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Kulturnachrichten

Montag, 28. Juli 2014

Bauhaus Dessau bekommt Briefe des Bauhausmeisters Muche

Muche war sieben Jahre Lehrer am Bauhaus in Weimar

Die Stiftung Bauhaus Dessau bekommt aus Privatbesitz Dokumente des Bauhausmeisters Georg Muche (1895-1987) geschenkt. Darunter sind beispielsweise mehr als 240 eigenhändig geschriebene Briefe des Künstlers. Muche hat sie an die Familie des Krefelder Textilfabrikanten Hans Jammers geschrieben, mit der er seit dem Zweiten Weltkrieg eng befreundet war. Die Dokumente sind so wichtig, weil man sie für die wissenschaftliche Arbeit an Muches bislang recht unerforschtem Spätwerk nutzen kann.

Sachsen-Anhalt fördert Winckelmann-Museum mit 388 000 Euro

Die Förderung geht bis zum Jahr 2017

Der 300. Geburtstag von Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) sei eine große Chance für die Stadt und die Region, erklärte Kultusminister Stephan Dorgerloh am Montag bei der Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages. Winckelmann gilt als Begründer der klassischen Archäologie und der neueren Kunstwissenschaft. Das Winckelmann-Museum befindet sich an der Stelle des Geburtshauses Winckelmanns.

Locarno ehrt Polanski

Der Filmregisseur erhält Preis für sein Lebenswerk

Der polnisch-französische Regisseur Roman Polanski (80) wird beim Filmfestival Locarno in der Schweiz mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt. Zudem werde er am 14. August auf der Piazza Grande seinen Film «Venus im Pelz» vorstellen. Im Jahr 2009 war Polanski («Rosemaries Baby», «Chinatown», «Der Pianist») als Ehrengast zum Filmfestival Zürich eingeladen und auf dem Weg dorthin von der Schweizer Polizei festgenommen worden. Die USA hatten wegen eines weit zurückliegenden Sexualdelikts einen internationalen Haftbefehl erwirkt. Nach sieben Monaten Hausarrest in seiner Villa in Gstaad (Kanton Bern) wies die Eidgenossenschaft 2010 den Auslieferungsantrag der USA endgültig zurück. Seitdem kann sich Polanski wieder völlig frei in der Schweiz bewegen. Den Ehrenpreis des Zürcher Festivals holte er sich mit zweijähriger Verspätung ab.

Friedenspreisträgerin sieht Putin in Verantwortung für Ukraine-Konflikt

Swetlana Alexijewitsch äußerte sich besorgt über die zunehmende Eskalation des Konflikts

"Den Krieg im Osten der Ukraine gäbe es nicht - ohne Russland. Wenn es nicht Putin mit seiner geopolitischen Strategie gäbe", sagte die im vergangenen Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Autorin der Deutschen Presse-Agentur. Heute erscheint ihr 2008 in Russland veröffentlichtes Buch "Die letzten Zeugen" über Kindheitserinnerungen im Zweiten Weltkrieg auf Deutsch.

"Einem Menschen mit einer Vergangenheit beim sowjetischen Geheimdienst KGB und mit einem sowjetischen Gedächtnis macht Blutvergießen keine Angst", sagte Alexijewitsch über Putins Verhalten in dem Konflikt. "Der russische Staat hat immer darauf gespuckt, dass die Menschen nicht sterben wollen - auch heute", sagte die 66-Jährige. Der frühere Geheimdienstchef scheue keine Opfer für angeblich höhere Ziele.

Bayerische Staatsbibliothek erwirbt kostbaren Lafreri-Atlas

Am 6. August soll der Atlas erstmals öffentlich präsentiert werden

Die Bayerische Staatsbibliothek hat für rund 1,4 Millionen Euro den sogenannten Lafreri-Atlas erworben. Er enthält rund 191 Einzelkarten aus den Jahren 1545 bis 1571. Alle seien äußerst selten und wertvoll. Mindestens 15 Karten gelten als Höhepunkt der Kartografie, darunter die erste großmaßstäbige Darstellung Südamerikas. Das Sammelwerk enthält Weltkarten, Karten von Kontinenten, europäischen Ländern, Inseln, Städten, auch zwei Vogelschaubilder von Augsburg und eine Ansicht von München.

Durchwachsener Auftakt in Salzburg mit Mozarts "Don Giovanni"

Die erste Opernpremiere bei den diesjährigen Salzburger Festspielen hat unter Kritikern und Publikum gemischte Gefühle hervorgerufen

Während das Sängerensemble um Star-Bariton Ildebrando D'Arcangelo gefeiert wurde, gab es für die Inszenierung von Theaterdirektor Sven-Eric Bechtolf teilweise Buhrufe. "Keine klare Botschaft", "kein großer Bogen", "weder modern noch traditionell","mal buffo, mal dramatisch" so lauten einige Kritikerurteile über die Handlung, die in ein Hotel der 20 er Jahre verlegt wurde.
Die Opernkritikerin Franziska Stürz sagte im Deutschlandradio Kultur hingegen, die Szenerie sei durchaus schlüssig und die Darsteller agierten sehr lebendig, auch wenn sie sich etwas mehr Abwechslung gewünscht hätte.

Israelischer Historiker: "Grenzen des Zulässigen sind verschoben worden"

Der israelische Historiker und Publizist Daniel Cil Brecher ist erschrocken über die "Radikalisierung" im derzeitigen Gaza-Konflikt

Brecher, der sich vor knapp 30 Jahren aus "Enttäuschung über Israel" bewusst für die Diaspora entschied und in den Niederlanden lebt, sagte im Deutschlandradio Kultur: "Die Grenzen des Zulässigen sind wiederum verschoben worden, auf beiden Seiten." Sowohl Israelis als auch Palästinenser seien noch weniger bereit, die andere Seite als Menschen zu sehen, die die gleichen Motive, Wünsche und Ziele hätten. Die Israelis sähen kaum noch, dass die Gewalt der Palästinenser eine Widerspiegelung der eigenen Gewalt sei, so Brecher.

Frühes Bach-Bild kommt ins Bachhaus Eisenach

Das Bild wird Bestandteil der Ausstellung zur Bach-Ikonographie

Das Bachhaus Eisenach erhält eines der frühesten Bildnisse des Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) als Dauerleihgabe. Das Ölgemälde diente um 1798 Kupferstichen zum Vorbild und wurde erst 1985 wieder entdeckt. Bachhaus-Direktor Jörg Hansen betonte, es handele sich um eine der drei oder vier ältesten Darstellungen Bachs auf einem Gemälde, die noch existierten. Das Porträt soll ab dem 1. August gezeigt werden. Die Besitzerin hatte sich nach einem Besuch der Ausstellung «Echt Bach!», die das Bachhaus in diesem Frühjahr im Berliner Dom zeigte, zu einer Dauerleihgabe an das Eisenacher Museum entschlossen.

Standorte für Berliner Landesbibliothek sollen bis 2016 geprüft werden

Der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner will möglichst noch in dieser Legislaturperiode über die neue Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) entscheiden

"Bis 2016 müssen die relevanten Standorte geprüft sein, so dass wir eine Vision von der Bibliothek haben und die konkreten Planungen in Angriff nehmen können", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Eigentlich sollte der Neubau am Tempelhofer Feld entstehen. Nachdem die Berliner die Bebauung der Freifläche im Mai in einem Volksentscheid abgelehnt hatten, ist eine neue Standortsuche nötig. Er gehe davon aus, dass man bei der derzeit laufenden Anpassung des Bedarfs mit weniger Quadratmetern auskommen werde, so Renner.

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