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Kulturnachrichten

Donnerstag, 3. Juli 2014

Luigi Zamperini mit 97 Jahren gestorben

Der amerikanische Athlet und Kriegsheld, dessen Leben Hollywoodstar Angelina Jolie gerade verfilmt, ist tot.

Zamperini starb nach Angaben seiner Familie an den Folgen einer Lungenentzündung. Das berichtete das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter". Zamperini, der 1936 als Läufer an den Olympischen Spielen in Berlin teilnahm, stürzte während des Zweiten Weltkriegs mit seinem Kampfflugzeug über dem Pazifik ab. Der Film «Unbroken» erzählt das Überlebensdrama des Piloten, der 47 Tage auf einem Floß im Pazifik trieb, bevor er von Japanern zwei Jahre lang gefangen genommen wurde. Grundlage für den Film ist der gleichnamige Bestseller von Laura Hillenbrand. «Unbroken» kommt Weihnachten in die US-Kinos. Der deutsche Filmstart ist für Januar 2015 geplant.
"Wir werden ihn sehr vermissen", schrieb Angelina Jolie zum Tod von Luigi Zamperini.

Internationaler Literaturpreis für Dany Laferrière

Am Abend ist der haitianische Schriftsteller gemeinsam mit seiner Übersetzerin Beate Thill mit dem „Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt" in Berlin ausgezeichnet worden.

Berühmt geworden ist Laferrière vor allem mit seinem Roman über das Erdbeben in Haiti 2010. Auf Deutsch liegt bislang nur sein jüngster –heute ausgezeichneter- Roman vor „Das Rätsel der Rückkehr. Darin geht der Autor auf Spurensuche nach seinem Vater.
Dany Laferrière musste 1976 vor der Diktatur aus Haiti fliehen. Doch gegen die Bezeichnung „Exil-Schriftsteller verwahrt er sich im Deutschlandradio Kultur vehement. "Im Exil sein – das heißt, nicht im eigenen Land zu sein – aber jeder kommt ja irgendwo her. Das ist es nicht, was einen dazu bringt, Bücher zu schreiben. Bücher schreibt man, weil man entschlossen ist, Schriftsteller zu sein. Da spielt die Bibliothek, die man konsultiert, eine große Rolle, da geht es um die Beziehung, die man zu sich selbst hat, zu seiner Vergangenheit und zu seinen Sinneseindrücken. Genauso haben es schon Goethe, Voltaire, Tolstoi oder Kleist gemacht – das hat nichts damit zu tun, wo man her kommt oder damit, dass man regimekritischer Journalist war."

Künstler unterstützen Flüchtlinge

Die „skandalöse Abwesenheit einer deutschen Einwanderungspolitik kritisieren über 80 prominente Kulturschaffende aus ganz Deutschland heute in einem Offenen Brief.

Sie fordern mehr Schutz für vertriebene und verfolgte Menschen. Neben Shermin Langhoff, René Pollesch und Sascha Waltz gehört auch Claus Peymann zu den Unterstützern. Der Intendant des Berliner Ensembles sagte im Deutschlandradio Kultur, man müsse begreifen, dass es nicht hinzunehmen sei, dass in Deutschland politisch Verfolgte plötzlich kriminalisiert würden. Theaterleute können etwas tun, in dem sie zum Beispiel auf dem Dach der von Flüchtlingen besetzten Schule in Berlin-Kreuzberg Szenen spielen. Sie können sich mit Liedern auf Demonstrationen beteiligen und in den Theatern Geld sammeln, um die Not der Flüchtlinge zu lindern.

Urheberrechtsabgabe für Drucker und PCs

Computerhersteller müssen für bereits verkaufte Drucker und PCs nachträglich zahlen.

Das hat der Bundesgerichtshof heute entschieden. Mit der Gebühr sollen Autoren oder Journalisten dafür entschädigt werden, dass Nutzer mit den Geräten Kopien von Büchern und Artikel anfertigen können. Das Urteil betrifft Geräte, die zwischen 2001 und Ende 2007 verkauft worden sind. Seit 2008 ist eine Vergütung festgelegt. Wie hoch die Abgabe für die Geräte ist, muss noch ermittelt werden. Die Verwertungsgesellschaft VG Wort, die Urheberrechte von Autoren und Journalisten vertritt und deren Tantiemen verwaltet, hatte vier Gerätehersteller verklagt. Seit 11 Jahren dauerten die Prozesse an.

Stuttgart bleibt Deutschlands Kulturhauptstadt

Schwaben-Metropole hängt andere Großstädte ab

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut hat im Auftrag der Privatbank Berenberg wieder einmal die 30 größten Städte auf ihr Kulturleben getestet und kam zu dem Ergebnis, daß Stuttgart die Großstadt mit dem reichhaltigsten Kulturangebot in ganz Deutschland bleibt: wie vor zwei Jahren - gefolgt von München, Dresden, Berlin und Bonn. Untersucht wurden etwa die Bedeutung der Kulturwirtschaft in einer Region, das Kulturangebot oder auch die Nachfrage nach Kultur in der Stadt. «Die Kultur ist der Stolz des ganzen Bürgertums», kommentierte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) den erneuten Platz 1 im Ranking. Schlußlichter sind Gelsenkirchen, Duisburg und Wuppertal.

