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Kulturnachrichten

Donnerstag, 7. Juli 2016

Norweger wird neuer Chefdirigent der NDR Bigband

Geir Lysne leitet das Orchester ab September

Der norwegische Dirigent Geir Lysne übernimmt im September die Leitung der NDR Bigband. Der 50 Jahre alte Musiker unterzeichnete heute in Hamburg einen Dreijahresvertrag für das Jazzorchester. "Ich werde Chefdirigent meiner Lieblingsband", freute er sich im Anschluss. Der Professor für Komposition arbeitet bereits seit 2002 mit der NDR Bigband zusammen. Seine Arbeit für den italienischen Pianisten Stefano Bollani und die NDR Bigband wurde mit dem Echo Jazz 2013 als beste Bigband-CD ausgezeichnet.

Mathias Döpfner wird Präsident der Zeitungsverleger

Der Springer-Vorsitzende ist einer der wichtigsten Medienmanager Deutschlands

Mathias Döpfner, einer der wichtigsten Medienmanager in Deutschland und energischer Verfechter des digitalen Medienwandels, wird Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Vorstandsvorsitzende des Medienhauses Axel Springer tritt die Nachfolge von Helmut Heinen an. Der Herausgeber der "Kölnischen Rundschau" hatte nach 16 Jahren an der Verbandsspitze nicht mehr kandidiert. Mit Döpfners Wahl bekommen die Verleger eine schon jetzt prominente neue Stimme, den Axel-Springer-Verlag ("Bild", "Die Welt") zu einem der führenden digitalen Medienhäuser Europas ausgebaut. Die Chancen der Digitalisierung überträfen die Risiken bei weitem, sagt der studierte Musikwissenschaftler immer wieder. Die Zeitung müsse in die digitale Welt überführt werden.

Mehr Frauenpower bei Marvel

Auf Tony Stark als "Iron Man" folgt ein afroamerikanisches Mädchen

Eine 15-jährige Afro-Amerikanerin wird der neue "Iron Man". Der US-Comicverlag präsentierte am Mittwoch (Ortszeit) die Figur Riri Williams als Nachfolgerin von Playboy und Milliardär Tony Stark. Das junge Technikgenie Riri wird ab Herbst in ihrer eigenen Comic-Serie in die "Iron Man"-Rüstung schlüpfen. Eingeführt wurde die Figur bereits. Ob sie den Namen "Iron Man" beibehält, verriet der Verlag zunächst nicht. Auch über das weitere Schicksal von Tony Stark, der in den erfolgreichen Filmadaptionen von Robert Downey Jr. verkörpert wird, müssen Fans noch weiter rätseln. Marvel hatte bereits andere Superhelden im Sinne von mehr Vielfalt adaptiert - so wurde Donnergott "Thor" zur Frau und Superheldin. "Ms. Marvel" ist seit ein paar Jahren eine Muslimin im Teenager-Alter.

Designerin Maria Grazia Chiuri verlässt Valentino

Modeschöpferin dürfte bei Luxusmarke Dior anheuern

Die italienische Modedesignerin Maria Grazia Chiuri verlässt das Modehaus Valentino. Die 52-Jährige wolle eine "neue berufliche Erfahrung" machen, erklärte Valentino, einen Tag nach Präsentation einer Haute-Couture-Kollektion in Paris. Es wird erwartet, dass Chiuri beim Modehaus Dior anheuert, wo der Belgier Raf Simons im vergangenen Herbst als Kreativdirektor ausgeschieden war. "Ich bin bereit für eine neue berufliche Herausforderung", erklärte Chiuri. Die Designerin arbeitete seit 17 Jahren für Valentino. Unter ihrer Führung konnte das Modehaus, das sich seit 2012 im Besitz des katarischen Investmentfonds Mayhoola befindet, seinen Umsatz seit 2009 vervierfachen.

Gesangswettbewerb "Das Lied" geht nach Heidelberg

Bisher findet der internationale Wettbewerb alle zwei Jahre in Berlin statt

Der internationale Gesangswettbewerb "Das Lied" wird künftig in Heidelberg ausgerichtet, wie die Organisatoren heute mitteilten. Seit 2009 wurde der vom Opernsänger Thomas Quasthoff ins Leben gerufene Wettbewerb alle zwei Jahre in Berlin ausgetragen. Insgesamt ist "Das Lied" mit 35.000 Euro Preisgeld ausgestattet. Die erste Wettbewerbsrunde in Heidelberg soll am 28. Februar 2017 beginnen und bis zum 4. März dauern. Bis zu 40 Lied-Duos sollen eingeladen werden, vor der Jury zu singen. Die neue Heimat des Wettbewerbs ist das gerade gegründete Liedzentrum Heidelberg.

