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Kulturnachrichten

Mittwoch, 27. Juli 2016

Klassischer finnischer Komponist Rautavaara ist tot

Rautavaara starb im Alter von 87 Jahren

Der international renommierte finnische Komponist Einojuhani Rautavaara ist im Alter von 87 Jahren gestern an den Komplikationen einer Operation gestorben, wie die Plattenfirma Ondine heute mitteilte. Rautavaara sei verdientermaßen der erste finnische Komponist nach dem 1957 verstorbenen Jean Sibelius gewesen, der den internationalen Durchbruch geschafft habe, sagte Kiilanen. Rautavaara komponierte acht Sinfonien, sieben Opern, mehrere Concertos und viele andere Werke. Ein großer Erfolg wurde seine 1994 veröffentlichte siebte Sinfonie "Angel of Light". Aber auch viele seiner anderen Stücke wurden in vielen Ländern der Welt aufgeführt.

Berliner Modewoche im Januar und Juli 2017

Fashion Week-Planungen

Berlin will auch im kommenden Jahr wieder Schaufenster für die Modebranche sein. Die traditionelle Fashion Week zum Jahresauftakt soll vom 17. bis 20. Januar 2017 stattfinden, für den Sommer ist der Termin 4. bis 7. Juli geplant. Das teilte die Senatsverwaltung für Wirtschaft mit. "Der Zusammenschluss der Veranstalter und die gemeinsamen Termine sind wichtige Signale für die Branche", erklärte Senatorin Cornelia Yzer (CDU). Neben den großen Laufsteg-Schauen gibt es rund ein Dutzend Einzelmessen und Modesalons.

Wim Wenders mit neuem Film beim Festival in Venedig

Deutsche Beiträge für den Goldenen Löwen

Der deutsche Regisseur Wim Wenders geht mit seinem Film "Les beaux jours d'Aranjuez" ins Rennen um den Goldenen Löwen beim Filmfestival von Venedig. Die deutsch-französische Co-Produktion ist einer von fünf Filmen mit deutscher Beteiligung im Wettbewerb. Insgesamt wurden 19 Filme nominiert, wie aus dem am Donnerstag in Rom vorgestellten Programm hervorgeht. Wenders hatte den Goldenen Löwen bereits 1982 für den Film "Der Stand der Dinge" gewonnen. Eröffnet werden die 73. Filmfestspiele von Venedig von Damien Chazelles "La La Land" mit Ryan Gosling und Emma Stone. Das Festival auf dem Lido beginnt dieses Jahr am 31. August und endet am 10. September.

Hermann-Kesten-Preis für türkische Journalisten

Dündar und Gül ausgezeichnet

Der diesjährige Hermann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht an die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielten "zwei mutige Kämpfer für die Meinungsfreiheit", lobte PEN-Vizepräsident Sascha Feuchert in Darmstadt. Sie stellten sich vehement gegen den Kurs von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der die Türkei zu einem autokratischen System umbauen wolle. Der Journalist, Dokumentarfilmer, Buchautor und Chefredakteur der linksliberalen Tageszeitung "Cumhuriyet", Can Dündar (55), wurde im Mai dieses Jahres zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, sein Kollege Erdem Gül (49), Leiter des Hauptstadtbüros der Zeitung, zu fünf Jahren. Als Grund für die Anklagen diente den Behörden ein Bericht der beiden über Waffenlieferungen der Türkei an syrische Extremisten. Zurzeit sind Dündar und Gül bis zu ihrem Berufungsprozess auf freiem Fuß. Der Preis wird am 17. November in Darmstadt verliehen.

Zwei geraubte Gemälde wieder aufgetaucht

Werke von Dalí und Tamara de Lempicka waren sieben Jahren verschollen

Sieben Jahre nach ihrem Raub aus einem niederländischen Museum sind zwei Gemälde des spanischen Künstlers Salvador Dalí und der polnischen Malerin Tamara de Lempicka wieder aufgetaucht. "Wir haben sie wiederbekommen", teilte der renommierte Kunst-Detektiv Arthur Brand heute über Twitter mit. Dalís Gemälde "Jugend" und Lempickas Bild "Die Musikerin" waren am 1. Mai 2009 bei einem bewaffneten Überfall geraubt worden. Wie Brand nun berichtete, dienten die beiden Gemälde später als Bezahlung einer kriminellen Bande - der sei der Besitz jedoch zu heiß geworden, deshalb habe sie sich über einen Mittelsmann an ihn gewandt, sagte der Detektiv der Zeitung "De Telegraaf". Er habe die beiden Kunstwerke inzwischen der britischen Polizei übergeben, die mit den eigentlichen Besitzern Kontakt aufgenommen habe.

Longlist des Man Booker Prize vorgestellt

Nobelpreisträger J.M.Coetzee abermals für wichtigsten englischen Literaturpreis nominiert

Auf die Longlist des Man Booker Prize haben es 13 Buchtitel geschafft. Darunter Romane von A.L. Kennedy, Deborah Levy und Elizabeth Strout. Die nominierten Autoren stammen aus den USA, Großbritannien, Südafrika und Kanada. Überraschend auf diese erste Auswahlliste geschafft hat es der Krimi "His Bloody Project" von Graeme Macrae Burnet, der in dem kleinen unabhängigen schottischen Krimiverlag Contraband erschienen ist. Ebenfalls nominiert ist der südamerikanische Literaturnobelpreisträger J.M. Coetzee, der die Auszeichnung bereits zweimal gewonnen hat. Am 13. September wird die Shortlist bekanntgegeben, der Gewinner des Man Booker Prize steht am 25. Oktober fest. Dotiert ist die Auszeichnung mit 50.000 Pfund, etwa 60.000 Euro.

Französische Medien verzichten auf Terroristenfotos

Eine "posthume Glorifikation" solle verhindert werden

Nach den jüngsten Terroranschlägen in Frankreich verzichten französische Medien bewusst auf Bilder von den Attentätern. Man wolle damit eine "posthume Glorifikation" der Attentäter verhindern, schrieb der Chefredakteur der Tageszeitung "Le Monde", Jérôme Fenoglio, in einem Leitartikel. Der Nachrichtensender BFMTV schloss sich dem an: "Wir wollen kein Terroristen-Album erstellen", hieß es in einem Artikel auf der Internetseite. Insbesondere Fotos, auf denen die Täter lachten, seien unangebracht neben den Bildern der Opfer. Eine tiefgründige Berichterstattung über das Profil und den Werdegang der Täter verhindere dies nicht. "Le Monde"-Chef Fenoglio forderte zudem zu einer weiteren Debatte über die Terror-Berichterstattung auf. Dies sei unerlässlich, um die "Strategie des Hasses" der Terroristen zu zerbrechen.

Künstlerischer Leiter der Nibelungen-Festspiele hört auf

Thomas Schadt wolle hauptberuflich Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg sein

Der Künstlerische Leiter der Wormser Nibelungen-Festspiele Thomas Schadt hört auf. Der 59-Jährige, der hauptberuflich Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg ist, scheide zum Ende der laufenden Festspielsaison auf eigenen Wunsch aus dem Leitungsteam um Intendant Nico Hofmann aus, teilten die Festspiele mit. Schadt war 2015 nach dem Weggang des bisherigen Intendanten Dieter Wedel zusammen mit dessen Nachfolger Nico Hofmann und dem Autor Albert Ostermaier angetreten. "Der Neustart in Worms ist uns prächtig geglückt, worauf ich sehr stolz bin", sagte Schadt, der im vergangenen Jahr bei den Festspielen Regie geführt hatte. Nun könne er sich wieder auf seine eigentliche Aufgabe als Direktor der Filmakademie in Ludwigsburg konzentrieren.