Künstlerkolonie Mathildenhöhe soll UNESCO-Welterbestätte werden

Das weltweit bedeutende Jugendstil-Ensemble in Darmstadt wird saniert

Um sich für die Bewerbung herauszuputzen, sollen in die zentrale Ausstellungshalle der Künstlerkolonie Mathildenhöhe rund 10 Millionen Euro investiert werden, kündigte OB Jochen Partsch (Grüne) an. Die letzte Verschönerung liegt fast 40 Jahre zurück. Die Kultusminister hatten beschlossen, die Künstlerkolonie 2019 auf die Vorschlagsliste für
Unesco-Welterbestätten zu setzen. Die Arbeiten sollen im Oktober beginnen und zwei Jahre dauern. In der 1899 vom Großherzog von Hessen-Darmstadt Ernst Ludwig (1868-1937) gegründeten Kolonie lebten und arbeiteten Künstler aus der Jugendstil-Epoche.

Skulpturen von Hilgemann in New York

Mitten auf der berühmten Park Avenue bekommt der im Ruhrgebiet geborene Skulpturen-Künstler eine eigene Ausstellung

Sieben Stahl-Skulpturen des Künstlers, der in den Niederlanden lebt und arbeitet, sollen ab Anfang August rund drei Monate lang auf dem grünen Mittelstreifen der Straße in Manhattan zu sehen sein, teilten die Veranstalter mit. Die Werke sind bis zu sechs Meter
groß und wurden eigens für die Ausstellung angefertigt. Auf der Park Avenue, einer der größten und breitesten Straßen in Manhattan, werden immer wieder Kunstwerke ausgestellt.

Unbekannte Aufnahmen von Bob Dylan entdeckt

Fast 150 bislang unbekannte Aufnahmen des Rockmusikers sind in New York aufgetaucht.

Die Platten seien bereits im Frühjahr in einem Haus in Manhattan entdeckt worden, in dem der 73jährige Dylan einst ein Atelier gemietet hatte, berichteten US-Medien am Mittwoch. Ein Mann, der das Haus kürzlich von seiner Schwester geerbt habe, sei zufällig darauf gestoßen. Es handele sich um 149 Aufnahmen, die in den 60er Jahren während der Arbeit an den Alben «Nashville Skyline», «Self Portrait» und «New Morning» entstanden seien.

Friedenspreis für «Mandela»-Regisseur Chadwick

Der britische Regisseur wird am Abend mit dem Friedenspreis des Deutschen Films «Die Brücke» ausgezeichnet.

Der Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds verleiht Justin Chadwick die Auszeichnung auf dem Filmfest München für seinen Film «Mandela - Der lange Weg zur Freiheit». Darin zeichnet der Regisseur das Leben des 2013 verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela nach. Der Film zeige den Anti-Apartheid-Kämpfer und früheren Präsidenten Südafrikas als ausgezeichnetes Beispiel für eine unbeugsame Haltung für Aufklärung und Verantwortung und gegen jegliche Art von Menschenverachtung und Machtmissbrauch, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Arbeiten von Streetart-Künstler Banksy in Dresden

Ausstellung zum Krieg ab Samstag im Stadtmuseum zu sehen

Banksy wurde bekannt mit Schablonen-Graffity in London und Bristol. Seinen wahren Namen und seine Identität versucht der Künstler aus Großbritannien geheim zu halten. Die nun in Dresden ausgestellten Werke von Banksy gehören zu rund 70 Gemälden, Grafiken, Fotografien oder Collagen der Schau «Im Kreuzfeuer», die 2013 in der Partnerstadt Coventry zum Jubiläum der Weltkriege konzipiert wurde und Bezug auf die Konflikte im 20. und 21. Jahrhundert nimmt. Das Spektrum der Arbeiten reicht von einer Notiz Yoko Onos bis zum überdimensionalen Triptychon des Künstler-Duos kennardphillipps.

Käthe-Kollwitz-Preis wird verliehen

Der Preis der Akademie der Künste in Berlin geht an die Malerin und Kunstprofessorin Corinne Wasmuth

Der mit 12.000 Euro dotierte Preis wird heute anlässlich einer Ausstellungseröffnung überreicht. Gezeigt werden rund 20 Werke der Künstlerin, die zwischen 1991 und 2013 entstanden sind. Die Ölgemälde der Künstlerin geben die Weite und Geschwindigkeit der vernetzten Gegenwartskultur wieder, begründet die Jury ihre Entscheidung. Ihre Werke stünden außerdem für die unstillbare Sehnsucht nach Bildern und Informationen. Corinne Wasmuth wuchs in Argentinien und Peru auf und lebt heute in Berlin.

Passionstheater Oberammergau spielt Komödie

Erstmals zeigt die Laienschauspielgruppe mit Shakespeares «Sommernachtstraum» eine Komödie

An der Produktion wirken rund 150 Schauspieler und Musiker mit. Premiere ist an diesem Freitagabend. Das Passionstheater ist alle zehn Jahre Schauplatz des berühmten Spiels vom Leiden, Sterben und Auferstehen Christi. Es geht auf ein Pestgelübde im Jahr 1633 zurück. Jedes Mal kommt eine halbe Million Zuschauer aus aller Welt in das oberbayerische Gebirgsdorf der Herrgottschnitzer.

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