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Kulturnachrichten

Donnerstag, 2. Juli 2015

Berliner gewinnt Petersburger Cello-Wettbewerb

Preis im Tschaikowski-Wettbewerb mit 30 000 Dollar dotiert

Der Berliner Cello-Student Andrei Ionita hat den ersten Preis im bedeutenden Tschaikowski-Wettbewerb in St. Petersburg gewonnen. Die Jury habe den 1994 in Rumänien geborenen Ionita unter 50 Teilnehmern aus aller Welt mit dem ersten Preis ausgezeichnet, teilte die Universität der Künste (UdK) mit. Der Schüler des Cellisten Jens Peter Maintz habe in der letzten Runde Tschaikowskis Rokoko-Variationen und Schostakowitschs 1. Cello-Konzert gespielt. Gewinner des seit 1958 bestehenden Wettbewerbs waren unter anderem Cellisten wie Mischa Maisky, David Geringas, Boris Pergamentschikov und Johannes Moser.

Urteil im "Nazikeller-Prozess" - Film-Szene als Anstoß

Auftritt im Dokumentarfilm "Im Keller"

Seinen Auftritt in einer Neonazi-Szene im Dokumentarfilm «Im Keller» von Regisseur Ulrich Seidl muss ein 58-jähriger Österreicher mit zehn Monaten Haft auf Bewährung büßen. Er wurde vom Landgericht Eisenstadt wegen sogenannter Wiederbetätigung verurteilt. Das Gesetz stellt die Verherrlichung von NS-Organisationen unter Strafe. Der Angeklagte hatte in seinem Keller mehrere Uniformen mit Hakenkreuz, Hakenkreuz-Fahnen und Hitler-Bilder aufbewahrt. Zum Dreh im Jahr 2009 wurde auch Regisseur Seidl vom Gericht befragt. Er sagte, es sei alles "selbstverständlich inszeniert. Es ist nichts zufällig passiert. Das ist sehr genau geplant." Im Film passiere, was der Wahrheit entspreche. "Wo er sich hinbewegt, das ist von mir gekommen, der Text nicht." In dem Film zeigt Seidl ("Hundstage") in mehreren Keller-Episoden absonderliche Hobbys und Geheimnisse seiner Mitmenschen - darunter auch die Bilder des Kellers, um den es vor Gericht ging.

DFG will Spitzenforschung in Exzellenzzentren

Deutsche Universitäten sollen weltweit führend werden

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Vorschlag gemacht, Hochschulen künftig auch mit sogenannten Exzellenzzentren zu fördern. Die deutschen Universitäten sollten sich so in ausgewählten Forschungsfeldern zu weltweit führenden Zentren der Spitzenforschung entwickeln können, schlug die größte deutsche Organisation zur Forschungsförderung auf ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin vor. Verbunden werden sollte der Ansatz mit einer besseren Förderung und Betreuung jüngerer Wissenschaftler. Die DFG forderte darüber hinaus eine deutliche Aufstockung der Grundfinanzierung der Hochschulen.

"Göring-Telegramm" wird versteigert

An Echtheit besteht kein Zweifel

Eines der wichtigsten Dokumente der letzten Kriegstage in Deutschland soll jetzt in den USA versteigert werden. Das Auktionshaus Alexander Historical Auctions will nächste Woche das legendäre Göring-Telegramm verkaufen, das zum Bruch zwischen Adolf Hitler und seinem Vertrauten Hermann Göring geführt hatte. Göring hatte in dem Telegramm am 23. April 1945 angefragt, ob er vom in Berlin eingeschlossenen Hitler die Macht übernehmen dürfe, was dieser als Verrat aufgefasst hatte. An der Echtheit bestehe kein Zweifel. Das Telegramm ist trotz eines Risses in sehr gutem Zustand, alles ist klar zu lesen - selbst der rote "Geheim!"-Stempel. Ein amerikanischer Hauptmann hatte es 1945 als Souvenir aus dem Bunker in Berlin mitgenommen.

