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Kulturnachrichten

Samstag, 12. Juli 2014

Filmmuseum Wien stellt Videodokumente ins Internet

Unter dem Titel "In person: Videodokumente 1975-2013" werden Interviews mit Filmschaffenden allen Interessierten zur Verfügung gestellt

Jede Generation werde die Dokumente anders bewerten, sagte Alexander Horwarth, Direktor des Filmmuseum Wien, im Deutschlandradio Kultur. Neben dem Gesagten, ermöglichen sie auch einen Blick auf die Person des Gesprächspartners. Früher seien Gespräche über Film politischer gewesen, so Horwarth. Heute bewerben Schauspieler aus Marketinggründen ihre Filme oft mit den immer gleichen Worthülsen. 1975 begann das Filmmuseum, ausgewählte Veranstaltungen auf Videoband aufzuzeichnen. Die Aufnahmen seien teilweise vom Zerfall bedroht gewesen. Mit Hilfe der Medienwerkstatt Wien seien die Inhalte aber auf ein neues Speichermedium übertragen und gesichert worden.

Raubgemälde wird Nachfahren eines NS-Kasernenwarts zugesprochen

Es handelt sich nicht um ein Gemälde aus dem "Schwabinger-Kunstfund", sondern um ein Werk, das der NS-Kunsthändler Hildebrand Gurlitt für Adolf Hitlers "Führermuseum" kaufte

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist es den Nachfahren eines NS-Kasernenwarts zugesprochen worden. Das Amtsgericht München entschied demnach im Mai, dass das Bild in den Besitz der Münchner Familie zurückgeht. Laut Bundesamt für offene Vermögensfragen gebe es keine Erben mehr, die Ansprüche geltend machen, berichtet die SZ heute. Hildebrand Gurlitt hatte das Gemälde "Bergpredigt" des flämischen Barockmalers Frans Francken im besetzten Frankreich erworben und 1943 an Hitler für dessen in Linz geplantes Museum verkauft. Es gehört laut Süddeutscher Zeitung zu jenen rund 600 Gemälden, die im April 1945 aus dem Keller des sogenannten "Führerbaus" in München geraubt wurden.

Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt fordert mehr Finanzhilfe vom Bund für kulturelle Leuchttürme

Reiner Haseloff sieht sein Bundesland finanziell mit der Aufgabe überfordert, sämtliche Erinnerungsstätten und Denkmäler zu erhalten

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt sagte in einem Interview der heutigen Ausgabe der Zeitung "Die Welt", zwar gebe es Kulturthemen, die allein Ländersache seien, aber für kulturelle nationale Leuchttürme müsse es nicht nur eine temporäre, sondern eine institutionelle Förderung des Bundes geben. Pro Kopf müsse Sachsen-Anhalt derzeit zum Beispiel das Dreifache für die Erhaltung von Sakralbauten von dem aufbringen, was andere Bundesländer leisten.

Schlagzeuger der legendären US-Punkband Ramones gestorben

Er war der letzte lebende "Ramone"

Tommy Ramone, der Schlagzeuger der legendären US-Punkband Ramones, ist tot. Er starb gestern im Alter von 65 Jahren an Krebs. Tommy Ramone wurde unter dem Namen Erdelyi Tamas in Budapest geboren. Gemeinsam mit Sänger Joey Ramone, Bassist DeeDee Ramone und Gitarrist Johnny Ramone gründete er 1974 in New York die Ramones. Die vier waren nicht verwandt, nahmen aber alle den gemeinsamen Namen an. Zwar landeten die Ramones nie einen Top-40-Hit, doch gelten sie als Prototyp der Punkband und inspirierten Punkgrößen wie Green Day und Nirvana.

Jazz-Bassist und Komponist Charlie Haden gestorben

Der US-Musiker prägte über Jahrzehnte die Jazz-Szene

Der Jazz-Bassist Charlie Haden erlag im Alter von 76 Jahren in Los Angeles einer langen Krankheit. Haden galt als einer der stilprägenden Vertreter seines Instruments und trat mit Jazz-Größen wie John Coltrane, Keith Jarrett und Pat Metheny auf. Außerdem spielte er auch mit Pop-Stars wie Yoko Ono, Ringo Starr, Elvis Costello und Beck. Begonnen hatte er seine musikalische Karriere als Kind in der Haden Family Band - als Sänger. Doch eine Erkrankung an Kinderlähmung schwächte seine Stimme, so dass er seine Gesangskarriere im Alter von 15 Jahren beenden musste und sich dem Bass zuwandte. Haden erhielt zahlreiche Preise, darunter auch drei Grammy Awards.

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