Festspielhaus Füssen meldet Insolvenz an

Die Wiederaufnahme des Musicals "Ludwig²" sei nicht in Gefahr

Das Festspielhaus Füssen hat gut einen Monat vor der mit Spannung erwarteten Premiere des Musicals "Ludwig²" Insolvenz angemeldet. Die Betreiberin des Hauses, die Musiktheater Füssen Besitz GmbH & Co. KG, habe am Montag beim Amtsgericht Kempten Insolvenzantrag gestellt, teilte heute eine Sprecherin des Festspielhauses im Auftrag des Insolvenzverwalters mit. Die Aufführung des Musicals "Ludwig²" sei derweil nicht in Gefahr, betonte die Sprecherin. Alle Vorstellungen im Festspielhaus und im Barockgarten bis Anfang September sollen planmäßig über die Bühne gehen. Ziel sei es, einen Investor zu finden, der das Theatergebäude und den Geschäftsbetrieb übernehme und danach weiterführe, teilte der Münchner Insolvenzverwalter Marco Liebler mit. Das Musical über König Ludwig II., das vor elf Jahren in Füssen Premiere feierte, hatte mehrfach wegen finanzieller Schwierigkeiten eingestellt werden müssen. Bei dem neuen Projekt sind die Produktion des Musicals und der Betrieb des Hauses voneinander getrennt. Eine Crowdfundingaktion, in der Fans und Förderer das Werk mit über 165.000 Euro unterstützt haben, machte die Wiederaufnahme möglich.

Habermas verteidigt Idee eines "Kerneuropa"

"Ein funktionierendes Kerneuropa könnte vom Sinn des Projektes überzeugen"

Auch nach dem Brexit-Votum verteidigt der Philosoph Jürgen Habermas (87) die Idee eines sogenannten Kerneuropas in der Eurozone. "Es stimmt, gegen diesen Plan wird der Vorwurf der "Spaltung" erhoben", schrieb der Soziologe und Diskurstheoretiker in einem per E-Mail geführten Interview der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Vorwurf sei aber unbegründet. "Denn erst ein funktionierendes Kerneuropa könnte die in allen Mitgliedstaaten polarisierten Bevölkerungen vom Sinn des Projekts überzeugen." Dann "könnten auch jene Bevölkerungen, die einstweilen lieber an ihrer Souveränität festhalten wollen", nach und nach für den Beitritt gewonnen werden. Das Votum einer Mehrheit der Briten für einen Austritt aus der EU hat Habermas überrascht, wie er zugibt.

Laufenberg kritisiert Sicherheitsvorkehrungen in Bayreuth

Der "Parsifal"-Regisseur fordert einen angstfreieren Umgang mit den Festspielen

Der Regisseur Uwe Eric Laufenberg hat erneut die scharfen Sicherheitsvorkehrungen bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen kritisiert. "Wenn Sie hier unbedingt eine Bombe platzen lassen wollen, schaffen Sie das", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Im Theater würden Requisiten, Kulissen und dergleichen hin- und hertransportiert. "So viel Sicherheitspersonal können Sie gar nicht aufstellen, um den Fall der Fälle zu verhindern", meinte Laufenberg. Bereits in der Vergangenheit hatte sich Laufenberg ablehnend über das neue Sicherheitskonzept in Bayreuth geäußert. Die Mitarbeiter würden eingeengt, die Arbeit sei kompliziert und bürokratisch geworden. Laufenbergs Forderung: "Einfach aufmachen! Wenn wir eine offene Gesellschaft haben wollen, wird es die absolute Sicherheit nicht geben."

Band von Prince kündigt Reunion-Konzerte an

Mit The Revolution stieg Prince in den 80ern zum Superstar auf

Mit seiner Begleitband The Revolution stieg Prince einst zum internationalen Superstar auf, nun wollen sich die Musiker zu Ehren der verstorbenen Poplegende wieder zusammentun. Für den 2. und 3. September sind im Zentrum von Minneapolis zwei Konzerte im Nachtclub First Avenue geplant, wo Prince mit der Gruppe in den 80er Jahren den Musikfilm "Purple Rain" drehte. Bei den Konzerten werden die Revolution-Musiker Wendy Melvoin, Lisa Coleman, Brownmark, Dr. Fink und Bobby Z auf der Bühne stehen. Als Gastmusiker sind Dez Dickerson und Andre Cymone mit von der Partie, die Prince zu Beginn von dessen Karriere begleitet haben. Prince and The Revolution formierten sich um 1982 und lösten sich 1986 auf. Seitdem hatte sich die Band ohne seinen Star-Frontsänger für einige Reunion-Konzerte wieder zusammengetan.

