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Kulturnachrichten

Dienstag, 8. Juli 2014

Monika Grütters ist für Umzug des Berliner AlliertenMuseums nach Tempelhof

Die Kulturstaatsministerin will das Musem aus Berlin Dahlem auf das Gelände des ehemalige Flughafens holen

Ihr sei es gelungen, einen möglichen Museumsumzug auch in den Koalitionsvertrag mit aufzunehmen. Eine solche Sammlung brauche Raum für eine wirkungsvolle Präsentation, sagte Grütters heute bei der Eröffnung einer neuen Sonderausstellung des AlliiertenMuseums. Diese stellt erstmals die amerikanischen Geschichte des ehemaligen Berliner Zentralflughafens dar. Von sowjetischen Truppen erobert, übernahmen die Amerikaner den Flughafen im Juli 1945 und richteten einen Luftwaffenstützpunkt ein. Bei der Berlin-Blockade war Tempelhof Teil der Luftbrücke. Die Schau unter dem Titel «Flughafen Berlin-Tempelhof. Die amerikanische Geschichte» kann bis April 2015 besichtigt werden.

Die erste Filmuniversität Deutschlands ist in Potsdam

Heute wurde die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf mit einem Festakt eröffnet

Damit ist die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) 60 Jahre nach ihrer Gründung die erste deutsche Universität ihrer Branche in Deutschland. Praxis und Wissenschaft sollen noch enger miteinander verbunden werden, sagte Präsidentin Susanne Stürmer im Deutschlandradio Kultur. Künftig können in Babelsberg unter anderem Doktortitel im Studiengang Medienrecht verliehen werden. Das Land lässt sich den Schritt einiges kosten: Der Hochschulvertrag sichert der Universität bis 2018 jährlich mehr als 14 Millionen Euro zu. Mit
dem neuen Status erhofft sich die Einrichtung auch bessere Chancen
auf Forschungsgelder.

Seyran Ateş erhält Verdienstkreuz 1. Klasse

Die Autorin und Anwältin wird für ihren Einsatz für die Menschenrechte geehrt

Bundespräsident Joachim Gauck wird Seyran Ateş am Donnerstag das Verdienstkreuz 1. Klasse verleihen. Sie habe sich "in herausragender Weise um die Integration von Zugewanderten und ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft verdient gemacht". Das Bundesverdienstkreuz wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen. In der Mitteilung des Bundespräsidialamts heißt es: "Die Rechtsanwältin gilt als Expertin für Menschenrechtsfragen und für Migrationspolitik. Schon seit mehr als 25 Jahren gilt ihre Aufmerksamkeit besonders Mädchen und Frauen aus muslimischen Ländern, denen eigene Rechte nicht gewährt oder die in ihrer Würde verletzt werden." Auch unter Hinnahme persönlicher Risiken nenne sie Grundrechtsverletzungen beim Namen, die oft als kulturelle Spezifika verharmlost würden, heißt es weiter. Seyran Ateş, 1963 in Istanbul geboren, lebt seit 1969 in Deutschland. Ihr wurden bereits zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter der Verdienstorden der Stadt Berlin und das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Radio wird oft und lange gehört

Umfrage zeigt, in Deutschland wird nach wie vor gerne Radio gehört

Internet und Smartphone konnten dem Radio bislang offenbar nichts anhaben:
trotz der Konkurrenz durch die neuen Medien hören die Menschen in Deutschland viel
Radio. Mehr als drei Stunden - genau 194 Minuten - wird im Durchschnitt werktags das Radio eingeschaltet. Das hat eine Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) ergeben. Vier von fünf Menschen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren schalten montags bis freitags das Radio ein. Am intensivsten wird das Radio von berufstätigen Männern im Alter zwischen 30 und 59 Jahren genutzt und am häufigsten wird werktags zwischen 7 und 8 Uhr eingeschaltet. "Nach den Zuwächsen der letzten Jahre pendeln sich die Radioreichweiten damit auf hohem Niveau ein", sagte
agma-Radio-Vorstand Dieter K. Müller.

Asta-Nielsen-Haus auf Hiddensee wird saniert

Das Haus der Schauspielerin wurde von Max Taut entworfen

Das denkmalgeschützte Asta-Nielsen-Haus auf der Insel Hiddensee wird nach Jahren des Verfalls wieder hergerichtet. Nach Angaben des Kurdirektors sollen die Bau- und Restaurierungsarbeiten an dem Haus in Vitte demnächst beginnen. Mit der Sanierung des Hauses werde ein weiterer Teil der Geschichte Hiddensees als Künstlerinsel erlebbar. Das vom Architekten Max Taut entworfene Haus der Stummfilm-Diva Nielsen (1881-1972) wird möglichst originalgetreu wieder hergerichtet. Seit 2009 steht das 1922/1923 erbaute und stark sanierungsbedürftige Anwesen leer.

