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Kulturnachrichten

Samstag, 9. Juli 2016

Dritter AC/DC-Hardrocker will aufhören

Bassist Cliff Williams kündigt Rücktritt nach USA-Tournee an

Der Bassist der australischen Hard-Rock-Band AC/DC, Cliff Williams, will nach der aktuellen Tournee aufhören. "Das mache ich nun seit 40 Jahren", sagte der 66-Jährige dem Magazin "Gulfshore Life", das in seiner Wahlheimat Florida erscheint. Die AC/DC-Tour soll am 30. September in Philadelphia, Pennsylvania zu Ende gehen. Die Band trat zuletzt mit dem Frontmann von Guns N'Roses, Axl Rose, auf. Der langjährige AC/DC-Sänger Brian Johnson durfte auf ärztliche Anordnung nicht mehr auftreten, da er bleibende Hörschäden riskiert hätte. Gitarrist Malcolm Young ist seit 2014 wegen einer Demenz-Erkrankung nicht mehr dabei. Drummer Phil Rudd wurde wegen des Verdachts, einen Mord in Auftrag gegeben, in Neuseeland festgenommen. Mit dem Abschied von Cliff Williams erscheint die Zukunft von AC/DC ungewiss.

Negativpreis "Verschlossene Auster" für Facebook

Journalistenvereinigung kritisiert Intransparenz des US-Konzerns

Der Negativpreis "Verschlossene Auster" der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche geht in diesem Jahr an Facebook. Die Vereinigung kritisiert damit den nach ihrer Ansicht intransparenten Umgang des US-Unternehmens mit Hasskommentaren. Es sei nicht erkennbar, ob und nach welchen Kriterien Facebook solche Kommentare lösche. Nachforschungen von Journalisten gingen ins Leere, hieß es am Samstag auf der Jahreskonferenz des Netzwerks in Hamburg. Facebook nahm den Preis nicht an und widersprach der Kritik nach Angaben von Netzwerk Recherche in einigen Punkten. Seit Herbst 2015 habe die Firma "eine Vielzahl an Maßnahmen im Kampf gegen Hasskommentare und Hetze ergriffen", habe Facebook-Sprecherin Tina Kulow erklärt.

Opern-Star Kaufmann muss weiteren Auftritt absagen

Tenor fällt wegen Erkrankung in Baden-Baden aus

Nach der Absage für sein geplantes Deutschland-Debüt in der Oper "Walküre" hat Star-Tenor Jonas Kaufmann auch den zweiten Auftritt in Baden-Baden abgesagt. Er könne auch in der Aufführung am Sonntag nicht den Siegmund singen, teilte das Festspielhaus am Samstag mit. Ersetzen soll ihn der österreichische Tenor Andreas Schager. Am Donnerstag hatte der Australier Stuart Skelton übernommen. Kaufmann hatte am Dienstag bei der Generalprobe bereits mit leichten Problemen gesungen. Details zur Erkrankung wurden nicht genannt.

Christopher Street Day-Parade in München

Auch die CSU reiht sich ein

Bei schönsten Sommerwetter sind am Samstag bei der Parade des Christopher Street Days (CSD) rund 10 000 Teilnehmer feiernd durch München gezogen. Zu Beginn des Trosses, an dem auch eine Gruppe Trachtler teilnahm, reihten sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und CSU-Bürgermeister Josef Schmid in den Zug ein. Erstmals war bei der Parade, die unter dem Motto "Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos!" stand, auch das Lesbisch-Schwule Netzwerk in der CSU mit einem Wagen vertreten. Laut Polizei hatten sich 86 Lesben- und Schwulenvereinigungen angemeldet, soviele wie noch nie.

Rekordversuch für größtes Orchester in Frankfurt/Main

8000 Musiker sollen in Fußballstadion zusammenkommen

Das vielleicht größte Orchester der Welt formiert sich in Frankfurt am Main. In der Commerzbank-Arena sollen heute rund 8000 Musiker zusammenkommen, um den Weltrekord zu brechen. Das bislang größte Orchester der Welt hatte laut Redaktion des "Guinness-Buch der Rekorde" 7224 Mitglieder. Um 11.00 Uhr stand zunächst eine Generalprobe an, für 18.00 Uhr ist der Weltrekordversuch geplant. Auf dem Programm stehen Auszüge aus Sinfonien von Dvorak und Beethoven, ein Song aus dem Musical "Starlight Express" und die Hymne "Music was my first love". Mit der Aktion "Wir füllen das Stadion" wollen die Veranstalter nach eigenen Angaben zeigen, welche große und wichtige Rolle Musik für die deutsche Kultur spielt. Bis Freitag hatten sich rund 8000 Musiker angemeldet.

Französischer Filmemacher Jacques Rouffio gestorben

Regisseur des letzten Romy-Schneider-Films "Die Spaziergängerin von Sans-Souci"

Der französische Filmemacher und Drehbuchautor Jacques Rouffio ist tot. Nach Angaben seiner Kinder starb Rouffio am Freitag im Alter von 87 Jahren in Paris. Zu seinen bekanntesten Filmen gehört "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" von 1982, der letzte Film mit Romy Schneider. Rouffio arbeitete er als Assistent berühmter französischer Regisseure, bevor er sich 1967 mit "Der Horizont" an seinen ersten eigenen Kinofilm wagte. Mit Michel Piccoli und Romy Schneider drehte er 1982 "Die Spaziergängerin von Sans-Souci", ein Drama um einen späten Racheakt an einem deutschen Nazi-Diplomaten. Nur wenige Wochen nach der Premiere starb Romy Schneider. Rouffio beendete 1989 seine Karriere als Filmemacher. Der ehemalige Vorsitzende des Filmfestivals von Cannes, Gilles Jacob, würdigte Rouffio als einen der französischen Regisseure, der die Kamera auf "die Schändlichkeiten und Mauscheleien" der Gesellschaft hielt.