Wiener Museum Belvedere sucht neue Leitung

Langjähriger Direktorin wird vorgeworfen, dem Haus materiell geschadet zu haben

Das für seine Klimt-Sammlung berühmte Belvedere in Wien bekommt nach großen Querelen eine neue Leitung. Die Geschäftsführung des Museums wird ab 2017 wegen Verstößen gegen hausinterne Verhaltensregeln neu aufgestellt, wie Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) mitteilte. Der Vertrag der langjährigen Direktorin Agnes Husslein-Arco (62) werde mit Ende des Jahres nicht verlängert. "Mit der derzeitigen strukturellen, organisatorischen und personellen Konstellation sehe ich nicht die Möglichkeit, den Betrieb wieder in ruhige Bahnen zu führen und so an die Erfolge der Vergangenheit anschließen zu können", begründete Drozda seine Entscheidung. Husslein-Arco wird vorgeworfen, durch Abrechnungs-Verstöße dem Haus materiell geschadet zu haben. Die resolute und erfolgreiche Kulturmanagerin soll ihre Fehler vor dem Kuratorium eingestanden und sich verpflichtet haben, das Geld zurückzuzahlen. Es soll sich dabei um weniger als 15 000 Euro handeln, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA schreibt. Externe Wirtschaftsprüfer wurden mit der Aufarbeitung der Vorgänge beauftragt. Sie stellten ein Honorar in Höhe von 130 000 Euro in Rechnung, was erneut für Wirbel sorgte.

47 weitere Haftbefehle gegen türkische Journalisten

Tageszeitung "Zaman" bereits seit März unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt

Ein türkischer Staatsanwalt hat angeordnet, 47 ehemalige Mitarbeiter der Tageszeitung "Zaman" in Gewahrsam zu nehmen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu heute weiter berichtete, durchsuchte die Polizei auch Wohnungen von Verdächtigen. Ein Istanbuler Staatsanwalt hatte bereits am Montag 42 Journalisten zur Fahndung ausgeschrieben. "Zaman", eine der auflagenstärksten Zeitungen des Landes, war wegen Verbindungen zum Netzwerk des Predigers Fetullah Gülen im März unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt worden. Staatschef Recep Tayyip Erdogan macht die Bewegung für den Putschversuch verantwortlich. Der in den USA lebende Prediger weist dies zurück. Seit dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli sind Zehntausende Staatsbedienstete vom Dienst suspendiert worden. 13 000 Menschen wurden festgenommen, 9000 von ihnen sind in Untersuchungshaft.

Wiener Schauspieler Peter Fröhlich gestorben

Der österreichische Fernseh- und Bühnendarsteller hatte eigene TV-Sendung "Fröhlich am Samstag"

Wie der ORF von Angehörigen erfuhr, verstarb Fröhlich bereits am 11. Juli. Er wurde 77 Jahre alt. Der Fernseh- und Bühnendarsteller war aus Formaten wie "Kaisermühlen Blues" oder seiner TV-Sendung "Fröhlich am Samstag" sowie durch Auftritte auf der Musicalbühne bekannt - zuletzt 2010 im Udo Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York". Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bezeichnete Fröhlich als "vielseitigen und beliebten Schauspieler, der das komödiantische Fach in seiner ganzen Breite beherrschte"."Er war ein wahrer Publikumsliebling mit tiefer Verbundenheit zu Wien, ein Botschafter des Wienerischen in vielen europäischen Städten", so Mailath-Pokorny. Als Peter Fritsch am 29. August 1938 in Wien geboren, erhielt der Darsteller seinen späteren Namen angeblich von seinem Freund Franz Antel, der ihn damit treffend charakterisierte. Nach Abschluss seiner Schauspielausbildung in Wien begann er 1958 als Schauspieler und Regieassistent an verschiedenen Wiener Kellerbühnen. Fröhlich trat auch in der Kleinen Komödie in München und in weiterer Folge in Berlin, Hamburg und Frankfurt auf. Im Theater an der Wien war er in "Anatevka", "My Fair Lady" oder "Das Appartement" zu sehen. Zudem komponierte er Operetten und Chansons.

