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Kulturnachrichten

Donnerstag, 16. Juli 2015

Dresden verliert zehn Kunstwerke von Baselitz

Künstler reagiert damit auf Kulturgutschutzgesetz

Das geplante Kulturgutschutzgesetz hat erste Konsequenzen für deutsche Museen. Die Dresdner Kunstsammlungen müssen am Freitag zehn Leihgaben des Malers und Bildhauers Georg Baselitz aus der Dauerausstellung entfernen. Die neun Bilder sowie eine Skulptur hinterließen jedoch keine blinden Flecken, noch am selben Tag sollen andere Werke im Albertinum aufgehängt werden, sagte eine Sprecherin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am Donnerstag dem evangelischen Pressedienst. Georg Baselitz hatte Anfang der Woche angekündigt, seine Werke zurückzuverlangen. Auch Sammler und namhafte Künstler wie Günther Uecker und Gerhard Richter hatten damit gedroht, ihre Leihgaben aus Museen zurückzufordern. Hintergrund ist unter anderem der Plan der Bundesregierung, Museumssammlungen in ihrer Gesamtheit unter einen Ausfuhrschutz zu stellen.

Erstes Geld für Berliner Museum der Moderne freigegeben

Streit um Standort des Neubaus

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat 2,4 Millionen Euro als erste Tranche für den insgesamt 200 Millionen teuren Bau freigegeben. Damit kann der Wettbewerb zu dem Projekt ausgeschrieben werden. Das Museum soll die Berliner Kunst des 20. Jahrhunderts und drei wertvolle Sammlungen von privaten Mäzenen zusammenführen. Anders als bei einer früheren Planung ist in dem Beschluss nur noch ein Standort vorgesehen - ein prominentes Grundstück zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Philharmonie in der Nähe des Potsdamer Platzes. Auf Drängen der Kulturexperten im Ausschuss hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im Juni zugesagt, auch ein kleineres, zweites Areal hinter der Nationalgalerie in den Wettbewerb aufzunehmen. Das Finanzministerium bestand nach dpa-Informationen aus Kostengründen jedoch darauf, sich auf einen Standort festzulegen. Die Grünen lehnten die Freigabe der Mittel deshalb ab, die Linken enthielten sich. Union und SPD stimmten zu.

Barenboim ist neues Mitglied im Orden "Pour le mérite"

Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper nimmt Wahl an

Der israelische Dirigent und Pianist Daniel Barenboim (72) ist neues Mitglied im renommierten Orden "Pour le mérite". Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) teilte heute als Schirmherrin mit, dass der langjährige Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden seine Wahl vom 1. Juni angenommen hat. Mit Daniel Barenboim hat der Orden jetzt 39 deutsche und 37 ausländische Mitglieder, darunter rund ein Dutzend Nobelpreisträger. Die Künstler- und Gelehrtenvereinigung war 1842 von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. gegründet und 1952 von Bundespräsident Theodor Heuss wiederbelebt worden. Aufgenommen werden Menschen, die sich in Kunst oder Wissenschaft einen besonderen Namen gemacht haben.

Weiße "Einheits"-Lok fährt durch Deutschland

Beitrag der Deutschen Bahn zu 25 Jahren Wiedervereinung

Eine weiße Lokomotive mit schwarz-rot-goldenem Band fährt in den nächsten Monaten im Fernverkehr der Deutschen Bahn durch Deutschland. Sie soll auf die Feiern zum 25. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung Anfang Oktober in Frankfurt einstimmen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Ronald Pofalla, Generalbevollmächtigter der Bahn für politische Beziehungen, schickten die "Einheits"-Lok heute im Frankfurter Hauptbahnhof auf den Weg. Sie erinnerten an die besondere Rolle der Bahn nach dem Fall der Berliner Mauer. Die Bahn sei ein Symbol für die Überwindung von Grenzen und ein Stück deutsche Einheit, sagte Bouffier. Sonderzüge hatten im Herbst 1989 Tausende Botschaftsflüchtlinge von Prag in den Westen gebracht. Bouffier lud zum großen Bürgerfest ein, mit dem vom 2. bis 4. Oktober in Frankfurt das Jubiläum gefeiert werden soll.

Letzter Baukran an Hamburger Elbphilharmonie entfernt

Konzerthaus soll im Januar 2017 eröffnet werden

Aus der Ferne ist die Hamburger Elbphilharmonie nicht mehr als Baustelle erkennbar. Am Dienstagabend sei der letzte Baukran endgültig abgebaut worden, sagte der Sprecher der Kulturbehörde, Enno Isermann. Windiges Wetter habe den Abbau um ein paar Tage verzögert, so ein Sprecher der Kulturbehörde. Ansonsten liegt Hamburgs bekannteste Baustelle seit der Neuordnung des Projekts im Frühjahr 2013 im Plan. Ende April wurde die Technikzentrale mit der gesamten Lüftungs- und Entrauchungstechnik für den großen Saal fertig. Ende Juni war auch die 37 Meter hohe Aussichtsplaza komplett. Generalintendant Christoph Lieben-Seutter ist weiterhin überzeugt, dass der geplante Eröffnungstermin der Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 gehalten wird.

