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Kulturnachrichten

Sonntag, 20. Juli 2014

Ungarns Regierung errichtet umstrittenes Denkmal in Budapest

Das Denkmal auf dem Budapester Freiheitsplatz soll an den Beginn der Besatzung Ungarns durch Nazi-Deutschland erinnern

Zu dem Ensemble gehört ein deutscher Reichsadler, der den Erzengel Gabriel als Sinnbild eines "unschuldigen Ungarns" angreift. Antifaschisten protestierten heute gegen das Denkmal und sprachen von einer Geschichtsfälschung. Aus ihrer Sicht wird die ungarische Mitverantwortung am Holocaust ausgeklammert.

Die Bauarbeiten begannen überraschend in der Nacht zum Sonntag. Die Polizei riegelte die Baustelle weiträumig ab. Auch Ungarns linke und liberale Oppositionsparteien protestierten gegen die "Geschichtsfälschung" und dagegen, dass das Monument in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" aufgestellt wurde.

Ministerpräsident Viktor Orban zufolge handle es sich um "kein Holocaust-Denkmal" sondern es gehe nur darum, an den Verlust von Ungarns Souveränität durch den deutschen Einmarsch am 19. März 1944 zu erinnern und den "Schmerz" wegen des damaligen "Verlusts der Freiheit" darzustellen.

Film- und Fernsehschauspieler James Garner gestorben

Der Star der TV-Serien "Maverick" und "Detektiv Rockford" starb im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Los Angeles

In den späten 50er und dann 60er Jahren war der 1928 im US-Staat Oklahoma geborene Garner zunächst als Western-Star bekannt geworden. Als Bret Maverick mimte er einen Spieler im Wilden Westen. In den 70er Jahren wurde Garner international berühmt durch die ihm auf den Leib geschriebene Rolle des Detektiv Rockford in der gleichnamigen TV-Serie. Eine Oscar-Nominierung holte sich der Schauspieler 1985 an der Seite von Sally Field in "Die Zweite Wahl - Eine Romanze". In den 90er Jahren war er in einer Kinoversion des TV-Hits "Maverick" zu sehen. Dabei überließ Garner aber Mel Gibson die Titelrolle des Revolverhelden, während er selbst einen betagten Sheriff spielt. Zu sehen war Garner einst auch an der Seite von Marlon Brando in "Sayonara" und mit Doris Day in "Eine zu viel im Bett" und "Was diese Frau so alles treibt".

Frank Castorf: "In Bayreuth herrscht Angst"

Der Intendant der Berliner Volksbühne kritisiert im Nachrichtenmagazin Der Spiegel die Bayreuther Festspielchefinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier

Er erlebe einen "Rollback", der Festspielleitung gehe es nur um den Machterhalt, sagte Castorf dem Spiegel. All die Anarchie, die er und sein Bühnenbildner Aleksandar Dénic mit ihrer "Ring"-Inszenierung im vergangenen Jahr reingebracht hätten, sei nicht mehr erwünscht. Besonders wütend zeigt sich der Regisseur über die Umbesetzung eines Sängers, ohne dass die Entscheidung mit ihm abgesprochen worden war. Außerdem herrschten in Bayreuth Angst, Vorsicht und vorauseilender Gehorsam. "Man könnte sicher transparenter arbeiten an einem Ort, in den so viele öffentliche Mittel aus der Stadt Bayreuth, vom Freistaat Bayern und vom Bund hineinfließen", so Castorf. Um sich gegen die Informationspolitik der Festspielleitung zu wehren, habe er sich anwaltlichen Beistand bei Gregor Gysi geholt.