Beyoncé elf Mal für MTV Video Music Awards nominiert

Adele ist in acht Kategorien dabei

Superstar Beyoncé geht in diesem Jahr als Favoritin ins Rennen um die MTV Video Music Awards: Die 34-jährige US-Sängerin wurde insgesamt elf Mal nominiert, darunter in der Kategorie bestes Video des Jahres. Die britische Soul-Sängerin Adele erhielt insgesamt acht, der Kanadier Drake sechs Nominierungen. "Formation", die erste Single aus Beyoncés Album, und das dazugehörige Video, hatten zum ersten Mal eine eindeutig politische Dimension. In ihnen bekannte sich der schwarze Star offen zum Kampf gegen Rassismus. Inzwischen engagiert sich die 34-Jährige in der Bewegung Black Lives Matter, die sich gegen Gewalt gegen Schwarze einsetzt. Auf der Liste für die Awards steht auch der im Januar gestorbene Großmeister des Pop, David Bowie. Sein Video "Lazarus", das er kurz vor seinem Tod veröffentlichte, wurde insgesamt vier Mal nominiert. Die Sieger werden Online von den Fans bestimmt.

41,2 Millionen Menschen lesen Tageszeitung

Binnen eines Jahres sind es damit 1,1 Millionen Leser weniger

Deutschlands Tageszeitungen erreichen nach der gerade veröffentlichten Media-Analyse (MA) bundesweit 41,2 Millionen Menschen. Das entspricht 59,2 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Meist gelesenes Blatt bleibt mit großem Abstand "Bild", das pro Ausgabe 9,96 Millionen Menschen erreicht. Im Vergleich zur MA vom Juli vergangenen Jahres ist das ein Rückgang von knapp 400 000 Lesern. Die überregionalen Abo-Zeitungen sind stabil geblieben. Einige haben sogar Leser gewonnen. Für die Untersuchung wurden mehr als 136 000 Menschen nach ihren Lesegewohnheiten befragt, darunter auch deutschsprachige Ausländer. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, ein Zusammenschluss von Unternehmen aus der Werbe- und Medienwirtschaft, ermittelt regelmäßig die Reichweiten für Zeitungen und Zeitschriften.

Kinofilm "Seefeuer" gilt als "besonders wertvoll"

Er handelt vom Schicksal von Flüchtlingen und den Einwohnern Lampedusas

Der Kinofilm "Seefeuer" ("Fuocoammare") von Gianfranco Rosi erhält die Auszeichnung "besonders wertvoll". Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) würdigte heute den Streifen über das Schicksal von Flüchtlingen und die Einwohner Lampedusas als "enorm wichtiges Zeitdokument, das im täglichen Bilderurwald hysterischer Berichterstattung eine klaffende Lücke füllt". Für den Dokumentarfilm hatte sich Rosi ein Jahr auf der südlich von Sizilien gelegenen italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa aufgehalten, auf der seit Jahren Flüchtlinge vor allem aus Afrika stranden. "Seefeuer" hatte bei der Berlinale den "Goldenen Bären", gewonnen. Der Film läuft am Donnerstag in den Kinos an.

Udo Lindenberg ist Ehrenbürger seiner Geburtsstadt

"Chef-Gronaut" mit Zigarre und Hut

Udo Lindenberg ist zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Gronau ernannt worden.Laudator Otto Waalkes feierte den 70-jährigen Rocksänger gestern als "großen Schöpfer", bevor Bürgermeisterin Sonja Jügens dem berühmtesten Sohn der Stadt die Ehrenbürger-Urkunde überreichte. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich hier eines Tages als Ehrenbürger auf der Bühne stehe. Das ist schon echt ein Ding", sagte Lindenberg. Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Gronau für große Verdienste vorsieht. Als Dankeschön will Lindenberg, der seit Jahrzehnten überwiegend in Hamburg lebt, heute auf der Bühne der Gronauer Bürgerhalle vor 1500 Zuhörern ein Konzert geben. Für weitere Fans wird das musikalische Heimspiel draußen auf einer Großleinwand übertragen.