Saxophonist Klaus Doldinger für Lebenswerk geehrt

Auszeichnung zum Auftakt des Stuttgarter Festivals "Jazz Open"

Zum Auftakt des Stuttgarter Jazzfestivals am Freitagabend wurde der Saxofonist und Komponist Klaus Doldinger (80) mit der "German Jazz Trophy" ausgezeichnet. Der Preis ist den Angaben zufolge mit 15 000 Euro sowie einer Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Hajek dotiert.
Doldinger erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Er gehöre zu den wenigen deutschen Jazzmusikern seiner Generation, die auch in den USA und damit im Heimatland des Jazz wahrgenommen werden, begründete die Jury ihre Entscheidung. Bereits seit 1960 toure er durch die USA, zudem wurde er zum Ehrenbürger der Jazz-Geburtsstadt New Orleans ernannt. Ferner mache er auch in Deutschland mit seinen Kompositionen seit Jahrzehnten erfolgreich Musik. Unter anderem komponierte er das "Tatort"-Titelstück. Bis zum 17. Juli findet das Festival "Jazz Open" statt. Auf dem Programm stehen rund 30 Konzerte auf vier Bühnen.

Franz-Ferdinand-Gitarrist verlässt Band

Die Familie geht für ihn jetzt vor

Die britische Rockband Franz Ferdinand muss erstmal ohne ihren Gitarristen und Keyboarder auskommen: Nick McCarthy (41) will seine Familie nicht mehr so lange allein lassen. Geplante Aufnahmen und die anschließende Tour dauerten aber mindestens eineinhalb Jahre und man sei kaum zu Hause. Der Ausstieg sei "nicht unbedingt" für immer, teilten die Musiker weiter mit. "Und wir werden euch wissen lassen, wenn die Umstände sich ändern". Streit gebe es keinen, weder persönlich noch musikalisch. Mit dem Musikmachen will McCarthy nicht aufhören. "Ich werde mich eine Weile darauf konzentrieren, etwas komplett anderes zu produzieren und zu schreiben", so der Musiker, der in Bayern aufgewachsen ist.

Seeed und Co. sammeln 413 000 Euro

Erfolgreiches "Peace x Peace"-Festival in der Berliner Waldbühne

Das "Peace x Peace"-Festival in der Berliner Waldbühne vor einem Monat hat mehr als 413 000 Euro eingebracht. "Durch die immense Hilfsbereitschaft aller Künstler und Unterstützer konnten wir mit "Peace x Peace" ein Benefiz-Festival auf die Beine stellen, das sich für die Kleinsten und Schwächsten der Gesellschaft einsetzt", sagte Dieter Semmelmann von der Konzertagentur Semmel Concerts. Die Berliner Bands Seeed und Beatsteaks sowie die Rapper Samy Deluxe, Max Herre mit seiner Frau Joy Denalane, Afrob, Cro und andere hatten bei dem Festival ein Zeichen gegen Fremdenhass und für mehr Menschlichkeit gesetzt. Die Künstler verzichteten dabei auf ihre Gage, die Vorverkaufsstellen auf die Gebühren. Die Einnahmen und Privatspenden der über 20 000 Besucher gehen an Unicef-Projekte für Kinder in Krisengebieten wie Syrien oder der Ukraine sowie an geflüchtete Kinder in Deutschland.

Rein Wolfs bleibt Intendant der Bundeskunsthalle

Vertrag bis mindestens 2023 verlängert

Der Niederländer Rein Wolfs bleibt auf absehbare Zeit Intendant der Bundeskunsthalle in Bonn. Sein bis 2018 laufender Vertrag sei bis 2023 verlängert worden, teilte Kulturstaatssekretärin Monika Grütters in Berlin mit. Auch eine Option für eine nochmalige Verlängerung bis 2027 wurde beschlossen. Grütters begründete dies mit der "überaus erfolgreichen Arbeit" des ehemaligen Leiters der Kunsthalle Kassel. Bevor Wolfs 2013 das Ruder übernommen hatte, hatte die Bundeskunsthalle eine Krisenzeit durchlaufen. Sie ist eine der wichtigsten und besucherstärksten Ausstellungsstätten Deutschlands, besitzt allerdings keine eigene Sammlung.

Marlehn Thieme neue Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats

Außerdem neuer Vertrag für Moderator Böhmermann

Der ZDF-Fernsehrat hat Marlehn Thieme zu seiner neuen Vorsitzenden gewählt. Die 59-Jährige erhielt in geheimer Wahl 36 der 50 abgegebenen Stimmen. Fünf Mitglieder des Aufsichtsgremiums stimmten mit Nein, außerdem gab es neun Enthaltungen. Thieme wird Nachfolgerin des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz, der dem Fernsehrat künftig nicht mehr angehört. Die frühere Deutsche-Bank-Direktorin hatte keinen Gegenkandidaten. Derweil will das ZDF die Zusammenarbeit mit dem Moderator Jan Böhmermann trotz der Affäre um das Erdogan-Schmähgedicht fortsetzen. Der Sender habe Böhmermann ein Angebot für einen neuen Vertrag unterbreitet, sagte Intendant Thomas Bellut bei der Fernsehratssitzung in Mainz. Das umstrittene Gedicht, das Böhmermann mehrere hundert Strafanzeigen einbrachte, sei sicherlich "kein gelungener Beitrag" gewesen. Gleichzeitig habe der Moderator es geschafft, ganz neue Zuschauergruppen für das ZDF zu gewinnen.

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