Grünes Licht für Sanierung des Goethe-Theaters in Bad Lauchstädt

Die historische Bühne des Hauses wird wieder hergestellt

Der Kulturausschuss des Landtages Sachsen-Anhalt hat grünes Licht für die Sanierung des Goethe-Theaters in Bad Lauchstädt (Saalekreis) gegeben. Die Abgeordneten haben die Freigabe von sechs Millionen Euro befürwortet. Damit ist die Sanierung der historischen Bühne in den kommenden Jahren gesichert. Der Ausschuss billigte zudem den Theatervertrag für die Theater, Oper und Orchester GmbH Halle. Das sei zugleich der Auftakt für den Aufbau einer neuen Struktur der Theater- und Orchesterlandschaft in Sachsen-Anhalt. Das Land hat seine Zuschüsse für die Theater von bislang jährlich 36 auf nun rund 30 Millionen Euro gesenkt. Die besonders betroffenen Häuser erhalten Geld aus einem Strukturfonds. Neu ist, dass das Land künftig die Tarifsteigerungen mitträgt.

Harry Potter ist in die Jahre gekommen

Neue Kurzgeschichte von Joanne K. Rowling

Graue Strähnen und schütteres Haar: Dem fiktiven Zauberlehrling Harry Potter und seinen Freunden geht es nach einigen Jahren auch nicht anders als normalen Menschen. Die britische Autorin Joanne K. Rowling hat am Dienstag die Helden ihrer Romanreihe in einer Kurzgeschichte auf einer ihrer Websites wieder auferstehen lassen. Dort erzählt sie im Stil eines Klatschartikels, wie der inzwischen fast 34-jährige Harry seine Freunde beim WM-Finale des Besen-Reitsports Quidditch trifft. Harrys dunkler Schopf ist leicht ergraut, Rons rötliches Haar wird dünner, die Kinder sind dabei. Der Artikel gibt außerdem Hinweise auf Harrys Leben nach der Schule: Ein Schnitt über seinem rechten Wangenknochen deutet auf einen sehr geheimen Zauberer-Bund hin. Rowling hat unter dem Pseudonym Robert Galbraith erst im Juni ihren zweiten Detektiv-Roman herausgebracht. In Deutschland soll «Der Seidenspinner» pünktlich zum Weihnachtsgeschäft Ende November erscheinen.

Bibliothek ersteigert unbekannten Brief des Philosophen Leibniz

Der Brief soll nun erforscht und veröffentlicht werden

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover hat einen bislang unbekannten Brief des Philosophen Leibniz (1646-1716) aus Privatbesitz ersteigert. Der Brief an den Hofrat Christoph Enoch Buchta aus Zeitz bei Leipzig gebe erhellende Einblicke in das letzte Lebensjahr des wohl letzten deutschen Universalgelehrten, so Bibliotheksdirektor Georg Ruppelt. Das Jahr 1716 wird derzeit besonders erforscht, denn in zwei Jahren erinnert Hannover mit vielen Veranstaltungen an den 300. Todestag von Leibniz. "In diesem Brief wird deutlich, daß Leibniz ein
intellektuell-gelehrtes Netzwerk über die damals bekannte Welt
gespannt hat", sagte Ruppelt. Seine Korrespondenz habe bis nach
Afrika und Indien gereicht. Der Philosoph schrieb den Brief am 29.
Mai 1716 im Alter von 69 Jahren in Hannover auf vier Seiten von
postkartengroßem Papier per Hand auf Französisch. Die Bibliothek
zahlte dafür mit Hilfe des Landes und der Stiftung Niedersachsen bei einer Auktion im vergangenen Jahr 35.000 Euro. Die
Leibniz Bibliothek verwaltet den Nachlaß des Philosophen und
Mathematikers, der von 1676 bis zu seinem Tod Hofbibliothekar in
Hannover war. Sie besitzt rund 16.000 Briefe von und an Leibniz und gilt als Zentrum der Leibniz-Forschung. Die UNESCO erklärte die Korrespondenz von Leibniz 2007 zum Weltdokumentenerbe.

Fotos und Karikaturen in Leipzig

Zeitgeschichtliches Forum zeigt ab morgen Fotografien und Karikaturen zum politischen Leben 2013.

Die rund 120 Arbeiten sind Bestandteil des Wettbewerbs «Rückblende», der höchstdotierten gemeinsamen Auszeichnung für politische Karikatur und Fotografie in Deutschland.
Den ersten Preis in der Kategorie Fotografie erhielt der freie Berliner Fotograf Marko Priske für eine Aufnahme des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. Bei den Karikaturisten gewann in diesem Jahr Heiko Sakurai mit einer Zeichnung von Kanzlerin Angela Merkel, die als «Schwarze Witwe» nach der Bundestagswahl Sigmar Gabriel als ihren «nächsten Mann» begrüßt.

Tatort-Schauspieler Horst Bollmann mit 89 Jahren gestorben

Der beliebte Krimi- und Charakterdarsteller erlag seiner schweren Krankheit

Horst Bollmann ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der frühere Staatsschauspieler erlag am Montag in Berlin einer langen, schweren Krankheit. Bollmann, 1925 in Dessau geboren, war 1961 durch seine Titelrolle in Bernhard Wickis Film «Das Wunder des Malachias» bekanntgeworden. Populär wurde er auch im Fernsehen, unter anderem im «Tatort» und 1993 an der Seite von Mario Adorf in der Krimisatire «Abendstunde im Spätherbst». 2010 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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