Hollywood-Künstler unterzeichnen Petition gegen Trump

Sie warnen vor dem republikanischem Präsidentschaftskandidaten

Etwa hundert Hollywood-Stars und Musiker schließen sich dem Protest gegen den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump an. Schauspieler wie Lena Dunham und Julianne Moore sowie Musiker wie Moby und Ex-R.E.M-Sänger Michael Stipe unterzeichneten eine Online-Petition gegen den rechtspopulistischen Immobilienmogul. "Wir glauben, dass es unsere Verantwortung ist, unsere Bühnen zu nutzen, um auf die Gefahren einer Präsidentschaft Trumps und die echte und gegenwärtige Bedrohung durch seine Kandidatur hinzuweisen", heißt es in dem Aufruf. Die US-Wähler müssten ihre Stimme nutzen, um Trump und seine "abscheuliche Ideologie" in die Schranken zu weisen, erklärten die Künstler. Trump tritt am 8. November bei der Präsidentschaftswahl gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton an.

Theater-Mogul James M. Nederlander gestorben

Er produzierte u.a. "Chigago" und "La Cage aux Folles"

Der amerikanische Theater-Mogul James M. Nederlander ist am Montag im Alter von 94 Jahren gestorben, wie die "New York Times" berichtete. Sie berief sich auf Nick Scandalios, den Vize-Präsidenten der Nederlander Organization. Beinahe ein halbes Jahrhundert hatte Nederlander über ein Theater-Imperium geherrscht, das neun Häuser auf dem New Yorker Broadway sowie weitere Spielstätten in anderen US-Bundesstaaten und London umfasst. Zu seinen größten Erfolgen als Produzent oder Co-Produzent zählten Musicals wie "Annie", "Chicago" und "La Cage aux Folles". Er gewann mehr als ein Dutzend Tony Awards. Musical-Ikone Andrew Lloyd Webber twitterte: "Lebewohl Jimmy, es ist das Ende einer großartigen Theater-Ära."

Cirque du Soleil sagt Auftritte in der Türkei ab

Unternehmen sieht Sicherheit der Mitarbeiter nicht gewährleistet

Nach dem Putschversuch in der Türkei hat der kanadische „Cirque du Soleil" 40 Aufführungen in dem Land abgesagt. Der Zirkus, der zu den erfolgreichsten und berühmtesten seiner Art zählt, wollte vom 16. August bis zum 17. September in Antalya auftreten. Mehr als 70 Mitarbeiter sollten dabei mitwirken. Ihre Sicherheit sei jedoch nicht gewährleistet, sagte eine Sprecherin des „Cirque du Soleil auf „Radio Canada". Nach dem gescheiterten Militär-Putsch Mitte Juli waren in der Türkei Zehntausende Staatsbedienstete in Militär, Polizei, Justiz und Bildungswesen festgenommen, entlassen oder suspendiert worden.

Umfassende Geschichte der Bayreuther Festspiele vorgestellt

Neues Standardwerk des Wagner-Kenners Owald Georg Bauer

Der Deutsche Kunstverlag hat in Bayreuth die erste umfassende Geschichte der Richard-Wagner-Festspiele vorgestellt. Mehr als sieben Kilo schwer ist das zweibändige Werk des Theaterwissenschaftlers und Bayreuth-Kenners Oswald Georg Bauer. 27 Jahre lang arbeitete der frühere Pressechef des ehemaligen Festspiel-Chef Wolfgang Wagner an den 1300 Seiten seiner "Geschichte der Bayreuther Festspiele". Es sei ein "Werk, an dem niemand vorbeikommt, der sich mit diesem eigentümlichen fränkischen Sommertheater befasst", sagte der Direktor des Richard-Wagner-Museums, Sven Friedrich. Zur Geschichte der Festspiele gehöre auch, dass sie immer wieder totgesagt werden, sagte der Autor. Doch daran glaube er nicht. Sein Buch endet mit den Worten "Nichts ist zu Ende, alles liegt noch vor uns."