Smokey Robinson erhält Preis der US-Nationalbibliothek

Auszeichnung wird im November verliehen

Der Sänger Smokey Robinson (76) wird mit dem Gershwin-Preis der US-Nationalbibliothek geehrt. Robinson sei "eine musikalische Legende", sagte Bibliotheksleiter David Mao laut einer Mitteilung. "Seine mächtigen Melodien sind Kunstwerke - beständig, bedeutsam und wirkungsvoll." Die Auszeichnung soll dem Musiker im November in Washington verliehen werden. Die Ehrung erfülle ihn mit "Freude und Dankbarkeit", sagte Robinson. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Paul Simon, Stevie Wonder und Paul McCartney. Der 1940 in Detroit geborene Robinson gehört zu den führenden Künstlern des Motown-Plattenlabels. Berühmt wurde er als Leadsänger der Band The Miracles und feierte danach Solo-Erfolge mit Songs wie "Baby That's Backatcha", "Cruisin'" oder "Quiet Storm".

Edgar Hilsenrath erhält den Hilde-Domin-Preis

Der Preis für Literatur im Exil würdigt das Lebenswerk des Holocaust-Überlebenden

Der deutsch-jüdische Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Edgar Hilsenrath erhält den Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil der Stadt Heidelberg. Der 90-Jährige wird ausgezeichnet als "Schriftsteller, dessen Lebenswerk der Erfahrung von Exil in literarisch einzigartiger, kühner Weise Ausdruck verliehen hat", teilte heute die Stadt Heidelberg mit. Hilsenraths zum Teil in den USA entstandene Hauptwerke sind die Groteske "Der Nazi & der Friseur" sowie die Romane "Nacht" und "Das Märchen vom letzten Gedanken". Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und soll im Herbst überreicht werden.

Hilde Léon gewinnt Architektenwettbewerb in Berlin

Die Architektin soll die letzte Baulücke am Leipziger Platz schließen

Ein Berliner Filetgrundstück wird wohl bald verbaut: Wo bisher eine gigantische Werbeplane die letzte Baulücke am Leipziger Platz verdeckt, soll nach Plänen der Architektin Hilde Léon ein neungeschossiges Geschäfts- und Bürohaus für rund 40 Millionen Euro entstehen. Der Leipziger Platz in der Nähe des Brandenburger Tors und direkt neben dem Potsdamer Platz bekomme zum Abschluss ein repräsentatives Projekt, wie die Vorsitzende des Architektenwettbewerbs Ulrike Lauber und Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel heute ankündigten. Baubeginn soll voraussichtlich im Sommer 2017 sein, die ersten Mieter könnten bereits im Herbst 2019 einziehen. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäude rund um den achteckigen Leipziger Platz sind in den vergangenen Jahren schrittweise wieder errichtet worden. Zu dem Wettbewerb wurden sieben Büros eingeladen, darunter die renommierten David Chipperfield und Sauerbruch Hutton.

Kulturetat des Bundes soll um sechs Prozent steigen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will den Etat auf 1,35 Mrd. Euro anheben

Der Kulturetat des Bundes steigt im kommenden Jahr voraussichtlich um 5,8 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. In den Gesprächen zum Bundeshaushalt 2017 habe Kulturstaatsministerin Monika Grütters mehr Geld unter anderem für die Filmförderung (15 Millionen Euro), die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (6 Millionen Euro) und die Deutsche Welle (7,5 Millionen Euro) ausgehandelt, teilte das Bundespresseamt heute mit. Dem Haushaltsentwurf muss allerdings im Herbst noch der Bundestag zustimmen.

Denis Scheck übernimmt SWR-Sendung "Kunscht!"

Der Literaturkritiker moderiert außerdem die Sendung "lesenswert" ab September alleine

Literaturkritiker Denis Scheck moderiert von September an das wöchentliche Kulturmagazin "Kunscht!" im SWR Fernsehen. Lars Reichow gibt die Leitung nach zwei Jahren ab, wie der Südwestrundfunk mitteilte. Der gebürtige Stuttgarter Scheck wurde vor allem als Moderator von "Druckfrisch" im ARD-Fernsehen bundesweit bekannt. Seit September 2014 moderiert er bereits die SWR-Sendung "lesenswert" - eigentlich im Wechsel mit der Verlegerin und Autorin Felicitas von Lovenberg. Die 41-Jährige steigt jetzt aber aus, und Scheck moderiert laut SWR ab September alleine.

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