Staatsministerin Böhmer verteidigt lange Welterbeliste

Welterbekomitee entscheidet in Bonn über 36 neue Bewerbungen

Die Vorsitzende des Welterbekomitees, Maria Böhmer, sieht kein grundsätzliches Problem in der immer länger werdenden Welterbeliste. Allein in den nächsten Tagen entscheidet das Welterbekomitee in Bonn über 36 neue Bewerbungen, darunter zwei aus Deutschland und eine weitere mit deutscher Beteiligung. Es sei aber für sie "keine Frage der Zahl, sondern der Qualität", sagte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Qualitätsvolle Welterbestätten sind immer willkommen." Allerdings flössen mittlerweile 80 Prozent der Welterbemittel in die Überprüfung und Bewertung von Stätten und stünden damit nicht für Schutzmaßnahmen zur Verfügung. Hier müssten sich in Zukunft einzelne Länder noch stärker engagieren, um solchen Ländern zu helfen, die die Erhaltung oder den Wiederaufbau ihrer Stätten nicht allein finanzieren könnten.

Unesco setzt irakische Ruine Hatra auf "rote Liste"

Die Überreste der Stadt gehören seit 1986 zum Weltkulturerbe

Hatra sei großer Schaden durch bewaffneten Gruppe zugefügt worden, teilte das Unesco-Komitee in Bonn mit. Die Ruine Hatra liegt im nördlichen Irak. Sie befindet sich seit Sommer 2014 unter der Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat". Im März 2015 meldete das irakische Kulturministerium, dass IS-Kämpfer mit der Zerstörung Hatras begonnen hätten. Die Unesco habe in Bonn ihre Bereitschaft erklärt, dem Irak zu helfen, sobald die Lage vor Ort es erlaube, so das Komitee. Die Anerkennung Hatras sei ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mit dem irakischen Kulturerbe. Die große befestigte Stadt, die unter dem Einfluss des Partherreichs zur Hauptstadt des ersten arabischen Königreichs heranwuchs, widerstand unter anderem durch ihre hohen Mauern und die Stadttürme den römischen Invasionen 116 und 198 nach Christus.

Autoren starten Wettlesen beim Bachmann-Preis

14 AutorInnen konkurrieren um den Preis

Mit drei deutschen Autorinnen haben heute die Lesungen zum 39. Ingeborg-Bachmann-Preis begonnen. Den Start machte am Vormittag die Schriftstellerin Katerina Poladjan, die den Text "Es ist weit bis Marseille" vortrug. Ihr folgten Nora Gomringer und Saskia Hennig von Lange. Am Nachmittag stehen Lesungen von Sven Recke und der Grazerin Valerie Fritsch auf dem Programm.
Insgesamt treten beim Wettbewerb um den prestigeträchtigen Bachmann-Preis 14 Autoren mit unveröffentlichten Texten im österreichischen Klagenfurt vor die Jury. Die Preise der 39. "Tage der deutschsprachigen Literatur" werden am Sonntag verliehen. Der Hauptpreis ist mit 25 000 Euro dotiert.

Bacon-Selbstporträts für 42 Millionen Euro versteigert

Werk von Lucian Freud für das Zehnfache des Schätzpreises verkauft

Kürzlich neu entdeckte Selbstporträts des britischen Künstlers Francis Bacon (1909-1992) sind beim Auktionshaus Sotheby's in London für zusammen 30 Millionen Pfund (42,3 Millionen Euro) versteigert worden. Die Werke "Selbstporträt" und "Drei Studien für ein Selbstporträt" stammen aus den Jahren 1975 und 1980, wie Sotheby's heute mitteilte. "Vier Eier auf einem Teller" von Lucian Freud (1922-2011), einst ein Geschenk an die im vergangenen Jahr im Alter von 94 Jahren gestorbene Herzogin von Devonshire, brachte 989.000 Pfund und damit fast das Zehnfache des Schätzwertes ein. Die verwitwete Herzogin Deborah Mitford war eines der sogenannten "Mitford Girls", fünf Schwestern, die als frühe Skandalnudeln im britischen Adel galten.

Deutsch-Französischer Journalistenpreis verliehen

Auszeichnung auch an Cartooning for Peace

Gestern Abend wurde in Paris der Deutsch-Französische Journalistenpreis in den Kategorien Video, Audio, Textbeitrag, Multimedia, und Nachwuchs verliehen. Die Preise sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis wurde die Organisation "Cartooning for Peace" geehrt. Der deutsche Karikaturist Thomas Plaßmann und der französische Karikaturist Plantu nahmen die Auszeichnung entgegen. Die Laudatio auf den Medienpreisträger hielt der Intendant von Deutschlandradio Dr. Willi Steul. Mit einem Sonderpreis wurde der in Saudi-Arabien inhaftierte Blogger und Regimekritiker Raif Badawi, vertreten durch die Sprecherin der Kampagne für seine Freilassung, Elham Manea, ausgezeichnet.

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