ohne SPD oder Linke kann die Kulturdezernentin nicht abgewählt werden, da dies eine Zweidrittelmehrheit im Rat erfordert.

"Wunderbaum" übernimmt Theaterhaus Jena

Freies Schauspielkollektiv kommt zur Spielzeit 2018/19

Das niederländisch-flämische Schauspielkollektiv "Wunderbaum" wird im kommenden Jahr die künstlerische Leitung am Theaterhaus Jena übernehmen. In der Ausschreibung wurde explizit nach Teams und Kollektiven für diese Aufgabe gesucht. 63 Interessenten hatten sich daraufhin beworben. Durch die Verteilung auf mehrere Personen würden sich andere künstlerische Ausdrucksweisen und Produktions- und Organisationsstrukturen erproben lassen, so das Theaterhaus. "Wunderbaum" kümmert sich noch um zwei weitere Spielstätten: das Theater Rotterdam sowie das Mare Culturale Urbano in Mailand. In Jena will es mit einem internationalen Ensemble arbeiten.

Berlin bekommt queeres Bildungshaus

Beherbergen wird es unter anderem umfangreiches Archivmaterial

Berlin bekommt einen "queeren Leuchtturm". Das geplante Geschichts- und Bildungshaus werde Elberskirchen-Hirschfeld-Haus heißen, nach der feministischen Sexualreformerin Johanna Elberskirchen (1864-1943) und dem Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868-1935). Beherbergen wird es unter anderem das umfangreiche Archivmaterial zum Leben von Lesben, Schwulen, Trans- und Intermenschen. Das kündigte die Initiative Queer Nations e.V. (IQN) an. Auch die queere Museumslandschaft Berlins soll dort eine Heimat finden. Es gebe in der Hauptstadt einen sehr gut ausgebauten Beratungsbereich und auch zahlreiche Bürgerrechtsorganisationen, sagte IQN-Vorstand Jan Feddersen. Allerdings sei der Bereich "Bildung, Forschung und Archiv", so Feddersen weiter, "skandalös unterfinanziert".

Sting spendet 100.000 Euro an Flüchtlingsprojekt

Die Schweden wollen damit Instrumente, Musikcamps und Konzerte zahlen

Der britische Rockstar Sting hat seine 100.000 Euro Preisgeld der schwedischen Musikauszeichnung Polar Music Preis an das schwedische Flüchtlingsprojekt Songlines gespendet. Sting begründete seine Spende damit, dass Musik Brücken bauen könne. "Dieses Projekt zeigt die wichtige Rolle auf, die Musik dabei spielen kann, Flüchtlingen Anschluss an eine neue Gesellschaft zu ermöglichen." Die Initiative Songlines arbeitet vor allem mit afghanischen, syrischen und eritreischen Menschen, die in schwedischen Flüchtlingsheimen leben. Sie will mit dem Geld Musikcamps organisieren, Konzerte ausrichten und Instrumente für die Flüchtlinge kaufen.

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