Seit 15:05 Uhr Tonart

Montag, 14.10.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Sonntag, 17. Juli 2016

Suicide-Sänger Alan Vega ist tot

Vega wurde 78 Jahre alt

Alan Vega, einer der Pioniere der Punk-Musik in den USA, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Wie seine Familie in einer Erklärung mitteilte, verschied er friedlich im Schlaf. In der Erklärung wird Vega, der auch Bildhauer und Maler war, als "großer Künstler" gewürdigt, der in seiner Kreativität keine Kompromisse kannte. Geboren wurde Vega 1938 als Boruch Alan Bermowitz im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Im Jahr 1970 gründete er das Duo Suicide. Er selbst war Sänger der Gruppe, Martin Rev der Keyboarder. Vega sagte später, ein Konzert der Stooges von Iggy Pop in New York 1969 habe ihn zu Suicide inspiriert. Das gleichnamige Album "Suicide" kam 1977 heraus und gilt als Meilenstein der Rockgeschichte.

Corbusier-Häuser zum Weltkulturerbe ernannt

Ernennung im dritten Anlauf

Die Unesco hat die Häuser des Architekten Le Corbusier in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung zum Weltkulturerbe ernannt. Das teilte der deutsche Zweig der UNO-Kulturorganisation in Bonn mit. Insgesamt nahm das Welterbekomitee bei seiner Tagung in Istanbul 17 Bauten und Ensembles Le Corbusiers aus sieben Ländern in die Liste schützenswerter Kulturgüter auf. Dazu gehören etwa die Regierungsgebäude von Chandigarh (Indien), das Nationalmuseum für westliche Kunst in Tokio (Japan), das Haus Curutchet in La Plata (Argentinien) oder die Unite d'Habitation in Marseille (Frankreich). Zuvor war der Antrag zweimal abgelehnt worden. Unesco-Sprecherin Katja Römer sagte zu der Entscheidung im Deutschlandradio Kultur: "Le Corbusiers Werk hat eine herausragende Bedeutung für die Architektur des 20. Jahrhunderts und das im globalen Maßstab."

Pakistans kritischer Internet-Star ermordet

Bruder festgenommen

Pakistans Internet-Star Qandeel Baloch ist nach Angaben der Polizei von seinem Bruder getötet worden. Die junge Frau, die wegen ihrer provokanten Auftritte auch "Pakistans Kim Kardashian" genannt wurde, war erwürgt in ihrem Elternhaus in Multan aufgefunden worden. Baloch war wegen ihrer gesellschaftskritischen Äußerungen in ihrer Heimat umstritten. Ihr Bruder sei festgenommen worden und habe die Tat gestanden, sagte ein Polizeibeamter der zentralpakistanischen Stadt Multan. Laut Polizei sagte der Bruder, seine Schwester habe Schande über die Familie gebracht. Er sei wegen ihr verspottet worden. Medienberichten zufolge gab der Bruder auch an, seiner Schwester eine Tablette gegeben zu haben. Dadurch sei sie bewusstlos geworden.

Tim Renner verteidigt erneut Wahl von Chris Dercon

Aber die Diskussion sei nicht fehlerfrei gelaufen

Der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner hat erneut die Wahl von Chris Dercon als Nachfolger des scheidenden Volksbühnen-Intendanten Frank Castorf verteidigt. Renner räumte in einem Beitrag für die "Berliner Morgenpost" zum 65. Geburtstag von Castorf ein, dass die Nachfolge-Diskussion nicht fehlerfrei abgelaufen sei. "Man kann nicht sagen, dass es uns gut gelungen ist, diese Änderung des Modells zu kommunizieren", so der Kulturstaatssekretär. Dennoch verteidigte er noch einmal die Wahl des Belgiers Dercon.Man habe eben gerade keinen Regisseur aus dem Umfeld von Castorf als dessen Nachfolger haben wollen, keinen René Pollesch, keinen Herbert Fritsch, so Renner. Castorf legt im Sommer 2017 nach 25 Jahren sein Amt als Volksbühnen-Intendant nieder. Sein - umstrittener - Nachfolger ist der Museums-Experte Dercon. Castorf werde Berlin nicht verloren gehen, schrieb Renner. "Wie ich höre, ist der erste Vertrag von ihm bereits an einem unserer Häuser unterzeichnet worden."

Josef Albers Museum wird ausgebaut

Bis 2018 kommen 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche dazu

Das Bottroper Josef Albers Museum soll einen rund zehn Millionen Euro teuren Erweiterungsbau bekommen. Das Museum für zeitgenössische Kunst würde damit bis 2018 um 700 Quadratmeter wachsen. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Sonderschauen, denen die Dauerausstellung bislang zeitweise weichen musste, erhalten durch die Erweiterung einen eigenen Platz. In dem neuen Trakt sollen auch ein museumspädagogisches Zentrum und ein Kunstdepot unterkommen. Mehr als die Hälfte der Kosten teilen sich das Land, der Bund, die Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie die Josef und Anni Albers Foundation. 4,5 Millionen Euro übernehmen andere Sponsoren.

Radiokonzert ist "Meilenstein der Technikgeschichte"

Sendung von 1920 ist jetzt einer von 180 "Meilensteinen"

Das erste im Radio ausgestrahlte Weihnachtskonzert in Deutschland am 22. Dezember 1920 gilt jetzt als "Meilenstein der Technikgeschichte". Eine entsprechende Tafel am Funkerberg Königs Wusterhausen bei Berlin würdigt das Ereignis als technische Pionierleistung. Vergeben wurde die Auszeichnung vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), einem weltweiten Verband von Ingenieuren und Wissenschaftlern mit Sitz in New York, wie die brandenburgische Landesregierung mitteilte. Weltweit gibt es derzeit rund 180 "Meilensteine". Mit dem Titel würdigt der Verband herausragende Entwicklungen und Erfindungen im Bereich der Elektro- und Informationstechnik.

Ulrich Tukur schreibt einen Roman

Den nächsten "Tatort" dreht er erst 2017

Filmschauspieler Ulrich Tukur schreibt an einem Buch. "Der Vertrag ist unterschrieben: Mindestens 200 Seiten lang, in zwei Jahren muss ich das Manuskript abgeben", sagte Tukur in einem Zeitungsinterview. Es werde ein Roman, der in der nahen Zukunft spielt. "In einem krisengeschüttelten Deutschland und in Frankreich, das unter eine Art faschistoider Herrschaft geraten ist." Es sei die Geschichte eines jungen Mannes, "der eine Reise nach Paris macht und dort etwas Unglaubliches entdeckt, das sein Leben radikal verändert".
Der Anfang zum Buch sei gemacht. "Ich weiß in etwa, wo ich hin will, und die Schlusspointe ist mir immerhin klar." Aber man wisse beim Schreiben ja nie, was unterwegs alles passiere, sagte Tukur der Zeitung. Für seine "Tatort"-Rolle als LKA-Ermittler Felix Murot in Wiesbaden steht er erst nächstes Jahr wieder vor der Kamera.

Kulturnachrichten hören

Juli 2016
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur