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Kulturnachrichten

Donnerstag, 10. Juli 2014

Fusion in Brandenburg: Oper und Akademie werden eins

Brandenburg spart an der Musik

Die Kammeroper und die Bundesmusikakademie in Rheinsberg fusionieren. Bis Mitte August sollen beide Häuser zusammengeführt werden, teilte das
Brandenburger Kulturministerium in Potsdam mit. Durch die Zusammenlegung erhofft sich die brandenburgische Landesregierung, seit wenigen Tagen Mehrheitseigner der beiden Häuser, Einsparungen in der Kulturarbeit. Die künstlerische Selbstständigkeit des neuen Hauses bleibe aber erhalten, Entlassungen solle es bis Ende 2015 keine geben.

Siegfried-Lenz-Preis für Schriftsteller Amos Oz

Der erste mit 50 000 Euro dotierte Siegfried-Lenz-Preis geht an den israelischen Schriftsteller Amos Oz.

Das teilte die vor kurzem von dem Schriftsteller Siegfried Lenz ins Leben gerufene Stiftung in Hamburg mit. Amos Oz werde den Preis am 14. November im Kaisersaal des Hamburger Rathauses entgegennehmen. Mit dem Siegfried-Lenz-Preis sollen internationale Schriftsteller ausgezeichnet werden, «die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist».

"Game Of Thrones" für 19 Emmys nominiert

Die Fantasyserie führt die Liste der diesjährigen Kandidaten für den Fernsehpreis an

"Game Of Thrones" wurde unter anderem in der Kategorie beste Dramaserie für den EmmyAward nominiert. Ein weiterer großer Favorit ist mit 16 Nominierungen die inzwischen eingestellte Fernsehserie «Breaking Bad». Daneben konkurrieren auch die
Serien «Downton Abbey», «House of Cards», «Mad Men» und «True Detective» um die Auszeichnung als beste Dramaserie.
Die Miniserien «Fargo» und «American Horror Story: Coven» sind 18 beziehungsweise 17 mal für einen Emmy Award nominiert. Das Aids-Drama «The Normal Heart» erhielt 16 Nominierungen, unter anderem als bester Fernsehfilm. Der diesjährige Oscarpreisträger Matthew McConaughey («Dallas BuyersClub») und der Oscarnominierte Chiwetel Ejiofor («12 Years a Slave») könnten beide in diesem Jahr für Fernsehprojekte mit einem Emmy ausgezeichnet werden. Ebenfalls nominiert ist Oscarpreisträgerin
Julia Roberts: sie darf sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung für ihre Rolle in «The Normal Heart» machen. Die 66. Verleihung der Primetime Emmy Awards findet am 25. August in Los Angeles statt.

Terrorgruppe Isis finanziert sich durch Kunsthandel

Antike Kunstwerke aus Syrien werden für die Kriegsmaschinerie verkauft

Archäologen gehen davon aus, daß durch den Handel viel von dem historischen Erbe
für immer verschwindet. «Die Isis sind nicht nur Bilderstürmer, sondern füllen ihre Kriegskassen durch den Verkauf von Kulturgütern» ist sich die Berliner Ägyptologin und Kuratorin der Tell-Halaf-Schau in der Bundeskunsthalle, Ulrike Dubiel, sicher. Das Geschäft laufe über Mittelsmänner, teils im Auftrag privater Sammler und die Kunstwerke würden meist über militärische oder diplomatische Kanäle aus dem Land geschafft. «Was
in einer Privatsammlung landet, ist meist für immer weg», so Dubiel.

Pina-Bausch-Fotografin Ulli Weiss gestorben

Tanztheater Pina Bausch trauert um eine langjährige künstlerische Wegbegleiterin.

Die Fotografin Ulli Weiss, die die Compagnie über Jahrzehnte fotografiert hat, sei vergangenes Wochenende im Alter von 71 Jahren gestorben, teilte das Tanztheater mit. Bereits in der Anfangszeit ab 1976 fotografierte Weiss die Aufführungen des Tanztheaters Wuppertal und setzte diese Arbeit bis zu ihrem Tod fort. Die 1943 in Bonn geborene Weiss hatte bei Otto Steinert an der Folkwang-Hochschule in Essen Fotografie und Bildjournalismus studiert. «Sie verstand es, sowohl die Ästhetik des Tanztheaters einzufangen als auch dessen Emotionalität, durchaus auch in Bewegung», würdigte das Tanztheater die Arbeit von Weiss. Die 2009 gestorbene Pina Bausch habe Weiss in das Team ihrer engsten Mitarbeiter einbezogen. Weiss habe früh die Außendarstellung des Tanztheaters geprägt.

Alfred Biolek ist 80 Jahre alt

Biolek gilt als Talk- und Kochshow-Pionier im deutschen Fernsehen

Seinen Durchbruch als Moderator schaffte Biolek ab 1976 in der WDR-Talkreihe "Kölner Treff". Die ARD-Talksendung "Boulevard Bio" war nur eine der vielen Stationen seiner Fernsehkarriere, die 2006 mit der letzten Ausgabe seiner ARD-Kochshow "Alfredissimo" endete. 1991 war Biolek von dem Filmemacher Rosa von Praunheim im Fernsehen geoutet worden. Dies empfand er zunächst als schweren Schlag, im Nachhinein aber war er dankbar dafür, weil sich dadurch eine «Verspannung gelöst» habe. Vor vier Jahren hatte Biolek nach einem schweren Sturz einen Gedächtnisverlust erlitten.

Literaturpreis für Christine Fehér

Die Berliner Schriftstellerin erhält den «Buxtehuder Bullen» für das beste Jugendbuch des Jahres

Die 49 Jahre alte Autorin Christine Fehér bekommt die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Roman «Dann mach ich eben Schluss», erschienen 2013 im Verlag cbt, München. Die je zur Hälfte aus Jugendlichen und Erwachsenen bestehende Jury
hatte Fehérs Buch aus 70 Neuerscheinungen des vergangenen Jahres ausgewählt, von denen sieben das Finale erreichten. In dem
preisgekrönten Werk geht es um den Selbstmord des 18-jährigen Max, der mit einem Auto frontal gegen einen Baum fährt. Sein Schicksal wird aus der Perspektive von Familienangehörigen, Freunden und Lehrern erzählt. Christine Fehér, die selbst als Lehrerin arbeitet, schildert in ihrem Buch den Leistungsdruck und die Hackordnung in der Schule, ehrgeizige Eltern, eine komplizierte Liebe und die Todessehnsucht des Protagonisten Max. Der seit 1971 verliehene «Buxtehuder Bulle» gilt als einer der renommiertesten deutschen Literaturpreise.

YouTube-Wettbewerb will Jugendliche für Cybermobbing sensibilisieren

In einem Online-Wettbewerb sollen Jugendliche zeigen, was sie stark macht

Durch Selbstbewusstsein, den Glauben an sich und seine eigene Fähigkeiten soll verhindert werden, daß Jugendliche Opfer von Cybermobbing werden, so die Botschaft der Veranstalter. Der Wettbewerb «361 Grad Respekt» findet bereits zum vierten Mal statt. Die Teilnehmer sollen sich kreativ mit dem Problem des digitalen Mobbing auseinandersetzen. In diesem Jahr können sich interessierte Jugendliche für ein Videocamp bewerben: In Berlin, Mainz, Köln, München und Rostock. Die Teilnehmer können in den dreitägigen Schulungen unter Anleitung von Experten eigene Videos produzieren. Teilnehmer müssen mindestens 13 Jahre alt sein. Pro Stadt werden die jeweils besten drei Videos von einer Jury bestimmt und mit Sachpreisen bedacht. Wie bereits bei den vergangenen beiden Wettbewerben übernimmt das
Familienministerium die Schirmherrschaft. Ministerin Manuela Schwesig forderte die Jugendlichen auf: «Zeigt, dass wir vor allem
Respekt voreinander haben. Wir wollen Menschen miteinander verbinden und nicht ausgrenzen.» Mobbing passe nicht zur Grundidee vom Netz und auch nicht zu den Grundwerten in unserer Gesellschaft.

Chorfest mit 27 000 Sängern in Kulturhauptstadt Riga

Europas Kulturhauptstadt Riga wird für zehn Tage zu einer großen Chorbühne.

Bis zum 19. Juli werden rund 27 000 Sänger bei den «World Choir Games» in der lettischen Hauptstadt singen und sich in 29 Kategorien musikalisch messen. An der auch als «Chorolympiade» bezeichneten Veranstaltung nehmen nach Angaben der Veranstalter 460 Chöre aus 73 Ländern teil. Auf dem Programm des Chorfests, das Rigas Bürgermeister Nils Usakovs das «größte Ereignis nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit Lettlands 1991» nannte, stehen 67 Konzerte. Die «World Choir Games» finden seit 2000 alle zwei Jahre statt. Lettland wurde nach Angaben der Veranstalter wegen seiner großen Tradition in Chorgesang ausgewählt. Riga ist 2014 gemeinsam mit Umeå in Schweden europäische Kulturhauptstadt.

Grassi-Museum würdigt DDR-Möbelgestalter Rudolf Horn

Sonderpräsentation in Leipzig zu Horns 85. Geburtstag

Die Dauerausstellung wird bis Ende Dezember um zwei Clubsessel sowie eine digitale Schau mit Horns Entwürfen erweitert. Horn ist besonders für seine modulare
Montageserie MDW bekannt. Zudem entwarf er zahlreiche weitere Möbel für Wohn- und Arbeitszimmer. «Er ist für Ostdeutschland der wichtigste Repräsentant für das Systemdesign», so Sabine Epple, Kuratorin für Moderne im Grassi Museum. Rudolf Horn lebt in Leipzig. Am 24. Juni wurde er 85 Jahre alt.

Roboter schreibt Torarolle im Jüdischen Museum Berlin

Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin präsentiert hebräische Handschriften

Der eigens für hebräische Buchstaben programmierte Industrieroboter werde mit einem Schreibarm sowie mit Feder und Tinte in menschlicher Geschwindigkeit täglich zehn Stunden lang arbeiten, teilte das Museum mit. Am Ende soll er in drei Monaten 304.805 hebräische Buchstaben von rechts nach links zu Papier gebracht haben. Der Tora schreibende Roboter ist nach Angaben des Museums eine Kunstinstallation der Künstlergruppe robotlab. Unter dem Titel «bios (torah)» soll er einen Kontrapunkt zu einem Rabbiner setzen, der in einer parallel laufenden Ausstellung ebenfalls eine Torarolle schreibt. Die Ausstellung präsentiert die weltweit größte Privatsammlung hebräischer Handschriften aus der Zürcher Braginsky Collection.

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