Wagner-Haus "Wahnfried" öffnet wieder

Bayreuther Wagner-Museum wurde saniert und erweitert

Richard Wagners Bayreuther Haus "Wahnfried" steht kurz vor seiner Wiedereröffnung. Am 26. Juli, einen Tag nach dem Festspielstart, soll es soweit sein. Die Festrede soll die Wagner-Urenkelin Nike Wagner halten. Die Intendantin des Bonner Beethovenfestes gilt seit Jahren als eine der profiliertesten Kritikerinnen des Bayreuther Festspielbetriebs. Fünf Jahre lang blieb das Haus Wahnfried, das seit den 70er Jahren als Museum genutzt wird, geschlossen. Für rund 20 Millionen Euro ist es gründlich saniert worden, zusätzlich wurde ein Neubau errichtet und das Ausstellungskonzept überarbeitet. Das Haus Wahnfried wurde am Rande des Bayreuther Hofgartens für die Familie Wagner erbaut, die 1874 dort einzog.

Vertragsverlängerung für Eric Gauthier in Stuttgart

Kanadischer Choreograph bleibt bis 2022

Nach dem erfolgreichen Internationalen Tanzfestival "Colours" hat das Theaterhaus Stuttgart den Vertrag mit Choreograph Eric Gauthier (38) bis Sommer 2022 verlängert. Der Kanadier bleibe Leiter der Gauthier Dance Company und von weiteren vier "Colours"-Ausgaben, so eine Theaterhaus-Sprecherin. Bei dem 18-tägigen Festival, das am vergangenen Wochenende zu Ende ging, waren namhafte Kompanien mit Uraufführungen, Europa- oder Deutschland-Premieren zu Gast in Stuttgart. 18 300 Zuschauer bei der ersten Ausgabe entsprächen einer Auslastung von 93 Prozent. Für die kommende Saison wird die Dance Company um zwei Mitglieder auf dann je acht Tänzerinnen und Tänzer verstärkt. Grund seien die weit mehr als 100 Auftritte im Jahr.

Berliner "Kulturloge" heißt nun "KulturLeben"

Nach Gerichtsurteil muss Kulturverein alten Namen ablegen

Aus markenrechtlichen Gründen legt die Kulturloge Berlin ihren Namen ab und heißt ab sofort "KulturLeben Berlin". Das gab der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. Den Angaben zufolge geht die neue Homepage kulturleben-berlin.de am 20. Juli an den Start. Seit 2010 vermittelt die Kulturloge Berlin freie Kulturplätze kostenlos an Menschen mit geringem Einkommen. In den vergangenen fünf Jahren wurde dem Verein immer wieder der Vorwurf gemacht, den Namen „Kulturloge" unrechtmäßig zu führen. Eine gerichtliche Klärung verfügte, dass der Verein den Namen ab dem 10. August nicht mehr nutzen darf.

Kennedy-Center gibt Preisträger bekannt

US-Kunstpreise ehren Stars für Lebenswerk

"Star Wars"-Schöpfer George Lucas (71), die Rockband Eagles und die Sängerin Carole King (73) erhalten in diesem Jahr Auszeichnungen vom renommierten Kennedy Center. Ebenfalls für ihr Lebenswerk geehrt werden die Sängerin und Schauspielerin Rita Moreno (83), der Dirigent Seiji Ozawa (79) und die Schauspielerin Cicely Tyson (81), teilte das Kulturzentrum in Washington, DC auf seiner Internetseite mit. Mit ihrem außergewöhnlichen Talent hätten die Preisträger einen "unauslöschlichen" Einfluss auf die Zivilisation genommen, erklärte der Vorsitzende des Kennedy Centers, David Rubenstein. Die Auszeichnungen, die zu den begehrtesten Kunstpreisen der USA zählen, werden am 5. Dezember von US-Außenminister John Kerry übergeben.

Keine Neil-Young-Songs mehr auf Streaming

Kanadischer Sänger kritisiert schlechte Abspielqualität

Der kanadische Rocksänger Neil Young (69) will seine Musik von Streaming-Diensten wie Spotify entfernen. Es gehe ihm dabei um die Tonqualität, erklärte Young auf seiner Internetseite: "Ich kann es nicht gebrauchen, dass meine Musik von der schlechtesten Qualität in der Rundfunkgeschichte entwertet wird." Mit Geld habe die Entscheidung nichts zu tun, "obwohl mein Anteil (wie bei allen anderen Künstlern) durch schlechte Deals, die ohne meine Zustimmung abgeschlossen wurden, dramatisch reduziert wurde." Neil Young ist Chef des Startups Pono, das Anfang des Jahres ein Abspielgerät für Musik in einem verlustfreien Format mit hoher Auflösung auf den Markt brachte. Zu dem Projekt gehört auch ein Download-Dienst für Musik.

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