Jazz-Trompeter Lionel Ferbos gestorben

Er starb zwei Tage nach seinem 103. Geburtstag in seinem Haus in New Orleans

Ferbos war über Jahrzehnte hinweg und bis ein Jahr vor seinem Tod regelmäßig im Großraum New Orleans aufgetreten. Er galt als ältester aktiver Jazzmusiker. Bis zum vergangenen Jahr war er unter anderem bei jedem New Orleans Jazz and Heritage Festival dabei gewesen.
Zuletzt wurde er aber zu schwach, um seine Trompete zu halten. Zu Beginn seiner Karriere trat Ferbos in bekannten Jazzclubs wie dem Pythian Roof Garden, der San Jacinto Hall und dem Pelican Club in New Orleans auf. Besonders der Pelican Club und andere Lokale entlang der Rampart Street bildeten in den 1920er und 1930er das Epizentrum der schwarzen Unterhaltungs- und Musikszene in der Südstaatenmetropole.

Kunstberater Achenbach legt Haftbeschwerde ein

Die Anwälte des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach haben nach einem Bericht der Bild-Zeitung Haftbeschwerde eingelegt

"Wir bestätigen, dass eine Anhörung im Fall Achenbach beim Landgericht Essen stattgefunden hat. Eine Entscheidung ist noch nicht ergangen. Sie ist für die kommende Woche angekündigt", sagte die Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk der Zeitung. Achenbachs Anwälte äußerten sich laut "Bild" nicht. Dem seit mehr als fünf Wochen in U-Haft sitzenden Achenbach wird vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen und gefälschten Rechnungen an den Aldi-Erben Berthold Albrecht weiterverkauft zu haben. Die Familie Achenbachs hat die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen.

Zahl der Musikfestivals in Deutschland stark gestiegen

Binnen 20 Jahren hat sich ihre Zahl nach Angaben des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) in Bonn fast vervierfacht und übersteigt inzwischen 500 Veranstaltungen

So gut wie jede Musikrichtung wird berücksichtigt, egal ob Klassik, Moderne, Jazz oder Rock und Pop. Damit die Musikinteressierten den Überblick über die einzelnen Veranstaltungen behalten, stellt das MIZ auf Basis seiner Datenbanken im Internet einen Festivalguide zur Verfügung (www.miz.org), der alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen enthält.

Allein 76 Festivals befassen sich im Schwerpunkt mit zeitgenössischer Musik, bei 58 Veranstaltungen steht die Alte Musik im Vordergrund. 75 Festivals haben die Kammermusik oder einzelne instrumentale Gattungen zum Thema wie etwa das renommierte Klavier-Festival Ruhr oder das vom Pianisten Lars Vogt 1998 initiierte Festival "Spannungen" in Heimbach in der Eifel. 40 Veranstaltungen haben sich der Entwicklung des Musiktheaters verschrieben. Dabei decken sie mit den Münchner Opern-Festspielen, der Ruhrtriennale, dem Raritätenfestival Rossini in Wildbad oder dem von der Berliner Staatsoper ins Leben gerufenen Festival "Infektion!" ein breites Spektrum musikalischer Ausdrucksformen ab.

Traditionell stark vertreten ist die populäre Musik. Rund 100 Festivals bedienen die unterschiedlichsten Spielarten und Stile von Rock/Pop über Heavy Metal, Hard Rock und Techno bis hin zur Globalen Musik. Mit über 80 Veranstaltungen ist auch der Jazz stark repräsentiert.

Horror-Film "The Shining" erhält Vorgeschichte

Wie die Branchenblätter "Variety" und "Hollywood Reporter" berichteten, ist Mark Romanek ("Alles, was wir geben mussten") für die Regie von "Overlook Hotel" im Gespräch

"The Shining" nach dem Gruselbestseller von US-Autor Stephen King erzählte die Geschichte eines erfolglosen Schriftstellers (Jack Nicholson), der mit seiner Frau und einem kleinen Sohn im Winter in ein einsames, leerstehendes Berghotel in den Bergen von Colorado zieht und dort verrückt wird. King hatte für sein Buch einen Prolog geschrieben, der bei der Veröffentlichung im Jahr 1977 aber weggelassen wurde. Diese Vorgeschichte über einen räuberischen Baron, der um 1900 das riesige Overlook Hotel in der Wildnis bauen ließ, ist nun die Grundlage für das von Warner Bros. geplante Prequel. King brachte 2013 mit dem Buch "Doctor Sleep" auch eine Fortsetzung seines "Shining"-Klassikers heraus.

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