Weltjugendtag in Krakau eröffnet

Aus Deutschland werden etwa 15.500 Teilnehmer erwartet

Am Dienstagabend hat der Krakauer Erzbischof, Kardinal Stanislaw Dziwisz, das Glaubensfest mit Hunderttausenden Teilnehmern offiziell mit einer Freiluftmesse eröffnet. Bis zum Abschlussgottesdienst am Sonntag mit Papst Franziskus in der Nähe von Krakau werden bis zu zwei Millionen Teilnehmer erwartet. Unter dem Eindruck der jüngsten Anschläge hatte der deutsche Jugendbischof Karl-Heinz Wiesemann junge Leute als "Hoffnung in einer von Terror gequälten Welt" bezeichnet. In Krakau seien sie "in Frieden und Einheit" versammelt, sagte Wiesemann. Mit Blick auf die jüngsten Attacken und Anschläge sagte der Bischof, der mit deutschen Teilnehmern nach Krakau gereist ist, es sei wichtig, "nicht nur eine Gemeinschaft des Entsetzens, sondern auch eine Gemeinschaft der Hoffnung" zu haben. Am Mittwoch reist Papst Franziskus an, der in den nächsten Tagen unter anderem den Pilgerort Tschenstochau (Czestochowa) und das frühere deutsche Vernichtungslager Auschwitz besuchen wird.

Geschichte der Panama Papers soll verfilmt werden

Netflix einigt sich mit den Enthüllungsjournalisten

Die Geschichte um die Enthüllungen der Panama Papers soll verfilmt werden. Die Streaming-Plattform Netflix hat sich mit den investigativen Reportern Bastian Obermayer und Frederik Obermaier über die Exklusivrechte für die Verfilmung ihres Buches «Panama Papers: Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung» geeinigt. Netflix-Chef Ted Sarandos sagte, er sei zuversichtlich, «dass wir eine packende Geschichte erzählen können, die eine ähnliche Wirkung entfaltet wie die Panama Papers, als sie zum ersten Mal auf den Titelseiten erschienen». Umsetzen soll das Projekt die Produktionsfirma des US-Filmemachers John Wells. Die Panama Papers hatten im Frühjahr mit Veröffentlichungen über Offshore-Geschäfte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Auch der Filmproduzent Steven Soderbergh soll an einem weiteren Filmprojekt über die Panama Papers arbeiten.

Stärkere Sicherheitsmaßnahmen für Veranstaltungen

Mehr Polizeipräsenz und zusätzliche Einlasskontrollen geplant

Nach den Gewalttaten in verschiedenen deutschen Städten werden verstärkte Sicherheitsvorkehrungen neu debattiert. Die Innenminister von Bund und Ländern verständigten sich auf eine erhöhte Polizeipräsenz bei bestimmten Veranstaltungen. Aber auch die Organisatoren sind gefordert, so in der nächsten Woche beim größten Heavy-Metal-Festival der Welt im Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. "Für die Sicherheit werden wir ein Maximum an Kontrollen durchführen", sagt der Leiter Helge Staack. Unter anderem werden Rucksäcke und Taschen in diesem Jahr auf dem Festivalgelände verboten. Live Nation GmbH will bei ihren Events künftig zusätzliche Einlasskontrollen durchführen. Die Agentur veranstaltet unter anderem Popkonzerte - Rihanna, Beyoncé und Sting stehen demnächst auf ihren Bühnen. Auch die Stadt Halle will die Sicherheitsvorkehrungen zum 81. Laternenfest mit gut 170 000 Menschen verstärken. Es gilt als eines der ältesten Volksfeste im Land.

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